Trump vs. Federal Reserve: Wer wird der Schuldige sein, wenn die Märkte zusammenbrechen?

Leider ist es so, dass Geschichte nicht nur die Geschichte der Sieger ist. Nein, sie wird auch sonst meist verklärt dargestellt. Jeder, der ehrlich und objektiv gerade auf die jüngere Geschichte blickt, kommt nicht umhin zu realisieren, dass das meiste, was uns vom Mainstream erzählt wird, nicht der Wahrheit entspricht. Wir lernen, dass vieles in der “Geschichte” gefärbt und mit Halbwahrheiten gespickt ist. Das heißt, was wir zu wissen glauben, ist tatsächlich maximal Halbwissen und sind oft sogar reine Lügen.

Unglücklicherweise können diese Lügen sehr komplex sein. Bis zu dem Punkt, an dem selbst viele alternative Forscher auf ihre eigenen Vorurteile hereinfallen und den Weg der Realität verlassen. Natürlich wollen Propaganda und auch die von mir mehrfach beschriebene 4. Generation der Kriegsführung genau das erreichen. Sie sind die Filter, die die Wahrheitssuchenden überwinden und umgehen müssen. Diejenigen, die diese Filter erkennen und umgehen, haben die größeren Chancen das große Bild zu erkennen. Aber selbst dann gibt es nur wenig, die dies mit diesen neuen Erkenntnissen erreichen können.

Komplizierte propagandistische Narrative haben gewöhnlich ihre Wurzeln in archetypischen Memen, die mit der “Gedankenwelt” eines Durchschnittsmenschen in Resonanz sind. Wir müssen daher historische Ereignisse, die im Mainstream transportiert werden, mehr als ein Drehbuch verstehen, das einem bestimmten Muster folgt. Und dass die Intention der Menschen, die dieses Drehbuch geschrieben haben, die ist, dass die Öffentlichkeit als Publikum mit geringer Aufmerksamkeitsspanne agiert. Der Sinn unseres Daseins scheint nur noch darin zu liegen, dass wir solange mit unserer Arbeitsleistung den Schmierstoff erschaffen, den die Maschine (aka das System) benötigt, bis wir und unsere Arbeitsleistung nicht mehr gebraucht werden.

Kabuki - Bildquelle: Wikipedia / Torii Tadakiyo (Hasegawa Kanbee XIV); gemeinfrei

Kabuki – Bildquelle: Wikipedia / Torii Tadakiyo (Hasegawa Kanbee XIV); gemeinfrei

In unserer heutigen Welt gibt es zahlreiche Schauspieler, die ihre Rolle in diesem Kabuki-Theater spielen und mit ihrem Spiel die Massen emotional manipulieren. Diese Schauspieler spielen die Rollen von Politikern und Staatslenkern. Sie sind Bankenmogule und Unternehmenschefs. Sie sind die medialen Torwächter und gesteuerte Prominente. Immer dann, wenn eine Person scheinbar aus einer Position der Macht heraus handelt, dann sind solche Menschen selten das, was sie vorgeben zu sein.

Ich habe diese schwierige Einleitung für diesen heutigen Artikel gezielt so gewählt, weil viele Kritiker behaupten, dass diese Dinge doch offensichtlich sind (Stichwort Politdarsteller). Und doch fallen auch sie immer wieder auf dieses Kabuki-Theater herein. Ich habe diese Einleitung auch gewählt, weil das Thema dieses Artikels, das perfekte Beispiel für das Narrativ der 4. Generation der Kriegsführung und wie sie eingesetzt wird ist. Die letzte Eskalation, die ich als Kampf zwischen der Trump-Administration und der Federal Reserve ansehe und interpretiere, wird nämlich im Mainstream und auch von vielen alternativen Medien vollkommen anders bewertet als ich es tue.

Ich habe in zahlreichen Artikeln die dubiose Vergangenheit und die Verbindungen von Donald Trump heraus gearbeitet. Daher nur in wenigen Worten: Trump ist seit mindestens 25 Jahren engstens mit den Internationalisten/Globalisten/Eliten (IGE) und ihren Geldschöpfern bzw. Denkfabriken verbunden. Er hat in den vergangenen zwei Jahren sein Kabinett genau mit solchen Menschen ausgestattet, die diesen Gruppierungen zu zu rechnen sind.

Um den Ernst dieses Problems zu verdeutlichen, sei auf Wilbur Ross, dem Rothschild-Banker verwiesen, der Donald Trump bei seinem Taj Mahal-Casino-Desaster das finanzielle Überleben sicherte. Ross ist heute Handelsminister unter Trump. Zufall?

Larry Kudlow, Vorsitzender des Nationalen Wirtschaftsrats und ein Berater Trumps, ist ein ehemaliger Ökonom der New Yorker Federal Reserve. Steven Mnuchin, der US-Finanzminister, war ein wichtiger Mitarbeiter bei Goldman Sachs.

Während der US-Wahlen 2016 setzte Trump auf eine martialische Rhetorik, die sich gegen die Banker und deren Machtübernahme in Washington richtete. Jetzt ist er der engste Freund und Verbündete jener Kreise, die in den Augen konservativ Denkender vertrauensunwürdig und mit äußerster Vorsicht zu genießen sind. Einige aus Trumps-Administration wurde zwischenzeitlich ausgetauscht und durch noch mehr Banker ersetzt. Schon immer treiben sich zahlreiche Eliten des Finanzsystems in den Korridoren der Macht (nicht nur im Weißen Haus) herum. Und die meisten von ihnen stehen in Verbindung zu Organisationen, die eine bestimmte globalistische Mission verfolgen.

Diese Tatsache sollte verdeutlichen, dass, wenn Trump in seinen Reden “gegen die Banker ins Feld zieht”, er nur heiße Luft produziert; ein Teil des Kabuki-Theaters ist. Wenn man die letzten Schlagzeilen liest, in denen Trump die Fed als “verrückt” bezeichnet und sie für den kürzlichen Oktober-Einbruch an den Aktienmärkten verantwortlich macht, dann muss ich sagen, dass dies nur noch mehr vom Kabuki-Theater ist. Jedoch mit einem bestimmten Zweck versehen.

Im Februar 2017 verfasste ich den Artikel Trump vs. Federal Reserve: Lasset den Kampf beginnen. Darin zeigte ich auf, dass ein Konflikt zwischen Trump und der US-Notenbank, den IGE in ihrem Ziel den US-Dollar als Weltreservewährung zu entthronen, helfen würde. So dass der Fall des US-Dollars als eine zufällige Katastrophe aufgrund eines politischen Chaos daher kommen kann und nicht als geplantes IGE-Ereignis. Ein Ereignis, dass den Weg für ein Eineweltwährungssystem frei machen würde, welches die IGE gerne als “globalen Neuanfang” bezeichnen.

Im Artikel Trump vs. Federal Reserve: Die USA als Opfergabe auf dem Altar der Neuen Weltordnung vom 27. Juli diesen Jahres sagte ich zudem voraus, dass es zu einem inszenierten Kampf zwischen Trump und der Fed kommen würde.

Alles hat den Anschein als hätte dieser Kampf jetzt begonnen.

Die Tatsache, dass die Mainstreamfinanzpresse aufgrund eines Einbruchs von einigen Tausend Punkten beim Dow Jones plötzlich den Panikmodus aktiviert hat, sollte uns zu Denken geben. Zuvor waren solche Einbrüche nur “Korrekturen” wegen derer man sich keine Sorgen machen müssen. Jetzt schreiben Bloomberg und Co. von einer Krise.

Bereits in der Vergangenheit schrieb ich, dass der Mainstream und die Zentralbanken die Bevölkerungen nicht weit im Vorfeld einer möglichen Krise warnen. Sie warnen die Menschen erst wenige Wochen oder ein paar Monate im Voraus, bevor es zu einer Krise kommt: viel zu spät für den einfachen Bürger sich dann noch intensiv darauf vorbereiten zu können. Der plötzliche Wechsel in der Berichterstattung des Mainstreams lässt für mich nur einen Schluss zu: der nächste Prozessschritt, der seit 2008 anhaltenden Krise, ist gestartet worden.

Federal Reserve - Bildquelle: Wikipedia / Dan Smith

Federal Reserve – Bildquelle: Wikipedia / Dan Smith

Für die IGE ist dies eine prekäre Zeit. Wenn ein Crash in einem Narrativvakuum eintritt, dann wird die Öffentlichkeit die Schuld dafür dem offensichtlichsten Auslöser geben. Den Zentralbanken und internationalen Banken. Sie sind die offensichtlichsten Täter, weil sie im Wesentlichen in jüngerer Vergangenheit ihre Sabotage der Wirtschaft eingestanden haben:

Ben Bernanke bestätigte, dass die Fed für die Große Depression verantwortlich zeichnete. Alan Greenspan gab zu, dass die Fed die Blasen der 1990er und die Derivateblase von 2008 erschaffen hat. Und 2012 warnte der jetzige Fed-Chef, Jerome Powell davor, dass, sollte die Fed beschließen die Zinsen zu erhöhen und die Bilanz zu reduzieren, die von Stimulimaßnahmen abhängigen Märkte zusammenbrechen würden. Heute führt er genau jene Politik aus, vor der er 2012 warnte.

Das Problem dabei ist einmal mehr das falsche Narrativ, das transportiert wird. Die Zentralbanker geben zu, das sie eine wichtige Rolle bei diesen historischen Zusammenbrüchen gespielt haben, aber sie geben vor, dass sie sich der großen Gefahren zu jener Zeit nicht bewusst gewesen seien. Sie nutzen sogar Sündenböcke, um die öffentliche Aufmerksamkeit von ihren Aktivitäten abzulenken.

Bzgl. der Großen Depression bestätigte Bernanke, dass die Straffungsmaßnahmen der Fed die Folgen für und den Horror einer bereits schwächelnden Wirtschaft verlängerte und verstärkte. Trotzdem ist nach wie vor die offizielle Position der Fed, dass der Goldstandard die Schuld an der Großen Depression trägt. Bzgl. der Derivateblase gibt die Fed einen “Mangel an Voraussicht” zu, aber macht immer noch die “Deregulierung” als Hauptursache des Crash von 2008 aus. Für den jetzt einsetzenden ökonomischen Einbruch in 2018 haben sie bereits einen neuen Sündenbock auserkoren: einen Sündenbock, der ihnen sogar mit seinem Tun hilft, Donald Trump.

Bereits im März diesen Jahres wies ich darauf hin, dass die Präsidentschaft Trumps seltsame Ähnlichkeiten mit einem anderen republikanischen US-Präsidenten hat. Mit der von Herbert Hoover kurz vor dem Crash von 1929. Trump hat genauso wie Hoover massive Steuersenkungen eingeführt, Infrastrukturprogramme gestartet und Strafzölle eingeführt. Alles im Hinblick auf eine instabile Wirtschaft hinauslaufend. Und ähnlich wie zu Beginn der Großen Depression erhöht die Fed die Zinsen, während die US-Wirtschaft immer mehr schwächelt.

Trump bietet die perfekte Deckung für die IGE und ihre Banker, um dem System den Stecker zu ziehen und eine zehn Jahre andauernde Blase an den Aktien- und Anleihemärkten zum Platzen zu bringen. Sein Handelskrieg kann auf verschiedenste Weise genutzt werden, um die Verantwortung von den Zentralbanken und ihrem bewussten Sabotieren der Märkte auf andere zu lenken. Die Tatsache, dass Trump sich in den letzten zwei Jahren bereitwillig den Verdienst für epische Aktienmarktgewinne angeheftet hat, hilft der Federal Reserve ebenfalls sehr.

Während seines Wahlkampfs warnte Trump, dass die Aktienmärkte eine “große Blase” sind, die von der Fed durch die Manipulation der Zinsen künstlich geschaffen wurde. Jetzt attackiert Trump die Fed und bezeichnet sie als “verrückt”, weil sie die Zinsen erhöht und der gleichen Blase die Luft ablässt. Trump spielt eine ganz besondere Rolle im Drehbuch der IGE: die des tobenden Schurken, der zuviel Hybris in sich trägt und alles zerstört.

The Economist Cover - Bildquelle: Socio-Economics History Blog

The Economist Cover – Bildquelle: Socio-Economics History Blog

Wenn sich der Konflikt zwischen der Fed und dem Weißen Haus fortsetzen sollte, dann bekommen die Konservativen das Ergebnis, das sie schon immer wollten, aber mit vielen, vielen Konsequenzen versehen. Geht diese Farce weiter, dann ist davon auszugehen, dass die Investitionen aus dem Ausland in US-Staatspapiere und in den US-Dollar weiter einbrechen werden. Vor zehn Jahren hätte ein Audit oder eine Schließung der Federal Reserve Amerikas Kurs noch positiv beeinflussen können. Heute dagegen, denke ich, WOLLEN die IGE die Fed und den US-Dollar opfern. Warum? Weil wie im Economist 1988 im Artikel zu einer globalen Währung, deren Beginn im Jahr 2018 starten soll, geschrieben wurde, erst der US-Dollar in seiner Bedeutung fallen muss, bevor ein neues Währungssystem unter der Leitung des IWF implementiert werden kann.

Die Fed ist nichts weiter als ein Teil eines Franchiseunternehmens. Und wenn dessen Schließung den IGE Profite und am langen Ende ein Mehr an Macht bringt, dann werden sie genau das tun. Der IWF und die BIZ stehen als “globale Fed” in den Startlöchern und das Spiel ändert sich gerade dramatisch unter unser aller Augen.

Trumps geskriptete Torheiten bereiten nicht nur die Bühne für einen Marktcrash, für den er und die konservativen Kräfte die Verantwortung statt der Banker tragen sollen, sondern auch für das Ende des US-Dollars. Trumps Faustkampf mit der Fed ist für die globalistischen Ziele eines ökonomischen Neuanfangs und eines neuen Währungssystems nur von Vorteil. Er ist nicht Teil eines heroischen Kampfes der Republikaner. Um die ursprüngliche Frage zu beantworten, wer für die kommende Katastrophe verantwortlich ist: sowohl die Fed als auch Trump sind die Täter, weil beide ihren Part im gleichen falschen Narrativ spielen.

Quellen:
Trump vs. The Fed: When Markets Crash, Who Is To Blame?
Wilbur Ross, Senior managing director, Rothschild NewYork
Getting Donald Out Of Debt: The 25-Year-Old Ties That Bind Trump and Wilbur Ross
Trump says the Federal Reserve has ‘gone crazy’ by continuing to raise interest rates
Trump vs. Federal Reserve: Lasset den Kampf beginnen
Trump vs. Federal Reserve: Die USA als Opfergabe auf dem Altar der Neuen Weltordnung
The Next Financial Crisis Is Staring Us in the Face
Ben Bernanke – On Milton Friedman’s Ninetieth Birthday
Greenspan Concedes That the Fed Failed to Gauge the Bubble
Meeting of the Federal Open Market Committee on October 23–24, 2012
Trump Trade Wars A Perfect Smokescreen For A Market Crash
Donald Trump on the stock market: ‘It’s all a big bubble’
Flashback 1988: “Get Ready For A World Currency by 2018″ – The Economist Magazine!


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