Ungarn: Budapest wirft den IWF aus dem Land

Seit über 200 Jahren verbindet man mit dem Namen Rothschild, Macht, Geld und Einfluss. Die Rothschild-Familie dürfte nach wie vor die mächtigste und reichste Familie der Welt sein. Dabei beruht dieser immense Reichtum auf unserem korrupten, verflochtenen Bankensystem, das die Rothschilds mit anderen Investments (z.B. in Immobilien, Rohstoffen oder Medien) über die Jahre ausgebaut und auch abgesichert haben.

Hauptsitz IWF - Bildquelle: Wikipedia / International Monetary Fund

Hauptsitz IWF – Bildquelle: Wikipedia / International Monetary Fund

Für viele Kritiker der Rothschilds gehört eine der größten Banken, namentlich der IWF, zum Rothschild-Imperium. Jenes „Institut“, das als „Grand Manipulateur“ für das Schicksal Milliarden mitverantwortlich ist und mit Hilfe von Privatisierungsmaßnahmen und Sozialstandardabbau Millionen in die Armut reisst bzw. ganze Länder ins Chaos. Jenes „Institut“, dass ganze Regierungen „gekapert“ hat und Staaten kontrolliert. Es ist fast unmöglich sich aus den Fängen dieses Leviathans zu befreien bzw. davor verschont zu bleiben.

Umso bemerkenswerter ist daher eine Meldung, dass Ungarn eben jenes „Institut“ mehr oder weniger aus dem Land wirft.

2008 musste Ungarn einen Kredit in Höhe von 20 Milliarden US-Dollar aufnehmen, um seine eingebrochene Wirtschaft zu stützen. Die Gelder kamen damals von der EU und eben vom IWF. Eine Kreditaufnahme, die noch zu Zeiten vor dem jetzigen Premierminister Viktor Orban stattfand. 2013 schrieb dann der damalige Wirtschaftsminister und heutige Zentralbankchef, Gyorgy Matolcsy, einen Brief an die IWF-Chefin Christine Lagarde mit der Aufforderung, dass der IWF sein Büro in Budapest schließen soll. Matolcsy fand, dass „es nicht weiter nötig sei“, dass dieses Büro weiter bestehen würde. Im Juli 2016 liess er dann den IWF wissen, dass bis Ende des Jahres der 2008er Kredit seitens Ungarn vollständig getilgt sein wird.

Premierminister Orbans Verhältnis zum IWF darf durchaus als angespannt bezeichnet werden und die neueste Bemerkung der ungarischen Regierung dürfte diese Spannungen nicht gerade abbauen. Viele Kritiker sehen aber die Ausbootung des Fonds durch Budapest als keine kluge Entscheidung an:

Die frühzeitige Rückzahlung des Kredits bedeutet, dass Ungarn 11,7 Millionen Euro an Zinszahlungen spart, aber Gordan Bajnai, Chef der Wahlallianz E-14-PM, behauptet, dass sie eigentlich 44,86 Millionen Euro Verlust bis März 2014 gemacht haben, weil sie so früh getilgt haben, da alles was sie getan haben, nur der Austausch des Kredit [des IWFs] mit einem teureren Kredit war, [er] bezeichnet diesen Vorgang als Propaganda.

Und was noch viel verrückter ist, ein weiterer Kredit mit hohen Zinsen wurde abgeschlossen, um den Ausbau der Nuklearenergie zu finanzieren, was nicht nur bedeutet, dass die Rückzahlung teurer wird, sondern dass auch die Energiekosten steigen. Aber sie haben wieder ihre wirtschaftliche Souveränität zurückerhalten.

(Paying the loan back early has meant Hungary have saved €11.7 million worth of interest expenses, but Gordan Bajnai, leader of the electoral alliance E14-PM, claimed that they had actually lost €44.86 million by March 2014 because of the early repayment as all they did was replace the loan from the [IMF] with a more expensive one, labelling the stunt as Propaganda.

And what made further nonsense; another loan at high interest rates was signed to finance a nuclear upgrade, which will mean not only higher repayments but also high electricity costs. But they do have economic sovereignty now.)

Der Zentralbankchef hält diesen Kritikern entgegen, dass die ungarische Regierung ihre Neuverschuldung unter die von der EU geforderten 3% des BIPs gedrückt habe und die Staatsverschuldung per se zurückgegangen ist. Anscheinend funktioniert das unorthodoxe System der hohen Steuern für Großkonzerne für Ungarn, auch wenn die EU-Kommission davon ausgeht, dass das Wachstum in Ungarn alsbald wieder sinken wird.

Ungarn tut es also Island gleich, das 2014 ebenfalls einen Kredit über 400 Millionen US-Dollar vorzeitig an den IWF zurückgezahlt hat, der im Zuge der Finanzkrise von 2008 aufgenommen worden war. Da auch Russland 2005 sich vom IWF gelöst hat, und die Gefahr eines „Flächenbrands“ für den IWF immer größer wird, dass seine „Schäfchen sich gegen den Schäfer stellen“, dürfte es nur eine Frage der Zeit sein bis der IWF entsprechende Maßnahmen ergreifen wird, um gegenzusteuern. Insbesondere weil der IWF ein Instrument der Internationalisten/Globalisten/Eliten (IGE) ist.

Quellen:
Hungary Becomes First European Nation To Ban Rothschild Banks
Anonymous Shuts Down 20 Central Banks In Attack On Global Banking Cartel
Hedge Funds Just Told Puerto Rico To Close Schools To Pay Back Its Debt!
Hungary Becomes First European Country To Ban Rothschild Banks
Victory: Hungary Orders The Rothschild Banks To Leave The Country
Iceland’s Prime Minister “Steps Down” Amidst Panama Papers Scandal


Ein Artikel bildet zwangsweise die Meinung eines Einzelnen ab. In Zeiten der Propaganda und Gegenpropaganda ist es daher umso wichtiger sich mit allen Informationen kritisch auseinander zu setzen. Dies gilt auch für die hier aufbereiteten Artikel, die nach besten Wissen und Gewissen verfasst sind. Um die Nachvollziehbarkeit der Informationen zu gewährleisten, werden alle Quellen, die in den Artikeln verwendet werden, am Ende aufgeführt. Es ist jeder eingeladen diese zu besuchen und sich ein eigenes Bild mit anderen Schlussfolgerungen zu machen.
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17 Kommentare bei “Ungarn: Budapest wirft den IWF aus dem Land

  1. Lukas W.
    6. September 2016 um 12:23

    Was genau bedeutet “IGE” im letzten Absatz?

    International Government …??

    Danke schon mal!

    • Konjunktion
      Konjunktion
      6. September 2016 um 12:35

      Hallo Lukas W.,

      IGE steht für Internationalisten/Globalisten/Eliten. Ich verwende diese Abkürzung seit längerem in meinen Artikeln.

      VG, Konjunktion

      P.S. Ich habe den Artikel entsprechend angepasst.

  2. Claus
    6. September 2016 um 12:32

    Insbesondere weil der IWF ein Instrument der IGE ist.

    Für was steht die Abkürzung „IGE“?

    • Konjunktion
      Konjunktion
      6. September 2016 um 12:35

      Hallo Claus,

      IGE steht für Internationalisten/Globalisten/Eliten. Ich verwende diese Abkürzung seit längerem in meinen Artikeln.

      VG, Konjunktion

      P.S. Ich habe den Artikel entsprechend angepasst.

  3. Rosa
    6. September 2016 um 14:23

    Mit welchen entsprechenden Gegenmassnahmen des IWF ist zu rechnen? Zumal: Der IWF steht ja nicht alleine da. Es stehen ihm ja „gleich(ein)gestellte Institutionen“ zur Assistenz in ausreichendem Maße zur Verfügung, die entglittenen Schäfchen wieder in die Herde zu integrieren.

    • Rosa
      6. September 2016 um 14:33

      …was ich eigentlich sagen wollte: Ungarn wird dasselbe Schicksal ereilen wie die Staaten Südamerikas, die Staaten in Nahost, die Staaten Afrikas und überall sonst auf der Erde, wo die IGE auf Widerstand stößt. Farbrevolutionen, wirtschaftliche Sanktionen, plötzlicher (Unfall) Tod aufmüpfiger Regierungschefs – kurzum: Diese Länder werden plattgemacht.

      • Hans
        6. September 2016 um 16:06

        Muss nicht sein. Island ist das beste Beispiel dafür. Man hat sich dort für die Eigenständigkeit entschieden und die verantwortlichen Bankster und Politiker tatsächlich bestraft – heisst ins Gefängnis gesteckt. Und was ist seitdem passiert? Isand geht es besser denn je.

        • Kat Laczkó
          9. September 2016 um 15:47

          Möge es Gottes Worte sein.

  4. 6. September 2016 um 14:24

    Könnte es sein, dass der IWF ganz gezielt geschwächt wird, um das eurasische Pendant (Konjunktion hat berichtet, aber hab den Link grad nicht zur Hand; bitte einfügen @Admin) zu stärken im Zuge der Ablösung des westlichen Hegemons durch den im Osten?

    • Konjunktion
      Konjunktion
      6. September 2016 um 14:41

      Hey Dude,

      da gibts inzwischen eine ganze Menge an Artikeln ;o)

      Am Besten mit AIIB suchen: https://www.konjunktion.info/?s=aiib

      VG, Konjunktion

  5. Hans
    6. September 2016 um 16:02

    Die Führung von Ungarn gefällt mir immer besser. Und ich wünschte, wir hier in Deutschland hätten etwas Vergleichbares.

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