Meinung: Die fortschreitende (Selbst-)Zensur im Internet

Zensur - Bildquelle: Pixabay / dimitrisvetsikas1969; CC0 Creative Commons

Zensur – Bildquelle: Pixabay / dimitrisvetsikas1969; CC0 Creative Commons

Eigentlich ist es inzwischen müssig geworden über das, was die meisten Menschen als Verschwörungstheorie bezeichnen, zu schreiben. Denn im Grunde genommen ist alles gesagt und geschrieben worden. Unzählige Artikel sind auf diversen Plattformen und in alternativen Medien veröffentlicht worden, die alle das Ziel hatten und auch noch haben, die Menschen wach zu rütteln. Sie darauf aufmerksam zu machen, was wirklich im Hintergrund gespielt wird, welche Machenschaften und Seilschaften im Verborgenen verfolgt werden.

Doch all die Aufklärungsarbeit scheint an sein Ende gekommen zu sein. Nicht weil die Betreiber von Blogs oder Medienportalen keine Lust oder Kraft mehr haben; vielmehr weil alles dafür getan wird, die freien Informationen und seinen Fluss zu ver- bzw. behindern.

Gesetze, Regelungen, Bussgelder, neue Pseudoargumentationskeulen wie Fake News oder Hassrede – all das wurde in den letzten Monaten geschickt platziert, damit den kritischen Stimmen die selbige weggenommen werden kann.

Offensichtliche, konzertierte Aktionen wie im Falle von Alex Jones durch Google, Youtube und Co. zeigen eines ganz deutlich: das Establishment wird den Kampf gegen Andersdenkende auf eine neue Ebene heben. Man muss Jones, seine Art oder seine Informationen nicht mögen oder sie gar schätzen, aber wir sollten uns alle dafür einsetzen, dass kritische Stimmen nicht einfach mundtot gemacht werden können. Nur weil diese nicht in das gewünschte Bild von Friede, Freude, Eierkuchen hinein passen.

Schon der französische Schriftsteller und Philosoph Voltaire (1694 bis 1778) sagte:

Es ist klar, dass jeder, der einen Menschen, seinen Bruder, wegen dessen abweichender Meinung verfolgt, eine erbärmliche Kreatur ist.

(Il est clair que tout particulier qui persécute un homme, son frère, parce qu’il n’est pas de son opinion, est un monstre.)

Als 2011 in St. Moritz beim damaligen Bilderbergtreffen die Infos zur Agenda der Konferenz bekannt wurden, haben die ersten geahnt, dass die freie Meinung und Redefreiheit im Internet zu einem Relikt aus vergangener Zeit werden wird. Denn einer der damaligen Tagesordnungspunkte beschäftigte sich mit der

  • Economic and National Security in a Digital Age (Ökonomische und nationale Sicherheit im Digitalen Zeitalter).

Im Folgejahr hieß eines der Themen

  • How Do Sovereign States Collaborate in Cyber Space? (Wie kooperieren souveräne Staaten im Cyberspace?).

2013 dann

  • How Big Data is Changing Almost Everything (Wie Big Data fast alles verändert),
  • Online Education: Promise and Impacts (Online-Bildung: Versprechen und Auswirkungen) sowie
  • Cyberwarfare and the Proliferation of Asymmetric Threats (Cyberkrieg und die Verbreitung asymmetrischer Bedrohungen).

Bei der Kopenhagener Bilderbergkonferenz im Jahre 2014 stand die Frage

  • Does Privacy Exist? (Gibt es eine Privatsphäre?)

auf der Agenda.

Und 2015 drehten sich die Vorträge um

  • Artificial Intelligence (Künstliche Intelligenz) und
  • Cybersecurity (Cybersicherheit).

Während es im Folgejahr in Dresden um

  • Technological innovation (Technologische Innovation) und erneut um
  • Cybersecurity (Cybersicherheit)

ging.

Mit dem

  • War on information (Krieg um Informationen)

ging es 2017 in Chantilly weiter.

Und 2018 in Turin “besprachen” sich die Bilderberger einmal mehr zu

  • Artificial Intelligence (Künstliche Intelligenz) und der
  • The “post-truth” world (Die Welt der “Post-Wahrheit”).

Nun mag er eine oder andere einwenden, dass die Bilderberger doch nur eine Art “Kaffeekränzchen” und ein “Politikerschaulaufen” sei, wo niemals nicht irgendwelche Entscheidungen getroffen oder politischen Richtlinien ausgearbeitet/beschlossen werden. Demjenigen sei seine Meinung gegönnt. Ich vertrete vielmehr die meinige, dass die Bilderberger als “Initialgeber” durchaus eine Relevanz haben und allein die hier aufgeführten Tagesordnungspunkte der letzten Treffen und die Entwicklungen, die wir im Zuge der (Selbst-)Zensur im Internet sehen, zeigen doch erstaunliche Parallelen auf.

Und genau aus dieser Parallelität leite ich weiteres Ungemach für kritische Blogs und Stimmen ab. Das Establishment wird eine aufklärerische Arbeit im Internet nicht mehr länger zulassen. Es wird weitere Versuche der Zensur geben. Versteckt, nicht subtil, sondern hinterlistig und darauf basierend, dass die Menschen die Schere im eigenen Kopf immer mehr selbst ansetzen, ob sie nun wollen oder nicht, ob sie dies unbewusst tun oder nicht.

Die “Techniken” eines Bernays, eines Lippmanns sind so verfeinert worden, dass die Manipulation, die Indoktrination und das Meinungsoktroyieren nicht mehr als solches von der Masse wahrgenommen wird. Das Gefühl der Freiheit, der Selbstbestimmung wird uns durch einen angeblichen Individualismus vorgegauckelt – und doch sind wir nur Teil einer gesteuerten Masse, die auch gegen die weiter um sich greifende und fortschreitende (Selbst-)Zensur im Internet nichts unternehmen wird.

Quellen:
Wikiquote – Voltaire
Bilderberg Meetings


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