Tag Archive for iwf

Weltreservewährung US-Dollar: Der Nachfolger wird digital sein und unter der Herrschaft einer supranationalen Behörde stehen

Anfang dieser Woche schockte der Internationale Währungsfonds die Analysten des Mainstreams, als dieser bekannt gab, dass man die „USA nicht mehr als Motor der Weltwirtschaft“ ansehe. Diese Äußerung passt exakt in die Linie, die bereits beim G20-Gipfel in Hamburg aufkam: eine USA, die in wirtschaftlicher Hinsicht nicht mehr die unangefochtene Nummer 1 ist und gezwungenermaßen die Tür öffnen muss für Länder wie China und Deutschland, die dieses Machtvakuum zukünftig füllen sollen (vgl. hierzu auch den Artikel Systemfrage: China und Deutschland als Geburtshelfer der Neuen Weltordnung?).
Es ist interessant zu sehen, dass der IWF wieder einmal die Führungsrolle dabei übernimmt, das Bild…

Kurz eingeworfen: IWF sieht die USA nicht mehr als globalen Wachstumsmotor

Auszug aus dem Bloomberg-Artikel IMF Sees U.S. Fading as Global Growth Engine (IWF sieht die USA nicht mehr als globalen Wachstumsmotor):
Die Welt sieht laut dem Internationalen Währungsfonds ihre größte Wirtschaft [die USA] immer weniger als Motor an, der die globale Erholung befeuern kann.
Der IWF ließ seine Prognose in der letzten vierteljährlichen Aktualisierung seines World Economic Outlook für das globale Wachstum unverändert, der am Montag in Kuala Lumpur veröffentlicht wurde. Die Weltwirtschaft wird in diesem Jahr um 3,5 Prozent ansteigen, nach 3,2 Prozent im Jahr 2016 und 3,6 Prozent im nächsten Jahr, so der IWF. Die Prognosen für dieses und nächstes…

Systemfrage: China und Deutschland als Geburtshelfer der Neuen Weltordnung?

Dieser Artikel wird aufgrund des Themas, seiner Argumentation und seiner Schlussfolgerungen eine Vielzahl an Kritikern und Einwände finden. Nicht jeder dürfte mit den präsentierten Schlüssen d’accord gehen – muss man aber auch nicht. Insbesondere wenn man noch den Vortrag von George Friedman/Stratfor im Ohr hat. Ich möchte nur die Leser und insbesondere die Kommentatoren bitten, sachlich und höflich miteinander umzugehen und sich tiefergehend mit den älteren Artikeln, die in der Herleitung zu diesem Artikel von essenzieller Bedeutung sind, zu befassen, weil sehr viele Fragen mit diesen beantwortet werden können.

Der Begriff Neue Weltordnung sickerte in den letzten Jahren immer häufiger in…

Get ready for a world currency (The Economist, 1988): Wenn aus Fiktion Realität wird

Vor nunmehr fast 30 Jahren veröffentlichte The Economist einen Artikel, der sich mit dem Thema einer globalen Weltwährung beschäftigte. „Zeitziel“ für diese neue Währung: 2018. Der Artikel von 1988 sah bereits bestimmte „methodische Schritte“ auf dem Weg zu einer globalen Einheitswährung voraus. Schritte, deren Umsetzung wir in den letzten Jahren „live“ miterleben durften.
Diejenigen, die sich mit dem Schuldgeldsystem und dem Finanzcasino schon länger beschäftigen, dürften um die Existenz dieses Artikels mit dem bezeichnendem Titel Get ready for a world currency (Bereiten Sie sich auf eine Weltwährung vor) wissen. Auch wer hinter dem Economist als Hauptanteilseigner steckt. Das im Besitz der…

Fed: Cui bono? Zinserhöhung(en) trotz sich weiter verschlechternder Fundamentaldaten

Seit der Gründung der Federal Reserve im Jahre 1913 hat der US-Dollar 98% seiner Kaufkraft eingebüßt. Ähnlich gelagert sieht es bei allen anderen Fiat Währungen aus, die von einer Zentralbank „gemanagt“ werden – auch wenn sich dort aufgrund von Währungsreformen, späterer Gründung der jeweiligen Notenbank usw. der Kaufkraftverlust nicht ganz so krass darstellt. Letztlich gilt es aber festzuhalten, dass die Zentralbanken den Wert des Geldes nie aktiv beibehalten wollten, wie auch die gewollte (und benötigte) Inflation zeigt.
In den letzten Jahrzehnten ist es fast unmöglich geworden mit einer Vollzeitstelle eine Familie zu ernähren. War dies bis zur Mitte der 1980er noch…

USA: Der wahre Zweck hinter der Trump-Russland-Verschwörungspropaganda

In einem bereits älteren Artikel mit dem Titel Ordo ab chao: Es ist angerichtet – Der Wahlsieg Donald Trumps beschrieb ich das – zugegebenermaßen schwer greifbare – Konzept der 4. Generation der Kriegsführung und wie dieses von den Internationalisten/Globalisten/Eliten (IGE) eingesetzt wird, um den Widerstand gegen ihre Agenda der Zentralisierung und Globalisierung zu brechen. Leider erkennen viele nicht, dass in der Geo-/Politik oftmals Dinge nicht umgesetzt werden, um ein vorgeblich bestimmtes Ziel zu erreichen, sondern um abzulenken und Falschinterpretationen auszulösen.
Wenn man es mit dem Schachspiel vergleichen will, dann sehen viele Menschen nur den direkten nächsten Zug. Andere hingegen erkennen bereits…

AIIB, BRICS und Co.: Wenn Alternativen keine wirklichen Alternativen sind

Im letzten Monat gab der russische Notenbankchef Elvira Nabiullina bekannt, dass Moskau die Arbeiten an seiner Alternative zum SWIFT-Bezahlsystem erfolgreich beendet hat:
Wir haben die Arbeiten an unserem eigenen Zahlungssystem abgeschlossen, und wenn etwas passiert, werden alle Operationen im SWIFT-Format im Land funktionieren. Wir haben eine Alternative geschaffen.

(We have finished working on our own payment system, and if something happens, all operations in SWIFT format will work inside the country. We have created an alternative.)
Eigentlich ist diese Meldung für interessierte „Geopolitik“-Leser keine allzu große Neuigkeit. Denn bereits ab September 2015 wurden zwischen Moskau und Peking erste Gespräche geführt, um eine SWIFT-Alternative…

Syrien und Nord-Korea: Die ökonomische Gefahr dahinter

Das Gebiet des Nahen und Mittleren Osten war schon immer eine Region, die für den Westen von besonderer Bedeutung war. Nicht erst das geheime Sykes-Picot-Abkommen von 1916 zeigte, dass imperiale Interessen – damals der Franzosen und Engländer – entscheidend waren für die Gestaltung der dortigen Grenzen. Auch heute ist der Nahe und Mittlere Osten ein Spielball „geopolitischer Vorstellungen“ von Ost und West.
Syrien ist dabei einer der wichtigsten „Schlusssteine“, da seine politische Ausrichtung, seine Vielvölker- und -religionsstruktur als auch seine wirtschaftlichen Beziehungen mit den anderen Staaten der Region prädestiniert sind und schon immer waren, wenn es um die Frage einer „Neuausrichtung…

Bargeldabschaffung: IWF rät in einem Arbeitspapier zur schrittweisen, unbemerkten Bargeld-Beseitigung

In einem neuen Arbeitspapier mit dem Titel „The Macroeconomics of De-Cashing (Die Makroökonomie der Bargeld-Beseitigung)“ schreibt der IWF-Analyst Alexei Kireyev zum Thema Bargeldabschaffung:
Obwohl einige Länder höchstwahrscheinlich in ein paar Jahren weniger Bargeld im Umlauf haben werden, sollte die Umsetzung der Bargeldabschaffung schrittweise vorgenommen werden. Der Bargeld-Beseitigungsprozess könnte auf anfängliche und weitgehend unkritisch betrachtete Schritte aufbauen, wie zum Beispiel das Ausdünnen großer Geldscheine, die Platzierung von Grenzen bei Bargeldtransaktionen und die Kontrolle von Bargeldbewegungen über Grenzen hinweg. Weitere Schritte könnten die Schaffung von wirtschaftlichen Anreizen zur Verringerung der Verwendung von Bargeld bei Transaktionen, die Vereinfachung der Eröffnung und Nutzung von übertragbaren…