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KI: Der Boom beim Bau von Rechenzentren

Künstliche Intelligenz - Bildquelle: www.konjunktion.info (KI-generiert)

Künstliche Intelligenz – Bildquelle: www.konjunktion.info (KI-generiert)

Weltweit steigt die Anzahl der Rechenzentren rapide an. Wer denkt, dass sich dies allein auf die USA beschränkt, irrt. Diese Entwicklung ist eine globale und Deutschland steht auf einer aktuellen Statista-Auswertung bereits auf Platz 3 mit 523 Rechenzentren.

Wenig verwunderlich, dass ich in den letzten Monaten von zahlreichen Lesern gebeten wurde, meine Sichtweise zum Thema (KI-)Rechenzentren und der damit verbundenen Debatte darzulegen. Ich habe mich daher in dieses komplexe Thema eingearbeitet, das jedoch Parallelen zu den Informationen aufweist, die ich bereits in früheren Artikeln zum Thema KI behandelt habe. Da die meisten und leichter zugänglichen Informationen US-Quellen sind, beziehe ich mich im Folgenden vornehmlich auf die USA. Wobei natürlich die Ergebnisse und Schlussfolgerungen auf Europa, respektive Deutschland übertragbar sind.

Es ist offensichtlich, dass die Trump-Regierung dem „Rechenzentrumkonzept“ ihren Segen gegeben hat, was viele Linke dazu veranlasst hat, es automatisch und ohne nachzudenken anzugreifen. Einige Konservative unterstützen die Zentren einfach deshalb, weil Linke sich darüber beschweren. Es ist wichtig, bei diesem Thema über die Parteipolitik hinauszugehen, um zu den Fakten zu gelangen. Umfragen zufolge lehnen rund 70% der US-Amerikaner neue Rechenzentren in ihren Gemeinden ab, aber warum?

Man könnte es „Infrastruktur“ nennen, was sehr wichtig klingt, aber es ist klar, dass der Grund für all die Besorgnis in der Öffentlichkeit über Rechenzentren darin liegt, dass niemand konkrete Vorteile für die Wirtschaft oder die Gesellschaft insgesamt dargelegt hat. Unternehmen und Technokraten schwärmen philosophisch von einer utopischen Zukunft, doch diese Art von Rhetorik wird zu Recht mit Misstrauen betrachtet.

Die Menschen wollen wissen: Was ist eigentlich der Sinn dahinter, so viele dieser Anlagen zu bauen? Ich werde versuchen, das in einfachen Worten zu erklären.

Was tun diese Rechenzentren eigentlich?

Die überwiegende Mehrheit der neuen US-Rechenzentren (sowohl die kürzlich genehmigten als auch die noch in der Entwicklung befindlichen) sind Serverfarmen, die in erster Linie auf das Training oder die „Inferenz“ von KI ausgerichtet sind. Die umstritteneren Mega-Campus-Neubauten werden überproportional häufig für das Training von „Frontier-KI-Modellen“ genutzt. Diese Modelle verarbeiten Billionen von Parametern und verbrauchen enorme Mengen an Strom, Wasser und anderen Ressourcen – wobei sie rund um die Uhr auf Hochtouren laufen, bis die KI als bereit für die Inferenz erachtet wird.

Sobald das Training eines Modells abgeschlossen ist, wird sofort mit dem Training eines anderen Modells begonnen. Um es einfach auszudrücken: Stellen Sie sich vor, jedes dieser Rechenzentren sei eine Fabrik mit Fließband, und jede Fabrik stelle KI-Produkte her. Es handelt sich um Produkte, die die meisten Menschen eher als immateriell und abstrakt denn als praktisch betrachten.

Autos können wir sehen und nutzen, Fernseher und Kühlschränke können wir sehen und nutzen, wir können die Arbeiter in der Fabrikhalle sehen und wir können die Arbeitsplätze erkennen, die diese Produkte schaffen. Bei KI und Rechenzentren ist das nicht so sehr der Fall, und genau darin liegt eines der Probleme, wenn man versucht, die Öffentlichkeit davon zu überzeugen, dass solche Aktivitäten für das zukünftige Wohlergehen eine Gefahr darstellen.

In manchen Fällen werden KI-Trainingsanlagen teilweise oder vollständig auf Inferenzvorgänge umgestellt. Das bedeutet, dass sie die alltäglichen Aufgaben bestehender KI-Systeme übernehmen. Jedes Mal, wenn Sie also ChatGPT eine Frage stellen, es bitten, ein Bild für Sie zu erstellen, oder es auffordern, ein Video für Sie zu produzieren, wird diese Anfrage von einem Rechenzentrum irgendwo verarbeitet.

Dies verbraucht Strom aus dem Netz, Wasser und andere Ressourcen. Manchmal wird dabei viel Strom aus dem Netz verbraucht, je nachdem, was Sie gerade tun und wie viele Millionen Menschen zu einem bestimmten Zeitpunkt dasselbe tun.

Wenn das alles sehr zentralisiert wirkt, dann liegt das daran, dass es genau so ist. Bei der Nutzung einer KI im Cloud-Modell gibt es kaum Privatsphäre. Tatsächlich gehen Ihre Gespräche mit einer KI wie ChatGPT oder Gemini im Wesentlichen in den Besitz des Unternehmens über, dem diese KI gehört, da die KI jedes Gespräch als Trainingsmöglichkeit nutzt.

Mit anderen Worten: Rechenzentren dienen dazu, immer mehr KI-Modelle zu entwickeln und diese (theoretisch) immer intelligenter zu machen. Aber noch einmal: Warum sollte sich der durchschnittliche Bürger überhaupt dafür interessieren?

Der globale „Wettlauf“ um die Vorherrschaft im Bereich der KI und die Informationswirtschaft

In jedem Whitepaper, das ich je von Organisationen wie dem WEF, der UN und Regierungsbehörden weltweit gelesen habe – die sich mit Themen von militärischer Sicherheit bis hin zu wirtschaftlichem Fortschritt befassen -, taucht immer wieder dieselbe Vision auf: integrierte KI-Systeme auf allen Ebenen der Gesellschaft und eine „4. industrielle Revolution“.

Die Idee dahinter ist, dass KI fast alles steuern wird und dass unsere gesamte Evolution als Spezies durch diese Technologie einen Quantensprung erleben wird. Zumindest sind dies die Überlegungen der Technokraten. Einige von ihnen mögen es sogar gut meinen und träumen aufrichtig von einer Welt ohne Mangel. Andere verfolgen eindeutig ruchlose Absichten und sind nur auf Macht aus.

Die letztgenannte Gruppe betrachtet KI nach den mir vorliegenden Erkenntnissen als eine Art „technologische Gottheit“ – einen Maschinengott. Sie glauben, dass, wenn sie alle verfügbaren Informationen und genügend Rechenleistung in diese Modelle einspeisen, eines davon irgendwann den Punkt der „Singularität“ erreichen wird. Dies ist der Punkt, an dem eine KI angeblich „empfindungsfähig“ und allwissend wird.

Ich glaube nicht, dass die Singularität Realität bzw. möglich ist – ich halte sie (noch) für ein Wunschdenken. Dennoch halte ich KI für ein sehr nützliches Werkzeug für die Internationalisten/Globalisten/Eliten (IGE), um Menschen noch fauler und leichter kontrollierbar zu machen, wenn wir es zulassen. Wie ich bereits in der Vergangenheit gesagt habe, ist die größte Bedrohung durch KI NICHT ALLEIN der Aufstieg eines „Maschinengottes“ wie „Skynet“ aus den Terminator-Filmen, sondern die Möglichkeit zur völligen Apathie, die diese Software schafft, zur völligen Kontrolle und Überwachung der Massen. Es gibt bereits viel zu viele Menschen, die KI dazu nutzen, für sie zu denken, anstatt selbst zu recherchieren.

Die „Informationswirtschaft“ ist ein fundierterer Ansatz für den Einsatz von KI, aber dennoch ein wenig absurd. Dahinter steht die Vorstellung, dass größere Volkswirtschaften zur Aufrechterhaltung des Systems nicht mehr auf die Produktion materieller Güter und Ressourcen angewiesen sein werden. Stattdessen werden sie auf die Schaffung digitaler Produkte und den Handel mit aus Algorithmen gewonnenen Daten setzen.

Wenn Sie glauben, die Weltwirtschaft sei schon jetzt eine Illusion, dann haben Sie noch nichts gesehen. Diese Vorstellung erinnert mich sehr an die Tech-Blase der 1990er Jahre, die Derivate-Blase der frühen 2000er Jahre und das gefährliche, an Enron erinnernde Bestreben, Wohlstand durch Fiat-Konzepte zu schaffen, anstatt echte und nützliche Dinge herzustellen. Die KI-Blase könnte ebenso flüchtig und zerstörerisch sein.

Was haben lokale Gemeinschaften von der „4. industriellen Revolution“?

Die Trump-Regierung unterstützt Rechenzentren aus wirtschaftlichen Ambitionen heraus. Sie betrachtet dies als industriellen Wettbewerb und glaubt, dass Länder wie China eine Art KI-Goldgrube erschließen werden, während die USA ins Hintertreffen geraten. Außerdem hat Trump Berater an seiner Seite, die Panik schüren, indem sie vor möglichen militärischen Nachteilen warnen, sollten andere Regierungen KI schneller entwickeln.

Zu den militärischen Anwendungen kann ich mich nur bedingt äußern, da uns hier die genauen Informationen fehlen. Aber falls wir auf ein „Skynet“-Szenario zusteuern, dann hoffen wir, dass ich Recht habe und diese Anwendungen weit weniger effektiv sind, als wir denken – wobei Berichte über Palantir und dessen KI bzw. dessen Einsatz z.B. in Gaza oder in der Ukraine das genaue Gegenteil aufzeigen.

Bislang beruht der größte Widerstand gegen neue Rechenzentren auf Bedenken hinsichtlich des Stromverbrauchs und steigender Stromrechnungen für die Anwohner. Unansehnliche Serverfarmen mit ohrenbetäubend lauten Lüftern, die die idyllische Landschaft ländlicher Gemeinden zerstören, machen keinen guten Eindruck. Diese Gemeinden liegen in der Regel in der Nähe von Wasserkraftwerken, Solarparks, Windparks usw. und werden aufgrund des Zugangs zu reichlich Strom und großen Grundstücken zu geringeren Kosten ins Visier genommen.

Was sind die konkreten „Vorteile“ der Zentren? KI-Zentren schaffen für einige Monate Arbeitsplätze im Baugewerbe. Sie bieten in jeder Gemeinde etwa 100 bis 200 feste Arbeitsplätze, aber die meisten davon sind Tech-Jobs an Orten, an denen es keinen Pool an Fachkräften gibt – was bedeutet, dass diese Leute in die Gemeinden geholt werden müssen, in denen diese Zentren gebaut werden.

Es gibt einen erweiterten Nutzerzugang für die breite Bevölkerung. Aber interessiert es wirklich jemanden, ob er auf Gemini oder Grok seine Memes erstellen kann? Hat irgendetwas davon positive und bedeutende Auswirkungen auf das Leben des Durchschnittsbürgers? Ich kann das nicht erkennen.

Höchstens können Gemeinden, die die Errichtung von Rechenzentren zulassen, einige Steuereinnahmen erzielen, aber das ist auch schon alles. Ich lehne die Menschen, die die KI-Entwicklung vorantreiben wollen, nicht gänzlich ab, aber keiner von ihnen bringt Argumente vor, die spannend genug sind, um die Fantasie zu beflügeln.

Wenn ich mir die KI-Debatte anschaue, sehe ich, wie verschiedene Lager, Interessen und Visionen aufeinanderprallen. Nicht jeder, der Rechenzentren will, ist eine Art teuflischer Globalist, der nach der Weltherrschaft strebt. Manche Menschen wünschen sich aufrichtig eine bessere Zukunft und glauben, dass KI der Weg dorthin ist. Andererseits ist nicht jeder, der sich gegen Rechenzentren ausspricht, ein linker Kommunist, ein chinesischer Agent oder ein „dummes Landei“. Viele von ihnen sind Menschen mit berechtigten Bedenken, und ihnen wurde noch immer kein überzeugender Grund genannt, warum Rechenzentren gebaut werden sollten.

Der eigentliche Nutzen für die IGE

Inmitten all dessen gibt es natürlich die Machtgierigen und nihilistischen IGE, die nur daran interessiert sind, KI und die KI-Wirtschaft zu nutzen, um ihre eigenen Ziele auf Kosten des einfachen Mannes voranzutreiben.

Ich frage mich, was passieren würde, wenn diese Leute und ihre Heerscharen von „nützlichen Idioten“ aus dem Weg wären – würde die KI-Entwicklung dann ganz anders aussehen? Oder hätte die Öffentlichkeit vielleicht gar keinen Grund mehr, allem so misstrauisch gegenüberzustehen? Vielleicht würde sich die Technologie freier entwickeln, ohne ständige Ängste vor Missbrauch?

Wir wissen, dass die Technokraten ein System der vollständigen Überwachung und Kontrolle aufbauen wollen und dafür werden ALLE Daten benötigt, derer sie habhaft werden können. Diese (und neue) Rechenzentren sind die dabei die „Währung“. Keine Rechenzentren, keine Daten. Keine Daten, keine Informationen mit der die KI arbeiten kann. Keine KI, keine Überwachung und Kontrolle der Massen. Was nutzt den IGE eine digitale ID oder eine digitale Währung ohne Rechenzentren und einer dort laufenden KI, die ganz im Sinne der Technokraten alle Transaktionen sichtet, bewertet und letztlich genehmigt? Genau – nichts.

Der Boom und auch die aktuellen Entwicklungen, dass man versucht die KI-Blase gezielt „anzustechen“ und die Regierungen dazu bringt, die Schulden als auch die Kontrolle über die KI-Unternehmen „aus Sicherheitsgründen“ (Stichwort Ausbrechen der KI aus Sandboxes) zu übernehmen, liegt genau darin begründet. Dem System einen „demokratischen Anstrich“ zu verpassen, obwohl es tatsächlich Faschismus in Reinkultur ist.

Quellen:
AI data center locations by country, region, and U.S. state.
AI Data Centers in Europe Map: Hubs and Locations
Number of data centers worldwide as of June 2026, by country or territory
No Benefits: Why Most Americans Hate The Idea Of AI Data Centers
Americans Oppose AI Data Centers in Their Area

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