Bargeldabschaffung: IWF rät in einem Arbeitspapier zur schrittweisen, unbemerkten Bargeld-Beseitigung

In einem neuen Arbeitspapier mit dem Titel „The Macroeconomics of De-Cashing (Die Makroökonomie der Bargeld-Beseitigung)“ schreibt der IWF-Analyst Alexei Kireyev zum Thema Bargeldabschaffung:

Obwohl einige Länder höchstwahrscheinlich in ein paar Jahren weniger Bargeld im Umlauf haben werden, sollte die Umsetzung der Bargeldabschaffung schrittweise vorgenommen werden. Der Bargeld-Beseitigungsprozess könnte auf anfängliche und weitgehend unkritisch betrachtete Schritte aufbauen, wie zum Beispiel das Ausdünnen großer Geldscheine, die Platzierung von Grenzen bei Bargeldtransaktionen und die Kontrolle von Bargeldbewegungen über Grenzen hinweg. Weitere Schritte könnten die Schaffung von wirtschaftlichen Anreizen zur Verringerung der Verwendung von Bargeld bei Transaktionen, die Vereinfachung der Eröffnung und Nutzung von übertragbaren Einlagen und eine weitere Computerisierung des Finanzsystems sein.

Der private Sektor sollte dem öffentlichen Sektor bei der Bargeld-Beseitigung vorgezogen werden. Der Erstgenannte scheint fast gänzlich dazu willens zu sein (z. B. größerer Einsatz von Mobiltelefonen, um den Kaffee zu bezahlen), aber es bedarf immer noch einer politischen Ausrichtung. Der Letztere scheint fragwürdiger zu sein, und die Leute können bedeutende Einwände dagegen haben. Die Bargeld-Beseitigung in jeglicher Form lässt sowohl Einzelpersonen als auch Staaten anfälliger für Störungen von Stromausfällen über Hacks bis hin zu Cyberkriegsführung zurück. In jedem Fall sollten die verlockenden Versuche, eine Bargeld-Beseitigung per Dekret zu verhängen, vermieden werden, da die populäre persönliche Bindung zu Bargeld noch gegeben ist. Ein gezieltes abgestimmtes Programm ist erforderlich, um Verdachtsfälle im Zusammenhang mit der Bargeld-Beseitigung zu verringern; vor allem, dass durch die Bargeld-Beseitigung die Behörden versuchen, alle Aspekte des Lebens der Menschen, einschließlich ihrer Verwendung von Geld zu kontrollieren, oder dass sie die Menschen zwingen ihr Erspartes in die Banken zu tragen. Der Bargeld-Beseitigungsprozess würde mehr Traktion erhalten, wenn er auf einer individuellen Konsumentenwahl und auf Kostenvorteilen beruht.

(Although some countries most likely will de-cash in a few years, going completely cashless should be phased in steps. The de-cashing process could build on the initial and largely uncontested steps, such as the phasing out of large denomination bills, the placement of ceilings on cash transactions, and the reporting of cash moves across the borders. Further steps could include creating economic incentives to reduce the use of cash in transactions, simplifying the opening and use of transferrable deposits, and further computerizing the financial system.

The private sector led de-cashing seems preferable to the public sector led decashing. The former seems almost entirely benign (e.g., more use of mobile phones to pay for coffee), but still needs policy adaptation. The latter seems more questionable, and people may have valid objections to it. De-cashing of either kind leaves both individuals and states more vulnerable to disruptions, ranging from power outages to hacks to cyberwarfare. In any case, the tempting attempts to impose de-cashing by a decree should be avoided, given the popular personal attachment to cash. A targeted outreach program is needed to alleviate suspicions related to de-cashing; in particular, that by de-cashing the authorities are trying to control all aspects of peoples’ lives, including their use of money, or push personal savings into banks. The de-cashing process would acquire more traction if it were based on individual consumer choice and cost-benefits considerations.)

The Macroeconomics of De-Cashing
Kireyev umschreibt dabei schön die heutige Umsetzung unliebsamer Politik: ändere einfach die Regeln, gieße diese in eine Gesetzesform, die die Mehrheit der Menschen gerade noch so akzeptieren kann und die Widerspenstigen 3 bis 5% werden durch die große Mehrheit mit in die Akzeptanz dieser Änderungen getrieben.

Eine dieser neuen Regeln ist die Verbannung großer Geldscheine, die wir in aller Herren Länder bereits beobachten können. Sei es der 100 US-Dollar-Schein, die 500er und 1.000er Rupien-Scheine in Indien oder der 500 Euro-Schein. Mit einem Schlag kann damit die Hälfte (oder mehr wie im Falle Indiens) des im Umlauf befindlichen Bargeldes – im wahrsten Sinne des Wortes – einkassiert werden. Eine zweite „Regeländerung“ ist dann die Einführung von Höchstgrenzen bei der Nutzung von Bargeld. Frankreich und Spanien haben diese bereits umgesetzt – andere werden alsbald folgen, auch wenn die renitenten Deutschen hier noch erfolgreich opponiert haben. Und als letzte „Neuregelung“ wird es seitens des Staates fast unmöglich gemacht Bargeld aus dem Land zu schaffen: Stichwort 10.000 Euro-Grenze. Man sieht also, dass hier schon kräftig „angeschoben“ wurde.

All diese Maßnahmen wurden uns natürlich „positiv besetzt“ verkauft. Soll heißen, dass es nur „zu unserer Sicherheit“ sei. Der Staat als „Guter“, der um unsere Sicherheit besorgt ist und um die der Menschen, die mit Bargeld zu tun haben. Und sind all diese Maßnahmen flächendeckend im Westen eingeführt, ist der nächste Schritt, die eigene finanzielle Versklavung zu akzeptieren, nicht mehr weit entfernt.

Norbert Häring, der eine sehr gute englische Analyse zum Arbeitspapier des IWF verfasst hat, schreibt in der deutschen (allerdings ausgedünnten) Übersetzung dazu:

Der Autor [IWF-Analyst Alexei Kireyev] hält das Misstrauen nicht etwa für verfehlt. Er zählt die Möglichkeit, alle finanziellen Transaktionen der Menschen zu überwachen, explizit zu den Vorteilen der Bargeld-Beseitigung und auch dass die Ersparnisse in die Banken gedrängt werden, listet er unter den Vorteilen.

Abschließend empfiehlt er den Regierungen ein international koordiniertes Vorgehen bei der Einführung von Bargeld-Restriktionen und ein abgestimmtes Vorgehen im Konsens mit dem Privatsektor.

Unser Schuldgeldsystem benötigt immer mehr und immer schneller neues Geld. Daher werden die „Umsetzungsmaßnahmen zur Geldbeschaffung“ des Finanzimperiums immer dreister. Eine zwingende Voraussetzung dafür und auch für das eigene Überleben mittels eine neuer Währung, bestehend aus den Sonderziehungsrechten des IWF oder eine Spielart davon, ist die Bargeldabschaffung. Und das Arbeitspapier von Alexei Kireyev zeigt uns den einzuschlagenden bzw. bereits zum Teil gegangenen Weg.

Quellen:
IMF De-Cashing: Soft-Selling Financial Enslavement
The Macroeconomics of De-Cashing
IMF tells governments how to subvert public resistance against elimination of cash
Things Just Got Serious in Europe’s War on Cash
IWF berät Regierungen, wie sie die Bevölkerung täuschen und geschmeidig Bargeld abschaffen können


Ein Artikel bildet zwangsweise die Meinung eines Einzelnen ab. In Zeiten der Propaganda und Gegenpropaganda ist es daher umso wichtiger sich mit allen Informationen kritisch auseinander zu setzen. Dies gilt auch für die hier aufbereiteten Artikel, die nach besten Wissen und Gewissen verfasst sind. Um die Nachvollziehbarkeit der Informationen zu gewährleisten, werden alle Quellen, die in den Artikeln verwendet werden, am Ende aufgeführt. Es ist jeder eingeladen diese zu besuchen und sich ein eigenes Bild mit anderen Schlussfolgerungen zu machen.
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8 Kommentare bei “Bargeldabschaffung: IWF rät in einem Arbeitspapier zur schrittweisen, unbemerkten Bargeld-Beseitigung

  1. Jakob
    8. April 2017 um 15:55

    Vielen Dank für diesen wichtigen Artikel!

    Liebe Grüße
    Jakob

  2. skadenz
    8. April 2017 um 18:26

    WICHTIGE Aufklärung
    über die Zustände in den – Öffentlich Rechtlichen MassenMedien & TV – die von ihrer, der STAATS-DOKTRIN
    abweichende Meinungen/Erklärungen/Richtigstellungen also Aufklärendes, mit Totalitären (ungenauen) Bezeichnung wie „Fake News“ versehen und Totalitär verfolgt sehen wollen – Totalitär, NICHT vom STAATS-APPARAT sondern (den Faschismus) vor späteren Ermittlungen geschützt, also für diese „Massen-Demokratie“ Sicher, mittels Unternehmen der Privatwirtschaft vorgenommene (Total) ZENSUR alles von der Staats-Doktrin abweichenden, gelöscht, entfernt Wissen & Sehen wollen.
    Ihr Meinungsfindungs-Diktat NICHT gefährdet sehen wollen!

    (als ganzes Zitat übernommen aus dem Artikel bei —-https://www.rubikon.news/artikel/die-indoktrinierte-elite)

    Die indoktrinierte Elite
    Volker Bräutigam und Friedhelm Klinkhammer sind bundesweit bekannt für ihre kritische Betrachtung der Nachrichtengebung von ARD-aktuell. Allein im letzten Jahr verfassten die ehemaligen Mitarbeiter des NDR um die 200 Programmbeschwerden und spießten falsche, tendenziöse und lückenhafte Berichterstattungen des Nachrichtenflaggschiffes der Republik mit spitzer Feder auf.
    von Maren Müller

    Die Herren beanstandeten in einer ihrer Beschwerden, dass Fehler seitens der Redaktion von ARD-aktuell nicht eingeräumt und korrigiert werden, obwohl sie sich nachweislich häufen. Eine beachtliche Anzahl von Programmbeschwerden – in deren Gegenstand auch der SWR involviert war – behandeln die Berichterstattung zum Syrienkonflikt. Wie in den die meisten öffentlich-rechtlichen Nachrichten wird zum Konflikt ausschließlich die Sichtweise der NATO-Bündnispartner und der Regierung verbreitet. Das betrifft zum großen Ärger der Beschwerdeführer auch falsche Tatsachenbehauptungen, die längst widerlegt worden sind.

    Dr. Gerhard Bronner sitzt als Abgesandter der gesellschaftlich relevanten Gruppierung „Landesnaturschutzverband Baden-Württemberg“ im Rundfunkrat des „Südwestrundfunk“ (SWR). Laut Staatsvertrag des SWR ist es die Aufgabe Bronners, im Auftrag der Öffentlichkeit, den von den Beitragszahlern finanzierten Rundfunk zu kontrollieren.

    Die Befassung der Gremien mit Publikumsbeschwerden verläuft zumeist wenig ambitioniert und in der Endabstimmung in geradezu nordkoreanischer Eintracht, wobei die beanstandete Berichterstattung in der Regel von jeglichem Makel freigesprochen wird.

    Die Entscheidung des Gremiums zu ihrer Programmbeschwerde teilte Rundfunkrat Bronner den Beschwerdeführern lediglich am Rande mit. Eine Begründung der Entscheidung erfolgte nicht. Den Hauptteil seiner Mitteilung nutzte Bronner dazu, seine subjektive Sicht zur Entstehung des Syrienkonfliktes und zu den vermeintlichen Intentionen der Beschwerdeführer darzulegen und verstieg sich dabei in hanebüchene Spekulationen.

    Sehr geehrte Herren,
    wir haben heute im Rundfunkrat des SWR Ihre Programmbeschwerden zur Syrien Berichterstattung einstimmig abgelehnt.
    Lassen Sie mich trotzdem einige ergänzende Worte sagen.
    Sie machen sich zum Fürsprecher von Kriegstreibern und Massenmördern, berufen sich dabei auf Quellen, die von genau diesen gespeist werden und die als staatlich finanzierte Desinformation bekannt sind (RT).
    Ich darf Sie erinnern, wie der Syrien Konflikt begonnen hat. 19 Kinder wurden wegen Wandparolen gefoltert, Protestierer dagegen wurden erschossen. Ihre Rechenkünste hinsichtlich der in Ostaleppo eingeschlossenen erinnern an die Holocaustleugner, die sagen, Millionen von Juden hätte man technisch gar nicht umbringen können.
    Vermutlich hätten Sie auch Journalisten verleumdet, die kritisch über die Reichspogromnacht oder die Morde in Srebrenica berichtet haben.
    Wahrscheinlich kann ich Sie inhaltlich nicht überzeugen. Ich weiß auch nicht, mit welchem Hintergrund Sie solche Positionen vertreten – ob Afd, Altkommunisten, Neunationalisten, Reflex-Antiamerikanisten, Verschwörungstheoretiker. Ich möchte Sie bitten: belästigen Sie künftig nicht mehr Sender, ihre Gremien und Personen, die ihre Zeit produktiver verbringen könnten. Toben Sie sich woanders aus. Und erwägen Sie auch therapeutische Hilfe.
    Freundliche Grüße
    Gerhard Bronner
    Rundfunkrat

    Dr. Bronner bezieht, laut eigener Darstellung, Informationen zum Syrienkonflikt über die Newsletter von Adopt a Revolution, einer syrischen Exil-Organisation, die vom Ausland aus für den bewaffneten Kampf gegen die gewählte syrische Regierung eintritt. Der Rundfunkrat bezeichnet diese straff parteiische Informationsquelle als seriös bzw. empfiehlt den Beschwerdeführern deren Lektüre.

    Halten wir also fest: Dr. Gniffke bevorzugt als Quelle für die Syrien-Berichterstattung der Tagesschau den syrischstämmigen Eigner eines Bekleidungsgeschäftes aus Coventry, Rami Abdul Rahman und Rundfunkrat Bronner die Leipziger Interessengruppe Adopt a Revolution. Die Quellen beider Informationsdienste lassen sich nicht zweifelsfrei verifizieren, da sie vom Ausland aus operieren und ihre Informationen nur über Dritte beziehen, aber sie geben die Ansichten der syrischen Opposition und der Anti-Assad-Koalition exakt wieder und das passt wiederum zur Agenda des verantwortlichen Chefredakteurs von ard-aktuell und dessen potentiellen Kontrolleur. Was spielen Fakten da schon eine Rolle?

    Für den „Feindsender“ RT, der laut Bronner, im Auftrag von „Kriegstreibern und Massenmördern“ „staatlich finanzierte Desinformation“ betreibt, berichten tatsächlich Journalisten (z.B. Murat Gazdiev und Lizzie Phelan) vor Ort aus den syrischen Kriegsgebieten, anstatt wie ard-aktuell auf dubiose Quellen wie SOHR oder das AMC zu verweisen bzw. deren Propagandamaterial 1:1 für die Berichterstattung der Tagesschau/Tagesthemen zu übernehmen.

    Wie kommt es aber, dass gerade gebildete Menschen verstärkt Narrativen auf den Leim gehen bzw. diese bereitwillig weiterverbreiten, als wäre Zweifel an grenzwertigen Informationen schieres Teufelswerk? Psychologie-Professor Mausfeld erläuterte in einem vielbeachteten Vortrag, dass die gebildeten Schichten eher anfällig für die Illusion des Informiertseins sind. Diese Schichten sind aus naheliegenden Gründen in besonderem Grad durch die jeweils herrschende Ideologie indoktriniert – das war im Nationalsozialismus nicht anders als heute – sie sind durch ihre schweigende Duldung ein wichtiges Stabilisierungselement der jeweils herrschenden Ideologien. Mit Billigung und Unterstützung der Mehrzahl ihrer (gebildeten) Bürger können Staaten schlimmste Gräueltaten – wie Folter, Massenmorde und Völkermord – begehen und dennoch davon überzeugt sein, dass ihre Taten moralisch nicht verwerflich seien.

    Wer von Kindheit an mittels politischen und medialen Dauerfeuer mit dem Schreckgespenst des unmittelbar vor der Tür stehenden Russen malträtiert wurde und somit die Russophobie quasi mit der Muttermilch aufgesogen hatte, ist vorgeprägt fürs Leben. Man wuchs schließlich im „demokratischen Teil“ Deutschlands mit der Siegermacht USA auf, die zwar bis dahin kaum ein Jahrzehnt ihres kurzen Bestehens ohne brutale Vernichtungskriege gegen andere Völker auskam, jedoch war man stets angetan von den Freunden, die auf der Leinwand als strahlende Sieger und mit wehenden Fahnen das Böse in und außerhalb dieser Welt besiegten.

    Dass zwischen Wirklichkeit und Fiktion Welten liegen, in denen kleine Kinder mit Napalm verbrannt, ferne Länder, Großstädte sowie einst idyllische Inseln zum Testgelände für Massenvernichtungswaffen deklariert wurden und die unantastbare Großmacht mordend und brandschatzend durch die jüngere Geschichte zieht, blendet man kollektiv und konsequent bis zum heutigen Tage aus.

    Als bleibende Lektion einer Sozialisierung durch das zutiefst von den USA indoktrinierten Systems, setzte sich bei einer Vielzahl von Menschen die reine Überzeugung fest, dass die USA die einzige Nation in der Geschichte der Neuzeit sind, die „Gottes Werk“ [Die USA “are the only ones in modern history who are convinced that by bringing their political and economic system to others, they are doing God’s work”. Stephen Kinzer (2006). Overthrow: America’s Century of Regime Change From Hawaii to Iraq. New York: Times Books.] verrichten, indem sie ihr politisches und wirtschaftliches System zum Maß aller Dinge erheben und es anderen Nationen notfalls mit Gewalt überstülpen.

    Das moralische und intellektuelle Dilemma manifestiert sich bei Gutgläubigen darin, dass sie Kritiker dieser unfassbaren Zustände als das bezichtigen, was sie Kraft ihrer ideologischen Haltung selbst sind: nämlich Fürsprecher von Kriegstreibern und Massenmördern.

    Denn Gründe für völkerrechtswidrige Interventionen sind den US-Amerikanern noch immer eingefallen, auch das jüngste Beispiel wird bald in die Ahnenreihe der kriegstreiberischen Fake-News eingehen:

    Kriegslüge 1: Die NSA gibt zu, 1964 in ihrem Bericht über den Tonkin-Zwischenfall gelogen und Daten so manipuliert zu haben, dass der Eindruck entstand, nordvietnamesische Schnellboote hätten US-Kriegsschiffe angegriffen, um einen Vorwand für den Vietnam-Krieg zu schaffen. Die Zahl der vietnamesischen Kriegsopfer wird auf mindestens zwei bis zu über fünf Millionen, darunter über 1,3 Millionen Soldaten, geschätzt. Mehrere Millionen Vietnamesen wurden verstümmelt und dem hochgiftigen Entlaubungsmittel Agent Orange ausgesetzt.

    Kriegslüge 2: Das FBI hatte zugegeben, dass die Milzbrand-Anschläge im Jahr 2001 von einem oder mehreren bei der US-Regierung beschäftigten Wissenschaftlern ausgingen; ein höherer FBI-Beamter hatte außerdem enthüllt, das FBI sei vom Weißen Haus angewiesen worden, die Milzbrand-Briefe Al-Qaida und dem Irak anzulasten, weil man sie als Rechtfertigung für einen Regimewechsel im Irak benutzen wollte.

    Kriegslüge 3: Die USA haben dem Irak zu Unrecht unterstellt, an den Anschlägen am 11.09.2001 beteiligt gewesen zu sein und diese Anschuldigung als eine der Hauptrechtfertigungen für den Überfall auf den Irak benutzt; das geht aus einer Notiz des Verteidigungsministers hervor. „Irak ist das am stärksten durch Uranwaffen kontaminierte Land. Die USA und Großbritannien verschossen in den Kriegen von 1991 und 2003 mindestens 400.000 Kilogramm Uranmunition“, schreibt etwa die Wikipedia.

    Auch die denkbar größte reale Gefahr in Bezug auf nuklearen Terrorismus ging bislang von den USA aus. Sie haben seit Jahrzehnten in beispiellosem Maß nukleare, geächtete und konventionelle Angriffe auf zivile Ziele verübt, irreparable Verheerungen bei Atomtests im Pazifik angerichtet und Kriegsgründe en masse inszeniert wie kein anderes Land jemals zuvor. Die Ausgaben allein für atomare Sprengköpfe stiegen zuletzt unter Obama höher als unter jedem anderen Präsidenten. Die Kosten betrugen über 30 Jahre mehr als eine Billion Dollar.

    Besonders brisant: In den letzten 2 Jahren gab es entlang Russlands Westgrenze die größte Aufstockung militärischer Kräfte seit dem Zweiten Weltkrieg – angeführt von den USA. Seit Hitler in die Sowjetunion einmarschierte, haben ausländischen Truppen nicht eine solch offensichtliche Bedrohung für Russland dargestellt.

    Die postfaktische Neigung diverser Politiker und Meinungsbildner Begrifflichkeiten zu vermischen bzw. gleichzusetzen (bspw. EU = Europa), tritt insbesondere bei der inflationären Nutzung des Begriffes „Antiamerikanismus“ zutage. Kein vernünftiger Mensch hat etwas an Amerika, dem Kontinent, auszusetzen. Durch die Nutzung abgedroschener Kampfbegriffe wie eben „Antiamerikanismus“, „Verschwörungstheoretiker“ oder des Implizierens nationalistischer Ambitionen soll Kritik an den Machtzentren der Hegemonialmacht USA und der veröffentlichten Meinung zu den entsprechenden geopolitischen Konflikten mit allen Mitteln blockiert und geächtet werden. Diese durchsichtige Strategie zum Schutz bestehender Narrative hat die längste Zeit funktioniert – so viel sei den Nutzern dieser Argumentationstechniken schon mal versprochen.

    Als ein typisches Merkmal faschistoiden Gedankengutes kann der Ratschlag Bronners zu entsprechender „therapeutische Hilfe“ gewertet werden. So wurden in der Vergangenheit in totalitären Systemen immer wieder missliebige Zeitgenossen aus politischen Gründen mittels gewisser „therapeutischer Ansätze“ aus der Öffentlichkeit verbannt, in Misskredit und zum Schweigen gebracht. Wie sich ein solches Wunschdenken mit der Mitgliedschaft in einem demokratischen Gremium verträgt, sollte von den zuständigen politischen Entscheidungsträgern erörtert werden – und zwar ausnahmsweise zu Gunsten demokratischer Grundrechte.
    Bis dahin sollte sich Rundfunkrat Bronner zur umfassenden Weiterbildung beurlauben lassen.

    Werter Herr Bronner,
    dass Dauerpropaganda das Denken mancher dafür empfänglichen Mitmenschen verwüstet, haben Sie mit Ihrer Mail trefflich vorgeführt. Sie haben zugleich kenntlich gemacht, dass Leute wie Sie im Rundfunkrat der real existierenden öffentlich-rechtlichen Sender unentbehrlich sind. Sie werden gebraucht, um das transatlantische Gesellschaftsmodell zu stützen mittels eines Systems der manipulativen politischen Beeinflussung der Öffentlichkeit. Ihnen selbst ist diese Funktion vermutlich nicht einmal bewusst.
    Dass Sie so gut wie nichts über Ursachen, Motive und Beteiligte im Syrien-Konflikt wissen und nichts begriffen haben, zeigen Ihre indiskutablen Ausführungen.
    Sie stellen zwischen unseren Analysen der manipulativen Berichte über Ost-Aleppo und der Methodik von Holocaust-Leugnern Vergleiche her und unterstellen uns deren nazistische Gesinnung. Das disqualifiziert Sie. Sachlicher Umgang mit Kritik ist Ihnen offenbar fremd. Leute wie Sie leben in der autoritären Vorstellung, sie dürften andere Meinungen als abartig und krankhaft niedermachen. Dahinter steckt der herrschsüchtige Traum, sie zu unterdrücken.
    „Ich teile Ihre Meinung nicht, mein Herr, aber ich würde mein Leben dafür geben, dass Sie sie äußern können“. Dieser Satz wird dem Aufklärer Voltaire zugeschrieben. Selbst wenn Sie davon gehört haben: Verstanden haben Sie ihn erkennbar nicht.
    Vermutlich ist Ihre Sichtweise im SWR-Rundfunkrat nicht einzigartig. Nur dieses Gremium selbst könnte das ausschließen. Wir geben ihm hiermit Gelegenheit dazu; Ihre Mail machen wir allen Ihren Kolleginnen und Kollegen zugänglich. Dito der Öffentlichkeit. Die hat Anspruch darauf, zu erfahren, wie ihre Repräsentanten im Rundfunkrat ticken. Es möge jeder selbst abwägen, was an dem System Öffentlich-rechtlicher Rundfunk änderungsbedürftig ist.
    Mit freundlichen Grüßen
    V. Bräutigam, F. Klinkhammer

    —-https://www.rubikon.news/artikel/die-indoktrinierte-elite

    „Programmbeschwerden“ ist ein (1) Punkt (aber wenig effektiv wie immer wieder man lesen muss)
    in diesem Land, steht laut Grundgesetz, Kriegstreiberei, Unterstützung von Krieghandlungen, Vorbereitung zu Angriffskriegen, sind Verbrechen gegen den Völkerfrieden …. usw. UNTER STRAFE ebenso wie Verbrechen gegen die Menschlichkeit ….
    mit den „Programmbeschwerden“ MÜSSTEN, meinem dafürhalten, Zeitgleich STRAFANZEIGEN erstattet werden um diesen Verbrechen an den Bürgern, der Gesellschaft und dem Völkerfrieden endgültig Einhalt gebieten zu können.
    Diese Einseitige Berichterstattung (Libyen, Syrien, Ukraine, Russland, Jemen, … / GENDER-Nazismus / gelenkte Sozialstaat-Invasion / …. ) gegen alles das inkompatibel zu der – STAATS-DOKTRIN der „Polit/Medien-Mafia“ – steht – ist Kriegshetze, sind Völkerrechts-Verbrechen, sind Taten gegen den Völkerfrieden !(!)

    „OST A. Merkel“ – täuscht die Öffentlichkeit !
    hier:
    —-http://homment.com/Merkelplan

    skadenz

    • skadenz
      13. April 2017 um 19:21

      …. mit den „Programmbeschwerden“ MÜSSTEN, meinem dafürhalten, Zeitgleich STRAFANZEIGEN erstattet werden …. wegen Verbrechen gegen den Völkerfrieden! – Befürworten von Völkerrechtsverbrechen! – …

      (10. April 2017)
      „Der von Trump angeordnete Raketenangriff ist eine schwere völkerrechtswidrige Straftat“.
      Ein Interview mit Dieter Deiseroth.
      —-http://www.nachdenkseiten.de/?p=37767

      (13. April 2017)
      […] „Wir sehen hierin und in den journalistischen Ergebenheitsadressen an US-Präsident Trump einen Verstoß gegen den NDR-Staatsvertrag.“
      F. Klinkhammer V. Bräutigam
      —-http://www.rationalgalerie.de/schmock/kanzleramt-an-dr-gniffke.html

  3. 8. April 2017 um 18:36

    „Westliche Welt Massen-Demokratie“ ist – O H N E – diese„Westliche Welt Massen-Medien & TV“
    den Menschen – N I C H T – aufzupressen, zu Nötigen, zu Diktieren

    Dazu noch,
    die Techniken zur Massen-Manipulation, die Techniken für die Suggestion der Massen – ihn ihrer „Westliche Welt Massen-Demokratie“
    blossgestellt von

    (*Prof. Rainer Mausfeld*)
    „Demokratie-Management durch Soft Power-Techniken“
    Die Angst der Machteliten vor dem Volk

    … die für das Volk so attraktive Idee von Demokratie MUSS so entleert werden, dass sie nur noch auf einen Wahlakt beschränkt ist. Und schließlich benötigt man ein konti-nuierliches Demokratiemanagement, damit das Volk bei dem Wahlakt auch so will, wie es wollen soll.
    Meinungsmanagement ist “kostengünstiger als Gewalt, Bestechung oder irgendeine andere Kontrolltechnik“.

    Die Techniken dieser psychologischen Kriegsführung gegen die Bevölkerung sind in den vergangenen 50 Jahren in einer für den einzelnen kaum noch überschaubaren Weise weiterent-wickelt und verfeinert worden.

    Dadurch verfügen die Eliten über ein profundes und umfassendes Wissen über die Eigenschaften unserer Psyche und unseres Geistes, die sich für Manipulationen eignen,
    während das Manipulationsobjekt, das Volk, nicht einmal eine nur halbwegs angemessene Vorstellung davon hat,
    welche ‚Schwachstellen‘ des menschlichen Geistes in welcher Weise von den Eliten für eine Manipulationen von Meinungen und Gefühlen genutzt werden.

    (Veröffentlicht am 19.02.2017)
    Prof. Rainer Mausfeld: Die Angst der Machteliten vor dem Volk (hier verdeutlicht die – Manipulation & Suggestion – der Massen (Leute, Bürger)“
    —-https://www.youtube.com/watch?v=Rk6I9gXwack#
    .
    *Prof. Rainer Mausfeld* (das Transscript – mit der literarische Beweisführung)
    —-http://www.uni-kiel.de/psychologie/mausfeld/pubs/Mausfeld_Die_Angst_der_Machteliten_vor_dem_Volk.pdf

  4. Udo
    8. April 2017 um 22:37

    Es ist der Krieg gegen die finanzielle Unabhängigkeit. Der Sozialismus, EUSA, kollabiert und die einzige Möglichkeit dies zu verzögern sind totalitäre Massnahmen. Menschen, die nicht nur finanziell unabhängig sind, sondern in der Regel auch selbständig denken können sind dem System ein Greuel.
    Es geht um Kontrolle, Abhängigkeit und die Jagd auf Steuern, dem man sich, nach dem das Bargeld mehr und mehr eingeschränkt bzw. abgeschafft und durch den RFID-Chip ersetzt wird, nicht mehr entziehen kann.
    Da das Land der Dichter und Denker nur noch als Mythos existiert, kann man davon ausgehen dass dieses Szenario früher oder später eintritt. Vernunftbegabte schauen sich das von der Ferne aus an.

  5. Hieronymus Huxley
    14. April 2017 um 00:08

    Da kommt einem das kalte Grausen! Danke für den Bericht!
    Das Computergeldsystem steht weltweit bereit, ich denke die werden verhindern wollen, dass das, oder selbst nur Teile davon, durch einen WK zerstört werden.
    Also kein Krieg, dafür nur die komplette Unfreiheit. Industrie 4.0 und welche Namen die Verantwortlichen dem Mist auch sonst noch geben wollen. Global beklemmend!
    Die Welt als Gefängnis, ich bin gespannt ob und welche Auswege sich eröffnen werden.

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