Finanzindustrie: “Too Big To Fail” war gestern – heute ist “Much Too Big To Fail”

Die Banker, die es in ihren kollektiven Anstrengungen auf den globalen Märkten fast gesschafft haben die Völker der Welt aus zu plündern, operieren aus Bankzentralen heraus, die “größer denn je” sind.

Sie sind nicht nur “Too Big To Fail”, sondern auch zu groß, um ihre Sogwirkung – bei einem Zusammenbruch – eindämmen zu können. Das Derivategeschäft wurde nicht beendet oder kontrolliert; die Hebelverhältnisse sind immer noch außer Kontrolle; und Bank-Runs könnten jederzeit passieren, Barverfügungen verzweifelter Kunden könnten die Großbanken nicht erfüllen; scheinbar ist alles, was sie haben, ausgeliehen und eines Tages wird es von “heute auf morgen” zurück gefordert werden.

Die ganze Sache ist ein gefährlicher Drahtseilakt, der über unser ansonsten normales Leben mit großer Gefahr schwebt.

Still Too Big To Fail - Bildquelle: Screenshot-Ausschnitt Studie Still Too Big To Fail

Still Too Big To Fail – Bildquelle: Screenshot-Ausschnitt Studie Still Too Big To Fail

Die Corporate Reform Coalition (CRC) hat eine Studie mit dem Titel Still Too Big To Fail veröffentlicht, die auf die Gefahren des aktuellen Ponzi-Geld-Systems hinweist und die Tatsache unterstreicht, dass selbst die halbseidigen Regulierungsbemühungen durch den Dodd-Frank-“Wall Street Reform Act” von den Banken nicht erfüllt wurden.

Welch Überraschung:

“The top six bank holding companies are considerably larger than before, and are still permitted to borrow excessively relative to the assets they hold,” the report states. “They are dangerously interconnected and remain vulnerable to sudden runs, because they borrow billions of dollars from wholesale lenders who can often demand their cash back each and every day.”
It goes on: “Banks can still use taxpayer-backed insured deposits to engage in high-risk derivative transactions here and overseas. Compensation incentives fail to discourage mismanagement and illegality, given that when legal fees, settlements, and fines mount, it is usually the shareholders, not the corporate executives who pay.”
And, the report warns, “[s]hould one of these giant banking firms fail again, it appears that the damage will not be contained.”
“Avoiding another meltdown depends on the will of federal regulators to use the new powers they were granted in the Dodd-Frank Wall Street Reform and Consumer Protection Act,” said Jennifer Taub, author of the report and professor of law at Vermont Law School. “If they behave as if they are beholden to the banks, we will likely face a more severe crisis in the future.”
(“Die sechs Bank-Holdinggesellschaften sind wesentlich größer als zuvor, und es wird ihnen immer noch erlaubt kräftig im Verhältnis zu ihren Vermögenswerten, die sie halten, Kredite aus zu geben”, so der Bericht. “Sie sind gefährlich miteinander verbunden und bleiben anfällig für plötzliche Bank-Runs, da sie Milliarden von Dollar von Großhandelskreditgebern ausgeliehen haben, die oft ihr Geld von heute auf morgen zurück fordern können.”
Es geht weiter: “Die Banken können immer noch vom Steuerzahler abgesicherte, quasi versicherte Einlagen benutzen, um sich im Hochrisiko-Derivatgeschäft hier und im Ausland zu engagieren. Kompensationsanreize haben an der Misswirtschaft und Illegalität nichts geändert, da, wenn Rechtskosten, Vergleiche und Geldstrafen zu bezahlen sind, diese meist die Aktionäre, nicht die Führungskräfte, bezahlen.”
Und der Bericht warnt, “[s]ollte eine dieser riesigen Banken wieder zusammenbrechen, scheint es so zu sein, dass der Schaden nicht eingegrenzt werden wird.”
“Das Vermeiden einer weiteren Kernschmelze hängt vom Willen der Bundes-Regulierungsbehörden ab, ob sie die neuen Befugnisse, die ihnen durch das Dodd-Frank-Wall Street Reform und Verbraucherschutzgesetz gewährt wurden, nutzen”, sagte Jennifer Taub, Autorin des Berichts und Professorin für Rechtswissenschaften an der Vermont Law School. “Wenn sie sich so verhalten, als wären sie den Banken gegenüber verpflichtet, werden wir wahrscheinlich in naher Zukunft vor einer schweren Krise stehen.”)

Wir sind also, wie die Studie zeigt, völlig anfällig für eine weitere verheerende Wirtschaftskrise… und so gut wie nichts kann die gegenseitige Ansteckung lokal und global aufhalten.

Unter den vielen anderen Details, die die Bühne für einen weiteren hysterischen Ausbruch am Markt und eine weitere Runde von sich schlecht benehmenden Bankern bereiten, ist auch die US-Notenbank Fed zu nennen, die nicht nur eine Bombe fallen lassen wird, wenn sie eine Zinserhöhung bekannt gibt, sondern die auch weiterhin ihre Macht unkontrolliert und unbeaufsichtigt von der öffentlichen Hand ausüben will.

Washingtons Senatoren wollen gerade Rechtsvorschriften einbringen, die versuchen sollen die Fähigkeit der Fed die Geldschleusen zu entfesseln und den Einsatz von “Not-Krediten” als Mittel der Liquiditätzuführung für die “Too Big to Fail-Banken” einzudämmen – das zu recht kritisierte “Hintertür-Rettungspaket”.

Das schnelle und einfache Geld fließt heute mit Hilfe von QE3 und hat die Zinsen auf unter 0% gedrückt. Auf Kosten der Sparer, Rentner, Versicherungsverträgen und der Mittelklasse Amerikas im Allgemeinen.

Dieser fortlaufende “Notfall” zur Manipulation der Geldmenge hat katastrophale Ausmaße erreicht. Obwohl kein einziges Gesetz des Kongresses das Ausmaß dieser wirtschaftlichen Ereignisse umzukehren vermag, verdient zweifellos die beispiellose Macht der Federal Reserve eine genaue Überprüfung:

The Federal Reserve’s ability to give emergency loans to distressed institutions in a crisis would be restricted under legislation being prepared by lawmakers who want to stop “backdoor bailouts”.
The Fed contained panic during the crisis by offering emergency loans to institutions facing liquidity crunches. But, after the meltdown, Congress introduced restrictions to prevent the bailout of single struggling entities, while preserving Fed powers to provide liquidity to groups of firms.
(Die Fähigkeit der Federal Reserve Notfallkredite an notleidende Institutionen in einer Krise zu vergeben, würde gemäß der Gesetzgebung beschränkt werden, die gerade von Senatoren, die die “Hintertür-Rettungsaktionen” stoppen wollen, vorbereitet.
Die Fed dämmte die Panik in der Krise ein, in dem sie Notfallkredite an Institute mit Liquiditätsschwierigkeiten vergab. Aber nach der Kernschmelze führte der Kongress Beschränkungen ein, um die Rettungsaktionen für einzelne ums Überleben kämpfende Einheiten zu verhindern, während [der Kongress] der Fed die Macht liess, Liquidität für Unternehmensgruppen zu erzeugen.)

Und Stimmen aus der Federal Reserve sind bereit alles in Bewegung zu setzen, wenn ihre Macht bedroht wird:

Jerome Powell, a Fed governor, said in February that “it would be a mistake to go further [than the Dodd-Frank amendments] and impose additional restrictions.”
He added: “Because we cannot anticipate what may be needed in the future, the Congress should preserve the ability of the Fed to respond flexibly and nimbly to future emergencies.”
(Jerome Powell, ein Fed-Gouverneur  sagte im Februar, dass “es ein Fehler wäre weiter zu gehen [als die Dodd-Frank Änderungen] und zusätzliche Einschränkungen zu verhängen.”
Er fügte hinzu: “Da wir nicht vorwegnehmen können, was möglicherweise in der Zukunft benötigt werden wird, sollte der Kongress die Fähigkeit der Fed flexibel und schnell auf zukünftige Notfälle zu reagieren bewahren.”)

Alles wie gehabt. Nichts hat sich geändert. Unser Leben ist in Gefahr. Und später werden sie sagen, dass es niemand kommen sah, auch wenn jeder darauf hinweist, wie bedrohlich und gefährlich die Dinge bereits aussehen.

(Teil-/Übersetzung des Artikels Larger Than Ever, Big Banks Poised to Fail Again: “The Damage Will Not Be Contained” von Mac Slavo/SHTFplan.com)

Quellen:
Larger Than Ever, Big Banks Poised to Fail Again: “The Damage Will Not Be Contained”
Still Too Big to Fail
With Banks ‘Still Too Big to Fail,’ Another Financial Meltdown Looms
Fed Faces Limits on Lending Powers During Crises


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