Geldanlage: Lebensmittelbevorratung

5 Milliarden Mark

5 Milliarden Mark – Bildquelle: Wikipedia / Roger Zenner

In einer Welt in der es täglich nur um höher, schneller und weiter geht, in einer Welt in der Börsenindices, CIR, DB und andere sogenannte Vergleichswerte wichtiger sind als alles andere, sollte man sich vielleicht Gedanken darüber machen, anstatt in “Finanzwerte” in die Lebensmittelbevorratung einzusteigen.

Beispiele gefällig (Preisveränderungen von März 2011 bis Sept 2012; eigene Erhebung)?

  • Ananas Scheiben 10%
  • Ananas geschnitten 33%
  • Pfirsich 32%
  • Kirschen 76%
  • Mandarinen 40%
  • Tomaten ganz 7%
  • Tomaten Stücke 0%
  • Tomatenmark 15%
  • Linsen Eintopf 15%
  • Erbsen Eintopf 12%
  • Erbsen/Möhren 5%
  • Brechbohnen 8%
  • Kidney Bohnen 20%
  • Nudeln Hartweizen 26%
  • Eiernudeln 17%
  • Reis pol. 0%
  • Brühe Gemüse 0%
  • Brühe Hühn 0%
  • Thunfisch in Öl 76%
  • Hering Tomate halb 18%
  • Hering Tomate ganz 33%
  • Mehl Type 405 80%
  • Öl (Rapsöl) -7%
  • Margarine 27%
  • Kondensmilch -17%
  • Traubensaft 29%
  • Apfelsaft -5%
  • Orangensaft 7%
  • Zucker raff. -24%
  • Gelierzucker -14%
  • Salz jod. 0%

Man sieht, dass man bei rechtzeitiger Bevorratung ordentliche Renditen erzielen konnte. Besonders interessant waren dabei Obstkonserven und Mehl. Dass nebenbei die Verpackungsgrößen bei geringerem Inhalt ebenfalls versteckte Preissteigerungen beinhalten, ist bei der obigen Aufstellung noch nicht einmal berücksichtigt!

Was wir hier sehen sind allumfassende Preiserhöhungen nicht nur bei den Luxus-Lebensmitteln, sondern bei den Dingen des täglichen Bedarfs. Seltsamerweise spiegelt sich das nicht in der offiziellen Märchenstunde des Statistischen Bundesamts nieder, denn die offizielle Inflationsrate für das Jahr 2012 beträgt 2,0%. Aber Gott sei Dank gibt es ja für die Bundes-Statistiker die “Erklärungsansätze” Gefühlte Inflation und Hedonische Preisberechnung. Damit bügelt man den Unterschied von durchschnittlich 25% einfach weg und unsere MSM hinterfragen sowieso nur in Ausnahmefällen die offiziellen Angaben.

De facto findet derzeit ein “Weginflationieren” der Staatsschulden auf Kosten der Bürger statt, was George Bernard Shaw einmal so umschrieb:

Wenn die Regierung das Geld verschlechtert, um alle Gläubiger zu betrügen, so gibt man diesem Verfahren den höflichen Namen Inflation. – George Bernhard Shaw (irischer Schriftsteller)

Es bleibt nur noch die Frage zu beantworten, wann die Menschen endlich begreifen, dass Vater Staat ihre Ersparnisse per Inflation reduziert und sie damit nicht nur über steigende Steuerbelastungen und mögliche Enteignungen der Sparguthaben an der Begleichung der Staatsschulden aka Bankenrettung teilhaben lässt.

Quellen:
Preise – Inflation in Deutschland 2012 bei 2,0 Prozent
Gefühlte Inflation
Wikipedia – Hedonischer Preis
Homepage – Gut zitiert


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