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Satire: Wenn Merkel bei ihrem US-Besuch Obama mal so richtig die Meinung geigtLesezeit: 5 Minuten

Es war mal wieder soweit. Unser wandelnder Hosenanzug Angie machte ihre Aufwartung vor dem demokratiestiftenden und allseits beliebten US-Präsidenten Barry Obama in Washington.

Gerüchten zufolge soll sich TINA zuallererst bei BO dafür entschuldigt haben, dass die Deutschen sich nicht weiter von der NSA überwachen lassen wollen. So soll sie dem Friedensnobelpreisbeschenkten gesagt haben:

Du Barry, also ich, ähm, na ja, ich wollte dir nur sagen, dass ich wirklich ganz traurig darüber bin, dass meine deutschen Landsleute sich von dir und deiner NSA nicht mehr überwachen lassen wollen. Ich hab auch keine Ahnung wie die da drauf kommen. Schließlich seit ihr – bist du – ja immer der Gute und hast auch nie nur den eigenen Vorteil im Auge oder gar irgendwelche falschen Behauptungen getroffen. Jedenfalls wollte ich das nur mal sagen, dass ich da ganz anders drüber denke als meine WählerInnen.

Obama und Merkel

Obama und Merkel – Bildquelle: Wikipedia / Pete Souza tweet

Natürlich war auch der Konflikt in der Ukraine Thema der Gespräche. Nach Informationen des Sprechers von Erika, dem ehemaligen ZDF-Dampfplauderer Seibert sei dabei knallhart Tacheles geredet worden. Obama sei ziemlich sauer, dass seine 5 Milliarden US-Dollar-Investition in eine demokratische Umsturzregierung in Kiew von den Deutschen nicht so gewürdigt wird, wie er es für richtig hält. Auch schließe er sich der Mainung von Pommes Frites McCain an, dass es doch wohl nicht angehe, dass die deutsche Wirtschaft immer noch Geschäfte mit Russland mache und quasi die Kaesers dieser Firmen die Politik (mit)bestimmen. BO meinte dazu noch, dass in den USA noch niemals eine Anwaltskanzlei, eine Großbank, eine Versicherung, ein Pharmaunternehmen oder ein Rüstungskonzern Einfluss auf die Innen- und Außenpolitik der USA genommen habe. Etwaige Hinweise seien reine Fälschungen und die Großspenden dieser Industriezweige an die Kandidaten der Esel und Elephanten (Demokraten und Republikaner) seien aufgrund falscher Kontozuordnungen im SWIFT-Verfahren irrtümlicherweise verbucht worden. Schließlich sei man gerade in Washington nicht käuflich oder manipulierbar durch Multimilliardäre – was auch die Entscheidung des Supreme Court bzgl. der Wahlk(r)ampfspenden bzw. die Aufhebung der Limitierung der Einzelspendenhöhe deutlichst zeige.

Angie sei daraufhin etwas nervös auf dem Hosenanzugboden herumgerutscht und hat Obama versucht zu beruhigen:

Weißt du Barry. Ich und meine Gleichschaltungspresse tun wirklich alles, um Putin als Bösen hinzustellen. Aber, ähm, na ja, irgendwie glauben mir das meine Lakaien nicht mehr. Stell dir vor, die gehen sogar auf sogenannte Montagsdemos wieder auf die Straße um für den Frieden zu sein. Stell dir das mal vor – wie damals in der DDR. Die sind nicht mal gegen was, sondern nur für was. Da hat unser Propagandaministerium gerade so seine Probleme mit, da wir nur die übliche Nazi-, Antisemiten- und Verschwörungstheoretikerkeule auspacken können. Aber irgendwie zieht das nicht so richtig, weil… ich weiß auch nicht so recht… die Leute uns nix mehr glauben. Keine Ahnung warum das so ist. Wobei, ich glaub, das hat was mit diesem Dings, diesem Internet, zu tun.

Daneben soll auch das geplante Freihandelsabkommen TTIP thematisiert worden sein. Die Rautenanzeigende habe hier dem Teleprompterableser zugesichert, dass die Verhandlungen auch weiterhin in aller Stille und Heimlichkeit unter Ausschluß der Betroffenen geführt werden wird – auch oder gerade trotz der anstehenden EU-Postenvergabe aka EU-Qual aka EU-Wahl. Man sei hier auf einer Linie, wenn man den Europäern solch segensbringenden Errungenschaften wie Chlorhühner oder Genmais näher bringen kann. Die Befürchtungen, dass mit den “staatsfernen” Schiedsgerichten entgangene Firmengewinne zulasten der Steuerzahler eingeklagt werden, wies Angie im Gespräch weit von sich:

Also, ich halte eine solche Befürchtung für ausgewiesenen Humbug. Warum sollten US-Firmen uns verklagen? Ist ja schließlich nicht jeder so wie Vattenfall mit ihren AKWs unterwegs.

Auch stimme sie Obama zu, dass mit TTIP endlich das Problem Internet in den Griff zu bekommen sei:

Mit TTIP haben wir endlich die Möglichkeit, das Thema Internet, Netzneutralität und Zensur durch die Hintertür einzuführen. Dann entgleitet uns auch nicht mehr die Berichterstattung, so wie jetzt zur Ukraine. Weil wir dann ganz einfach per Copyleft und Urheberrecht kritische Blogsoder Webseiten vom Netz nehmen oder – noch besser – geschwindigkeitstechnisch so ausbremsen, dass die kritischen Seiten nicht mehr aufrufbar sind. Ich hab zwar nicht so viel die Ahnung was das Thema Neuland, ähm, ich meine natürlich Internet, betrifft, aber die TTIP-Internet-Sache finde ich richtig dufte.

Zum Abschluß habe sich Angie nochmals bei Barry bedankt, dass dieser Europa wieder zu einem interessanten Fast-Kriegsgebiet gemacht hat. Dazu der Friedensnobelpreisbeschenkte:

Keine Problem, Angie. Machen wir doch gerne. Uns mit brennendem Streichholz in Anderleute Wald stellen. Besonders dann, wenn wir tausende Kilometer weit weg sind und andere – sprich ihr – die Suppe auslöffeln müsst. Und was den Putin und das Gas betrifft: Wenn die nicht mehr liefern wollen, dann springen eben wir mit unserem Abfrackgas ein. Dauert halt dann zwei Jahre bis ihr die ersten Lieferungen bekommt, weil wir erst die Anlagen, Häfen und die Schiffe bauen müssen. Aber dann kriegen wir das schon hin. Vorausgesetzt unser Gas reicht überhaupt solange. Aber egal. Wir als Freunde stehen an eurer Seite – egal was kommt. Und ein bisschen frieren in den nächsten Wintern ist ja nur halb so schlimm, wie es immer gemacht wird. Oder?!

Gerüchtweise sollen Angie und Barry am letzten Abend noch den neuen Blockbuster Putin – Der Kosake, der aus der Kälte kam (Untertitel: Das ware Böse kommt immer aus dem Osten – außer wir brauchen gerade einen anderen Feind) besucht haben und danach zusammen ein leckers Chlorhuhn mit Genmais und McCain-Pommes gegessen haben.

Anmerkelung: Wer hier Ironie, Sarkasmus, aber auch ein wenig Wahrheit gefunden hat, darf diese – in welcher Gemengengelage auch immer – gerne behalten.

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Ein Artikel bildet zwangsweise die Meinung eines Einzelnen ab. In Zeiten der Propaganda und Gegenpropaganda ist es daher umso wichtiger sich mit allen Informationen kritisch auseinander zu setzen. Dies gilt auch für die hier aufbereiteten Artikel, die nach besten Wissen und Gewissen verfasst sind. Um die Nachvollziehbarkeit der Informationen zu gewährleisten, werden alle Quellen, die in den Artikeln verwendet werden, am Ende aufgeführt. Es ist jeder eingeladen diese zu besuchen und sich ein eigenes Bild mit anderen Schlussfolgerungen zu machen.
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Eine Antwort

  1. 3. Mai 2014

    […] Satire: Wenn Merkel bei ihrem US-Besuch Obama mal so richtig die Meinung geigt […]

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