USA: Ausländische Zentralbanken verkaufen in US-Dollar lautende Papiere

In den letzten Tagen hatten die Amtseinführung Donald Trumps bzw. die kurz danach stattgefundenen Proteste gegen seine Präsidentschaft weltweit die Schlagzeilen beherrscht. Fast unbemerkt ist in diesen Wochen aber auch etwas Anderes, Einschneidendes geschehen. In bislang nicht gekanntem Ausmass wurden von verschiedenen Seiten Bestände an US-Papieren auf den Markt geworfen, was zu einem Anstieg der Renditen bei den US-Treasuries geführt hat.

Für die USA als Land, das auf steten und gesicherten Mittelzufluss aus anderen Ländern angewiesen ist, um seinen Lebensstandard aufrecht erhalten zu können, ein ernsthaftes Problem. Wie auch die anderen westlichen Staaten benötigen die USA eigentlich niedrige Zinsen, um nicht vollständig unter der Schuldenlast zusammen zu brechen. Es gibt Berechnungen, die zeigen, dass ein Zinssatz von 5% (was nicht einmal dem durchschnittlichen langfristigen Zinssatz entspricht) Washington vor das Problem stellt, jedes Jahr ca. 1 Billionen US-Dollar nur an Zinsen aufbringen zu müssen. Eine schier unfassbare und vor allem nicht einmal ansatzweise tragbare Zahl. Sollten der US-Dollar bzw. die US-Schulden weiter unter Druck geraten und die Renditen der US-Papiere weiterhin steigen, dann kommen auf uns alle wahrlich interessante Zeiten zu.

Barack Obama - Bildquelle: Wikipedia / Official White House Photo by Pete Souza

Barack Obama – Bildquelle: Wikipedia / Official White House Photo by Pete Souza

Der Ex-Präsident Barack Obama hat in seiner achtjährigen Amtszeit die Staatsschulden verdoppelt – auf nunmehr 19,9 Billionen US-Dollar und das sind nur die offiziellen Zahlen ohne Pensionsverpflichtungen oder ähnlichem. 9,3 Billionen US-Dollar hat Obama „aufgesattelt“, was etwas mehr als 100 Millionen US-Dollar in jeder Stunde seiner Amtszeit entspricht. In seinen acht Jahren hat Obama fast soviel Schulden gemacht, wie alle seine Vorgänger vor ihm. Jeder US-Amerikaner, der einer Vollbeschäftigung im Dezember 2016 nachging, muss also 75.129 US-Dollar Schulden tragen – zuzüglich seiner eigenen, privaten.

Während die Lobhudeleien für Obama in der Hochleistungspresse jedwede Kritik aussparen und kein Wort darüber verloren wird, dass er beispielsweise an jedem Tag seiner Amtszeit Krieg geführt hat, sind es gerade diese astronomischen Schulden, die seinen Nachfolger und den US-Amerikanern wie ein Bumerang treffen könnten. Ich schreibe hier bewusst „könnten“, denn sollten die anderen Staaten auf der Welt weiterhin bereit sein die Schulden der USA aufzukaufen, ändert sich zuerst einmal nichts. Aber sollte hier ein Umdenken – auch wegen des neuen Präsidenten Trump – stattfinden, dann sieht es gänzlich anders aus. Und offensichtlich passiert genau gerade das. Zerohedge berichtet, dass Nicht-US-Zentralbanken im vergangenen Jahr allein Papiere im Wert von 400 Millionen US-Dollar verkauft haben, was einem Rekordverkauf innerhalb eines Jahres entspricht:

Die groß angelegte Liquidation von US-Staatsanleihen setzte sich im November fort, als im November nach den gerade veröffentlichten TIC-Daten die ausländischen Zentralbanken [im Jahr] 2016 weitere 936 Millionen US-Dollar an US-Papieren verkauften, was bezogen auf den Ankauf von 892 Millionen US-Dollar vor einem Jahr bedeutet, dass in den letzten 12 Monaten, die im November endete, die ausländischen Zentralbanken jetzt ein neues Allzeithoch von 405 Millionen US-Dollar in den vergangenen 12 Monaten verkauft haben, [nochmals] den Rekord von 403 Millionen US-Dollar bei den LTM-Verkäufen vor einem Monat übertreffend.

(The wholesale liquidation of US Treasuries continued in November, when according to the just released TIC data, foreign central banks sold another $936 million in US paper in November 2016, which due to an offset of $892 million in buying one year ago, means that for the 12 month period ended November, foreign central banks have now sold a new all time high of $405 million in the past 12 months, up from a record $403 million in LTM sales as of one month ago.)

405 Millionen mögen nicht viel erscheinen, aber es geht darum, dass die Zentralbanken anstatt zu kaufen, ihre US-Papiere verkauft haben. Eine Umkehrung, die es nur ganz selten gab und wenn, dann nicht in diesem Ausmass.

Weil gleichzeitig die Renditen der US-Treasuries am Steigen sind, entsteht ein zusätzlicher Druck auf den US-Dollar:

Wie wir bereits vor einem Monat hervorgehoben haben, zeigt sich, dass sowohl die ausländischen Zentralbanken, die Staatsfonds, die Reservemanager, als auch praktisch jede andere offizielle Institution im Besitz von US-Papieren ihre Bestände in einem beunruhigenden Tempo auflösen, etwas, das in Anbetracht des jüngsten Anstiegs der Renditen auf ein Zweijahreshoch ein umsichtiger Schritt gewesen zu sein scheint.

In einigen Fällen, wie bei China, geschieht dies, um den Abwertungsdruck [des Yuan] zu kompensieren; in anderen, wie bei Saudi-Arabien und anderen erdölexportierenden Nationen, geschieht dies, um die erforderlichen Mittel bereitzustellen, um den Rückgang des Petrodollars zu kompensieren und das steigende Haushaltsdefizit des Landes zu stoppen. In allen Fällen kann es zu Bedenken bzgl. eines Spikes bei den künftigen Schulden-Emission von den USA kommen, vor allem jetzt unter der pro-fiskalischen Stimulierung der Trump Administration.

(As we pointed out one month ago, what has become increasingly obvious is that both foreign central banks, sovereign wealth funds, reserve managers, and virtually every other official institution in possession of US paper, is liquidating their holdings at a disturbing pace, something which in light of the recent surge in yields to over 2 year highs, appears to have been a prudent move.

In some cases, like China, this is to offset devaluation pressure; in others such as Saudi Arabia and other petroleum exporting nations, it is to provide the funds needed to offset the drop in the petrodollar, and to backstop the country’s soaring budget deficit. In all cases, it may suggest concerns about a spike in future debt issuance by the US, especially now under the pro-fiscal stimulus Trump administration.)

Im Grunde genommen kann Donald Trump nur weiter Schulden machen, wenn er die USA „am Leben erhalten“ will. Wenn nicht mittels externer, sprich ausländischer Kreditgeber, dann durch die eigene Notenpresse. Unser Schuldgeldsystem gauckelt uns tagtäglich vor, dass alles okay sei. Nur die wenigsten Menschen begreifen, dass wir in den letzten Jahren nur durch massive Verschuldung das System am Laufen gehalten haben und wir ohne diese Maßnahmen längst in eine wirtschaftliche Depression gefallen wären.

Es wird sich in den nächsten Wochen bzw. wenigen Monaten zeigen, ob der US-Dollar weiter an Stärke einbüssen muss. Ich gehe nach wie vor davon aus, dass der US-Dollar seinen Weltleit- und -reservewährungsstatus verlieren soll (vgl. hierzu auch die Thematik der Sonderziehungsrechte des IWF). Und die jetzt aufkommenden Meldungen entsprechen genau dem von mir vorausgesehenen medialen Narrativ, eines schwächer werdenden US-Dollars und der Abkehr von einer überschwenglich positiven Wirtschaftsberichterstattung in den Medien.

Quellen:
FOREIGNERS ARE DUMPING U.S. DEBT AT A RECORD PACE AND OUR $20 TRILLION NATIONAL DEBT IS POISED TO BECOME A MAJOR CRISIS
It’s Finally Morning Again In America, And A New Day For Our Country Starts NOW
The End Of The Obama World Order
Foreign Central Banks Liquidate Record $405 Billion In US Treasuries As China Sells Most US Paper Since 2011
China Dumps Treasuries: Foreign Central Banks Liquidate A Record $403 Billion In US Paper
Obama Leaves U.S.A $9,335,000,000,000 Deeper in Debt
The Shocking Truth About How Barack Obama Was Able To Prop Up The U.S. Economy


Ein Artikel bildet zwangsweise die Meinung eines Einzelnen ab. In Zeiten der Propaganda und Gegenpropaganda ist es daher umso wichtiger sich mit allen Informationen kritisch auseinander zu setzen. Dies gilt auch für die hier aufbereiteten Artikel, die nach besten Wissen und Gewissen verfasst sind. Um die Nachvollziehbarkeit der Informationen zu gewährleisten, werden alle Quellen, die in den Artikeln verwendet werden, am Ende aufgeführt. Es ist jeder eingeladen diese zu besuchen und sich ein eigenes Bild mit anderen Schlussfolgerungen zu machen.
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25 Kommentare bei “USA: Ausländische Zentralbanken verkaufen in US-Dollar lautende Papiere

  1. dixie cup
    24. Januar 2017 um 10:40

    Lieber konjunktion,

    drei kurze Fragen zur Klarstellung:

    -) gehst Du tatsächlich von einen schwächer werdenden USD oder gehst Du lediglich von dem „NARRATIV (also der „Story“) eines schwächer werdenden USD“ aus (was dann de facto das Gegenteil implizieren würde)?

    -) wie ordnest Du hier Deine Vorhersage einer beginnenden Phase der Zinserhöhungen (FED) ein, als Vorbereitung zum angeblichen Systemcrash, der Trump in die Schuhe geschoben werden soll? verschiedene Artikel am Jahresende 2016…

    -) wie erklärst Du Deine beiden Vorhersagen a) steigende Zinsen und b) fallender USD?

    Das passt von den Wirkungszusammenhängen nicht zusammen. Währungen, die tendenziell steigende Zinsen aufweisen, werden schrittweise stärker nachgefragt und damit steigt deren Kurs gegenüber Drittwährungen.

    VG, dixie cup

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    • Konjunktion
      Konjunktion
      25. Januar 2017 um 12:00

      Hallo dixie cup,

      bitte entschuldige meine verspätete Antwort – viel zu tun ;o)

      Letztlich geht es mir vornehmlich darum aufzuzeigen, dass der US-Dollar in den Medien seiner Stärke beraubt werden wird. Ich hatte mal von den drei Säulen gesprochen, die das Finanzsystem v.a. in den USA am Leben erhalten haben und dass diese im Zuge der Vorbereitung zu einem Crashes peu a peu entfernt werden. Der US-Dollar stellt dabei die letzte verblieben Säule dar, die quasi „fallen muss“. Wird der US-Dollar medial „geschwächt“, dürfte dann auch eine echte Schwächung die logische Folge sein.

      Die von der Fed in Aussicht gestellten Zinserhöhungen passen soweit für mich ins Bild, dass durch die höheren Zinsen ein Mittelzufluss in Richtung USA erfolgen wird, da dort einfach die besseren Renditen zu erwirtschaften sind. Jedoch werden auch die Zinsen für neue Schulden damit teurer, was sich die USA de facto nicht leisten kann. Was wiederum dazu führen kann (und dann wohl auch wird), dass die Kreditwürdigkeit (aka Bereitschaft anderer den USA Kredite abzukaufen sinken lässt, wie der Artikel evrsucht zu zeigen). Zu den Folgen für die Realwirtschaft will ich an dieser Stelle gar nichts schreiben. Wenn dann die Folgen für die USA auch in den Medien ankommen, wird man schnell auf das Narrativ zurückfallen, dass die USA „einen schwächeren US-Dollar zum Überleben brauchen“. Und hier schließt sich dann für mich der Kreis zu oben. Ob dann die Fed etwaige bereits vorgenommene Zinserhöhungen wideer zurücknimmt, sehe ich angesichts ihrer Geschichte eher als unwahrscheinlich an.

      VG, Konjunktion

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  2. fufu
    24. Januar 2017 um 12:39

    Der Yuan ist an den Dollar gekoppelt. Es sind Stuetzungsmassnahmen fuer den Yuan aufgrund des Kapitalabflusses, nichts anderes.

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  3. fufu
    24. Januar 2017 um 14:04
  4. Gustavo Woltmann
    24. Januar 2017 um 14:28

    Danke für diesen Artikel. Ja, davon hört man in der Presse tatsächlich nichts, dass Obama die Schulden verdoppelt hat. Interessanterweise ist das von den Republikanern, denen die Zahlen bekannt sein dürften, auch nicht im Wahlkampf aufgegriffen worden. Vielleicht liegt den Amerikanern Schulden machen im Blut. Ganz im Gegensatz zu Schäuble, der bei Überschüssen ja lieber Schulden senkt, als zu investieren.

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    • Texmex
      25. Januar 2017 um 02:52

      Schaeuble kann keine Schulden senken! Dass ist in dem Konstrukt nicht vorgesehen. Er kann irgendwas faseln – aber nichts tun! Das weiss er genau – auch wenn er ab und zu zu diesem Thema ein paar Maerchen erzaehlt. Die Tatsache, dass weltweit keine Chance besteht, die Zinsen auf das ausstehende Kapital zu erwirtschaften, laesst die Glaeubiger um jeden Zinsbetrag hartnaeckigst kaempfen, auch wenn sie diese nicht verkonsumieren koennen! Paradox!!!
      Er koennte ja mal anfangen, nur die Hauptglaeubiger der BRiD-GmbH zu nennen! Traut er sich nicht!!! Er weiss warum!!!!!

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      • Argonautiker
        25. Januar 2017 um 07:21

        Gute Idee ! Die Hauptgläubiger nennen !

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      • fufu
        25. Januar 2017 um 09:05

        Und immer wieder das Zinsmaerchen. Die Zinsen fuer Schulden der Staaten liegen im Mittel bei 5 – 10 Prozent der Staatseinnahmen.

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        • Texmex
          25. Januar 2017 um 19:58

          @ fufu
          DAS stimmt bei weitem nicht.
          In keinem der „G8 -Staaten“ gibt es detaillierte (offizielle) Aufstellungen der Verschuldung der Wirtschaftssubjekte – geschweige denn der sogenannten „Staaten“.
          Also gibt es auch keine Angaben über die Zinsen. Ebenfalls offiziell.

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          • fufu
            25. Januar 2017 um 21:16

            @Texmex

            Es gibt eine Unmenge Daten im Netz, hier fuer USA die wesentlichen Staatsausgaben fuer Militaer, Pensionen, Soziales … nur 6 Prozent fuer Zinsen

            http://www.usgovernmentspending.com/

            oder fuer Europa

            http://www.haushaltssteuerung.de/staatsverschuldung-europa-ranking.html

            usw. usw. auch von der EZB, Weltbank oder FED.

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  5. Giscours
    24. Januar 2017 um 15:19

    PS: @Konjunktion

    Breaking News – vor wenigen Minuten:

    Gabriel verzichtet auf Kanzlerkandidatur…. !

    https://www.welt.de/politik/deutschland/article161465540/Gabriel-verzichtet-auf-die-Kanzlerkandidatur.html

    Somit, alles verläuft nach Plan… die Gründe habe ich hinlänglich in unserem letzten Dialog benannt.

    Feuer Frei für Olaf Scholz… wie beschrieben.

    Jetzt noch ein prophezeiter Großanschlag in der Türkei, dieses Jahr und wir werden eine neue Ebene im Plan erreichen.

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    • Konjunktion
      Konjunktion
      24. Januar 2017 um 15:52

      Hallo Giscours,

      leider nur wenig Zeit, deswegen nur ein kurzer Link:
      http://www.spiegel.de/politik/deutschland/sigmar-gabriel-spd-chef-verzichtet-auf-kanzlerkandidatur-a-1131503.html

      Wie es ausschaut soll es Martin Schulz machen – nicht Olaf Scholz. Aber das kann sich bekanntlicherweise ja noch bis Sonntag ändern ;o)

      VG, Konjunktion

          Zitieren  

      • Giscours
        24. Januar 2017 um 16:24

        ja, eben 😉 zumindest die 3 Anfangsbuchstaben habe ich dann schon mal „erraten“ ;-). Tippe aber immer noch auf Scholz. Schulz ist verbrannte EU Erde. Sehe in ihm keine Chance zur Kanzlerschaft. Ob die Genossen das anders sehen?

        Hätte man ihn weiter haben wollen, wäre er doch in der EU Spitze verblieben – worden. So meine Sicht.

        Ich denke intern kämpfen eben wie immer 2 Lager in der SPD. Der linke und der rechte Flügel. Scholz steht weiter rechts wie Schulz und wäre aus strategsicher Sicht die wirklich logische Wahl, näher an die CDU anzudocken. Er ist vollkommen unverbraucht UND hat ein brillantes Wahlergebnis in Hamburg auf seiner Vita.

        In diesen 2 Lagern sehe ich aktuell noch die Diskussion um Schulz oder eine andere Personalie aka Scholz. Wir werden sehen, WEN die wahren Puppenspieler hinter den Vorhängen denn wirklich haben wollen. Die haben sicher auch noch etwas beizutragen. Ende der Woche sind wir schlauer.

        Das Problem an Spitzenämtern ist doch, dass fast niemand von diesen Herrschaften eine reine Weste hat. Diese schwarzen Flecken sind ja quasi schon ein „must have“, um in höhere Weihen zu kommen – dann bleibt man lenk- und somit erpressbar.

        „In der Politik geschieht nichts durch Zufall. Wenn etwas geschah, kann man sich sicher sein, dass es so geplant war!“

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  6. Giscours
    24. Januar 2017 um 16:40

    Die Medien schießen sich aktuell mit einer äußersten Vehemenz auf Bier- und Weinfreund Schulz ein.

    Überschrift allerorts: Schulz als Nachfolger. Danach, „Gabriel schlägt ihn vor…“. Bin gespannt 😉

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    • Konjunktion
      Konjunktion
      25. Januar 2017 um 22:36

      Hallo Giscours,

      sieh Dir das mal an. Sehr interessant, was Häring da schon im November zu Gabriel, Schulz und die Kanzlerkandidatur geschrieben hat:
      http://norberthaering.de/de/27-german/news/715-atlantic-council

      VG, Konjunktion

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  7. 24. Januar 2017 um 17:00

    Die USA sind durch die private FED STETS zu Kriegen gezwungen. Die exponentiell steigende Verschuldung ZWINGT zu Wirtschaftswachstum. Dieses lässt sich nur über Kriege erreichen. Ich bin der Meinung, dass der Iran im Zentrum steht und halte es für möglich, dass diese Welt einen Albtraum erleben wird

    http://www.atx-netzteile.de/trump-neue-weltordnung.html

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  8. 24. Januar 2017 um 18:24

    Also, falls der gute alte Alan Greenspan Recht hat (https://www.youtube.com/watch?v=q6vi528gseA), spielen die Renditen der amerikanischen Staatsanleihen keine große Rolle. Sie können ja soviel Dollar drucken, wie sie wollen. Tut euch den Clip ruhig mal an. Er dauert weniger als eine halbe Minute und ist sehr erhellend.

    Was das für den Außenwert des Dollars bedeutet?
    Keine Ahnung. Das hängt auch davon ab, was so Jungs wie Draghi machen.
    Markus ( https://der-5-minuten-blog.de )

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    • Giscours
      25. Januar 2017 um 08:14

      @markus – Ergänzung zu Deiner Ausführung ….“er“, sie, können nur solange drucken, wie ihre Abnehmer der Anleihen (schlussendlich über Versicherungen etc.etc. und dem Aufschuldungssystem an sich gesamt, wir alle in unseren tagtäglichen Finanzinteraktionen) etc. das Vertrauen ins System haben.

      In diesen oberen Chargen kennen ALLE das Geldsystem in- und auswendig. Ob Greenspan, Yellen bzw. Schäuble. Das steht für mich vollkommen außer Frage. Aber das System hat selbstverständlich auch ein mathematisches Ende, welches darin liegt, das die laufenden Steuereinnahmen p.a. für die laufenden Zinszahlungen nicht mehr aufgewendet werden können. Hier sind wir schon weit fortgeschritten, aber es ist ebenso klar erkennbar eben noch Luft bis zum Limit. Ich hatte diesbezüglich vor kurzem mal eine Link dazu. Hatte ;-). DIe USA profitieren (noch) vom Petrodollarsystem, aber die Angriffe anderer Player werden deutlicher und intensiver.

      Draghi hat ein wesentlich größeres Problem – er hat keinen Petrodollar. Hinzukommend kann man heute davon ausgehen, dass die Märkte in den Anleihen, Aktien und sonstigen Assets extrem kontrolliert werden. Selbstverständlich ist der Anleihenmarkt ein vielfaches größer als der Aktienmarkt… und auf Dauer setzt sich das Pendel der Mitte eben immer durch… man kann auf Dauer keinen Markt vollumfänglich kontrollieren. Yellen nicht und Draghi schon dreimal nicht. Diese Auguren sind nur die Wächter im System, es solange aufrecht zu erhalten, bis das Finale eben umgesetzt werden soll.

      Ich gehe nicht davon aus, dass man das mathematische Ende im Thema Zins und Aufschuldung, die nächsten 5-10 Jahre erreichen wird, dies darauf überhaupt ankommen lassen will. Nein, die kontrollierte Sprengung wird wohl weit vorher kommen. Wie hier viele Male in den Kommentaren und Artikeln beschrieben. 2017 wird noch sehr spannend werden.

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  9. Argonautiker
    24. Januar 2017 um 20:34

    Nicht daß ich ein Obama Befürworter war, oder bin, aber da kann der Mann nichts dafür. Das ist das Prinzip des Schuldgeldes an sich. Deswegen ist es auch irrig anzunehmen, daß man mit einer Wahl da was dran ändern könnte. Dieses Geld System ist eine Exponentiale Funktion, es funktioniert ähnlich wie mit dem Verdoppeln der Reiskörner pro Schachfeld. Am Ende entstehen durch Zinsis Zins einfach exorbitante Summen.

    Da ändert auch ein Trump nichts dran. Das ist wie bei einem viralen Infekt. Ein paar Viren sind sogar förderlich, sie aktivieren das Wesen. Ab einem gewissen Überhang Verhältnis von parasitären Viren explodieren die Viren gegenüber dem Gesunden dann und es entzündet sich, und mündet bestenfalls in einer Katharsis, also einem Siechtum, daß nur die Zähesten durchstehen.

    Und sieht man den militärischen Anteil in Trumps Stab, weiß man wohin die Reise gehen wird. In eine Entzündung. Nicht weil man das will, sondern weil es in einem gewissen Stadium nahezu unausweichlich ist.

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  10. Armin Pieroth
    25. Januar 2017 um 10:10

    Sind Ihnen in dem ersten Zitat nicht ein paar Kommata abhanden gekommen? Oder wie soll man diese seltsame Rechnerei interpretieren? 405 Millionen Dollar, davon alleine im November 936 Millionen? Als Differenz zu den 892 Millionen ergeben sich 44 Millionen?
    Handelt es sich dabei um die üblich nebulöse Rechnerei von Volkswirtschaftlern oder um Druckfehler? Das Erstere würde ja einiges erklären, insbesondere den Zustand der westlichen Staatshaushalte. Da hatte die DDR ja noch traumhafte Werte.
    Im Übrigen: 405 Millionen Dollar wären ja gar kein Problem. Die USA haben Schulden im In- und Ausland, incl. der ausländischen Dollarguthaben (die ja auch das Recht darstellen, in den USA gegen eben diese Dollars einzukaufen) vom ca. 8-fachen des W e l t bruttosozialproduktes. So was von bankrott war noch kein einziger Staat in der Weltgeschichte auch nur annähernd.

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    • Konjunktion
      Konjunktion
      25. Januar 2017 um 12:08

      Hallo Armin Pieroth,

      vielleicht etwas holprig übersetzt, aber letztlich geht es darum:

      Im November 2016 wurden 936 Mio. verkauft.
      Im November 2015 dagegen 892 Mio. gekauft.
      In der Jahresbetrachtung November 2015 bis November 2016 haben die ausländischen Zentralbanken in Summe 405 Mio. verkauft, was ein Allzeithoch ist.

      VG, Konjunktion

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  11. Idur
    25. Januar 2017 um 13:25

    Was haltet Ihr von dieser Version? Würde mich wirklich interessieren, Danke

    https://www.youtube.com/watch?v=y7IzADHClLM

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  12. Texmex
    27. Januar 2017 um 19:04

    fufu:
    @Texmex

    Es gibt eine Unmenge Daten im Netz, hier fuer USA die wesentlichen Staatsausgaben fuer Militaer, Pensionen, Soziales … nur 6 Prozent fuer Zinsen

    http://www.usgovernmentspending.com/

    oder fuer Europa

    http://www.haushaltssteuerung.de/staatsverschuldung-europa-ranking.html

    usw. usw. auch von der EZB, Weltbank oder FED.

    Sehr geehrter fufu,

    haben Sie schon mal das Wort „Schattenbanken“ gehört und meinen Sie zu wissen, was sich dahinter verbirgt?
    Aus dieser Konsequenz ergeben sich „Schattenhaushalte“. Können Sie mir folgen?
    Ich könnte Ihnen hier das Ganze aufdröseln, spare es mir aber und verweise auf die Lektüre des „Schwarzbuch Macht – die Schulden sind die Verbannung“
    Autor Dirk Schröder / 2012 / Biel

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