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USA: Das Imperium ist nackt

USA - Bildquelle: Pixabay / Comfreak; Pixabay License

USA – Bildquelle: Pixabay / Comfreak; Pixabay License

Der wichtigste Bestandteil sozialer und politischer Reformen besteht darin, dass die breite Bevölkerung weiß, was tatsächlich vor sich geht, und die Regierungspropaganda sowie deren Lügen durchschaut. Meinungsumfragen zeigen, dass das Vertrauen z.B. in die US-Regierung einen historischen Tiefstand erreicht hat . weniger als 20 Prozent, verglichen mit fast 80 Prozent zu Zeiten des Goldstandards. Merz Zustimmungsraten muss man wohl an dieser Stelle gar nicht mehr erwähnen.

Donald Trump trat sein Amt mit dem Wahlversprechen an, den „Sumpf trockenzulegen“ und den „Deep State“ zu bekämpfen. Er machte große Versprechungen, setzte aber mit wenigen Ausnahmen die Politik seiner Vorgänger und die von den Internationalisten/Globalisten/Eliten (IGE) gewollte fort – kein „Retter“, kein „5D-Schach“, nichts.

Er kam politisch mit seiner zweiten Amtszeit zurück, doch nach einem kleinen Aufschwung wurde bald klar, dass er von einer falschen Kanzel aus regierte. Manche sagen er wurde von einem kleinen Teil der amerikanischen Gesellschaft in die Falle gelockt, zu dem seine Geldgeber, der militärisch-industrielle Komplex, die Israel-Lobby, der „Deep State“ und der neokonservative Chor gehören. Andere sagen er wurde gezwungen die Veröffentlichung der Epstein-Akten zu unterbinden, obwohl er dafür gewesen sein sollte. Ich denke, dass er ein klassisches Trojanisches Pferd im politischen Spiel ist und war. Er sollte den Weg für bestimmten Teile der Agenda bereiten – und hat dies aus meiner Sicht vollumfänglich erreicht. Allein die Tatsache, dass es keine ernsthafte staatliche Untersuchung zum Mord an Charlie Kirk – einem lautstarken Gegner der militärischen Einmischung der USA in Israels Angelegenheiten – gegeben hat, bestätigt auf sehr unheimliche Weise und für alle sichtbar die Korruption der Politiker.

In den jüngsten Umfragen zur Einstellung der US-Amerikaner gegenüber Präsident Trump erreichte die Reuters/Ipsos-Umfrage einen neuen Tiefststand bei der Zustimmungsrate von nur 32 Prozent, während die AP-NORC-Umfrage seine Zustimmungsrate auf einem Rekordtief von nur 31 Prozent feststellte. Präsident Trump widerspricht der Ansicht, dass er die Republikaner bei den Zwischenwahlen mit in den Abgrund gezogen habe, und erklärt: „Mir geht es großartig. (I’m doing great.)“ Er fordert die Wähler sogar zuvor auf, einfach „so zu tun, als stünde ich auf dem Stimmzettel (pretend I am on the ballot)“, um sich hinterher mit dem genauen Gegenteil davon hinzustellen. Er versicherte gar, dass „die Dividendenschecks in Höhe von 5.000 US-Dollar für jeden erwachsenen Amerikaner (the $5,000 dividend checks for every American adult)“ den Ausschlag bei der Wahl geben würden – als könnte man sich die Stimmen wortwörtlich kaufen.

Zunehmend sehen die US-Amerikaner und Menschen auf der ganzen Welt die US-Regierung als ein bankrottes, despotisches Imperium, das auf dem falschen Weg ist. Weltweit befinden sich die positiven Einschätzungen über die USA in einem langen Abwärtstrend und brechen regelrecht ein. Eine weitere aktuelle Umfrage zeigt die USA nahe dem Tabellenende, hinter Russland und nur deutlich vor Afghanistan und Nordkorea, während Israel ganz unten auf der Liste steht.

Am offensichtlichsten ist, dass die Welt die US-Regierung als hoffnungslos verschuldet ansieht. US-amerikanische Politiker diskutieren das Thema nicht einmal und debattieren schon gar nicht über Wege, das Problem anzugehen. Sie suchen lediglich nach neuen Möglichkeiten, noch mehr Geld auszugeben und sich noch tiefer zu verschulden. In den Augen der Welt sind die USA bankrott.

Die ganze Welt zittert, als Präsident Trump dem „Time Magazine“ erklärte, die Staatsverschuldung könne einfach weggeinflationiert werden. Das Drucken von Geld ist eine versteckte Steuer – die sozial verheerendste und unmoralischste aller Steuern. Nach dem US-„Crimes Act“ von 1790 galt Geldfälschung als Kapitalverbrechen und wird nach wie vor mit 25 Jahren Haft bestraft, doch eine Regierung betrachtet ihre eigene Form des Gelddruckens mittlerweile als normales Geschäft.

Der US-Dollar ist kein echtes Geld, und das ist er schon seit einem Jahrhundert nicht mehr. Er ist eine per Dekret festgelegte Fiat-Währung, die die USA und der Weltwirtschaft aufgezwungen wurde. Fast seit Beginn der menschlichen Zivilisation waren Silber und später Gold echtes Geld. Mit ihrem stabilen, ehrlichen Wert halfen uns diese Elemente der Erde dabei, uns von primitiven Menschen zu einer fortgeschrittenen globalen Zivilisation des Austauschs und der friedlichen Zusammenarbeit zu entwickeln.

Erst kürzlich wurde die Wunde des falschen Geldes aufgerissen, als die USA Russland wegen des Einmarsches in das von den USA installierte Regime in der Ukraine mit Sanktionen belegten und dabei Russlands Bestände an US-Staatsanleihen beschlagnahmten. Andere Länder vertrauen den US-Staatsanleihen nicht mehr und haben ihre Käufe und Bestände an Gold erhöht. Die breite Bevölkerung, insbesondere in Asien, ist diesem Beispiel gefolgt. Zudem bemühen sich viele Nationen weiterhin, ihre Goldbestände aus sogenannten sicheren Lagerstätten in Großbritannien und den USA zu befreien und sie aus Sicherheitsgründen in ihre Heimatländer zurückzuholen.

Der US-israelische Krieg gegen den Iran war besonders aufschlussreich und hat die Grenzen der US-Militärmacht bis zum Äußersten offenbart. Er hat das falsche Sicherheitsgefühl entlarvt, das Washington den Staaten am Persischen Golf vermittelt hatte. Er hat dem Petrodollar seinen Sonderstatus genommen. Der Krieg hat zudem die Wahrnehmung des Iran in der internationalen und US-amerikanischen Öffentlichkeit grundlegend verändert, und Wissenschaftler bezeichnen den Iran sogar als „neue Macht“. Propaganda machte den Iran zu einem Paria, zu einem aggressiven Staat, dem man nicht trauen könne. Doch nun erinnert sich die Welt daran, dass der Irak-Iran-Krieg von den USA angezettelt und unterstützt wurde. Die Unterstützung des Irans für arabische Minderheiten wird nicht länger als Unterstützung des Terrorismus angesehen, sondern als Widerstand gegen Völkermord und als Unterstützung des US-amerikanischen Wertes der Selbstbestimmung. In militärischen und diplomatischen Beziehungen halten sich die Iraner an seit langem etablierte globale Standards hinsichtlich der Erwartungen an Diplomatie und militärisches Engagement. Viele Iraner können und wollen bereitwillig zugeben, dass ihr System bei weitem nicht perfekt ist, und viele lehnen die derzeitigen Führer ab – genau wie in jedem anderen Land auch.

Sicherlich weltweit, aber auch im Inland hat sich das Bild von den USA von dem einer wohlwollenden Wirtschaftssupermacht zu dem eines böswilligen, despotischen Imperiums gewandelt. Dieser grundlegende negative Wandel in der Wahrnehmung der USA beruht auf den Erfahrungen in Vietnam und Afghanistan, hinzu kommt die Sinnlosigkeit des aktuellen Krieges gegen den Iran – der Angriff auf den Gegner während der Verhandlungen, die Tötung des obersten religiösen Führers des Iran und die gezielten Angriffe auf unschuldige Zivilisten. Zur Schau gestellt werden eine arrogante Unfähigkeit in Strategie und Taktik sowie ein völliger Mangel an Diplomatie, Einsatzregeln und jeglicher Rücksichtnahme auf die US-Verbündeten – mit Ausnahme Israels. All dies verstärkt den Eindruck in den USA, dass es der gesamten politischen Klasse an Charakter und Moral mangelt und sie als Verwalter des öffentlichen Raums nicht vertrauenswürdig ist.

Öl ins Feuer gegossen haben verbale Angriffe auf die Souveränität Kanadas und Grönlands, die illegale Festnahme des venezolanischen Präsidenten Maduro sowie die zunehmend bedrohliche Haltung der USA gegenüber Kuba. Das sind die Worte und Taten eines verwöhnten, despotischen Herrschers, nicht eines großen, starken und einladenden Landes des Friedens, der Harmonie und der offenen Türen, das die USA immer vorgeben zu sein.

Das Problem ist weder neu noch auf die Vereinigten Staaten beschränkt. Man kann den Abwärtstrend nicht durch einen Personalwechsel in Washington, D.C. umkehren, sondern nur durch einen umfassenden ideologischen Wandel hin zu einem begrenzten, schlanken Staat und einer soliden Währung. Die Geschichte hat gezeigt, dass das Problem des Imperiums uralt ist und einem bekannten Muster folgt. Im Allgemeinen wird ein einst strahlender Stern auf der Weltkarte im Ausland immer aggressiver und expansionistischer und im Inland immer despotischer und zwanghafter, bis er sich von selbst auflöst und verschwindet.

Die mittelalterlichen Scholastiker haben uns gewarnt, und Alexis de Tocqueville hat uns erklärt, dass sich Despotismus nicht unbedingt in Form einer Militärdiktatur offenbaren muss. Es könnte sich um den „sanften Despotismus“ eines nicht rechenschaftspflichtigen Verwaltungsstaates handeln.

Vordenker der „Old Right“ wie Senator Robert Taft, Russell Kirk und Pat Buchanan haben gewarnt. Auch von der Linken warnten uns Noam Chomsky, Chalmers Johnson, Glenn Greenwald und Gore Vidal – jedoch ohne Erfolg. Libertäre Denker wie F. A. Hayek, bekannt durch „Der Weg in die Knechtschaft“, sowie der Kongressabgeordnete Dr. Ron Paul und Llewellyn Rockwell haben sich am lautesten und eindringlichsten gegen das Imperium ausgesprochen.

Was die Erkenntnis betrifft, dass das Imperium keine Kleider trägt, ist eine der wichtigsten positiven Feststellungen, dass viele US-Amerikaner zunehmend mit Ausländern in Kontakt gekommen sind, dass wir andere Länder besucht haben und dass wir Freunde und Bekannte in anderen Ländern auf Facebook und anderswo haben. Die USA hegen nicht mehr die alte Angst und das Misstrauen gegenüber Nicht-US-Amerikanern, die einst herrschten – abgesehen von der gezielten Massenmigration seitens der US-amerikanischen und europäischen Regierungen -, und die Menschen erkennen die Gemeinsamkeiten und Unterschiede aus globaler Perspektive. Vor allem viele jüngere Erwachsene haben keinerlei Absicht, gegen Menschen in anderen Ländern in den Krieg zu ziehen. Das ist ein riesiger Schritt hin zu einer besseren Welt, da Krieg die mit Abstand zerstörerischste Auswirkung auf die Gesellschaft hat.

Tatsächlich ist der wichtigste Bestandteil einer erfolgreichen sozialen und politischen Reform, dass die breite Bevölkerung das Problem versteht. Dann müssen die Menschen die richtigen Wege zur Reform der Gesellschaft verstehen und den richtigen ideologischen Wandel vollziehen. Die Menschen müssen die Schwierigkeiten und Herausforderungen akzeptieren, die mit der Verwirklichung einer wirklich vorteilhaften Reform verbunden sind, und den Charakter sowie die Überzeugung besitzen, diesen Prozess durchzustehen und sich durchzukämpfen.

Die allgemeine Leitlinie für eine erfolgreiche Reform lautet, dass es sich um einen Bottom-up-Prozess handeln muss und nicht um einen von oben nach unten gerichteten, von Einzelpersonen getriebenen Prozess. Das allgemeine Ziel besteht darin, dass Staaten klein sein müssen – je kleiner, desto besser – und auf den Neigungen und der Unterstützung der lokalen Gemeinschaft beruhen müssen. Selbstbestimmung bis hinunter zum Einzelnen muss das Ziel sein, verbunden mit dem offenen Bekenntnis, dass Staaten keine eigene, vom Volk unabhängige Mission haben sollten – ganz im Sinne unserer Unabhängigkeitserklärung: weder Sicherheit, noch Gleichheit, noch die Größe des Staates.

Vor allem muss die Reform die Befugnisse der Regierung reduzieren, schwächen und begrenzen, und sie muss die „unveräußerlichen“ Naturrechte des Einzelnen verankern, innerhalb eines rechtsstaatlichen Rahmens zu tun, was ihm beliebt. Die Geschichte hat gezeigt, dass gewaltsame Revolutionen und Bürgerkriege Leben, Freiheit und Eigentum schaden und nicht unbedingt die Gesellschaft oder die menschliche Freiheit verbessern.

Quellen:
The Empire Has No Clothes
Public Trust in Government: 1958-2025
Comparing how Americans and others around the world view the United States’ global role
Democracy Perception Index 2026

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