Morgan Stanley: Eine Verschärfung des Handelskrieges kann eine “globale Rezession auslösen”

Rezession - Bildquelle: Pixabay / PublicDomainPictures; Pixabay License

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Morgan Stanleys Chefökonom, Chetan Ahya, hat dieser Tage den wahren Grund des Handelskrieges genannt (Hervorhebung www.konjunktion.info):

Laut Morgan Stanley könnten mehr Zölle im Handelskrieg zwischen den USA und China die Weltwirtschaft in eine Rezession abgleiten.

“Wenn die Gespräche zum Stillstand kommen, keine Einigung erzielt wird und die USA 25% Zölle auf die verbleibenden 300 Milliarden US-Dollar Importe aus China erheben, schlittert die Weltwirtschaft in eine Rezession“, sagte Chetan Ahya, Chefökonom von Morgan Stanley und globaler Wirtschaftsleiter in einer Anmerkung am Montag.

Präsident Donald Trump hat höhere Zölle – von 10% auf 25% – auf chinesische Waren im Wert von 200 Milliarden US-Dollar beschlossen, und China revanchierte sich, indem es die Zölle auf US-Waren im Wert von 60 Milliarden US-Dollar ab dem 1. Juni auf bis zu 25% erhöhte. Trump hatte ebenfalls damit gedroht, Zölle “in Kürze” in Höhe von bis zu 25% auf zusätzliche 325 Milliarden US-Dollar an chinesischen Waren zu verhängen.

Die eskalierten Handelsspannungen lösten Schockwellen an den Finanzmärkten aus. Der S&P 500 ist seit Trumps Zollandrohung um 3,4% gefallen, während der Dow Jones Industrial Average um etwa 800 Punkte gefallen ist. Die Handelsketten Caterpillar und Boeing standen unter Druck, und die Chiphersteller, die ein hohes Engagement in China verzeichneten, erlitten im Handelskrieg ebenfalls einen enormen Schlag.

(More tit-for-tat tariffs in the U.S.-China trade war could set the global economy up for a recession, according to Morgan Stanley.

“If talks stall, no deal is agreed upon and the U.S. imposes 25% tariffs on the remaining $300 billion of imports from China, we see the global economy heading towards recession,” Chetan Ahya, Morgan Stanley’s chief economist and global head of economics, said in a note Monday.

President Donald Trump has slapped higher tariffs — from 10% to 25% — on $200 billion worth of Chinese goods and China retaliated by raising duties on $60 billion of U.S. goods to as high as 25% starting June 1. Trump had also threatened to impose 25% tariffs on an additional $325 billion of Chinese goods “shortly.”

The escalated trade tensions sent shock waves through the financial markets. The S&P 500 has fallen 3.4% since Trump’s tariff threat, while the Dow Jones Industrial Average has tumbled about 800 points. Trade bellwethers Caterpillar and Boeing have been under pressure and chipmakers which have high revenue exposure to China also took a huge hit amid the trade war.)

Die USA und der Großteil der Welt ist BEREITS in einer Rezession, wenn man seinen Blick auf Fundamentaldaten richtet, die nicht durch eine Regierung oder eine Notenbank manipuliert werden. Die Politik der Zentralbanken der vergangenen Jahre garantiert mehr oder weniger einen massiven Finanzcrash und zahlreiche Sektoren sind derzeit stark rückläufig.

Aber der Handelskrieg erzeugt einen fast undurchdringbaren Nebel, der die ökonomischen Fakten verschleiert. Genau aus diesem Grund wurde er a) entfacht und b) nicht zu einem positiven Abschluss gebracht. Auch die aktuellen Entwicklungen Google/Huawei sind aus meiner Sicht in diesem Kontext zu sehen. Die Internationalisten/Globalisten/Eliten (IGE), ihre Erfüllungsgehilfen aus den Bankentürmen, Politik und Hochleistungspresse haben die perfekte Bühne bereitet, um das unvermeidliche Platzen der “Blase aller Blasen”, die sie selbst erzeugt haben, den Verantwortlichen um den Handelskrieg – also Trump und seinen konservativen Unterstützern – in die Schuhe schieben zu können.

Vor diesem Narrativ warne ich seit über einem Jahr und jetzt sehen wir den finalen Akt.

Morgan Stanleys Annahme, dass die Fed (und andere Notenbanken) als Antwort auf die “Rezessionsgefahren” die Zinsen wieder senken und neue Stimulimaßnahmen ausrollen wird, wird sich meiner Meinung nach NICHT erfüllen. Jedenfalls nicht um die Märkte zu retten…

Quellen:
Morgan Stanley: More tariffs on China could trigger a global recession
China is raising tariffs on $60 billion of US goods starting June 1
Trump says tariffs on $200 billion of Chinese goods will increase to 25%, blames slow progress in trade talks


Ein Artikel bildet zwangsweise die Meinung eines Einzelnen ab. In Zeiten der Propaganda und Gegenpropaganda ist es daher umso wichtiger sich mit allen Informationen kritisch auseinander zu setzen. Dies gilt auch für die hier aufbereiteten Artikel, die nach besten Wissen und Gewissen verfasst sind. Um die Nachvollziehbarkeit der Informationen zu gewährleisten, werden alle Quellen, die in den Artikeln verwendet werden, am Ende aufgeführt. Es ist jeder eingeladen diese zu besuchen und sich ein eigenes Bild mit anderen Schlussfolgerungen zu machen.
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