Romney will Waffenlieferungen

Mitt Romney

Bildquelle: Wikipedia / Gage Skidmore

Der republikanische Präsidentschaftskandidat Mitt Romney hat sich in einer Wahlkampfrede in Lexington, Virginia dafür ausgesprochen, die syrischen Rebellen (wohl besser al CIAda) mit schweren Waffen zu beliefern.

Wie bereits bekannt unterstützen Saudi-Arabien und Katar die Terroristen in Syrien mit immensen Geld- und Waffenlieferungen. Nun will der mögliche neue US-Präsident Romney selbst aktiv eingreifen:

“Ich werde daran arbeiten, diejenigen Mitglieder der Oppositionstruppen zu identifizieren und zu organisieren, die unsere Werte teilen”, heißt es in dem Manuskript. “Und ich werde sicherstellen, dass sie die Waffen bekommen, die sie brauchen, um Assads Panzer, Hubschrauer und Kampfjets zu besiegen.”

“…die unsere Werte teilen.” Welche Werte? Raubtierkapitalismus, Umverteilung von unten nach oben, Angriffskriege, Imperialismus, Recht des Stärkeren, Manipulation usw. usf. etc.? Werte, die nur für die obere Kaste von Bedeutung sind.

Es ist einmal mehr bezeichnend, dass sich ein millionenschwerer Präsidentschaftskandidat, der außenpolitisch keinerlei Meriden aufweisen kann, hinstellt und lautstark eine interventionistische Politik propagiert. Wenn das sein Versuch ist Kompetenz in diesem Bereich zu zeigen, dann Gute Nacht.

Für Romney dürfte sich damit der syrische Bürgerkrieg zu einem Stellvertreterkrieg zwischen den USA und dem Iran entwicklen, dessen Stoßrichtung eindeutig ist: Über Damaskus nach Teheran. Geopolitisch entzündet Romney die Lunte für einen Flächenbrand. Denn ausgehend von Syrien, der daraus resultierenden Schwächung Irans und Russlands, kann sich in Kombination mit dem Kriegstreiber Netanjahu daraus der 3. Weltkrieg entwickeln. Die Wahrscheinlichkeit einer Eskalation hin zu einem Weltkrieg kann in meinen Augen mit 80-90% beziffert werden.

Bereits Halford Mackinder und in der neueren Vergangenheit Andrew Marshall sehen die Beherrschung der Region Syrien – Iran – Afghanistan als entscheidende Komponente auf dem Weg zur einzigen Weltmacht USA. Sollte es den USA gelingen Syrien weiter zu destabilisieren, um den eigenen Einfluss in der Region zu verstärken, müssen zwangsweise Russland und auch China aktiv in diesen Konflikt eingreifen. Die Konsequenzen, die daraus erwachsen, können zu einer Kettenreaktion führen, die nicht mehr gestoppt werden kann. Ähnlich wie das zerfallende Römische Reich sind auch die USA im Begriff ihre Vorherrschaft zu überdehnen und dadurch die eigene Zerstörung zu befeuern. Der Unterschied zwischen Rom und Washington sind aber 5.113 Atomsprengköpfe.


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