Digitale ID: Utah erlässt Gesetz für VPN-Nutzung – Der nächste Mauerstein des digitalen Gefängnisses

Mauer – Bildquelle: Pixabay / ClickerHappy; Pixabay License
Kontrolle.
Kontrolle ist das, was die Internationalisten/Globalisten/Eliten (IGE) über ihre Helfershelfer aus Politik und Hochleistungspresse unter allen Umständen benötigen und bewahren müssen, um ihr System der Unterdrückung, Repressalien, Abhängigkeiten und Angst aufrecht erhalten zu können.
Und Kontrolle bedeutet im konkreten Fall des Internets bzw. Zugangs zum Internet: digitale ID.
In den letzten Wochen war vornehmlich das Thema der Altersverifikation für soziale Medien zum angeblichen „Kinderschutz“ im Fokus gestanden. Viele verwiesen damals auf die Möglichkeit von VPNs und Co. um solche staatlichen Zwangsverifizierungen zu umgehen. Dass es aber nur ein Frage der Zeit war, bis die Politkaste im Auftrag ihrer Hintergrundstrippenzieher auch diese Möglichkeit schließen werden, haben viele offenbar nicht wahrnehmen wollen. Kritiker dürfte daher nachfolgende Meldung – über den aus meiner Sicht Testballon Utah – nicht allzu sehr überraschen:
Datenschützer und Anbieter von virtuellen privaten Netzwerken (VPN) sind empört über den Gesetzentwurf 73 (SB 73) des Senats von Utah mit dem Titel „Online Age Verification Amendments (Änderungen zur Online-Altersüberprüfung)“, der für alle Nutzer mit Standort in Utah gilt, unabhängig davon, ob sie nur einen VPN mit „Anschluss in Utah“ nutzen, um ihren Standort zu verschleiern.
Umstritten ist ein Abschnitt, der zuvor festlegte, dass „ein Unternehmen, bei dem ein Verstoß gegen diesen Abschnitt festgestellt wird, gegenüber einer Person für Schäden haftet, die durch den Zugriff eines Minderjährigen auf das Material entstehen, einschließlich Gerichtskosten und angemessener Anwaltskosten, wie vom Gericht angeordnet (a commercial entity that is found to have violated this section shall be liable to an individual for damages resulting from a minor’s accessing the material, including court costs and reasonable attorney fees as ordered by the court)“.
Die neueste Fassung, die diese Woche in Kraft tritt, lautet nun wie folgt:
Es wird davon ausgegangen, dass eine Person von diesem Bundesstaat aus auf die Webseite zugreift, wenn sich die Person tatsächlich in diesem Bundesstaat befindet, unabhängig davon, ob die Person ein virtuelles privates Netzwerk, einen Proxy-Server oder andere Mittel nutzt, um ihren geografischen Standort zu verschleiern oder falsch darzustellen, damit es so aussieht, als würde die Person von einem Standort außerhalb dieses Bundesstaates auf eine Website zugreifen.
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(An individual is considered to be accessing the website from this state if the individual is actually located in the state, regardless of whether the individual is using a virtual private network, proxy server, or other means to disguise or misrepresent the individual’s geographic location to make it appear that the individual is accessing a website from a location outside this State.)
Mit anderen Worten: Das Gesetz von Utah gilt für jeden Nutzer in Utah, unabhängig davon, ob diese Person sich nur per VPN in Utah „befindet“.
Dies, so die Electronic Frontier Foundation (EFF), sei nicht fair, und sie behauptet in einem Blogbeitrag, dass „Utah aufgrund verfassungsrechtlicher und technischer Bedenken eine Regelung vorantreibt, die die digitalen Datenschutzrechte erheblich zu untergraben droht (due to constitutional and technical concerns, Utah is proceeding with a mandate that threatens to significantly undermine digital privacy rights)“.
„Indem das Gesetz Unternehmen dazu verpflichtet, das Alter jeder Person zu überprüfen, die sich physisch in Utah aufhält – selbst bei Nutzern von VPNs -, schafft es eine massive ‚Haftungsfalle‘ (By holding companies liable for verifying the age of anyone physically in Utah, even those using a VPN, the law creates a massive ‚liability trap'“, so die EFF.
Wenn eine Webseite den tatsächlichen Standort eines VPN-Nutzers nicht zuverlässig ermitteln kann und das Gesetz dies für alle Nutzer in einem bestimmten Bundesstaat vorschreibt, könnte das rechtliche Risiko die Webseite dazu zwingen, entweder alle bekannten VPN-IPs zu sperren oder eine Altersüberprüfung für jeden Besucher weltweit vorzuschreiben. Dies würde Millionen von Nutzern invasiven Identitätsprüfungen oder Sperren ihrer VPN-Nutzung aussetzen, unabhängig davon, wo sie tatsächlich leben.
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(If a website cannot reliably detect a VPN user’s true location and the law requires it to do so for all users in a particular state, then the legal risk could push the site to either ban all known VPN IPs, or to mandate age verification for every visitor globally. This would subject millions of users to invasive identity checks or blocks to their VPN use, regardless of where they actually live.)
Kritiker werfen der EFF vor, Altersüberprüfung mit Identitätskontrollen zu vermischen und sprechen von einem „besonders absurden Einwand (particularly absurd objection)“, der sich gegen einen Abschnitt des Gesetzes, der es Webseiten, die „einen wesentlichen Teil an für Minderjährige schädlichem Material (a substantial portion of material harmful to minors)“ hosten, untersagt, Anleitungen zur Umgehung digitaler Altersüberprüfungen mittels VPN bereitzustellen. Von Hilfe zur Selbsthilfe scheinen diese „Kritiker“ noch nichts gehört zu haben.
Die EFF sagt weiterhin:
Dies wirft erhebliche Bedenken hinsichtlich des Ersten Verfassungszusatzes auf, da es Plattformen daran hindert, ihren Nutzern grundlegende, wahrheitsgemäße Informationen über ein rechtmäßiges Datenschutz-Tool zur Verfügung zu stellen.
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(This raises significant First Amendment concerns, as it prevents platforms from providing basic, truthful information about a lawful privacy tool to their users.)
Interessanterweise „argumentieren“ dann Unterstützer solcher Zensur und Kontrollmechanismen und -gesetze plötzlich mit dem Waffenbesitz,
[…] als wäre es selbstverständlich, dass beispielsweise ein Waffenschrank mit einer Anleitung zum Knacken des Schlosses geliefert wird.
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([…] as though it would be natural for, say, a gun safe to come with instructions on how to pick the lock.)
NordVPN sagt, dass das Blockieren aller VPN– und Proxy-IPs nicht möglich ist
Berechtigterweise ist auch der bekannte VPN-Anbieter NordVPN mit dem Gesetz in Utah unzufrieden. In einer Stellungnahme gegenüber Tech Radar erklärt das Unternehmen:
Die Sperrung aller bekannten VPN- und Proxy-IPs in Utah ist technisch unmöglich, da die Anbieter ständig neue Adressen hinzufügen und es keine umfassende Sperrliste gibt.
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(Blocking all known VPN and proxy IPs in Utah is technically impossible because providers constantly add new addresses and no comprehensive blocklist exists.)
Außerdem heißt es:
Der Versuch, diese Vorschriften einzuhalten, hätte schwerwiegende Folgen für rechtmäßige Nutzer weltweit. In seiner derzeitigen Fassung scheint der Gesetzentwurf Erwachsenen-Webseiten nicht die Möglichkeit zu geben, einfach aus dem Markt in Utah auszusteigen, um die Vorschriften zu umgehen.
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(Attempting to comply would have serious consequences for lawful users worldwide. As currently written, the bill does not appear to give adult sites the option to simply exit the Utah market to avoid the rules.)
Und weiter:
Stattdessen scheint die einzige verbleibende Option darin zu bestehen, jeden Besucher weltweit einer Altersüberprüfung zu unterziehen, unabhängig von seinem tatsächlichen Standort.
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(Instead, the only remaining option appears to be age-verifying every visitor globally, regardless of their actual location.)
Und genau in dieser „weltweiten Altersüberprüfung“ liegt aus meiner Sicht der eigentliche Grund eines solchen Vorstoßes. Es geht um Kontrolle, Zensur und zuvorderst den Zwangseinsatz einer digitalen ID, wenn man das Internet benutzen will, respektive als Einfallstor die digitale ID auch für alle anderen Bereiche zu implementieren.
Die EFF argumentiert vollkommen zurecht, dass „Angriffe auf VPNs im Kern Angriffe auf die Werkzeuge sind, die digitale Privatsphäre ermöglichen (attacks on VPNs are, at their core, attacks on the tools that enable digital privacy)“.
Die IGE und ihre Helfershelfer bauen weiter am digitalen Gefängnis – ohne dass es die Befürworter der digitalen ID zu verstehen scheinen, was da gerade tatsächlich passiert. Pseudoargumente von Kinderschutz oder gefährlichen Algorithmen sind genau das: Pseudoargumente. Ginge es ihnen wirklich um unsere Kinder würden sie die Epstein-Files sauber aufarbeiten, würden sie die Welt nicht mit Kriegen überziehen und würden sie ein Bildungssystem einführen, das Indoktrination und Manipulation im Klassenzimmer nicht zulässt.
Quellen:
Online Age Verification Amendments 2026 GENERAL SESSION STATE OF UTAH
VPNs a navigable challenge for age assurance sector, says AVPA
Utah’s New Law Targeting VPNs Goes Into Effect Next Week
US bill would mandate operating system-level age verification
How we talk when we talk about age assurance
‚A liability trap‘ — NordVPN slams Utah age verification law targeting VPN users
Facial age estimation spoof, VPN bypass claims called into question
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