BRICS-Staaten und der Westen: Zwei Seiten der gleichen Medaille – Das Beispiel China Teil 1

Im vorletzten Artikel Gold, Sonderziehungsrechte und der Yuan: Die Rolle Chinas, des IWFs, der BRICS-Entwicklungsbank und der BIZ auf dem Weg zu einer neuen Weltwährung habe ich versucht aufzuzeigen, dass das West-Ost-Paradigma ein genauestens geplantes Denkmuster der elitären, internationalen Kreise ist. Weder die BRICS-Staaten, noch ein Putin werden in irgendeiner Weise als Anti-Hegemon zur „Rettung eilen“.

Natürlich dürfte dies für viele starker Tobak sein und ihr „Weltbild“ erschüttern. Daher möchte ich in einer kleinen Artikelreihe versuchen auf die Verflechtungen der Eliten von Ost und West einzugehen:

BRICS-Staaten und der Westen: Zwei Seiten der gleichen Medaille – Das Beispiel China Teil 1

Tianjin - Bildquelle: statelesshomesteading.com

Tianjin – Bildquelle: statelesshomesteading.com

Tianjin ist eine Hafenstadt im Norden Chinas mit einer Bevölkerung von 12,3 Millionen Menschen. Tianjin ist nicht irgendeine Stadt. Sie ist neben der Partnerstadt von Singapur auch eine der „Eco-Cities“ der UN. 2010 wurde dort die Climate Change Convention abgehalten und sie wird als eine smart city bezeichnet, die im Neusprech dieser „Convention-Reihe“ als „green engineered“ gilt. Genauso wie es bei der 1992er Rio Conference on Sustainable Development, auch als Agenda 21 betitelt, gefordert wurde. China hatte im Anschluss an die Konferenz in Rio eine Vielzahl solcher „green engineered cities“ hochgezogen, doch allein Tianjin gilt als erfolgreiche Umsetzung dieser „Nachhaltgkeitsstädte“.

Doch warum bildet Tianjin die Ausnahme bei der erfolgreichen Umsetzung der Maßgaben von Rio (besser wohl: der Eliten, Planer und Investoren) ? Die Antwort ist in der Agenda 21 selbst zu finden: Public Private Partnership.

Tianjins Erfolg stützt sich auf das schmutzige (und steuerliche begünstigte) Geld privater Finanziers. Allein für 2015 sind Investitionen in die „grüne Infrastruktur“ von Tianjin in Höhe von 6,5 Milliarden US-Dollar geplant. Und wirft man einen Blick auf die „Partner“ bei den Maßnahmen, fallen einem insbesondere drei Firmen ins Auge:

General Motors Mitsui Fudosan Residential und Samsung - Bildquelle: statelesshomesteading.com

General Motors Mitsui Fudosan Residential und Samsung – Bildquelle: statelesshomesteading.com

Was haben diese drei Großkonzerne gemeinsam und wie nutzen die Globalisten diese Unternehmen, um ihre Vorstellung einer Smart City in Tianjin umzusetzen?

Eine der Firmen ist General Motors. Unterstützer des Dritten Reichs. Die beiden anderen sind Mitglieder der Trilateralen Kommission. Zudem ist Mitsui Fudosan Residential Teil der berüchtigten japanischen Zaibatsu, die als verlängerter Arm des Westens gelten. Und alle drei haben historische Verbindungen zu den „Spitzen der (westlichen) Industrie“.

Bereits Antony Sutton schrieb in seinem Buch Wall Street and the Rise of Hitler, dass General Motors den Internationalismus (das Wort Globalismus kam erst später) unterstützt und fördert – ohne Rücksicht auf irgendwelche Interessen, seien es US-amerikanische oder von irgend jemandem anderen. Die Unterstützung GMs für Deutschland begann bereits 1928 und dauerte bis 1945 an, als man die Kriegsmaschinerie der Nazis mit allen möglichen kriegswichtigen Gütern (LKWs usw.) am Leben erhielt. General Motors‘ Bedeutung für Nazi-Deutschland ist eigentlich mit dem Wort Unterstützung zu schwach umschrieben – GM war integraler Bestandteil der US-amerikanischen Kabale, die Hitler-Deutschland im Geheimen förderte.

Deutschlands wichtigster Hersteller von Panzern war zu jener Zeit Opel – eine hundertprozentige Tochter von General Motors. 1936 erliessen die Nazis für GM eine vollständige Steuerbefreiung, um die Produktionskapazitäten für den kommenden Krieg erhöhen zu können. Zusammen mit Rockefellers Standard Oil war General Motors auch bei der Beschaffung des kriegswichtigen Benzins für Nazi-Deutschland involviert – ohne das ein Krieg bereits viel früher zu einem Ende gefunden hätte.

Sutton beschreibt diese „Kooperation“ US-amerikanischer Großkonzerne mit Nazi-Deutschland wie folgt:

In brief, American companies associated with the Morgan-Rockefeller international investment bankers — not, it should be noted, the vast bulk of independent American industrialists — were intimately related to the growth of Nazi industry. It is important to note as we develop our story that General Motors, Ford, General Electric, DuPont and the handful of U.S. companies intimately involved with the development of Nazi Germany were — except for the Ford Motor Company — controlled by the Wall Street elite — the J.P. Morgan firm, the Rockefeller Chase [National Bank] and to a lesser extent the Warburg Manhattan bank.
This book is not an indictment of all American industry and finance. It is an indictment of the “apex” — those firms controlled through the handful of financial houses, the Federal Reserve Bank system, the Bank for International Settlements, and their continuing international cooperative arrangements and cartels which attempt to control the course of world politics and economics.
(Kurz gesagt, die amerikanischen Unternehmen, die mit den internationalen Investmentbankern von Morgan-Rockefeller zusammen arbeiteten – nicht, darauf ist hinzuweisen, jedoch der überwiegende Großteil der unabhängigen amerikanischen Industriellen -, waren eng mit dem Wachstum der Nazi-Industrie verbunden. Es ist wichtig zu beachten, wenn wir unsere Geschichte entwickeln, dass General Motors, Ford, General Electric, DuPont und die Handvoll der US-Unternehmen, die eng mit der Entwicklung von Nazi-Deutschland verbunden waren – mit Ausnahme der Ford Motor Company – von der Wall Street Elite kontrolliert wurden – durch JP Morgan, die Rockefeller Chase [National Bank] und in geringerem Maße die Warburg Manhattan Bank.
Dieses Buch ist nicht eine Anklage gegen die gesamte amerikanische Industrie und das Finanzwesen. Es ist eine Anklage gegen die „Spitzen“ – die Firmen, die durch eine Handvoll Finanzhäuser gesteuert wurden, gegen das Federal Reserve Bank-System, gegen die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich, und gegen ihre weiteren internationalen Kooperationen und Kartelle, die den Kurs der Weltpolitik und Wirtschaft zu kontrollieren versuchen.)

Es sollte daher niemanden überraschen, dass GMs dokumentierte „Zugehörigkeit zum Dritten Reich“ und die Beteiligung an der Gründung eines digitalen, technokratischen, globalen Vierten Reichs, das durch Smart Cities wie Tianjin repräsentiert wird, in enger Verbindung zu einander stehen. Denn die gleichen Kräfte wie vor 80 Jahren, haben auch heute noch das Zepter in der Hand.

General Motors größter Aktionär war damals Rothschilds US-Arm JP Morgan. 2008 wurde General Motors durch den Staat „gerettet“ und für einen längeren Zeitraum (quasi) verstaatlicht. Heute wird die General Acceptance Corporation (GMAC), die auch Hauptanteilseigner von Opel ist, von niemand geringerem als von Cerberus Capital Management mit einem Ateil von 51% kontrolliert. Ceberus internationaler Vorsitzender ist Dan Quayle, ehemaliger Vizepräsident unter George H.W. Bush, dem Sohn des Nazifinanziers Prescott Bush. Jenem Prescott Bush, der einer Verurteilung bei den Nürnberger Prozessen entkommen konnte, obwohl er nachweislich der Eigentümer der Union Banking Corporation war – eine von den zahlreichen Tarnfirmen/-banken von Fritz Thyssen. Vielleicht ist es daher auch nur folgerichtig, dass Cerberus im Jahre 2011 JP Morgan als Investmentfondsverwalter einsetzte.

Heute baut General Motors keine Panzer mehr, sondern „smart cars“, die in „nachhaltigen Städten“ die Mobilität garantieren sollen. Wie eben in Tianjin:

Chevy in Tianjin - Bildquelle: statelesshomesteading.com

Chevy in Tianjin – Bildquelle: statelesshomesteading.com

Auf den ersten Blick mögen selbstfahrende Autos positiver sein als der Bau von Panzern. Aber auf dem zweiten müssen wir uns darüber im Klaren sein, dass deren Ziel die Limitierung der menschlichen Kontrolle über die Maschine ist. Eine Entwicklung bei der ein Auto permanent mit dem Internet verbunden ist, vollgestopft voller Mikrophone und Sensoren, die alles und jeden aufzeichnen, und eine ständige Übermittlung der Geopositionsdaten vornimmt. Wieviel hat eine solche Entwicklung noch mit Freiheit zu tun – oder reichen die persönlichen Wanzen namens Smartphones noch nicht aus?

Nun mag der eine oder andere das nicht so eng sehen. Aber haben die Private Public Partnerships zwischen Google, Microsoft (kurze Randbemerkung: Windows 10 ist genau ein solches Paradebeispiel für diese gewollte Dauerüberwachung), Apple und der NSA nicht exakt diese beängstigenden Annahmen bestätigt? Und wird eine ähnliche Kooperation zwischen der chinesischen Regierung und beispielsweise General Motors nicht das gleiche Ergebnis mit sich bringen?

China Daily berichtete Ende 2014 über die „Zusammenarbeit“ von Regierung, NGOs und der Automobilindustrie bei der Schadstoff-Problematik:

China Daily - Bildquelle: statelesshomesteading.com

China Daily – Bildquelle: statelesshomesteading.com

Interessant ist dabei, dass China offenbar die Standards der US-amerikanischen Umweltbehörde übernehmen will – ganz im Sinne der Vorgaben des Public Private Partnerships:

EPA 1 - Bildquelle: statelesshomesteading.com

EPA 1 – Bildquelle: statelesshomesteading.com

EPA 2 - Bildquelle: statelesshomesteading.com

EPA 2 – Bildquelle: statelesshomesteading.com

Wir sehen, dass China Teil des Spiels ist. Und zwar in einem viel tiefergehende Umfang als viele für möglich halten. „Angebliche Feinde“ (wenn man die Rhethorik unserer Hochleistungspresse als Maßstab nimmt) wie China koopieren mit der US-Regierung, mit der UN und der US-EPA beim Thema „nachhaltige Entwicklung“. Einem Eliten-Projekt, das nur einem Ziel dient: Kontrolle.

In zwei weiteren Artikeln will ich versuchen dieses Bild zu schärfen und auf die beiden anderen zu Beginn des Artikels genannten „Partner“ Samsung und Mitsui Fudosan Residential einzugehen – und auf deren Verbindungen zur Trilateralen Kommission. Abschluss soll dann eine Gesamtbetrachtung und ein Fazit sein.

Quellen:
China 21: Anglo-American Sustainability in Asia
Wikipedia – Tianjin
Wikipedia – Antony C. Sutton
Wall Street and the Rise of Hitler
Agenda 21 roots UN UNCED Earth Summit 1992 by whistleblower George Hunt
Tianjin City – A Model for Sustainable Development
Tianjin Climate Change Conference – October 2010
„Sustainable Development – Transforming America under U.N. AGENDA 21“
China’s ‚eco-cities‘: empty of hospitals, shopping centres and people
Lesson 5: Public Private Partnerships
New CEO named for Sino-Singapore Tianjin Eco-City developer
Building a Practical Model for Sustainable Urban Development – Partners
Wikipedia – Zaibatsu
General Motors – Modern History Project
Building the German Cartels
Standard Oil Fuels World War II
Agenda 21 Smart Cities: Orwell’s Dystopic Nightmare Comes True
The Secrets of the Federal Reserve
The looting of GM
Wikipedia – Dan Quayle
George Bush: The Unauthorized Biography
How Bush’s grandfather helped Hitler’s rise to power
Cerberus Appoints J.P. Morgan as Administrator for its Investment Fund
GM to Demonstrate Chevrolet EN-V 2.0 in Tianjin Eco-City
Jacob Applebaum: To Protect And Infect, Part 2 [30c3]
Confirmed: NSA Paid Google, Microsoft, Others Millions for PRISM Aid
China Daily – Business / ‚Smart City‘
WHO FUNDS UN AGENDA 21/SUSTAINABLE DEVELOPMENT? TAKE A LOOK AT THIS PAGE FOR A PARTIAL LIST


Ein Artikel bildet zwangsweise die Meinung eines Einzelnen ab. In Zeiten der Propaganda und Gegenpropaganda ist es daher umso wichtiger sich mit allen Informationen kritisch auseinander zu setzen. Dies gilt auch für die hier aufbereiteten Artikel, die nach besten Wissen und Gewissen verfasst sind. Um die Nachvollziehbarkeit der Informationen zu gewährleisten, werden alle Quellen, die in den Artikeln verwendet werden, am Ende aufgeführt. Es ist jeder eingeladen diese zu besuchen und sich ein eigenes Bild mit anderen Schlussfolgerungen zu machen.
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11 Kommentare bei “BRICS-Staaten und der Westen: Zwei Seiten der gleichen Medaille – Das Beispiel China Teil 1

  1. Der Demütige Protagonist
    3. August 2015 um 11:56

    Zitat Konjunktion:

    Deutschlands wichtigster Hersteller von Panzern war zu jener Zeit Opel…

    Legendenbildung? Falsche Information?

    Das wäre neu… ich meine, dass Opel der größte deutsche Panzerhersteller der Wehrmacht war…

    Panzer IV (Standartmodell) wurde durch Krupp gefertigt (laut Wikipedia)
    Panzer III siehe auch Wikipedia:

    Im Jahre 1935 vergab das Heereswaffenamt Entwicklungsaufträge an Krupp, MAN, Rheinmetall und Daimler-Benz. Wegen ihrer US-amerikanischen Mutterfirmen wurden Ford und Opel nicht in das Programm einbezogen, obwohl sie zur damaligen Zeit die beiden größten Automobilfirmen waren und über die meiste Erfahrung im Großserienbau verfügten, was den Schluss nahelegt, dass zu diesem Zeitpunkt keine Massenproduktion des Panzers geplant war.[2] Nach eingehender Untersuchung der Prototypen bei der Versuchsstelle für Kraftfahrt in Kummersdorf wurde Daimler-Benz 1936 mit der weiteren Entwicklung und Herstellung beauftragt…

    • Konjunktion
      Konjunktion
      3. August 2015 um 12:49

      Hallo Der Demütige Protagonist,

      Danke für Ihren Kommentar.

      Hier finden Sie weitere Infos dazu:
      http://www.eaec-de.org/Wahrheit_ueber_2.Weltkrieg.html
      http://www.postswitch.de/wissenswertes/hitlers-amerikanische-geschaeftsfreunde.htm

      Zudem war beispielsweise im Panzer Springer der Opel-Olympia-Motor verbaut.

      Und wenn ich ganz ehrlich sein darf, ist für mich Antony Sutton als Quelle glaubwürdiger als Wikipedia:

      „The two largest tank producers in Hitler’s Germany were Opel, a wholly owned subsidiary of General Motors (controlled by the J.P. Morgan firm), and the Ford A.G. subsidiary of the Ford Motor Company of Detroit,“ wrote Professor Sutton.

      http://www.thirdworldtraveler.com/Fascism/Wall_Street_Rise_Hitler.html
      http://www.bibliotecapleyades.net/sociopolitica/hiddenevil/hiddenevil12.htm

      VG

      • Der Demütige Protagonist
        6. August 2015 um 17:13

        „Panzer Springer“ …der ist gut.
        „mit Olympia-Motor“ …der ist auch gut…

        „Springer“ ist sicherlich NICHT als „Panzer“ zu bezeichnen. Das war nur eine ferngesteuerte mobile Sprengbombe. Der genannte Motor stammte von einem Motorrad…
        Stückzahl etwa 50 (!) Stück…

        Bei diesen Zahlen kannst Du doch nicht von OPEL als großen Panzerhersteller reden.
        Kannste mir glauben: Opel war kein Panzerbauer. Und nie und nimmer der zweitgrößte! Dennoch war OPEL natürlich für LKW kriegswichtig, OPEL – Blitz zum Beispiel…

        Tut mir leid, meine Besserwisserei… In der Sache hast Du ja grundsätzlich recht.

  2. Der Demütige Protagonist
    3. August 2015 um 12:06

    Die Verstrickung, ja geradezu wesentliche Förderung westlicher Großkapitals mit den Kriegsvorbereitungen des NS-Staates dürfte jedoch aus heutiger Sicht unbestritten sein.
    In diesem Sinne z.B. die Äußerungen des Senators Harry Trumann (späterer US-Präsident nach Roosevelt) sinngemäß: „Wir (USA) sollten beide Länder (UDSSR , DEUTSCHE REICH) abwechselnd unterstützen, damit sich möglichst viele von denen gegenseitig umbringen…“

    Gute Ansätze dazu bietet auch der Fassadenkratzer in einigen Artikeln…

    https://fassadenkratzer.wordpress.com/2015/05/15/das-britische-schachspiel-die-instrumentalisierung-hitlers-fur-die-westliche-kriegs-strategie/
    https://fassadenkratzer.wordpress.com/2015/04/30/von-der-wegbereitung-des-nationalsozialismus-durch-britisch-amerikanische-finanzkreise/
    https://fassadenkratzer.wordpress.com/2015/05/29/zwang-england-hitler-zum-angriff-gegen-polen/

  3. Stan
    3. August 2015 um 13:31

    Meiner Meinung nach entbehrt die Annahme, dass Russland, China und die westliche Mafia unter einer Decke stecken jeglicher Logik und auch Menschenkenntnis.
    Beide Blöcke werden von Machtmenschen dominiert, die nur ungern ihre Macht teilen. Bei aktueller Situation liegen klar die Vorteile auf der Seite Russlands und Chinas. Sie können ruhig abwarten bis der Westen kollabiert. Warum sollten sie denn ihre Macht mit den zukünftigen Verlierern teilen. China hat vor allem mit den Briten ihre geschichtlichen Erfahrungen gemacht, die sind bestimmt nicht vergessen. Die Apparatschiks in Peking sind vielleicht Gauner, keineswegs aber dumm. Sie wissen sehr wohl, was ihnen blüht, wenn sie die Kontrolle aus der Hand geben. Warum sollten sie nicht den westlichen Konzernen erlauben ihr Kapital in China zu riskieren? Die chinesischen Machtstrukturen bleiben trotzdem unter sich. Man kann nicht die Situation vor 1945 1:1 auf Asien übertragen, das sind ganz verschiedene Mentalitäten.

    • multiman
      3. August 2015 um 16:17

      Es braucht keine Logik, um zu erkennen, dass irgendwelche Blöcke unter einer Decke stecken, man muss nur die Fakten sehen können, die heutzutage (wenn auch zeitaufwendig und mühsam) erfahrbar sind. Auf einen Punkt gebracht ist es das internationale Großkapital als der Block schlechthin. Dass es im Block der Machtmenschen individuelle Einzelbestrebungen gibt, im Rahmen der „Geheimwaffe“ Geld-/Finanzsystem einzelne Vorteile zu erlangen, dürfte auch zur Menschenkenntnis zählen. Solange die Macht des Schwarms wächst, hackt eine Krähe der anderen kein Auge aus. Wenn Blut fließen muss, dann nur bei den Bauernopfern – sind eh zu viele Mitesser geworden.
      Man kann Jahrtausende zurückgehen, es reicht aber auch nur bis zur Entstehung der Demokratie und des Kommunismus‘ zu gehen, und die jeweiligen Kapitalflüsse zu sehen.
      Gut gegen Böse, Schwarz gegen Weiß, These gegen Antithese, Fortschritt gegen Rückständigkeit usw. – divide et impera.
      Hinter allem muss im herrschenden System erst einmal Kapital stehen – sonst geht da nix.

      Egal welche Erfahrungen wer wann gemacht hat, solange dieses System die Macht hat, muss man sich daran orientieren, oder man geht unter. Ob nun durch Wirtschaftskollaps oder militärische Schläge, spielt am Ende keine Rolle, nur die wirtschaftliche Variante lässt vermeintlich mehr zeitlichen Spielraum.
      Hoffen wir mal, dass die Menschen mit der gekauften Zeit eine menschliche Zukunft zustande bringen.

      • Stan
        3. August 2015 um 16:59

        @multiman:

        Zuerst sollten Sie lernen was Kapital ist. Es gibt keinen Monoblock des Kapitals und der Finanzindustrie. Es gibt auf der einen Seite Kapital in Form von Rohstoffe in Russland und in Form von Industrieanlagen in China, und in den USA gibt es nur Schuldscheine, die hin und her verschoben werden. Ein Konsumkredit ist noch lange kein Kapital. Darum sind die Interessen der jeweiligen Seiten diametral verschieden. Kein Besitzer des Kapitals akzeptiert auf die Dauer wertloses Papier im Austausch für seine Produkte. Das ging nur solange gut, als diese beiden Länder schwach waren, das ist vorbei.

  4. 5. August 2015 um 13:03

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