China: Peking will Blockchain-Technologie bei der Steuereintreibung einführen

Blockchain - Bildquelle: Wikipedia / Davidstankiewicz; Creative Commons Attribution-Share Alike 4.0 International

Blockchain – Bildquelle: Wikipedia / Davidstankiewicz; Creative Commons Attribution-Share Alike 4.0 International

Im 13. Fünfjahresplan, der 2015 von der chinesischen Regierung bekannt gegeben wurde, wurde erstmals die Technologie Blockchain thematisiert. Seitdem hat Peking viele Schritte unternommen und Maßnahmen aufgelegt, um die Technik still und leise in den Alltag seiner Bürger zu implementieren.

Vor kurzem hat nun Peking in einer offiziellen Mitteilung erklärt, dass man die Blockchain-Technologie bei der „Sozialbesteuerung (social taxation)“ und bei elektronischen Rechnungen verwenden will. Bislang findet man dazu in den Medien wenig bis nichts – analog zum bereits gestarteten Test für eine eigene (!) chinesische Kryptowährung. Beide artverwandten Themen lassen erahnen wohin die Reise gehen wird. Peking erhofft sich damit ein effizienteres Steuersystem.

Wie ich in meinen Artikel Weltreservewährung US-Dollar: Der Nachfolger wird digital sein und unter der Herrschaft einer supranationalen Behörde stehen ausgeführt habe, wird die Blockchain-Technologie zu immer neuen Innovationen (bis hin zur Möglichkeit einer globalen digitalisierten Währung) führen, die aber keineswegs Anonymität gewährleisten wird. Chinas Vorgehen verdeutlicht für mich, dass die Zeit der „Papierwährungen“ abläuft. Bislang ist noch unklar, wann Peking per Blockchain Steuern eintreiben will, aber sicherlich wird dieser „Testballon“ aufmerksam von anderen Staaten registriert werden. Ebenso wie die anderen chinesischen Anstrengungen in diesem Bereich, die – aufgemerkt – Teil der Smart Cities Initiative in China sind:

Darüber hinaus sollten wir auch die Umsetzung auf der städtischen Ebene in China sehen, da mehrere lokale und Provinzregierungen vor kurzem Pro-Blockchain-Regelungen verkündet haben. In der Tat hat eine Smart Cities Initiative bereits einen chinesischen Autohersteller dazu gebracht, dass dieser die Technologie in sein Geschäftsmodell integriert. Darüber hinaus sind Blockchain-basierte Industrieparks in Chengdu, Hangzhou und anderen großen Städten entstanden, und Behörden auf verschiedenen Ebenen der Regierung haben Blockchain R & D-Teams eingeführt.

(Furthermore, we should also see implementation at the city level in China, as several local and provincial governments have recently promulgated pro-blockchain policies. In fact, a smart cities initiative has already enticed a Chinese automaker to integrate the tech into its business model. Additionally, blockchain-based industrial parks have gone up in Chengdu, Hangzhou, and other major cities, and agencies at different levels of government have created blockchain R&D teams.)

Chinas Vorstoß ist aber nicht der einzige: auch in Großbritannien wird der Einsatz der Blockchain-Technologie diskutiert, um die Steuereintreibung zu vereinfachen.

Wir müssen uns im Klaren sein, dass die Blockchain-Technologie nicht der erhoffte „Heilsbringer und Befreier“ sein wird, den viele Systemkritiker in dieser Technologie sehen. Sondern ein Instrument, um die eine vollständige Transparenz, Kontrolle und Überwachung aller Geldflüsse, Handelsströme oder all der anderen Dinge, die man noch mittels Blockchain implementieren wird, zu erreichen.

Quellen:
Blockchain will be used by Chinese government for taxation and electronic invoices issuance
State Council releases five-year plan on informatization
瞄财网和政务链合作,研发世界上首个基于区块链的财税应用
China Becomes First Country in the World to Test a National Cryptocurrency
China to Start Using Blockchain to Collect Taxes and Send Invoices
Blockchain is Behind a Massive $30B Smart City Project in China
How blockchain technology could improve the tax system
Why governments are excited about blockchain?


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2 Kommentare bei “China: Peking will Blockchain-Technologie bei der Steuereintreibung einführen

  1. 7. August 2017 um 16:06

    Tja. Nur ein gläserner Steuerzahler ist ein guter Steuerzahler

    Laut Wikipedia erreicht eine Blockchain die Sicherung gegen nachträgliche Manipulation durch kryptographische Verkettung.

    Ich habe schon bei Papierwährungen nie begriffen, wie da der Wert meines Geldes gesichert sein soll. Falls das ganze in Richtung von digitalen Einsen und Nullen verschoben wird, habe ich noch weniger Verständnis. Im einen wie im anderen Sinne. Oder sagt euch der Wikipedia Eintrag was?

    Alles in Niedergang, man.
    Markus (https://der-5-minuten-blog.de)

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  2. Matthias
    10. August 2017 um 20:58

    Die Menschheit steht vor der wohl größten Herausforderung. Wenn man dieser Entwicklung nicht entgegensteuert, sind wir morgen versklavt und zwar per Mausklick.
    Versklavung bedeutet heute nicht mehr an Ketten gefesselt zu sein und ausgepeitscht zu werden. Versklavung bedeutet heute wie damals, daß Du arbeiten mußt und zwar schwer arbeiten mußt und Du selber nicht mehr auf einen grünen Zweig kommen wirst, denn vorher wird Dir alles bzw. Dein Überschuss (nach Abzug für das Notwendigste wie Lebensmittel, etc.), per Steuern wieder genommen. Wir erleben es doch heute schon in der ‚BRD-GmbH‘, daß je mehr wir verdienen wir in Wirklichkeit weniger in der Tasche haben. Das ist die moderne Versklavung.
    Daß dies in China bald so kommen wird, ist mir klar. China ist ein unberechenbarer, diktatorischer Staat. Die Chinesen sollten sich ihrer guten, alten Monarchie besinnen.
    Das gleiche gilt für das Personal in der BRD-GmbH. Wir haben nur einen Ausweg aus dieser Matrix, indem wir unseren Staat, unser Deutsches Reich wieder holen und wir uns auf die völkerrechtlich, gültige Verfassung von 1871 berufen. Aussteigen aus der Matrix und unsere gute alte Goldmark wieder einführen.
    Daß dies funktioniert, haben bereits viele erfahren. Ich, z.B., bin aus der ‚BRD‘ ausgetreten und bin auch nicht mehr steuerpflichtig.
    Immer mehr erkennen diesen Schwindel. Der Weg ist noch steinig aber umso schöner das Ergebnis.

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