Finanzsystem: Die Fed verfolgt eine viel tiefer gehende Agenda

Mario Draghi. Jerome Powell. Mark Carney. Haruhiko Kuroda. Die wohl aktuell vier wichtigsten und auch bekanntesten Notenbanker der Welt. Gemeinhin hält man diese Männer für “geniale Finanzstrategen”. Ich sehe in ihnen vielmehr den typischen soziopathischen Banker, der wie eine Art Roboter Vorgaben abarbeitet und wenig mit den Menschen auf der Straße gemein hat. Analysiert man die Motivation der Zentralbanker oder beschäftigt sich eingehender mit deren Zielen, dann werden viele Handlungen und Verhaltensmuster dieser “Geldgötter” vorhersehbar. Was aber treibt diese “Herren des Geldes” wirklich an?

Ausgehend von den verfügbaren Fakten und Beweisen glaube ich, dass die Notenbanker von einem ideologischen Eifer angetrieben werden, der dem Hauptzweck der vollständigen Zentralisierung der Wirtschaft und der politischen Macht in den Händen einer kleinen ausgewählten Gruppe der Internationalisten/Globalisten/Eliten (IGE) dient. Diese Agenda ist im Grunde genommen nichts anderes wie eine moderne Form des Feudalismus oder des Totalitarismus. Die IGE und ihre Frontdarsteller beschreiben gerne ihren verfolgten Plan als “Neue Weltordnung” oder sprechen vom “globalen ökonomischen Neuanfang”. Ich würde ihre umfassende Ideologie zweckmäßiger als “Globalismus” bezeichnen.

Um dieses Ziel zu erreichen, müssen die IGE und ihre Zentralbanker die Massenpsychologie beeinflussen, in dem sie traumatische Ereignisse erzeugen. Angst öffnet die Türen zur Realisierung der Machtzentralisation. Das ist eine einfache Tatsache – abgeleitet aus dem sozialen Verhalten und der Geschichte. Je mehr Angst eine Bevölkerung hat, umso bereitwilliger werden die Menschen ihre Freiheiten für Sicherheit und Schutz aufgeben. Daher ist die effektivste Waffe der IGE und ihre Helfershelfer der Notenbanker die Waffe des wirtschaftlichen Zusammenbruchs. Eine Waffe, die – falls gewollt – ganze Zivilisationen vollkommen zerstören kann und dabei die teure Infrastruktur unbeschädigt und intakt lässt.

Darüber hinaus ist eine Wirtschaftskrise auch eine Waffe, um die Bevölkerungen dahingehend zu beeinflussen, dass sie eine noch größere Versklavung akzeptieren, während sie gleichzeitig die Sklavenhalter als ihre Retter und nicht als Täter betrachten.

Trotz des Glaubens vieler Menschen werden die Zentralbanker nicht von Gier und dem Wunsch nach Profit angetrieben. Sie können ihr eigenes Geld drucken, daher sind sie so gut wie nicht auf Profite angewiesen. Die Notenbanker werden auch nicht davon angetrieben, das bestehende System am Laufen zu halten. Sie haben immer wieder aufgezeigt, dass sie auf ein Muster der Systemsabotage bauen, in dem sie inflationäre Blasen erzeugen, denen dann fiskalische Straffungsmaßnahmen in eine sich abschwächende Wirtschaft hinein folgen. Die US-Wirtschaft ist heute nur ein weiteres Objekt der Zerstörung durch die IGE und ihrer Notenbanker. Sie ist nichts besonderes und wird das gleiche Schicksal anderer Wirtschaften zeitigen.

Diese Tatsache wird besonders dann klar, wenn man die aktuelle Straffungspolitik der Fed in eine sich immer weiter abschwächende US-Wirtschaft hinein sieht. Ein Vorgehen, dass die Aktienmärkte zerstört und andere Sektoren der Ökonomie destabilisiert. Inklusive des Immobilienmarktes, des Automarktes und des Kreditmarktes.

Wie eingangs bereits erwähnt – all das war vorhersehbar. Im Herbst 2015 schrieb ich die ersten Artikel in denen ich diese Strategie der Notenbanken aufzeigte. Eine Strategie, die mittels Zinserhöhungen inmitten einer fiskalischen Instabilität die nächste Krise auslösen wird. Es ist exakt die gleiche Strategie, die bereits bei der Großen Depression eingesetzt wurde. Und da eben Soziopathen wie Roboter agieren, war mir klar, dass sie auch diesmal die gleiche Taktik einsetzen würden, da diese in der Vergangenheit für sie erfolgreich war.

Ende 2015 prognostizierte der Großteil der Analysten, dass die Notenbanken negative Zinsen einführen würden. Aber wenn das Ziel der Bankeneliten die vollkommene Zentralisierung der globalen Ökonomie ist, dann macht die Erhaltung des US-Systems für eine weitere Dekade oder auch länger wenig bis keinen Sinn. Sie hatten zu diesem Zeitpunkt bereits die perfekte Finanzblase mittels Quantitative Easing (Quantitative Lockerung, QE) und mittels Zinsen Nahe Null erschaffen, was einen Schuldenberg unbekannten Ausmaßes nach sich zog. All das wurde zu einer ökonomischen Atombombe – warum sie also nicht auch einsetzen?

An Anfang des Jahres sagte ich voraus, dass der neue Fed-Vorsitzende, Jerome Powell die Politik der Zinserhöhungen und der Bilanzreduzierung fortführen wird. Das hatte zur Folge, dass ein enormer Druck auf die verschuldeten Unternehmen entstand, was wiederum dazu führte, dass sie keine Aktienrückkäufe der eigenen Unternehmensaktien mehr durchführen konnten. Aber gerade diese Aktienrückkäufe haben die Indices in den letzten Jahren oben gehalten.

Nicht nur, dass Powell genau das getan hat, was ich prophezeite, er wusste auch genau, was er da tat und welche Folgen sich daraus ergeben werden. Im Oktober 2012 gab genau jener Powell in einem Fed-Treffen zu Protokoll, welche Konsequenzen eine fiskalische Straffungspolitik mit sich bringen wird. Das Protokoll wurde erst vor Kurzem öffentlich gemacht und es beweist, dass die Fed ganz GENAU weiß, was sie gerade tut, und eben dass sie nicht blind agiert.

FOMC 20121024 Meeting

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Ab September diesen Jahres schrieb ich davon, dass die Aktienmärkte ab Dezember beginnen werden einzubrechen (ein Einbruch der sich bis ins 1. Quartal 2019 fortsetzen wird), obwohl viele eher eine Weihnachtstrally erwarteten. Die Straffungspolitik der Fed hatte bis dahin zahlreiche Reaktionen in den Emerging Markets zur Folge, deren Ökonomien bereits zusammenbrachen und die sich daraufhin von den US-Märkten lösen mussten. Die US-Aktien konnten sich diesem Sog aber auf Dauer nicht entziehen.

Die Fed‘sche Politik, Zinserhöhungen auf die “neutrale Rate der Inflation” durchzuführen, sah ich ebenfalls für Ende diesen Jahres/Anfang nächsten Jahres voraus. Ebenso, dass die Fed ihre Bilanzrückführungen fortführen und sogar ausbauen wird. Nur den genauen Zeitpunkt, wie lange die Unternehmen noch ihre Aktienrückkäufe durchfühten können, bevor die Schulden ihnen die Luft abschnüren, konnte ich nicht exakt bestimmen. Gerade diese Unternehmen mit ihren gehebelten Krediten, konnten damals eigentlich nur noch zwei weitere Zinserhöhungen verkraften.

Die nun im Dezember stattgefundene “Korrektur” (wie der Mainstream immer so gerne glauben will) wird ihre Fortsetzung im ersten Quartal 2019 finden. Im Anschluss daran werden andere Bereiche der Wirtschaft, die bereits jetzt sehr instabil sind, zusammenbrechen. Ich sehe hier aktuell einen Zeithorizont bis Mitte 2020.

Obwohl die Aktienrückkäufe den Einbruch im Februar 2018 noch verhindert haben, konnten sie dies im letzten Quartal 2018 nicht mehr leisten, da die Kosten für die Kreditaufnahme für die Unternehmen durch die Zinserhöhungen einfach zu hoch geworden sind. Die Aktien befinden sich mittlerweile im Dezember mehr oder weniger im freien Fall. Das Platzen der “Blase aller Blasen” hat begonnen. Bislang waren die Erholungsphasen nur sehr kurz – manchmal nur wenige Stunden bis wenige Tage lang, bevor sie dann wieder den vollkommenen Rückzug antraten. Die Trendlinien deuten darauf hin, dass da noch viel mehr auf uns zukommt.

Ich war in der Lage dies alles zu erkennen, weil ich bereit war zu akzeptieren, dass es bestimmte Realitäten gibt. Die dabei wichtigste Realität ist, dass sich in dieser Phase die Fed in KEINSTER WEISE darum schert die US-Wirtschaft zu unterstützen. Und am langen Ende kümmert es die Fed auch nicht, was mit ihr selbst als Institution passiert. Die Wahrheit ist, dass die Fed alles dafür tut, dass das ideologische Endspiel der vollkommenen globalen Zentralisierung Realität wird. Das heißt, eine Weltökonomie, eine Weltwährung und wohl auch eine Weltregierung – alles in der Vergangenheit in der Öffentlichkeit von den IGE und ihren Helfershelfern zugegeben. Die Fed ist den USA gegenüber nicht loyal. Sie wird das US-System bereitwillig zerstören, wenn es diese Ziele erreichen kann.

Ausschnitt aus Get ready for a world currency – The Economist

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Das Konzept des sogenannten “Plunge Protection Team (PPT, staatliche “US-Eingreiftruppe” im Aktienbereich)” ist seit Jahren bekannt. Es waren die Zentralbanken in Zusammenarbeit mit den Regierungsbehörden, die die echten Wirtschaftsdaten vor der Öffentlichkeit verheimlichten und zugleich die Vermögenswerte aufgeblasen haben, um die Wahrheit zu verschleiern: dass sich die USA und der Großteil der davon abhängigen Welt in einem systemischen Niedergang befinden, in einem Kollapsprozess, der spätestens im Jahre 2008 begonnen hat.

Aber die Dinge ändern sich und die Pläne der Zentralbanken entwickeln sich. Es dauerte ein Jahrzehnt die “Blase aller Blasen” zu erschaffen, eine noch nie dagewesene Blase, die jeden Aspekt unserer Ökonomie (inklusive der Staatsanleihen oder des US-Dollars als Weltreservewährung) umfasst. Der eigentliche Zweck der meisten Finanzblasen liegt darin, einen Crash herbei zu führen. Das “PPT” ist heute kein “garantierendes Element” der US-Märkte mehr. Wenn es interveniert, dann in der Funktion eines Druckregulators, der langsam den überschüssigen Dampf dergestalt ablässt, dass es zu einer leichter steuerbaren Demontage des Systems kommt. Oder in anderen Worten: wir erleben – auch dank des PPT – einen kontrollierten Abriss.

Viel zu viele Menschen nehmen fälschlicherweise an, dass die Fed die Spitze der Machtelite ist. Die Fed ist aber nichts weiter als ein einzelner Arm eines viel größeren aussaugenden Tintenfisches. Die Fed ist eine Zweigstelle eines Franchise. Die Zweigstelle von McDonalds in einer anderen Stadt. Sie ist nicht die Spitze der Pyramide.

Ich würde die Fed eher als Saboteur und als einen Selbstmordattentäter bezeichnen. Sie wurde in den USA mit dem expliziten Ziel gegründet, die US-Wirtschaft und den US-Dollar im Laufe eines Jahrhunderts zu unterminieren. Mit dem eigentlichen Hauptziel dahinter und mittels eines destruktiven Aktes die Tür zur globalen Zentralisierung aufzustossen. Sie wurde verhüllt geschaffen, um näher an das Ziel heran rücken zu können – dem Ziel der Zerstörung der US-Wirtschaft. Ihre Aufgabe liegt darin, so viel Schaden wie möglich anzurichten – selbst wenn es die eigene Zerstörung mit sich bringen würde. Sobald sich dann der Staub gelegt hat, werden andere globalistische Institutionen auf die Bühne treten und die Trümmer auflesen und den verzweifelten Menschen eine im Vorfeld gefertigte bzw. erdachte Lösung präsentieren.

Zum jetzigen Zeitpunkt ist das Ende der Fed immer noch ein symbolisch nützlicher Akt. Aber strategisch gesehen ist er nutzlos, wenn es um das Überleben der Ökonomie geht. Die Fed hat ihre Mission bereits erfolgreich abgeschlossen.

Das ist auch der Grund, warum ich den “Kampf zwischen Trump und der Fed” nicht ernst nehmen kann. Trumps fortgesetzte Zusammenarbeit mit den Eliten aus Banken und Denkfabriken lässt für mich nur den Schluss zu, dass dieser “Kampf mit der Fed” nichts als reines Kabuki-Theater ist. Dabei sollte man folgendes beachten: wenn die Fed geschaffen wurde, um die US-Wirtschaft zu Fall zu bringen und in dessen Zuge gleich sich selbst, dann muss es einen Schuldigen geben, dem man die Folgen und auslösenden Gründe zuweisen und somit die Zentralbanken aus der Schusslinie nehmen kann. Welch besseren Weg kann es geben, als dass man die Konservativen Glauben lässt, dass sie gerade “gewinnen”, in dem man die Schließung der Fed verfolgt. Es ist nur eine Entität, die man seitens der IGE eh plant zu opfern.

Trump hat mit dem Argument Wahlkampf gemacht, dass die Fed eine künstliche Blase bei den Aktien mittels niedriger Zinsen erzeugt hat. Dann hat er sich in den zwei Folgejahren den Verdienst für die Marktrally ans Revers geheftet. Jetzt attackiert er wiederum die Fed aufgrund der Zinserhöhungen, was zu Kursverlusten führe. Für mich baut sich gerade ein neues Narrativ in der Hochleistungspresse auf, dass ein unfähiger US-Präsident namens Trump den Kollaps verursacht hat, während er gleichzeitig die “unschuldigen” Notenbanker als Verantwortliche an den Pranger stellt, obwohl diese alles getan haben um die Lage zu “normalisieren”. Und in diesem “Rettungsprozess” hinein hat er mit seinen Aussagen und Taten (Stichwort Handelskrieg) nur noch alles schlimmer gemacht.

Ich sehe vor meinem inneren Auge bereits zahlreiche Artikel, die Jerome Powell und seine Politik verteidigen. Powell als heroischer Rebell, willens die Zinsen zu erhöhen, während das Establishment opponiert. Diese Idee ist einfach lächerlich, wenn man die lange Historie der Fed betrachtet. Die Fed hat schon immer Blasen erzeugt und diese dann zum Platzen gebracht, damit sich die IGE und ihre Helfershelfer mit harten Vermögenswerten “vollsaugen” können und sie gleichzeitig die Bevölkerungen in Armut stürzen und in die Unterwürfigkeit treiben konnten. Powell ist kein “Rebell”; er ist ein einfacher Manager, der die gleiche alte Strategie fährt, die die IGE schon immer eingesetzt haben: Problem – Reaktion – Lösung. Kreditblasen, Schuldenkrisen – Finanzkollaps, öffentliche Verzweiflung – Absorption von Vermögen, Zentralisierung.

Letztlich ist die Fed eine “Stellvertreterbedrohung”. Ein Schatten eines größeren Monsters, das es gilt zu schlagen.

Unser Fokus muss darauf liegen zu erkennen, wer das System nach dem Kollaps wieder aufbaut. Das bedeutet, dass wir globale Notenbankzentren wie den IWF oder die BIZ als dominante ökonomische Kraft in der Welt nach dem Zusammenbruch verhindern müssen. Es bedeutet auch, dass wir einen langen und verlustreichen Kampf führen müssen. Es bedeutet lokale Ökonomien und eine regionale Produktion, selbständige Menschen, die ihre Fähigkeiten zur Verfügung stellen und Handel betreiben. Und Gemeinschaften, die sich gegenseitig Hilfe und Sicherheit geben. Es bedeutet, dass wir vor einem Kampf stehen, der weit über den Informationskrieg hinausgeht.

Quellen:
The Federal Reserve Is A Suicide Bomber With A Deeper Agenda
Meeting of the Federal Open Market Committee on October 23–24, 2012
GET READY FOR A WORLD CURRENCY
‘We are in a bubble’: Trump says the economy is unstable


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