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USA, EU und NATO: Das Ende des Status Quo

NATO Stacheldraht - Bildquelle: Pixabay / Hans; Pixabay License

NATO Stacheldraht – Bildquelle: Pixabay / Hans; Pixabay License

Der tägliche Blick gen Westen, über den Teich oder auch jener in den Nahen Osten lässt einen derzeit mit einem mulmigen, aber auch wütenden Gefühl zurück. Natürlich gilt dies zuvorderst für die dortigen Politdarsteller, die im Sinne ihrer Auftraggeber im Hintergrund und nicht ihrer Bürger agieren; wobei anzumerken ist, dass die Gleichgültigkeit und das Wegsehen der Menschen über die Geschehnisse dort genauso stattfindet wie bei uns, wenn es z.B. um die Themen Massenmigration, Klimahoax usw. geht.

Die Masse ist gefangen in einem seit Jahrzehnten aufgeführten Spiel der Ablenkung, Manipulation und offenen Lügen.

Dabei ist seltsamerweise auch festzustellen, dass sehr viele Konservative und Libertäre in den USA trotz Ablehnung der anhaltenden Angriffe auf den Iran durch Trump, der Meinung sind, dass die Folge des Nahostkrieges letztendlich eines der libertärsten Ergebnisse sein könnte. Warum? Weil eben jene Konservativen und Libertäre seit Jahrzehnten einen schlanken Staat fordern und jene – wie in der Ron-Paul-Bewegung – einen umfassenden Austritt der USA aus der NATO und die Schließung der US-amerikanischen Militärstützpunkte im Ausland einfordern. Und Trump hat – ob nun bewusst oder unbewusst – genau diesen Prozess in Gang gesetzt.

Die aus meiner Sicht richtige Weigerung des größten Teils Europas (und Australiens), bei der Wiederöffnung der Straße von Hormus Unterstützung zu leisten, mag wie ein „geopolitisches Abwägen“ erscheinen – oder mit anderen Worten: eine Beteiligung könnte ihnen mehr schaden als nützen. Natürlich haben Europa und Asien aufgrund der Schließung der Straße von Hormus und dem Rückgang/Ausbleiben der Energieexporte aus dieser Region weitaus stärkere Folgen zu tragen als die USA, was eigentlich dazu führen müsste, dass ihre Interessen eine Sicherung der Meerenge erforderlich machen.

Europa kämpft aufgrund des durch die USA initiierten und angeschobenen Ukraine-Kriegs (ein Krieg, in den es zwischenzeitlich tief verwickelt ist) bereits um Energieressourcen. Und genau hier stoßen wir auf eine ideologische Diskrepanz. Denn eines ist offensichtlich und bereits mehrfach von mir thematisiert worden:

Das Ziel der EU ist der Dritte Weltkrieg, und Brüssel erwartet von den USA, den (politischen, militärischen) Status Quo aufrechtzuerhalten.

Die EU-Politkaste (nicht die Europäer!) sind offenbar durchaus bereit, sich auf kriegerische Spannungen mit Russland einzulassen und dabei Energiepreissteigerungen sowie einen Dritten Weltkrieg zu riskieren. Und das alles wegen eines Landes, das für sie vor dem Konflikt nur minimale strategische oder wirtschaftliche Bedeutung hatte? Wohl kaum. Es geht um viel, viel mehr. Das Schuldgeldsystem ist an seinem Lebensende angekommen und im Gegensatz zu den USA mit ihrer (noch) Weltreservewährung benötigt die EU den Großen Neustart – je früher umso besser. Daher ist es auch folgerichtig, wenn Brüssel die USA immer wieder aufgefordert hat, den Ukrainern Waffen, Finanzmittel und Geheimdienstinformationen zur Verfügung zu stellen. Oder dass sie fordern, dass US-amerikanische Truppen an vorderster Front stehen, sollte ein größerer Krieg ausbrechen.

Die NATO und die europäischen Regierungen brauchen die USA, aber vielmehr als Schutzschild, von dem sie profitieren. Um es klar zu sagen: die USA haben Europa über Jahrzehnte ausgesaugt, übervorteilt und tun es heute über die Energieversorgung, indem sie Europa überteuertes LNG verkaufen, nachdem Washington Europa in die Sanktionsspirale gegen Russland getrieben hat (an der es selber nie richtig teilgenommen hat) oder den billigen Gasfluss Russlands mit der Sprengung von Nord Stream 2 gestoppt hat.

Doch der Status Quo ist gestört worden.

Es ist nicht verwunderlich, dass sich plötzlich viele der US-Vasallen aka „Verbündeten“ von den USA abwenden. Erpressung, Beleidigungen usw. sind nun mal kein besonders förderliches Auskommen. Aber verstehen Sie mich nicht falsch. Die Trump-Administration ist Teil der Agenda, Teil des Spiels – hat aber einen offensichtlich anderen Auftrag und Fahrplan der Internationalisten/Globalisten/Eliten (IGE) erhalten als die EU. Und ein Teil dieser anderen Strategie sind und waren die Kürzungen bei USAID und verschiedenen ausländischen Förderprogrammen, die eine Schockwelle in der Weltordnung ausgelöst haben. Selbst ich war verblüfft über das Ausmaß der Abhängigkeit ausländischer Staaten von den Finanzspritzen der USA.

Als diese Programme eingestellt wurden, war die Panik greifbar. Und als Trump von den NATO-Staaten verlangte, ihren „gerechten Anteil“ (5% des BIP, wobei viele Vergessen, dass diese 5% bei einem BIP 2025 von 4.469,9 Milliarden Euro einem „gerechten Anteil“ von 223,5 Milliarden Euro entsprechen, was wiederum 44,5% des Gesamthaushalts von 502,5 Milliarden Euro in 2025 darstellt) zu zahlen, begann der Zusammenbruch der Beziehungen.

Und auch das Thema der Zölle ist ein weiterer Punkt der die Spaltung USA/EU vorantreibt.

Die oberste Priorität der EU scheint die multikulturelle Agenda zu sein

Die Masseneinwanderung ist zwischenzeitlich zu einem großen Streitpunkt zwischen der EU und den USA geworden. Europa ist zum Ground Zero eines multikulturellen Austausches geworden, und die EU-Regierungen sind absolut bereit, ihre eigene einheimische und größtenteils weiße Bevölkerung im Namen einer „Woke“-Utopie der hohen Kriminalität, dem Terrorismus und der kulturellen Auslöschung zu opfern. In dem Moment, als die USA sich diesem ideologischen Selbstmord widersetzten und gegen offene Grenzen vorgingen, wurde auch hier der bisherig Status Quo zerstört.

Die EU-Politkaste hasst jeglichen Widerstand gegen den Multikulturalismus, dass es sogar eine Reihe von Orwellschen Zensurgesetzen erlassen hat. Zehntausende Menschen werden jedes Jahr wegen „Hassverbrechen“ in Europa verhaftet und angeklagt, wobei es sich in der Regel um grundlegende Kritik an der offenen Einwanderung handelt. Das sind keine demokratischen Strukturen mehr.

Ich möchte darauf hinweisen, dass es in der EU und im Vereinigten Königreich Millionen von Menschen gibt, die auf der politischen Bühne gegen den Globalismus kämpfen. Ihre Bewegungen wachsen rasant, von der „Restore“-Partei in Großbritannien über die „Rassemblement National“ in Frankreich bis hin zur AfD in Deutschland. Sie stimmen nicht unbedingt in allem mit den US-amerikanischen Konservativen überein, aber sie sind die einzigen politischen Gruppierungen in Europa, die sich gegen die Zerstörung Europas wenden. Sie alle gewinnen an Boden, aber nicht schnell genug.

Vielleicht würde eine Abkehr von den USA diesen Entwicklungsprozess sogar beschleunigen? Denn es ist schlichtweg unmöglich, dass die USA weiterhin mit den liberalen EU-Eliten verbündet bleiben, die die westliche Kultur und die nationalen Grenzen zerstören wollen. Die aktuelle Politkaste der EU und die der USA befinden sich nicht nur in einer grundsätzlichen Sackgasse, sondern sie stehen sich täglich unversöhnlicher gegenüber.

Trumps jüngster Aufruf zur NATO-Unterstützung bzgl. der Straße von Hormus und die offene Ablehnung der EU ist ein weiterer Schlag gegen den bisherigen Status Quo. Man darf dabei nicht vergessen, dass nichts, was liberale Regierungen tun, auf Prinzipien basiert. Krieg mit Russland in der Ukraine? Brüssel applaudiert und fordert ein umfassendes Engagement der USA, während es Unterstützung im Nahen Osten ablehnt.

Warum? Es gibt viele Gründe, aber ich würde argumentieren, dass sich ein großer Wandel vollzieht; eine organisierte Verlagerung der alten Weltordnung hin zur „Neuen Weltordnung“. Hinter den Kulissen entsteht eine „multikulturelle Allianz“ (ein globalistisches System), die für den europäischen Teil der IGE derzeit wichtiger ist als ihre Beziehung zu den USA. Und konservative Bewegungen sind der Feind dieses neuen multikulturellen Systems.

Die muslimische Bevölkerung in Europa beträgt derzeit 62 Millionen – die Zahlen haben sich in den letzten 20 Jahren verdoppelt. In der Region leben 47 Millionen Migranten aus der Dritten Welt. Die Masseneinwanderung hat Europa unwiderruflich verändert. Im Grunde zielt dieses gewollte Experiment des Social Engineering darauf ab, die westliche Zivilisation auszulöschen, und es ist DAS THEMA, für das Linke und die IGE bereit sind, ihr Leben zu opfern. Ihre gesamte Zukunftsvision hängt davon ab.

Die NATO-Regierungen vermeiden ein Engagement im Iran, nicht wegen einer tiefgreifenden und prinzipiellen moralischen Haltung, sondern weil die meisten europäischen Nationen mit Einwanderern aus der Dritten Welt übersättigt sind, die sich gegen sie wenden werden, sollten sie in irgendeiner Weise in den Krieg eintreten.

In meinem 2024 veröffentlichten Artikel „Großbritannien: Doppelstandards und warum die Politik diese bewusst lebt“ habe ich detailliert die Theorie dargelegt, dass europäische Regierungen (und die Biden-Regierung in den USA) ihre Grenzen mit Männern im wehrfähigen Alter aus der Dritten Welt füllen, um diese als verdeckt eingesetzte, ausländische Söldnerarmee zu nutzen, mit der westliche Bevölkerungen unterworfen werden sollen, sollten sie sich gegen die IGE erheben.

Die EU-Regierungen und damit auch der Großteil der NATO sind mit diesem Plan einverstanden. Deshalb ist ein Krieg mit Russland in Ordnung, ein Krieg mit dem Iran jedoch nicht. Das ist auch der Grund, warum ich nicht Israel an der Spitze der Pyramide sehe, jenes Land, das hinter den Kulissen „alles kontrolliert“. Wenn das der Fall wäre, hätten sich die europäischen und NATO-Eliten sofort den Kriegshandlungen gegen den Iran angeschlossen.

Es gibt eine Agenda, die weit über den Staat Israel oder die Ideologie des „Zionismus“ hinausgeht.

Der Zerfall ist unvermeidlich

Der jüngste Konflikt führt rasch zu einem Zerfall der NATO, wobei die Trump-Regierung dieses Thema bereits mehrfach angesprochen hat. Nachdem ihnen von einer Reihe von EU-Ländern die Nutzung des Luftraums verweigert wurde, ist es möglich, dass die USA ernsthaft in Erwägung ziehen, Militärstützpunkte in der Region zu schließen, Atomwaffen und Truppen abzuziehen.

Bei dieser internationalen Trennung geht es jedoch nicht um den Iran, Israel, die Straße von Hormus oder gar Öl. Sie ist das Ergebnis eines langjährigen ideologischen Konflikts, der kurz vor seinem Höhepunkt steht.

Man könnte argumentieren, dass dies die USA von ihren „Verbündeten“ isolieren und deren Position in der Welt schwächen wird. Ich würde argumentieren, dass die Vasallen der USA den Aufstand proben und die USA teilweise geschwächt haben, und dass das Ende des Staus Quo und diese damit einhergehende Trennung längst überfällig ist.

Gleichzeitig wird es für linke, autoritäre Regierungen viel schwieriger sein, die Kontrolle über ihre jeweiligen Bevölkerungen aufrechtzuerhalten, wenn bis zu 45% der Staatshaushalte in die Rüstung fließen sollen. Parallel könnte ihre Abhängigkeit von einer Invasion aus der Dritten Welt, um westliche Bürger zu unterwerfen, zu ihrem Verhängnis werden. Es hängt alles davon ab, ob die große Masse dieses Momentum endlich versteht.

Es kann nur ein mögliches Endszenario geben, in dem sich europäische und US-amerikanische Konservative letztendlich zusammenschließen, aber soweit sind wir noch nicht. Die geopolitische Verflechtung nach dem Vorbild des Kalten Krieges muss ein Ende finden. Die NATO wurde angeblich als Gegengewicht zu den feindlichen globalen Ambitionen des Kommunismus gegründet, doch heute sind die europäischen Regierungen und die NATO-Regierungen selbst die feindlichen Kommunisten.

Quellen:
The US Separation From Europe And NATO Is Long Overdue
Großbritannien: Doppelstandards und warum die Politik diese bewusst lebt
Bruttoinlandsprodukt (BIP) 2025
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