NWO: Vom “Bürgergefahrenwert (citizen threat score)” zu Robocop – Reine Phantasie oder bald Realität?

Im Artikel NWO: Der beste Weg der staatlichen Überwachung ist die Selbstkontrolle habe ich erstmals über “Sesame Credit” berichtet:

Schon einmal von “Sesame Credit” gehört? Nein? Macht nichts, denn es ist nur eine Frage der Zeit bis das, was sich hinter diesem Namen verbirgt, auch in Europa und Deutschland diskutiert wird.

“Sesame Credit” ist die chinesische Umsetzung der Dystopie von Orwell – bis zum Jahr 2020 freiwillig, danach verpflichtend.

“Sesame Credit” ist so etwas wie die “Schufa des Sozialverhaltens”, heißt, dass jeder Bürger in China zukünftig bewertet wird:

“The owners of China’s largest social networks have partnered with the government to create something akin to the U.S. credit score — but, instead of measuring how regularly you pay your bills, it measures how obediently you follow the party line.
(Die Besitzer der größten chinesischen Sozialen Netzwerke haben sich mit der Regierung zusammen getan, um so etwas wie den US-Kredit-Score zu erstellen – aber statt zu bewerten wie regelmäßig Sie Ihre Rechnungen bezahlen, misst er wie gehorsam sie der Parteilinie folgen.)

Viele mögen damals gedacht haben, dass sie das nicht betrifft, da China bekanntlich weit weg ist und China als kommunistischer Staat mit seiner Bevölkerung anders umgeht als der doch so freie und demokratische Westen (Achtung Ironie!). Weit gefehlt. Denn die USA ziehen nach. Und bekanntlich sind US-amerikanische “Phantasien” auch bald Phantasien unserer Politdarsteller.

Konkret geht es um die Strafverfolgungsbehörde in Fresno, Kalifornien, die eine Technologie einsetzt um Informationen zusammenzuführen, die aus verschiedenen Quellen wie Polizeiberichten, Grundbüchern und Eigentumsaufzeichnungen, kommerziellen Datenbanken, Websuchen und Beiträgen auf einigen sozialen Netzwerken stammen. All diese Daten werden laut Washington Post dann zu einem “Bürgergefahrenwert (citizen threat score) zusammengefasst.

Was könnte man mit einem solchen “Bürgergefahrenwert” alles machen? Beispielsweise bestimmen ob jemand fliegen darf, das Land verlassen kann oder öffentliche Einrichtungen besuchen darf. Oder ob er Waffen besitzen kann, eine Arbeitsstelle bekommt und welche Gesundheitsvorsorge er erhält.

Schon heute sendet Facebook sogenannte “umstrittende Aktivitäten” an die lokale US-Polizei. Stellen wir uns einmal vor neben den Daten von Facebook würden auch die von Reddit, Twitter, Snapchat, WhatsApp oder Instagram (usw.) in einen solchen “Bürgergefahrenwert” einfliessen, der dann zum Ausdruck bringt, wie jemand politisch einzuordnen ist, wie seine Beziehung läuft oder wie er zum Waffenbesitz steht. Eine Goldgrube für jedes Unternehmen, aber auch für den Staat, um politische Strömungen, soziale Spannungen erkennen und ggf. unterdrücken zu können.

Packen wir zu den oben genannten Meta-Daten-Quellen doch noch weitere Informationen dazu. Wie wäre es mit den Aufzeichnungen der Schulbehörden, den Umsätzen der Kreditkarten und die Browser-Historie. Den Arztakten und dem Fahrverhalten. Kontobewegungen und Bewegungsdaten via Handynutzung. Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt. Und stellen wir uns dann am Schluß doch einfach noch vor, dass all diese Daten dazu genutzt werden, um uns nicht nur zu steuern, zu kontrollieren und zu indoktrinieren, sondern auch dazu um eine Künstliche Intelligenz zu formen, die dann aufgrund der gesammelten Informationen weiß wie sich Menschen, Menschenmasen und Menschenansammlungen verhalten. Um diese zu steuern oder gar zu bekämpfen. Alles Hirngespinste? Mitnichten. Vielleicht schauen Sie sich einfach mal die Website von Knightscope an. Ein Startup aus Mountain View (ja, da wo Google sitzt), dass Roboter zur Verbrechensbekämpfung entwickelt:

The Knightscope K5 is an autonomous robot that provides a commanding but friendly physical security presence. The K5 gathers important real-time, on-site data through its numerous sensors, which is then processed through apredictive analytics engine. There it is combined with existing business, government and crowdsourced social data sets to determine if there is a concern or threat in the area. If so, an issue is created with an appropriate alert level and a notification is sent tothe community and authorities through the Knightscope Security Operations Center (KSOC), a browser based user interface.
(Der Knightscope K5 ist ein autonomer Roboter, der eine dominierende, aber freundlich physische Sicherheitspräsenz bietet. Der K5 sammelt wichtige Echtzeit-, Vor-Ort-Daten mit Hilfe zahlreicher Sensoren, die dann durch eine Predictive Analytics-Engine [Vorhersageanalyseprogramm] verarbeitet werden. Dort wird es mit bestehenden Geschäfts-, Regierungs- und Crowdsourcing Sozialdaten kombiniert, um zu bestimmen, ob es ein Problem oder eine Bedrohung in der Region gibt. Wenn ja, wird ein Vorfall mit einer entsprechenden Alarmstufe erstellt und eine Benachrichtigung an die Gemeinde und die Behörden wird durch das Knightscope Security Operations Center (KSOC), einer Browser-basierten Benutzerschnittstelle, versendet.)

Knightscope - Bildquelle: Screenshot-Ausschnitt www.knightscope.com

Knightscope – Bildquelle: Screenshot-Ausschnitt www.knightscope.com

Unter dem Schutzmantel der vorgeblichen Sicherheit für die Bevölkerung scheint heute alles “verkaufbar” zu sein. Wie lange wird es noch dauern bis wir Robocops auf den Straßen haben, die anhand eines “Bürgergefahrenwerts” errechnen, ob du dort entlang laufen darfst, wo du gerade entlang läufst. Oder ob du doch nicht in irgendeiner Zelle besser aufgehoben bist, weil du vorgestern auf Facebook einen kritischen Eintrag vorgenommen hast oder weil du letzte Woche zu schnell gefahren bist.

Schöne Neue Welt…

Quellen:
Why We All Should Be Concerned Over “Citizen Rankings” and How Scores are Calculated
The new way police are surveilling you: Calculating your threat ‘score’
Facebook Monitors Your Private Messages and Photos For Criminal Activity, Reports them to Police
Common Core Metadata Schema v1.0
Meet Knightscope’s Crime-Fighting Robots
Website Knightscope


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