Zinserhöhung: Fed wirft Trump den Fehdehandschuh hin

Seit der nach wie vor existenten Finanzkrise 2008 wird unser Geld- und Wirtschaftssystem mittels „Stimulimaßnahmen“ künstlich am Leben erhalten. Dabei wurden Gesetzesbrüche begangen, (nachträglich) Regeländerungen vorgenommen und Unmengen an billigem Geld ins System gepumpt. Ohne diese Maßnahmen wäre der große Knall längst vonstatten gegangen. Ein Fakt, den Kritiker, die Mahner gerne als Schwarzmaler bezeichnen und ihnen vorhalten, dass nach wie vor nichts passiert ist und es auch weiterhin zu keinem Zusammenbruch kommen wird, gerne vergessen.

Gerade mit Quantitative Easing und dem zumindestens noch bei der EZB billigem Geld wurden enorme Verzerrungen und eine Falschverteilung des Kapitals geschaffen. Noch nie in der Menschheitsgeschichte war soviel Geld so billig zu haben.

Obwohl 2008 bereits einige Banken „zu groß zum Scheitern (Too Big To Fail“) waren, haben die Regierungen und Regulierungsbehörden ihre damals gemachten Versprechen nicht eingelöst. Vielmehr sind diese Bankkonzerne noch größer geworden als sie schon 2008 waren. Vollgesaugt mit Derivaten und noch gefährlicher.

Und hier kommt für mich die Federal Reserve als Mittel der Wahl ins Spiel.

Janet Yellen - Bildquelle: Wikipedia / United States Federal Reserve

Janet Yellen – Bildquelle: Wikipedia / United States Federal Reserve

Um einen Aktiencrash wie 1929 auszulösen, muss nur der „Stecker des Lebenserhaltungssystems der Märkte“ gezogen werden.

Im Dezember 2015 erhöhte die Fed erstmal nach fast einem Jahrzehnt die Zinsen von 0% auf 0,25%. Im Dezember 2016 erfolgte dann die nächste Erhöhung – ebenfalls um 0,25% auf dann 0,50%. Zudem gab die Fed-Chefin Janet Yellen damals bekannt, dass die Fed beabsichtige, die Zinsen verteilt über das Jahr 2017 in drei Schritten weiter zu erhöhen. Die Bekanntgabe eines solchen Schrittes sollte mittels der Treffen des Federal Open Market Committee (FOMC) erfolgen, die 2017 an diesen Terminen stattfinden:

  • 15. März
  • 3. Mai
  • 14. Juni
  • 26. Juli
  • 20. September
  • 1. November
  • 13. Dezember

Natürlich weiß auch die Trump-Administration um die Tatsache, dass sich die USA weitere ansteigende Zinsen nicht leisten kann:

Was passiert, wenn dieser Zinssatz zwei, drei, vier Punkte nach oben geht? Wir haben kein Land. Ich meine, wenn du die Zahlen ansiehst, sie sind erstaunlich. – Donald Trump in einem CNBC-Interview

(What happens if that interest rate goes two, three, four points up? We don’t have a country. I mean, if you look at the numbers, they’re staggering. – Donald Trump in an interview with CNBC)

Mit der Zinserhöhung am 15. März um erneut 0,25% auf nunmehr 0,75% wurde für mich der Kampf zwischen Trump und der Fed auch offiziell eingeläutet. Bereits im Artikel Trump vs. Federal Reserve: Lasset den Kampf beginnen bin ich auf diesen Kampf eingegangen, der sich jetzt vor unser aller Augen entwickelt. Die jetzigen 0,25% mögen von den Märkten – wie es immer so schön heißt – bereits vorweggenommen worden sein. Aber ich denke, dass die nächsten Erhöhungen nicht alle mehr nur die „klassischen 0,25%“ umfassen werden, sondern 0,50% oder sogar noch höher ausfallen können und wohl auch werden.

Mario Draghi - Bildquelle: Wikipedia / World Economic Forum

Mario Draghi – Bildquelle: Wikipedia / World Economic Forum

Die „große, fette, häßliche Blase (big,fat, ugly bubble, O-Ton Donald Trump)“ an den Aktienmärkten und die geschönten Wirtschafts-, Arbeitslosen- und Produktionszahlen in aller Herren Länder sind den meisten Menschen nicht bewusst. Auch nicht, dass Janet Yellen und auch Mario Draghi eine unvorstellbare, politische Macht entwickelt haben. Mit der „Zinswaffe“ – um im Terminus des Kampfes zwischen der Fed und Trump zu bleiben – haben die Fed und die EZB eine „Paradewaffe“ an der Hand. Derzeit müssen die US-Steuerzahler jedes Jahr 400 Milliarden US-Dollar aufbringen, um die Zinsen auf die US-Schulden zu bezahlen. Nur zum Vergleich: die Steuereinnahmen in den USA belaufen sich derzeit auf 2 Billionen US-Dollar im Jahr. Erhöht die Fed die Zinsen, dann erhöhen sich logischerweise auch die Zinsbelastungen. Manche schreiben beispielsweise von zusätzlichen Kosten von 200 Milliarden US-Dollar, wenn der Zins auf 1% steigt. Bei einem Zins von 2% wären sogar 400 Milliarden US-Dollar mehr an Zinsen zu bezahlen. Wobei diese Berechnungen zu kurz gesprungen sind, denn nicht alle Schulden sind kurzfristig zu refinanzieren, sondern haben durchaus auch längere Laufzeiten.

Wie dem auch sei. Letztlich dürfte jedem klar sein, dass höhere Zinsen auf mittel- und langfristige Sicht zu höheren Belastungen führen müssen. Etwas, was sich weder die USA, noch Deutschland, Frankreich, Spanien oder irgendein anderes hochverschuldetes Land erlauben kann.

Warum also erhöht die Fed die Zinssätze?

Hier kommt für mich die bereits mehrfach aufgezeigte Rolle der Fed ins Spiel. Die Fed dient in erster Linie nicht dazu, der Wirtschaft und damit dem Staat zu dienen und diese zu unterstützen. Die Geschichte der Fed belegt dies sehr gut.  Die Fed ist ein reines Macht- und Ausbeutungsinstrument der Internationalisten/Globalisten/Eliten (IGE), die uns dieses Instrument Weihnachten 1913 unter den Baum gelegt haben, und das bei Bedarf auch durchaus „geopfert“ werden wird. Eine Vorstellung mit der sich selbst „Systemkritiker“ sehr schwer tun.

Bislang blieb eine harte Reaktion der Trump-Administration aufgrund der Zinserhöhug aus. Aber Trump wird in irgendeiner Form „zurückschlagen“ (müssen). Das ist für mich gewiss.

Quellen:
In the Next Few Hours, the Deep State Will Launch Its Revenge on Trump
Donald Trump’s Idea to Cut National Debt: Get Creditors to Accept Less
Trump vs. Federal Reserve: Lasset den Kampf beginnen


Ein Artikel bildet zwangsweise die Meinung eines Einzelnen ab. In Zeiten der Propaganda und Gegenpropaganda ist es daher umso wichtiger sich mit allen Informationen kritisch auseinander zu setzen. Dies gilt auch für die hier aufbereiteten Artikel, die nach besten Wissen und Gewissen verfasst sind. Um die Nachvollziehbarkeit der Informationen zu gewährleisten, werden alle Quellen, die in den Artikeln verwendet werden, am Ende aufgeführt. Es ist jeder eingeladen diese zu besuchen und sich ein eigenes Bild mit anderen Schlussfolgerungen zu machen.
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45 Kommentare bei “Zinserhöhung: Fed wirft Trump den Fehdehandschuh hin

  1. Holger
    17. März 2017 um 12:25

    Die Masse der Bevölkerung dieser Welt hat sich ein wahrhaft krankhaftes und satanisches System aufs Auge drücken lassen. Insbesondere das Geldsystem wird von wenigen privaten Satanisten beherrscht. Irgendwie ist es merkwürdig, dass die Masse der Bevölkerung so gläubig ist für die „Hoheit“ – oder „Regierung“ – es gab noch nie eine „Hoheit“ oder „Regierung,“ die im Sinne der Masse der Bevölkerung agiert hat.

    http://www.atx-netzteile.de/es-ist-der-teufel-los.html

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  2. Texmex
    17. März 2017 um 13:34

    Trump wird „ab 5:45 zurueck schiessen“, indem er den FED-$ bachabgehen laesst und einen „Volks-$“ installieren wird! Ganz in Abstimmung mit dem groessten Glaeubiger!

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    • Libelle
      17. März 2017 um 15:20

      Haben Sie eine Quelle dafür? Oder haben Sie die Glaskugel bemüht?

          Zitieren  

      • Texmex
        17. März 2017 um 18:57

        Ja Libelle, ich habe eine Quelle dafuer, ob die Ihnen allerdings zusagt?
        Das Verfahren ist in einer kabbalistischen Analyse vom
        12.06.2012 beschrieben. Leider ist diese Analyse streng vertraulich. Ich kann dazu aber sagen, dass sie die selben Ansaetze in der frei zugaenglichen Schrift „Musterhafter Staatsbankrott der Deutschland AG“ von Dirk Schroeder / Biel (bitte selbst gockeln) sowie in dessen Buch „Worst case“ finden.
        Ich bin mir dessen bewusst, dass die Exegese mittels chaldaeischer Kabbala nicht jedermann gefaellt.

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  3. flowerpower
    17. März 2017 um 19:29

    Hmm…Schach-…und …matt!?

    Rotschilds Traum von der Fabian Society zur Synthese aus Kapitalismus und Sozialismus zum greifen nahe?
    Ich kann mir aber nicht Vorstellen ,das dieses Systemkruecke das „Goldene Zeitalter“ sein soll.
    Viel zu kleinkariert und engstirnig fuer einen wirklich grossen Geist.

    Die Systeme sollten fuer den Menschen da sein und nicht der Mensch fuer das System.
    Vielfalt ist gut und goettlich.

    Die Vernünftigen passen sich der Welt an. Die Unvernünftigen passen die Welt sich an. Daher kommt aller Fortschritt von den Unvernünftigen.
    Zitat:George Bernard Shaw aus Life&Love
    http://www.lifeandlove.de/sprueche.html

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    • flowerpower
      17. März 2017 um 19:54

      Rothschilds neues System: Ein komischer Steintempel(Georgia Guide Stone) mit verstrahlten Mais?
      Da lachen doch die Huehner.
      Die neue goettliche Ordnung(Balance) wird dynamischer Natur sein und nicht mehr statisch.

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    • flowerpower
      18. März 2017 um 17:49

      Mir ist es nicht gleich aufgefallen und euch wohl auch nicht.
      Bernard Shaw war Vordenker der Fabian Society.
      So beisst sich die Katze eben in den Schwanz?

      In Schweden zeigt man seinen Mitmenschen so,dass man noch kein System-Zombie geworden ist
      https://youtu.be/C_rttgtyigc
      Pippi Langstrumpf laesst lebensfroh gruessen!

          Zitieren  

  4. fufu
    18. März 2017 um 08:41

    @flowerpower

    Ich glaube, dass Sie recht haben. Aber dennoch werden wir vermutlich in der Zwischenphase ein faschistisches, oder wie Sie es nennen kapitalistisch/sozialistisches, Uebergangssystem sehen, Ansaetze dazu haben wir schon.

    Zum Thema „Warum also erhöht die Fed die Zinssätze?“. Es ist doch offensichtlich, dass die Politik der Zentralbanken immer noch koordiniert ist. Es gibt unbegrenzte Dollarswap-Vereinbarungen, auf deutsch Wechselkurssteuerung unter den grossen Waehrungen, und ein Zinsgefaelle zur Stabilisierung/Rettung des kranken US-Dollars um die noetigen Devisenzufluesse in den Dollar aufrecht zu erhalten. Hierzu auch die Inszenierung periodischer „Krisen“ in der Peripherie (Griechenland, Japan, LePen, Nordkorea ..) die jeweils zur Kapitalflucht in den Dollar fuehren. Wem sollte ein Systemkollaps derzeit nuetzen ? Das Endzeitszenario wird glaube ich ganz anders aussehen, z.B. ein militaerischer Konflikt zwischen US und China.

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    • flowerpower
      18. März 2017 um 14:10

      @fufu
      Der dritte Geldkrieg ist noch ein „Gratisgift“ Mephistos an die Menschheit oben drauf,
      wenn wir nicht dankend ablehnen.
      China hat die Bombe,der Iran nicht.
      „In der Politik gibt niemals der Klügere nach, sondern immer der Schwächere.“ – Loriot
      Oder anders :Die Mafia respektiert nur die Starken.

      Wem soll ein Systemkollaps derzeit nuetzen?

      Alle Egos dieser Welt wollen am selben Seil die Spitze von Mephistos Sch….-haufen erklimmen.
      Am Seil haengen zu viele Verfolger und es(die Realwirtschaft) kann die Last(Zinslast) nicht mehr tragen.
      Was machen die Psychophaten die dem Gipfel am naechsten sind?

      Genau…,sie schneiden das Seil hinter sich einfach ab.

      Wann das geschieht entscheiden die da oben.
      Es kann eben nicht jeder Koenig des Satanshaufen sein.
      Wenn die meisten Menschen am Boden liegen,dann rufen sie von oben:
      „Versucht es doch noch einmal.Die Aussicht hier oben ist wunderbar!“
      Dann legt sich der Gestank ihrer Snobwolke wie ein Leichentuch ueber das Land.

      Der Weise(Hippi-Jesus?) hat sich schon laengst abgeseilt und meditiert bescheiden am Strand in der Morgensonne.
      Hoffentlich wird sein goettlicher Frieden mit sich selbst von diesem teuflischen Wahnsinnsteiben der Menschenegos nicht gestoert.
      Denn sein spirituelles Sendungsbewusstsein macht jedem bewusst,der auf seiner Welle ist,dass es auch friedlich geht.
      Es gibt fuer alle Menschen genug auf dieser Erde,aber nicht fuer Gierige.
      Herz und Verstand leuchtet den Regenbogenweg aus diesen Wahnsinn.
      Denn jeder Mensch hat auch eine goettliche Seite.
      (Goethes Faust:“Zwei Seelen wohnen, ach! in meiner Brust“)
      Der Mensch entscheidet welche Seite und welches Spiel er lebt,in jeden Moment seines Lebens.

          Zitieren  

  5. Adept
    18. März 2017 um 14:21

    Wie ich den Markt kenne, werden zuerst Abermilliarden in den Dollar strömen, weil es höhere Zinsen gibt. Wird zwar von der Inflation aufgefressen, aber die Märkte sind halt irrational.
    Ich denke, dass Trump genügend Zeit hat – wenn er denn will – um ein neues System zu installieren.
    Zum Beispiel könnte er per Gesetz die FED in eine Bad Bank umwandeln: sie darf dann den amerikanischen Schuldenberg übernehmen.
    Und Trump druckt den, nennen wir ihn so, New Dollar.
    Alle werden versuchen, das Spiel mit einem open end zu machen, es also nicht zum Endspiel kommen wird.
    Dabei werden aber die größten Bankhalter des Dollars auf der falschen Seite sitzen und versuchen, quasi über Nacht, Handfestes zu erwerben.
    Es werden also parallel zwei Szenarien ablaufen. Die eine ist aus der Sicht des kleinen Mannes die Stabilisierung des Geldsystems, eine neue stabile Währung, New Dollar.
    Und erstmalig in der neueren Geschichte werden die großen Geldhalter mehr oder weniger alles verlieren.
    Wir sind als Versuchskarnikel mitten drin im Laboratorium.

        Zitieren  

  6. dixie cup
    18. März 2017 um 14:25

    Man kann drei aufeinderfolgende, moderate Zinserhöhungen um je 0,25% auch einen behutsamen Versuch der Normalisierung des Systems nennen. Es besteht – bei allen Differenzen – sicher Einigkeit darüber, dass eine Wirtschaft mit 0% Zins auf Dauer nicht funktioniert.

    Solange wir in Keynes` FIAT Zentralbankensozialismus leben, ist der Zins ein wichtiges Steuerungsinstrument. Darüber sind sich auch die Gegner von Keynes, die Monetaristen, Österreicher usw. einig.

    Ich habe gerade James Rickards „Ice Nine“ beendet. Rickards ist/war Teil der Globalen Machteliten.

    Seiner Meinung nach ist der Plan A Richtung NWO folgender (S.279)

    – Erlange Kontrolle über das Bankensystem, 2009-10
    – Umverteilung von Gold nach China/Asien, 2009-16
    – Schaffung und Verbreitung von SZR, 2017-18
    – Zerstöre die Schulden über Inflation, 2018-25

    ALLES OHNE CRASH

    Lt. Rickards gibt es jedoch einen Plan B: Ice Nine.

    Entscheidend: Plan B tritt nicht in Kraft weil es die globalen ELiten so wollen, also keine wissentliche Manipulation. Er tritt in Kraft, weil das Finanzsystem zu komplex geworden ist und „komplexe Systeme“ ein Eigenleben entwickeln. Er beruft sich dabei auf naturwissenschaftliche Erkenntnisse zu komplexen Systemen und benennt Bsp. aus der Finanzwelt. Klingt alles sehr plausibel.

    Wenn die globalen Eliten nur den Verdacht eines sich anbahnenden Crash sehen, rufen Sie „Ice Nine“ aus:

    -> Sämtliche Konten, Börsen, elektronischen Handelsplätze – das gesamte digital „Vermögen“ – werden binnen 48 Stunden eingefroren, gestoppt. Aus. Ende. Sie werden erst wieder „eröffnet“, wenn die SZR weltweit als Währung eingeführt sind.

    Lt. Rickards gab es bisher viele Vorstufen, mit denen ein globaler „Ice Nine“ getestet wurde: Zypern, Griechenland, temp. Schliessung von US-Börsen seit 2008 usw.

    Das Ergebnis des „Herunterfahrens des Finanzsystems in 48 Stunden“ sind Money Riots, „Geldaufstände“ seitens der Bevölkerung, weil dann nichts mehr funktioniert.

        Zitieren  

    • Konjunktion
      Konjunktion
      18. März 2017 um 15:34

      Hallo dixie cup,

      ist hier das Buch “Road to Ruin“ gemeint?

      VG, Konjunktion

          Zitieren  

      • dixie cup
        18. März 2017 um 18:08

        ja… den Namen James Rickards assoziiere ich sofort mit Ice Nine 🙂

        VG, dixie cup

            Zitieren  

        • Konjunktion
          Konjunktion
          18. März 2017 um 22:29

          Vielen Dank!

          Eben bestellt.

          VG, Konjunktion

              Zitieren  

    • fufu
      18. März 2017 um 18:05

      Es ist ja mittlerweile bekannt, dass man sich an der Wallstreet und anderswo gute stories (genannt Narrativen, auf deutsch Maerchen) erfindet, auf die man dann gut spekulieren kann. Ob der genannte Jim Rickards auch so ein Maerchenerzaehler, Selbstdarsteller und Goldpromotor ist oder tatsaechlich ein Insider, wie er es von sich selbst behauptet, ist natuerlich von aussen schwer zu entscheiden. Auf keinen Fall sollte man sich zu uebertriebenen Goldinvestments verleiten lassen.

          Zitieren  

      • dixie cup
        18. März 2017 um 20:25

        Rickards will sicher Bücher verkaufen. Er ist kein Goldpusher. Sein angeblich wetterfester Portfoliovorschlag:

        10% EM, Gold, Silber
        30% Cash
        20% Immobilien
        5% Kunst (Museumsqualität)
        5% Hedge Funds
        10% Angel Funds/VC
        10% Anleihen
        10% Aktien

        Er nahm mit Nassim Taleb in Diskussionsforen teil, musste vor dem US-Kongreß in 2008 aussagen. Er war/ist in den Kreisen, die mehr wissen, als Joe Sixpack.

        Lt Eigenauskunft arbeitete er als Gefahren-Berater für das Weiße Haus, Pentagon, CIA. Mit Zugangsberechtigung für das geheime Los Alamos Lab. Man kann in USA nicht derlei erfinden, in ein Buch schreiben, ohne sich der Gefahr von millionenschweren Klagen auszusetzen oder seinen Ruf aufs Spiel zu setzen.

        Sicher kann man sagen, er ist ein Fake, ein Geheimdienst-Asset. A la Delmart Mike Vreeland, der Kaiser Souzai von 9/11. Platziert von den Eliten, um mit Halbwahrheiten irreführende Entwicklungen anzustoßen.

        Meiner Meinung wäre derartig übertriebene Skepsis grundsätzlich nicht zielführend. Danach müsste auch George Orwell „unreal“ sein (auch er war Teil der Elite) sowie alle Whistleblower im Dienste der Eliten agieren. Aprioristische negative Voreingenommenheit führt nie zu neuer Erkenntnis.

        Die wichtigst Info, imho, ist das Rickards „Bayessche Wahrscheinlichkeit“ (bedingte Wahrscheinlichkeit) als Grundlage für CIA-Gefahren – Analysen benennt. Überhaupt sollen die wichtigsten Geheimdienste dieses Verfahren benutzen. Lt. Rickards kann man damit die Wahrscheinlichkeit, den Verlauf und letztlich den Ausgang von geheimen Absprachen berechnen. Hübsch eingespeist in das L.A.M.P. Supercomputer Modell in Los Alamos.

        Man kann von all dem Zahlenspielen, Statistiken, Diagrammen, denen die Amis ja so verfallen sind, denken was man will.

        Die Tatsache, dass mit der Komplexitätstheorie eine dritte Variante ins Spiel gebracht wurde, um die Zukunft zu beschreiben, halte ich für zumindest für so interessant, um es an dieser Stelle mal zu nennen.

        Bisher gibt es entweder die Fraktion „Crash/Chaos/Systemreset mittels wissentliches Auslösen durch IGE“ oder das Ressort „alles halb so schlimm, wer geschickt agiert verliert im E-Fall, relativ gesehen, nicht allzuviel Vermögen“ (der ich mich anschliesse).

        Die dritte Dimension, die Rickards ins Spiel bringt – SYNCHRONES, GLOBALES Einfrieren des Finanzsystems (ICE NINE) – als Antwort auf eine Kernschmelze durch nichtberherrschbare Komplexität, habe ich – bis dato – so nicht auf dem Schirm gehabt.

            Zitieren  

        • flowerpower
          19. März 2017 um 11:07

          Danke dixie cup fuer den guten Beitrag.

              Zitieren  

      • NoFiatMoney
        18. März 2017 um 22:39

        @ fufu,

        Sie schrieben: „Ob der genannte Jim Rickards auch so ein Maerchenerzaehler, Selbstdarsteller und Goldpromotor ist oder tatsaechlich ein Insider, wie er es von sich selbst behauptet, ist natuerlich von aussen schwer zu entscheiden.“

        Bei jenem wäre -so mutmaße ich- gleichzeitig beides möglich. Wobei bei ihm eine vermutete Goldpromotor-Stellung Teil des Spielchens, vielleicht auch eines Märchens für Erwachsene, sein könnte.

            Zitieren  

    • NoFiatMoney
      18. März 2017 um 22:10

      @ dixie cup,

      Ihre Sätze, „Solange wir in Keynes` FIAT Zentralbankensozialismus leben, ist der Zins ein wichtiges Steuerungsinstrument. Darüber sind sich auch die Gegner von Keynes, die Monetaristen, Österreicher usw. einig“, lasse ich jetzt einmal so stehen, obwohl mir die Behauptung, (alle) „Österreicher“/Austrians, hätten den Zins im herrschenden System für ein wichtiges Steuerungsinstrument gehalten, für etwas unscharf halte. Blenden wir das hier aus, da Sie Wichtigeres ansprechen.

      Zunächst, vielen und herzlichen Dank für Ihren Hinweis auf das neue Buch von J. Rickards.

      Was Sie daraus als Ablaufplan wiedergeben, ist wirklich spannend, zumal Rickards- der nach eigenem Bekenntnis nicht ohne Kontakt zu gewissen Diensten war- ähnliche Sichten schon in seinem vorangegangenen Buch „Die Geldapokalypse: Der Kollaps des internationalen Geldsystems“ machte. Dort beschrieb er u.a die Möglichkeit der Implementierung einer Weltwährung unter der Nutzung der SZR/SDR (Sonderziehungsrechte) des IWF/IMF unter dessen Herrschaft bei etwaiger (teilweisen?) Golddeckung.

      Ein böses Szenario. Sich solcher -vermeintlich lediglich- Geldherrschaft zu unterwerfen, könnte auf große Bereitschaft nicht nur deutscher Untertanen treffen. Gerade weil sie hier und in anderen Ländern nichts, rein gar nichts, von Geldsystemen verstanden haben. Bei den Vollgeldlern, den Plan-Blern und anderen auf staatlichen Monopolismus ausgerichteten Vordenkern/Think Tanks fänden die Akteure recht sicher freudig unterstützende Propagandisten, welche die indoktrinierten Schüler ihrer Denkschulen, schnell in jenes Lager bringen könnten.

      Ich habe eine Frage an Sie: Vermutlich haben Sie auch „Die Geldapokalypse“ gelesen. Lohnt sich für denjenigen, der das Buch las, die Lektüre des neuen Buches von Rickards? Oder anders gefragt: Haben Sie dort -abgesehen, von dem, was Sie uns hier berichteten- wesentlich Neues entdeckt?

      (Ich habe dermaßen viel Literatur auf meinem Lesezettel, daß ich möglichst wenig Bekanntes in neuer Umkleidung erwerben möchte. Passierte mir nämlich schon zu oft.)

      Bereits jetzt mein Dank für Ihre hoffentlich eintreffende Antwort.

          Zitieren  

      • dixie cup
        19. März 2017 um 12:02

        Ich habe „Die Geldapokalypse“ nicht im Regal. Vermutlich ähnelt es kritischen Büchern, die in 2014 auf den Markt kamen: morgen kommt der Crash, USD kollabiert, Derivate sind „böse“, FED BIZ, SZR, Gold, Inflation/Deflation.

        Aus dieser Zeit las ich Die Neue Ordnung des Geldes (Thomas Mayer), BIZ Der Turmbau zu Basel (Kipp), Plünderung der Welt (Michael Maier), Der größte Raubzug der Geschichte und Der Crash ist die Lösung (beide Weik, Friedrich). Rückblickend hätten zwei davon gereicht. Der Inhalt gleicht sich.

        Sollte die Geldapokalypse in diese Bresche schlagen, dann müssen Sie Rickards Road to Ruin nicht kaufen. Dieses 50 Min Interview zum Buch würde reichen:

        https://www.youtube.com/watch?v=BIgGOovWR3E

        Am Interessantesten an Road To Ruin sind 20-30 Seiten Detailinfo`s aus der Geheimdienstwelt, hier globaler ICE NINE als konkreter Plan/Verschwörung (aus der Schublade) sowie seine Ausführungen zur Komplexitätstheorie/ Bayes. Er erklärt auch Fukushima mit Hilfe von ICE NINE: eine ICE NINE Kaskade in 5 Schritten. Das ist allerdings Trivialinfo. Eine große Naturkatastrophe in bevölkerten Gebieten zieht immer eine Art Domino-effekt nach sich. Da denkt man sich 10 Erklärungen aus, die passen letztlich alle.

        „Ich habe dermaßen viel Literatur auf meinem Lesezettel, daß ich möglichst wenig Bekanntes in neuer Umkleidung erwerben möchte“

        In welche Richtung geht Ihre Neugier nach Unbekannten?

            Zitieren  

        • NoFiatMoney
          22. März 2017 um 21:23

          @ dixie cup,

          zunächst herzlichen Dank für Ihre Antwort und den Hinweis auf das Video mit J. Rickards, das ich mir leider erst heute ansehen konnte. Ich sah es bis Min. 37:00 und Sie haben recht, nach der Lektüre von „Die Geld-Apokalypse“ lohnt die Anschaffung seines neuen Buches für mich nicht. Schon damals brachte er die SZRe (SDR) als Konzept einer neuen Weltwährung ins Gespräch.2014 war er nach meiner bisherigen Kenntnis der Erste, der das in die Öffentlichkeit trug. Im Video gab es dazu für mich nichts Neues.
          Das Einfrieren des Finanzsystems scheint mir deshalb ein neues Label für bereits Bekanntes zu sein.

          Allerdings wird das und ein Umschwenken auf ein globales Geldsystem m.E. nicht ohne Friktionen ablaufen können. Im Video fand ich auch keinen Hinweis darauf, daß J.R. solches annimmt. Ob man in dem von J.R. als projektiert beschriebenen Übergang zu einer Weltwährung die Vermeidung eines „Crashs“ sehen kann, ist wohl eher eine Frage der Semantik. Denn: wenn die –weitgehend jeden Verständnisses vom Fiat-Money-System baren- Massen im Falle des Einfrierens (ca. Min.: 32:40 im Video) des Systems nichts mehr aus dem Automaten bekommen und auch online nichts mehr geht, dürften sie etwas unruhig werden; um es mal gelinde zu beschreiben.

          In der Geldapokalypse schrieb Rickards auch bereits, daß die „gesetzlichen“ Rahmenbedingungen für einen Schwenk auf eine IWF-SZR-Währung längst geschaffen seien. Das könnte richtig sein, da es zumindest in der EU –nur für sie sind mir Vorschriften über sehr weitreichende Eingriffe bekannt- Regeln gibt, die dafür herhalten könnten. Aus der Erfahrung wissen wir ja zudem inzwischen, wie z.B. die unbestimmt gefaßten Artikel des AEUV –der Volksmund nennt „Gummiparagraphen“, was dort Artikel sind- jeder interessengelenkten Dehnung dienlich gemacht werden konnten. Außerdem haben die Zonen-Staaten den ESM –außerhalb der Öffentlichkeit agierend, von seiner Strukturierung auf Intransparenz und Vermeidung öffentlicher Kontrolle angelegt, er selbst und beinahe alle seine Akteure von Haftung freigestellt und vor strafrechtlicher Verfolgung geschützt.

          Um Ihre Frage dann noch zu beantworten:

          Meine Neugier nach Unbekannten kann ja gar nicht anders als unspezifisch sein. Aber so meinten Sie das wohl nicht. Ich suche in Geschichte, Ökonomie, Geo-Politik, Geo-Engineering, Social-Engineering, um nur diese Stichworte zu nennen, nach Belegen oder Widerlegungen der Zusammenhänge, die ich inzwischen meine, erkannt zu haben. Sollte die Frage aufkommen, welche Zusammenhänge ich meine, verweise ich auf das hier einmal von mir empfohlene Buch „The Milner-Fabian Conspiracy“, wo Wesentliches dessen beschrieben ist, was ich mir im Groben bereits zusammengereimt hatte.

          Mir geht es bei der Befriedigung meiner Neugier (was für ein wunderbar treffendes deutsches Wort übrigens) wie demjenigen, der in etwa sagte, ich habe Bücher für 100 Jahre aber leider keine 100 Jahre. Bedauerlicherweise erinnere ich die Aussage nicht mehr wörtlich und mir fällt jetzt auch nicht ein, von wem die Aussage stammt.

              Zitieren  

    • Texmex
      18. März 2017 um 23:20

      @Dixie cup
      Das kommende Geldschoepfungssystem wird ein zinsloses sein.

          Zitieren  

      • dixie cup
        18. März 2017 um 23:44

        Islamic Banking?

        😉

            Zitieren  

        • Texmex
          19. März 2017 um 00:15

          Non jewish.

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          • dixie cup
            19. März 2017 um 12:10

            „non jewish“

            Hierzulande hört und liest man aus offensichtlichen Gründen über dieses Thema nicht viel bzw. nichts. Obwohl einige kontroverse Steil(st)vorlagen aus diesem Teil der Welt schon gekommen sind:

            “Our race is the Master Race. We are divine gods on this planet. We are as different from the inferior races as they are from insects. In fact, compared to our race, other races are beasts and animals, cattle at best. Other races are considered as human excrement. Our destiny is to rule over the inferior races. Our earthly kingdom will be ruled by our leader with a rod of iron. The masses will lick our feet and serve us as our slaves.”

            Menahem Begin, 6. Premierminister in einer Rede vor der Knesset am 24. Juni 1982. Zitiert in “Begin and the Beasts” von Amnon Kapeliouk, The New Statesman (25 June 1982).

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    • Texmex
      18. März 2017 um 23:29

      Noch etwas zum „Geschrei“ der Lueckenpresse zum „Mauerbau“ an der Grenze zu Mexico. Diese Mauer wird propagandistisch genutzt, um den wirklichen Zweck zu verschleiern. Sie soll fuer Menschen unueberwindlich werden. Nur fuer wen?
      Mexicaner? Oder doch eher Gringos? Denke das Undenkbare! Die Gringos und Canadier sind Haftungssubstrat fuer die enormen Schulden!

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  7. 18. März 2017 um 14:40

    Trump dominiert bald die FED: Das treibt den Goldpreis hoch!
    http://www.dzig.de/Trump-dominiert-bald-die-FED_Das-treibt-den-Goldpreis-hoch

    Normalerweise besteht das Führungsgremium der Federal Reserve Bank aus sieben Personen. Am 17. Februar 2017 trat Dan Tarullo zurück. Jetzt sind es nur noch vier. Einer von ihnen ist der Republikaner Jay Powell. Janet Yellen, die Vorsitzende der erlauchten FED-Runde ist als Nächste fällig, ihr Stellvertreter Stan Fischer in etwas mehr als einem Jahr.

    Noch nie in der Geschichte der FED seit 1914 konnte ein Präsident der Vereinigten Staaten so viele FED-Figuren nach seinem Gusto besetzen. Was bedeutet das für Goldanleger? Vier Republikaner gegen drei Demokraten sind eine saubere Mehrheit. Und irgendwann sind es sechs gegen einen. Präsident Donald Trump will einen schwachen US-Dollar haben.

    Die Leitmedien schlafen noch. Lasst sie weiterschlafen, während die Trump-Adminstration ihre Hausaufgaben erledigt. Goldbugs wissen, was sie jetzt zu tun haben. Die Schlafschafe werden sich ihr Hirn an den Feldsteinen rammen und dem Wahnsinn verfallen, wenn sie gewahr werden, wie die Goldaktien und die Goldbarren in die Höhe schießen.

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    • Idur
      21. März 2017 um 14:05

      Sie schreiben Leitmedien, wo finde ich denn Unleitmedien? Danke für den Tipp unabhängiger Medien

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  8. Giscours
    19. März 2017 um 07:38

    @dixi – etc. andere hier – perfekte Kommentarergänzungen zum Thema. Sehr interessanter Verlauf dieses mal.

    „Ice Nine“ und somit die Alternative 3.

    War und ist mir bis dato ebenfalls vollkommen NEU im Betrachtungshorizont.

    Es steht für mich vollkommen außer Frage (und das schon immer), dass es egal was passieren wird, es niemals nur einen Plan A oder B für die nächste Systemebene gegeben hat. Für die Puppenspieler steht alles auf dem Spiel und das A,B, C ist erweiterbar.

    Es erinnert mich im Kontext auch an eine Interviewandeutungen von Schäuble hinsichtlich einer Ersatzwährung quasi „DM 2“ für den Notfall, sollte der Euro über Nacht aus den Angeln gehoben werden. Sinngemäß aber nicht mehr im O-Ton will ich seine Aussage dahingehend beschreiben, dass er meinte, man hätte in seiner Position immer einen Plan B in der Schublade, bezugnehmend auf eine Ersatzwährung. Dann Schweigen im weiteren Gesprächsverlauf bzw. keinerlei weiterer Ergänzung.

    Hier der Direktlink für die deutsche Ausgabe zum Buchtip von dixi

    https://www.amazon.de/gp/product/3959720246/ref=oh_aui_detailpage_o00_s00?ie=UTF8&psc=1

    oder direkt in der Buchhandlung.

    Ich bin sehr gespannt auf den Inhalt dixi.

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  9. fufu
    19. März 2017 um 10:01

    Dass das Weltfinanzsystem heute so komplex ist, dass es niemand(!) mehr ueberschaut ist keine Neuigkeit, ebenso dass komplexe Systeme ploetzlich und unvorhergesehen zusammenbrechen koennen. Dieser angenommene Automatismus im genannten Komplexitaetsmodell von Rickards setzt allerdings funktionierende Marktmechanismen und halbswegs zuverlaesige Bilanzierungen voraus. Beides ist heute nicht mehr gegeben.

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    • dixie cup
      19. März 2017 um 12:32

      Rickards setzt weder funktionierende Marktmechanismen noch halbwegs zuverlaessige Bilanzierungen voraus. Er sagt genau das Gegenteil

      „complex systems behave in a completely different manner from equilibrium systems“. Die von Ihnen angeführten „funktionierenden Marktmechanismen“ und „Bilanzierungen“ sind gerade inhärente Teile von equilibrium = Gleichgewichts-Theorien (Keynes).

      Er nutzt neben Verhaltensforschung und Komplexitätstheorie als dritten Level die Bayessche Wahrscheinlichkeit. Damit ist es seiner Meinung nach möglich, für Situationen in denen es keine Daten/ sehr wenig Daten gibt, Vorhersagen über den Ausgang zu treffen.

      „What if there are no data, or little data to start? How do you estimate the likelyhood of a secret accord among a small group of central bankers? Bayesian probability provides the means to do just that“, Seite 12.

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  10. fufu
    19. März 2017 um 18:34

    Nochmal. Ein komplexes System kann urploetzlich zusammenbrechen. Dafuer gibt es unzaehlige Beipiele in der Natur und in der angewandten Mathematik die Theorie komplexer Systeme. Wenn ein Zusammenbruch eintritt kommt er moeglicherweise ploetzlich, aber nicht aus heiterem Himmel, ja man kann ihn bei Kenntnis der Systemvariablen sogar voraussagen. Das Ganze nennt man deterministisches Chaos. Ein bekanntes Beispiel ist der Schmetterlingseffekt, wo ein kleines Ereignis irgendwo auf der Welt woanders einen Hurrikan ausloesen koenne, worauf Rickards wohl anspielt.

    Diese Analogie ist aber in Bezug auf das heutige Finanzsystem voellig daneben. Hier werden naemlich die Systemvariablen seit Jahren permanant und massiv veraendert (das ist was ich mit kein Automatismus sagen wollte). Ein Zusammenbruch kann deshalb bei den grossen Oekonomien nur eintreten wenn jemand den Stecker zieht. Den Beweis haben Sie anhand der 2 moeglichen Kernschmelzen des Weltfinanzsystems , 1998 LTCM und 2008 die supprime-Krise. Die Kernschmelze ist nicht eingetreten da man die Regeln des Systems geaendert hat.

    Ich moechte in diesem Zusammenhang nochmal auf das Zinseszins-Maerchen zurueckkommen, wo in den alternativen Medien immer wieder das absurde Geruecht zirkuliert, aufgrund des Zinseszinses muesse der Schuldenberg unaufhoerlich und exponentiell wachsen und das System irgendwann (demnaechst) zusammenbrechen. Stellen Sie sich einfach vor Herr Draghi kauft demnaechst 100-jaehrige griechische Anleihen zu null Prozent Zinsen und bunkert diese in seinem Keller und als 100%-werthaltig in seiner Bilanz.

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    • Texmex
      19. März 2017 um 21:01

      @Fufu – obwohl bei Ihnen ist es zwecklos, da es fuer Sie ein Maerchen ist und Die lieber den offiziell ausgewiesenen Maerchen der Statistikaemter glauben.

      Es gibt in den Daten der sog westlichen Welt keine belastbaren Angaben ueber die Verschuldung der 3 Wirtschaftssubjekte – „Staat“ – Firmen – Privathaushalte.
      Selbst im 1987 (!!!) erschienenen Werk „World Tables 1987 from the data files of the World bank“ (520 Seiten) mit den Daten fuer EXTERNAL DEPTH ETC sind die Seiten der Industrielaender mit „data not available, or not existent“ gekennzeichnet. Soweit zu „verlaesslichen“ Zahlen und deren Fortschreibung in die Zukunft. In 2012 tauchte dann der Begriff Schattenbanken auf. Wo? In VSA, EU, GB, JAPAN, S-KOREA, HK, BR, SGP, CH, KANADA, IND, CHINA, AUSTRALIEN – geordnet nach der Groesse. Lt. Financial Stability Board FSB betrug das BIP (Welt) 61.4 Bio $ – die im Schattenbankensysten aggregierten Schulden ca. 67 Bio $ oder 25% der Gesamtschulden. Die zu diesem Zeitpunkt ausgewiesenen Schulden betrugen demnach 268 Bio.$ resp. 447 %BIP. Ueber die Zinssaetze kann nur spekuliert werden. Weshalb also die Ablenkung mit Ihrem Beispiel???
      Die NZZ am 20.11.2012 „Die schwer fassbaren Schattenbanken… verschaerfte Eigenkapitalvorschriften haben zur Folge, dass….UBS…CS…namentlich Investmentbanking, eine Reihe von Geschaeftsbeteichen aufgeben muessen. Diese Geschaefte wandern zu den nicht regulierten Schattenbanken ab. !!!
      Dies impliziert „schwer fassbare Schattenkredite“ und „scjwer fassbare Schattenhaushalte“.
      Verstehen Sie das,, Fufu?

      Daten aus Schwarzbuch Macht vom 4.12.2012 GSE Basel

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      • Texmex
        19. März 2017 um 21:35

        Noch eine Ergaenzung zu den o.g. Zahlen der Schattenbanken: die Schattenbanken der 3 „Staaten“ VSA – EU – GB“ repraesentieren zum Zeitpunkt 2012 81% oder 54 Bio$ Kreditvolumen! Streng nach den Regeln des Babylonischen Talmud!

        „Der babylonische Talmud ist die einzig massgebliche Rechtsquelle“ (Fromer)

        Noch Fragen, Fufu?

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      • fufu
        19. März 2017 um 22:06

        @Texmex

        Was den Zinseffekt angeht, da gehen wir wohl nicht konform. Aber ansonsten liefern Sie doch Argumente die den meinen gar nicht widersprechen, im Gegenteil. Hier ging es doch darum ob das System von sich aus kollabieren muss oder kann. Natuerlich kann es, muss aber nicht. Denn solange, wie Sie selbst beschreiben, faule Kredite und Schulden versteckt oder abseits der Realitaet bewertet werden werden koennen und die grossen Zentralbanken zum Systemerhalt kooperieren gibt es keinen Crash, hoechstens eine schleichende Verschlechterung des Lebensstandards in der entwickelten Welt.

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        • Texmex
          20. März 2017 um 00:59

          Nein Fufu,
          Wir gehen nicht konform.
          Am Stand 2012 war bei einem nicht unrealistisch angenommenen Zins von 5%(Durchschnittswert auf alle Schulden) – eine Zinszahlung von 13.4 Bio$ realwirtschaftlich zu erwirtschaften. Das waren knapp 22% auf das BIP.
          Wir sind jetzt 5 Jahre weiter bei nur fuer den regulierten Kreditmarkt ausgewiesenen Zinsen von vielleicht durchschnittlich 2-3%. Wir reden nicht nur ueber „Staatsschulden“-alle 3 betrachten. Im nichtregulierten Sektor duerften die Zinssaetze in ganz anderen Groessenordnungen liegen. Risikobedingt. Allein der Starkpigmentierte hat nach offizioeser Lesart fuer den Bereich der Virginia Co. die Schulden verdoppelt. Zinslos?

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          • fufu
            20. März 2017 um 09:17

            @Texmex

            Sie verstehen das FIAT-Geldsystem, die Machenschaften der Zentralbanken und die (teilweise legalisierte) Kriminalitaet im System nicht. Sie argumentieren als ob wir einen Goldstandard haetten.

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          • Texmex
            20. März 2017 um 13:49

            Fufu.

            Das verbitte ich mir.

                Zitieren  

          • fufu
            20. März 2017 um 17:30

            @Texmex

            Nicht gleich beleidigt sein. Sie sind da in bester Gesellschaft.

                Zitieren  

        • NoFiatMoney
          24. März 2017 um 21:18

          @ fufu,

          Sie schrieben, „solange, […] die grossen Zentralbanken zum Systemerhalt kooperieren gibt es keinen Crash, hoechstens eine schleichende Verschlechterung des Lebensstandards in der entwickelten Welt“.

          Eine leider m.E. richtige Wahrnehmung.

          Die Stützung des Fiat-Geldsystems funktioniert jedoch allein mittels fortwährenden Rechts-, Regel- und Versprechensbruchs unter Begleitung geschickter und den Schlaf der Untertanen fördernder Propaganda.
          Ich vermute, daß die Austrians/Vertreter der österreichischen Schule der Nationalökonomie Rechtsbrüche des hier inzwischen zu beobachtenden Ausmaßes überhaupt nicht auf dem Zettel hatten. Ebenso wie man dort Geo-Politik weitgehend ausblendete bzw. keine Verknüpfungen zum Geldsystem herstellte.

          Irgendwann wird es so oder so in die Grütze gehen. Mich besorgt die langfristige Variante weit mehr als es ein Crash -i.S. eines plötzlichen Zusammenbruchs- kann. Dann stünde nämlich auf der Zeitschiene erst einmal ein Totalitarismus bevor, wie er aus der Geschichte noch nicht bekannt ist.

          Wir werden sehen, denn: solange wir leben, werden wir ja nicht nur Opfer, sondern auch Zeugen des Geschehens.

              Zitieren  

    • Horst
      20. März 2017 um 21:36

      Ad „Zinseszins-Märchen“ darf ich dieses Interview empfehlen mit einem versierten Zentralbanker:
      https://www.youtube.com/watch?v=lcVTdSrLLAk

      Auf der anderen Seite haben Sie natürlich recht, solange die Regeln jederzeit beliebig verändert werden können (und auch werden), wird es keinen Zusammenbruch von Währungssystemen geben. Sollte es dennoch so sein, so wird dieser – von wem auch immer – initiiert sein.

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      • fufu
        21. März 2017 um 10:04

        @Horst

        Stimmt, das Zinseszins-Maerchen wird gar von hoechster Stelle verbreitet, was ich mit der obigen Antwort an @Texmek sagen wollte.

        Aber nehmen wir eine Analogie, was zum Verstaendnis manchmal, aber nicht immer, nuetzt. Die meisten hier werden wohl zustimmen, wenn ich sage, dass man auf Wahlen gut und gerne verzichten koennte, da so und so immer die gleichen regieren. Warum hat man also Wahlen (man hatte Sie sogar in der DDR) ? Natuerlich um den Schein einer Demokratie aufrecht zu erhalten.

        Genau so kann man sich fragen, warum gibt es ueberhaupt Zinsen ? Ich will die Frage mal aus meiner Sicht beantworten : um den Schein zu wahren, dass FIAT-Geld einen Wert hat und wir in einer Marktwirtschaft leben.

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        • fufu
          21. März 2017 um 10:37

          Ich moechte natuerlich nicht leugnen, dass der Zins fuer kleine Staaten, z.B. Entwicklungslaender, oder den kleinen Haeuslebauer ein Problem oder ein Mittel zur Disziplinierung sein kann. Aber nicht fuer die grossen Volkswirtschaften der Erde solange die Koordination der Geldpolitik ueber die BIS funktioniert. Letzteres kann sich hoechstens aendern wenn ein grosser Spieler den Vorteil fuer sich sieht auszuscheren.

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