Kurz eingeworfen: Verliert die USA ihre Militärbasen im “Hinterhof” Lateinamerikas?

Kurz eingeworfen - Bildquelle: Wikipedia / 4028mdk09

Kurz eingeworfen – Bildquelle: Wikipedia / 4028mdk09

Der ehemalige kolumbianische Präsident Ernesto Samper hat den lateinamerikanischen Ländern, die von Washington immer so gerne dispektierlich als US-amerikanischer Hinterhof bezeichnet werden, vorgeschlagen ihre Beziehungen zu den USA zu überdenken und angeregt, dass sie die US-Truppen aus dem Land werfen bzw. die auf ihren Territorien befindlichen US-Militärbasen schließen sollen:

A good point on the new agenda of relations [in Latin America] would be the elimination of US military bases.
(Ein guter Punkt für die neue Beziehungsagenda [Lateinamerikas] würde die Schließung der US-Militärbasen sein.)

Samper fügte zudem hinzu:

In a globalized world like the present one, you can’t ask for global rules for the economy and maintain unilateral rules for politics. No country has the right to judge the conduct of another and even less to impose sanctions and penalties on their own.
(In einer globalisierten Welt, wie der heutigen, kann man nicht globale Regeln für die Wirtschaft einfordern und unilaterale politische Regeln beibehalten. Kein Land hat das Recht über andere zu richten und noch weniger Sanktionen und Strafen diesen gegenüber auszusprechen.)

Es dürfte spannend werden, ob beim nächsten Gipfeltreffen, dem Summit of the Americans, wirklich über eine solche geschlossene Aufforderung zur Schließung gesprochen wird. Angesichts von bis zu 1.000 (offizielle und inoffizielle gleichermaßen) Militär-Basen der USA auf der ganzen Welt – übrigens allein 227 davon in Deutschland – wäre das ein erster, kleiner Schritt.

Quellen:
Latin American Countries Want to Close All US Military Bases Within Their Borders
Remove US military bases from Latin America – UNASUR chief
Around the Globe, US Military Bases Generate Resentment, Not Security


Ein Artikel bildet zwangsweise die Meinung eines Einzelnen ab. In Zeiten der Propaganda und Gegenpropaganda ist es daher umso wichtiger sich mit allen Informationen kritisch auseinander zu setzen. Dies gilt auch für die hier aufbereiteten Artikel, die nach besten Wissen und Gewissen verfasst sind. Um die Nachvollziehbarkeit der Informationen zu gewährleisten, werden alle Quellen, die in den Artikeln verwendet werden, am Ende aufgeführt. Es ist jeder eingeladen diese zu besuchen und sich ein eigenes Bild mit anderen Schlussfolgerungen zu machen.
www.konjunktion.info unterstützen:

Artikel teilen:

1 Kommentar...

    Sie müssen angemeldet sein, um die Kommentare lesen zu können.
Die Kommentierung wurde geschlossen, da der Artikel älter als drei Monate ist oder weil die Kommentarfunktion durch den Administrator gesperrt wurde.
Scroll Up