Edward Snowden, der neue Bradley Manning?

Bildquelle: Screenshot-Ausschnitt www.guardian.co.uk

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Als Whistleblower konnte man sich zu Zeiten von Bob Woodward und Watergate noch sicher sein, dass man in der öffentlichen Wahrnehmung Anerkennung für sein Tun erhielt. Schließlich ging es damals und geht es auch heute noch um die Anprangerung von Mißständen, Korruption und kriminellen Handlungen von meist Politikern oder anderen “Eliten”, wenn man bislang geheime Informationen der Öffentlichkeit zuspielt.

Bradley Manning dürfte in ähnlicher Weise gedacht haben als er Wikileaks höchst kompromittierende Informationen, Videos und Mails zuspielte, die in früheren Zeiten dafür ausgereicht hätten, dass Präsidenten, Minister und andere Erfüllungsgehilfen der Mächtigen ihre Ämter verloren hätten. Doch diese Zeiten sind lange vorbei. Während sich der Kriegsnobelpreisträger Obama, Killary Clinton oder andere führende US-Politiker eben nicht für ihr politisches Handeln verantworten müssen, wird der “Überbringer” der Nachricht als Krimineller und Vaterlandsverräter hingestellt, der die nationale Sicherheit der USA in Gefahr gebracht hat. Eine Verdrehung der Tatsachen in bester Orwellschen Tradition.

Nun hat mit Edward Snowden ein weiterer Whistleblower die Öffentlichkeit gesucht, der zuvor als Techniker bei der für die NSA arbeitenden Firma Booz Allen tätig war, und hat die Überwachung des Internets, die Zusammenarbeit aller großen Provider und Dienstleister im Internet mit der NSA aus der bislang als Verschwörungstheorie verschrieenen Ecke geholt. Galten bis vor Kurzem Warner als VTler, die Überwachungsmaßnahmen durch amerikanische Geheimdienste der gesamten US-Bürger und weit darüber hinaus monierten, so zeigt das unter dem Namen Prism laufende Überwachungsprogramm, dass genau diese weltweite Kontrolle aller Kommunikationsformen seit Jahren erfolgt. Völlig irritiert zeigen sich nun unsere Mainstreammedien, die voller Entsetzen und Unglauben auf die jetzt veröffentlichten Informationen durch Snowden reagieren. Eine Überraschtheit, die man den “Qualitätsmedien” angesichts von Blackouts bzw. fadenscheinigen, beschwichtigenden Pseudo-Artikeln wie zu der am Wochenende stattgefundenen Bilderberg-Konferenz 2013 in Watford beim besten Willen nicht abnehmen kann.

Edward Snowden hat mit seiner Entscheidung mit dem Treiben der NSA und deren Überwachungsprogramm Prism an die Öffentlichkeit zu gehen, das richtige getan. Leider ist zu befürchten, dass Snowden – ähnlich wie Manning – am Ende als der eigentliche Übeltäter dastehen wird. Zu mächtig sind die Interessen der Eliten, zu wichtig ist das Thema Überwachung der Bürger für die 0,01% als dass hier in irgendeiner Form die Uhr zurückgedreht werden wird. Obamas Aussagen deuten bereits in diese Richtung, die Prism als reine Schutzmaßnahme der Bevölkerung vor terroristischen Anschlägen beschönigen. Kein Wort davon solche Maßnahmen zu überdenken oder gar einzustellen. Ganz im Gegenteil verargumentiert der Kriegsnobelpreisträger die Maschenschaften seines kriminellen Geheimsdienstes NSA als notwendige Maßnahmen im Kampf gegen den US-gesponserten Terror. Die Eliten können aufgrund der zu schnell erordierenden Weltwirtschaft, der sich immer mehr auftuenden, gleichzeitig aber von ihnen gesteuerten und gewünschten, Spreizung zwischen Fleissig und Reich, nicht auf ein Programm wie Prism verzichten. Zu wichtig ist die Totalkontrolle über die Bevölkerung, wenn es zum totalen Zusammenbruch kommt. Einzig und allein das zu schnelle Erwachen der Menschen, bevor alle erforderlichen Maßnahmen wie eben Prism umgesetzt sind, scheint das letzte große Problem der Eliten zu sein. Deswegen werden Whistleblower wie Manning und Snowden auch zukünftig durch die Mächtigen mit allen legalen und illegalen Mitteln bekämpft werden.

Quellen:
Wikipedia – Watergate scandal
Edward Snowden: the whistleblower behind the NSA surveillance revelations
Der Mann, der das Geheimnis der NSA verriet


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