Systemkollaps: Sind die Vorarbeiten abgeschlossen?

Seit mehreren Jahren erwarten viele Menschen den Zusammenbruch des herrschenden Schuldgeldsystems. Seit vielen Jahren weisen Menschen wie Marc Faber oder Gerald Celente auf die Verwerfungen in unserem Finanzsystem, aber auch in der Wirtschaft und der Politik, hin. Doch bislang wurde der Big Bang von den Machteliten immer noch durch zahlreiche Bestimmungen hinausgezögert. Bestimmungen, Gesetze oder Eingriffe, die zum Zeitpunkt der jeweiligen Warnungen und Prognosen noch als undenkbar galten; letztendlich aber dafür sorgten, dass das System eine Lebensverlängerung erhielt.

Geldpolitische Maßnahmen wie Quantitative Easing (FED), Outright Monetary Transactions (EZB), ESM (EZB) oder diverse andere Hilfsprogramme waren Konstrukte jedweder Vorstellungskraft. Kein Mensch konnte sich z.B. 2008 vorstellen, dass FED, EZB, BoE und die BoJ Billionen an Geldern drucken würden, um das Systemsterben hinaus zu zögern. Handlungen, die die Voraussagen in der Rückschau als falsch erscheinen lassen. Doch sind diese Annahmen wirklich falsch gewesen? Oder angesichts der für unmöglich gehaltenen Stützungsmaßnahmen nur verfrüht geäußert worden? Oder werden wir auch in der näheren Zukunft weitere Einlagen aus der Trickkiste sehen, die bislang als undurchführbar, unrealistisch oder zu extrem galten?

Betrachtet man die politischen Entscheidungen und Diskussion der letzten Monaten, so muß man zu dem Schluß gelangen, dass das „geldpolitische Pulver“ verschossen ist. Und dass alle Vorkehrungen getroffen wurden bzw. demnächst abgeschlossen werden, um das von vielen postulierte Finale einläuten zu können:

Aktienmarkt
Analog zu 1929 sehen wir eine massive Übertreibung an den Börsen. Stiegen die Aktienkurse von 1925 bis zum Schwarzen Donnerstag um 300%, so hat sich beispielsweise der DAX seit seinem Tief nach 2008 bis heute auf knapp 10.000 Punkte nahezu verdoppelt. Heute wie damals gilt, dass wenige Spieler das Spiel bestimmen und die große Masse als Verlierer dastehen werden.

Dow Jones Crash 1929

Dow Jones Crash 1929 – Bildquelle: Wikipedia

Überwachung
Eines der entscheidenden Puzzleteile dürfte in meinen Augen die technische Möglichkeit der globalen Totalüberwachung aller Menschen durch den Staatsapparat sein. Konnte man bislang mangels „Blockwarte und IMs“ nicht alle Menschen überwachen und kontrollieren, sind durch die heutigen technischen Maßnahmen lückenlose Bewegungs- und Verhaltensprofile von Kritikern möglich, sowie das „digitale Auslöschen“ eines nicht konformen Individuums.

Bargeldabschaffung
In diesen Kontext sind auch die verstärkten Bemühungen der Machteliten zu sehen das Bargeld abzuschaffen. Bargeld ist nicht kontrollierbar, nicht verfolgbar und somit außerhalb des gewünschten Zugriffs. Bargeldlose Gesellschaften begeben sich dagegen in eine totale Abhängigkeit von Banken und Staat. Sie geben de facto ihre Freiheit auf. Denn nichts ist leichter als einen Menschen per „Kontoabschaltung“ – bei fehlender Bargeldalternative – mundtot zu machen.

Freihandelsabkommen
Derzeit angestrebte Abkommen wie TTIP und TPP oder bereits bestehende wie NAFTA dienen nur einem Ziel: Der Ausbeutung der Massen durch Wenige für den Profit noch Weniger. Die tatsächlichen Beweggründe für ein Freihandelsabkommen liegen nicht in der Schaffung von Arbeitsplätzen oder Wirtschaftswachstum. Sie liegen vielmehr darin, dass Freinhandelsabkommen als supranationale Zusammenschlüsse dienen, die ein weiteres Verschmelzen von Nationalstaaten hin zu einem Superstaat beschleunigen sollen. Gebilde, wie die Europäische Union verfolgen nur den einen Zweck: Über kleinere Einheiten zum Großen zu gelangen.

Gentechnik und Lebensmittel
Verdrängung der traditionellen Landwirtschaft, Lebensmittel mit genmanipulierten Rohstoffen ohne Kennzeichungspflicht oder Saatgut mit Terminator-Eigenschaften (fehlende Reproduktionsmöglichkeit des Saatguts), sowie das Verbot des Anbaus von nicht registrierten Saaten und Saatgutbanken dienen der Schaffung von Abhängigkeiten, der Kontrolle und letztendlich der Vernichtung von autarken Gesellschaftsstrukturen.

Privatisierung des Wasser
In die gleiche Richtung geht der – vorerst gescheiterte – Versuch der Privatisierung des Wassers. Die großen Lebensmittelkonzerne wie Nestle oder Kraft wollen, dass die Grundversorgung mit Wasser in ihre Hände gelangt. Die Konditionen dazu und die Kosten daraus kann sich jeder selbst ausmalen. Wasser wird dann den markttechnischen Stellenwert von fossilen Brennstoffen einnehmen.

Vermögensabgabe
Selbst die Mainstreammedien kamen in den letzten Wochen nicht mehr umhin über den IWF-Vorschlag einer Vermögensabgabe zu berichten. Sogar die Bundesbank brachte eine 10%-ige Abgabe zur Schuldenrückführung ins Gespräch. Zur Vorbereitung der Menschen auf das was da kommen wird?

(Bitte selbst fortsetzen.)

Auch wenn uns die veröffentliche Meinung glauben machen will, dass die Krise sich ihrem Ende nähert, sprechen insbesondere die manipulierten Zahlen zu den weltweiten Arbeitsmärkten, den Wachstumsprognosen oder die Angaben zu den BIPs eine andere Sprache. Wir befinden uns nicht am Ende der Krise, wir befinden uns auch nicht in deren Mitte, sondern wir stehen erst am Anfang dessen, was die Machtelite benötigt, um ihre Vorstellungen einer Neuen Weltordnung umsetzen zu können.

Alles, was wir brauchen, ist die richtige große Krise und die Nationen werden die Neue Weltordnung akzeptieren. (David Rockefeller, 1994)

Wir können eine politische Union nur erreichen, wenn wir eine Krise haben. (Wolfgang Schäuble, 2011)

Quellen:
Wikipedia – Weltwirtschaftskrise
Politische Union: »Alles, was wir brauchen, ist eine große Krise…«
Seeing in Crisis the Last Best Chance to Unite Europe


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5 Kommentare bei “Systemkollaps: Sind die Vorarbeiten abgeschlossen?

  1. die Simpsons
    4. Februar 2014 um 11:47

    Wenn die Prognose dieses Börsenastrologen auch nur annähernd eintreffen sollte, dann wird es sehr ungemütlich ab Mai dieses Jahres! Denn ab diesem Zeitpunkt kennt die Börse nur noch eine Richtung, nämlich gen Süden, wenn mal die Aufwärtszuckungen im November „übersieht“. Dezember und Januar 2015 geht es dann wieder abwärts.

    http://www.astrax.de/

  2. Melanie G.
    4. Februar 2014 um 15:01

    Ich denke, die wesentlichen Voraussetzungen sind abgeschlossen.
    Dennoch werden sie alles tun, alle nur noch möglichen Gesetze brechen, die Bürger abkassieren bis zum letzten Euro,
    nur um alles noch am Laufen zu halten.
    Es gilt die Devise: „Der Zweck heiligt jedes Mittel.“
    Doch am Ende wird alles kollabieren, sie stehen kurz vor dem Abgrund.
    Es müsste schon ein Wunder geschehen, wenn das noch aufzuhalten wäre.

  3. 4. Februar 2014 um 19:44

    So wie momentan überall Konflikte geschürt werden, dürfte Juncker nicht einfach so gesagt haben, dass 2013 ein Vorkriegsjahr gewesen sei.
    http://stopesm.blogspot.de/2013/01/jean-claude-juncker-2013-konnte-ein.html

    Juncker und die Massen von anderen Politbetrügern wissen natürlich mehr, als sie den vorsätzlich verblödeten Menschen sagen.

    Und man schaue sich nur die Kriegsberichterstattung im TV an, da wird einem übel, wenn man jeden Abend auf zig Programmen diesen Müll sehen und dafür auch noch bezahlen muss.

    Man scheint Krieg einerseits als unvermeidbar darstellen zu wollen, andererseits keinen Alleingang Deutschlands dulden zu wollen – deshalb wird die Deutsche Schuld jeden Abend mit Millionen Tonnen Beton zementiert – und sogar eine Haltung bei den Menschen erreichen zu wollen, dass danach alles wieder gut sei.

    Wenn hier niemand etwas weiß, dann vor allem auch durch die Propaganda der elenden Hurenmedien.

    Ein sehr lesenswerter Artikel!!

  4. pedrobergerac
    4. Februar 2014 um 22:43

    So gut wie abgeschlossen. Bald beginnt das Ende mit Schrecken.
    http://der-klare-blick.com/?p=35960

  5. cource
    5. Februar 2014 um 10:36

    Das Wichtigste ist die Pproduktivität/Arbeitsmoral/Motivation der Sklaven – erst wenn die Sklaven die Verarsche herausfinden, bricht alles zusammen und um das zu verhindern wird man wie im Mittelalter (zum Beispiel: Bei umlagerten Hochburgen hat der Burgklerus dem Burgvolk das Fremdgehen erlaubt) alles tun um die Sklaven bei Laune zu halten – die „Ruling Class“ weiss ganz genau wie weit sie gehen können – und im Extremfall gibt es ja noch die Abschreckung durch das Militär.

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