Fed: Zinserhöhung voraus? Wie es sich in das geplante Szenario einfügt

Als ich im vergangenen Jahr darüber schrieb, dass ich davon ausgehe, dass die Fed ihre Zinserhöhungen in 2017 fortsetzen wird und sogar „Zinssprünge“ denkbar sind, die sich von den üblichen 0,25% bis 0,5% absetzen, hat das viele kontroverse Diskussionen auf diesem Blog ausgelöst.

Zwischenzeitlich schreiben sogar die „Propagandapostillen der Wall Street“, dass eine weitere Zinserhöhung der Fed wahrscheinlich ist. Eigentlich kann man die „Wall Street’schen Chancen“ auf eine Zinserhöhung, die uns via Hochleistungspresse jetzt ins Wohnzimmer geliefert werden, als bedeutungslos ansehen, wenn man bereit ist auch über den Tellerrand der eigenen Filterblase zu blicken. Nchtsdestotrotz sind „offizielle Berichte“ bestens dazu geeignet, um

  • die von mir bereits mehrfach angedeutete Rolle der Konservativen/Donald Trump als Sündenbock für eine Wirtschaftskrise und
  • die von mir als „Kampf“ titulierten zukünftigen Geschehnisse zwischen Trump und der Fed

medial in Szene zu setzen.

Federal Reserve - Bildquelle: Wikipedia / Dan Smith

Federal Reserve – Bildquelle: Wikipedia / Dan Smith

Letztlich sind die Zinserhöhungen jene Maßnahmen, die die wichtige Stützsäule des US-Dollars, den Dow Jones, „wegschlagen“ werden. Bislang haben niedrige, Nahe Null liegende Zinsen die Aktienmärkte oben gehalten, weil annähernd kostenlose Übernachtkredite zur Befeuerung der Aktienrückkäufe seitens der Unternehmen genutzt wurden.

Nach wie vor gehe ich davon aus, dass die Auswirkungen der Zinserhöhungen der Fed für uns alle ab Juni sichtbar werden. Bis dahin werden wir noch den einen oder anderen „Schwarzen Schwan“ in der Hochleistungspresse zu „lesen bekommen“, um von den wahren Absichten der Fed abzulenken.

Hier noch ein kurzer Auszug aus einem Artikel von CNN, der dieses ganze „inszenierte Schauspiel“ um die Zinserhöhungen schön darlegt:

Die Anleger haben drastisch an Zuversicht zugelegt, dass die Federal Reserve im nächsten Monat die Zinsen erhöhen wird.

Der New Yorker Fed Präsident William Dudley sagte am Dienstag gegenüber CNNMoney, dass die Chance für eine Erhöhung der Zinsen wächst.

„Ich denke, die Chance auf eine Verschärfung der Geldpolitik viel mehr an Überzeugung gewinnt“, sagte Dudley Richard Quest.

Dudley zitierte die jüngsten „robusten“ Jobgewinne, eine Zunahme der Inflation und den steigenden Optimismus unter den Unternehmern und Konsumenten als Schlüsselgründe für seine Einschätzung einer Erhöhung der Zinsen „in relativ naher Zukunft“.

Nach dem Interview von Dudley verdoppelte sich die Chance einer Zinserhöhung im März auf 66% am ​​Mittwoch gegenüber 35% am Dienstag morgen, so die CME Group.

„Die wirkliche Nachricht in dieser Woche war die dramatische Verschiebung der Zinserhöhungserwartungen“, sagt Peter Boockvar, Chef-Marktstratege bei der Lindsey Group, einem Investitionsunternehmen. Boockvar zitierte Dudley sowie Kommentare von anderen Fed-Mitgliedern für die Änderung.

Der US-Dollar gewann auch am Mittwoch morgen an Wert. Zinserhöhungen der Fed – oder die Vorfreude auf sie – neigen dazu, die Währung steigen zu lassen.

„Die Gewinne beim US-Dollar scheinen mehr eine Funktion zu sein, die Erwartungen der Fed-Politik zu verlagern als neue Klarheit über die Fiskalpolitik [zu schaffen] … Präsident Dudleys Bemerkung, dass eine Erhöhung der Zinsen ‚zwingender‘ geworden ist, war der Katalysator“, sagt Win Thin, Leiter der Schwellenmarktwährungsstrategie bei Brown Brothers Harriman.

(Investors have grown dramatically more confident that the Federal Reserve will raise rates next month.

New York Fed President William Dudley told CNNMoney on Tuesday that the case for raising interest rates is growing.

„I think the case for monetary policy tightening has become a lot more compelling,“ Dudley told Richard Quest.

Dudley cited recent „sturdy“ job gains, an increase in inflation and rising optimism among business owners and consumers as key reasons behind his case for raising rates „in the relatively near future.“

After Dudley’s interview, the chance of a rate hike in March doubled to 66% on Wednesday from 35% Tuesday morning, according to CME Group.

„The real news this week was the dramatic shift in rate hike expectations,“ says Peter Boockvar, chief market strategist at the Lindsey Group, an investing firm. Boockvar cited Dudley as well as comments made by other Fed members for the change.

The U.S. dollar also gained value Wednesday morning. Fed rate hikes – or the anticipation of them – tend to boost the currency.

„The gains in the U.S. dollar appear to be more a function of shifting expectations of Fed policy than new clarity on fiscal policy … President Dudley’s remark that an increase in rates has become ‚more compelling‘ was the catalyst,“ says Win Thin, head of emerging market currency strategy at Brown Brothers Harriman.)

Dass sich hier einmal mehr ein Teil der Hochleistungspresse als Erfüllungsgehilfe des Establishment geriert, zeigen andere Zahlen. Während CNN von steigenden Optimismus unter den Unternehmern und Konsumenten (rising optimism among business owners and consumers) schreibt, scheint Jan Kniffen (US-Analyst für den Handel) anderer Meinung zu sein. Er ließ in einem Interview mit CNBC die Bemerkung fallen, dass in den nächsten Jahren damit zu rechnen ist, dass ein Drittel der US-Malls (Einkaufszentren) schließen müssen:

Etwa ein Drittel der Einkaufszentren in den USA werden in den kommenden Jahren ihre Türen schließen, sagte der Einzelhandels-Analytiker Jan Kniffen CNBC am Donnerstag. Seine Vorhersage kommt im Gefolge von Macy’s Berichterstattung, dass es seine schlimmsten aufeinanderfolgenden Geschäftumsatzrückgänge seit der Finanzkrise zu verzeichnen hat.

(About one-third of malls in the U.S. will shut their doors in the coming years, retail analyst Jan Kniffen told CNBC Thursday. His prediction comes in the wake of Macy’s reporting its worst consecutive same-store sales decline since the financial crisis.)

Es bleibt also weiterhin spannend…

Quellen:
Odds of a Fed rate hike in March surge
Countdown to the FOMC
1 in 3 American malls are doomed: Retail consultant Jan Kniffen


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