Manöver in der Ukraine: Ist die NATO von Sinnen?

Nach Informationen des Guardians will das Angriffsbündnis NATO auch in diesem Jahr ihr seit 2011 jährlich stattfindendes Manöver in der Ukraine abhalten!

Das mit dem Namen Operation Rapid Trident (Operation Rascher Dreizack) versehene Manöver umfasst laut der offiziellen Website der US Army Europe folgenden “Übungsauftrag”:

Rapid Trident supports interoperability among Ukraine, the United States, NATO and Partnership for Peace member nations. The exercise helps prepare participants to operate successfully in a joint, multinational, integrated environment with host-nation support from civil and governmental agencies.
Rapid Trident is a part of U.S. European Command’s Joint Training and Exercise Program, designed to enhance joint combined interoperability with allied and partner nations.
The exercise also supports Ukraine’s Annual National Program to achieve interoperability with NATO and commitments made in the annual NATO-Ukraine work plan.
(Der Schnelle Dreizack unterstützt die Interoperabilität zwischen der Ukraine, den Vereinigten Staaten, der NATO und den Mitgliedsländern der Partnerschaft für den Frieden. Die Übung hilft bei der Vorbeitung in einer gemeinsamen, multinationalen Umgebung mit Unterstützung der gastgebenden Nation bei zivilen und staatlichen Einrichtungen operieren zu können.
Der Schnelle Dreizack ist Teil des US-Europäischen Befehls- und Trainingsprogramms, das entwickelt wurde, um die gemeinsame, kombinierte Interoperabilität mit den verbündeten und Partnernationen zu verbessern.
Die Übung unterstützt auch das jährliche nationale Programm der Ukraine, um die Interoperabilität mit der NATO und die Verpflichtungen, die im Jahresplan der NATO-Ukraine gemacht wurden, zu erfüllen.)

Nach Angaben des Guradians sollen 1.300 Mann aller beteiligten Streitkräfte daran teilnehmen, um nach offizieller Lesart 2014

[…] promote regional stability and security, strengthen partnership capacity, and foster trust while improving interoperability between USAREUR, the land forces of Ukraine, and other PfP and NATO partner nations.
([…] regionale Stabilität und Sicherheit zu fördern, die Kapazitäten der Partnerschaft zu stärken, und das Vertrauen zu fördern, während die Interoperabilität zwischen USAEUR, den Landstreikräften der Ukraine, und anderen PfP (Partnership for Peace, Anm. d. Verf.) und NATO Partnerländern verbessert wird.)

Neben Truppen aus den USA und Großbritannien werden auch die Länder Armenien, Aserbaidschan, Bulgarien, Kanada, Georgien, Deutschland (!), Moldawien, Polen, Rumänien und Ukraine an den zwei Wochen andauernden Übungen beteiligt sein.

Die Internetseite www.netzplanet.net berichtet in ihrem Artikel Deutsche Gefechtspanzer bereits in Dresden parallel von Panzertransporten in Richtung der tschechischen Grenze.

Netzplanet

Netzplanet – Bildquelle: Screenshot-Ausschnitt www.netzplanet.net (Zum Vergrößern bitte anklicken.)

Meldungen des Contra-Magazins aus Österreich bestätigen, dass auch dort Panzer durch das Land transportiert wurden. Dabei sollen diese Panzer aus den Niederlanden stammen und für eine Übung in Ungarn bestimmt (gewesen) sein. Eine Übung, die jedoch “medial nicht auffindbar” ist. (Kurze Randbemerkung: Ungarn teilt sich mit der Ukraine im Nordosten eine gemeinsame Grenze.)

UPDATE: Zum Video, das der Meldung im Contra-Magazins zugrunde liegt, gibt es neue Informationen:

Man sieht eine ganz charakteristische Hausfassade mit mehreren überhängenden Gebäudeteilen, bei 0:17 sec sieht man in dem Video auf dem Dach des Gebäudes den Schriftzug ÖGB. Ein bißchen gegoogelt und ich weiß, daß es sich um das relativ neue ÖGB-Gebäude am Johann-Böhm-Platz 1, Ecke Handelskai handelt.

Das Video ist von der Donauseite des Handelskais aufgenommen worden – und der Zug rollt von links nach rechts, also donauaufwärts. Dort aber liegt nicht Ungarn, sondern Deutschland.

Südöstlich vom ÖGB-Haus liegt der Wiener Stadtteil Simmering. Dort liegt ein Werk der Steyr GmbH, die Firma stellt unter anderem was her? Richtig: Panzer. Vom Steyr-Werk in Simmering. Vom Steyr-Werk führt eine Bahnlinie zur Donau, dort geht’s dann links ab, an Donau und Handelskai entlang Richtung Nordwesten.

Schlaue Leute, die viel, viel mehr von Panzern verstehen als ich, meinten: “Wie wir erfahren haben, handelt es sich hierbei um niederländische Panzer die angeblich auf dem Weg zu einer NATO-Übung in Ungarn gewesen sein sollen.” Andere wiesen drauf hin, daß die Panzer keine Hoheitsabzeichen trügen, was auf finstere Absichten schließen ließe.

Anmerkenswert dazu ist, daß die Panzer ohne Abdeckplanen oder sonstige Tarnung mitten durch die Großstadt Wien transportiert werden.

Nach dem, was wir inzwischen wissen, handelt es sich bei den angeblichen Panzertransporten in die Ukraine um die Lieferung fabrikneuer Panzer an die Holländer. Daß keine Hoheitszeichen drauf sind versteht sich, die wollen sich die Holländer selber draufpicken. Und Tarnung braucht’s natürlich auch nicht, weil es sich um eine ganz normale Exportsendung der Schluchtenjodler an die Kaasköppe im fernen Norden handelt.

(Quelle: PRAVDA TV – Live The Rebellion, Artikel:Panzer-Transport durch Wien sorgt für Wirbel (Videos))

Diese Meldungen zum Manöver verdeutlichen nur eines: Die NATO will eine Eskalation der Situation in der Ukraine erreichen – koste es was es wolle. Während den Russen von offiziellen Westregierungen die komplett alleinige Schuld für die Lage in Kiew zugeschoben wird, sehen wir mit der Durchführung dieser Übung, dass der Westen/die NATO ganz bewusst das Feuerzeug in Richtung Lunte hält. Bislang findet man in den deutschen Mainstreammedien keinerlei Meldungen dazu. Es würde auch nicht passen, da doch dort immer nur der “pöhse Russe/Putin” als (Übel-)Täter und die NATO als unschuldiges Lämmchen dargestellt werden.

Besonder schlimm empfinde ich es, dass gerade Deutschland an dieser offensichtlichen Provokation Russlands teilnimmt. Nicht nur die NATO scheint von Sinnen zu sein, sondern auch Merkel und von der Leyen als verantwortliche Politiker in Deutschland.

Anscheinend will man seitens des Westens Moskau solange reizen bis eine Kurzschlußhandlung Russlands erfolgt, die wiederum als Rechtfertigung für ein “humanitäres Eingreifen” in der Ukraine dienen kann.

Das was wir hier sehen, verschärft die Lage in der Ukraine weiter. Für mich ist es der schiere Wahnsinn, was die Politdarsteller und Kriegstreiber aller Lager betreiben. Es scheint nur noch eine Frage der Zeit zu sein bis wir in einem offenen Konflikt zwischen dem Westen und Russland geraten.

Mit dem Festhalten an diesem Manöver erscheint auch die “Aufklärungsarbeit” der angeblichen “OSZE-Beobachter” um Oberst Schneider in einem ganz anderen Licht. Ganz so als hätte man festgestellt, dass die ukrainische Armee keinesfalls in der Lage wäre gegen die russische zu bestehen. Logische Konsequenz daraus: Truppenversendung der NATO in dieses Gebiet. Sollte dann Russland, den bereits mehrfach angedeuteten “Schutz der russischsprachigen Bevölkerung in der Ostukraine” umsetzen, heißt das ein direktes Aufeinanderprallen von NATO und Russland!

Es bleibt zu hoffen, dass Putin nicht die Rolle des vom Westen zugedachten “Aggressors” spielen wird, zu dem ihm Washington, Berlin und Co. gerade provozieren und medial aufbauen. Zu unser aller Frieden…

Quellen:
Exercise Rapid Trident
British military set for exercise in Ukraine
Deutsche Gefechtspanzer bereits in Dresden
NATO-Panzertransporte durch Österreich – Kommt ein Angriffskrieg?


Ein Artikel bildet zwangsweise die Meinung eines Einzelnen ab. In Zeiten der Propaganda und Gegenpropaganda ist es daher umso wichtiger sich mit allen Informationen kritisch auseinander zu setzen. Dies gilt auch für die hier aufbereiteten Artikel, die nach besten Wissen und Gewissen verfasst sind. Um die Nachvollziehbarkeit der Informationen zu gewährleisten, werden alle Quellen, die in den Artikeln verwendet werden, am Ende aufgeführt. Es ist jeder eingeladen diese zu besuchen und sich ein eigenes Bild mit anderen Schlussfolgerungen zu machen.
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