Lebensmittelversorgung: Was steht uns 2027 bevor?

Landwirtschaft – Bildquelle: Pixabay / PublicDomainPictures; Pixabay License
Reine Panikmache, wie es unsere Hochleistungspresse so gerne tut – oder tatsächlich etwas, worauf wir uns vorbereiten sollten?
In den sozialen Medien fragen sich immer mehr, ob es 2027 zu Nahrungsmittelengpässen kommen wird. Zu Beginn dieses Jahres warnte z.B. die UN, dass der weltweite Hunger ein noch nie dagewesenes Ausmaß erreicht habe. Nun sehen wir uns gleichzeitig mit einer globalen Düngemittelkrise, einer globalen Energiekrise, weit verbreiteten Dürren, einem Super-El-Niño und dem Dritten Weltkrieg, der in Form des Wirtschaftskrieges schon vor langer Zeit begonnen hat, konfrontiert. Natürlich wird sich der weltweite Hunger in den kommenden Monaten noch weiter verschärfen. Das kann niemand leugnen. Wohlhabende Nationen wie die USA oder in Europa werden theoretisch am besten dastehen, aber selbst im Westen lebt bereits etwa jeder Siebte in einem Haushalt mit unsicherer Ernährungslage. Rasant steigende Lebensmittelpreise werden für alle sicherlich sehr schmerzhaft sein, doch für Millionen von Menschen, die in extrem verarmten Ländern leben, könnten deutlich höhere Lebensmittelpreise es ihnen plötzlich unmöglich machen, genug zu essen zu kaufen, um ihre Familien angemessen ernähren zu können.
Wie würden Sie sich fühlen, wenn Mitglieder Ihrer Familie extrem hungrig wären, Sie ihnen aber nichts zu essen geben könnten? Für viele von uns wäre das unvorstellbar. Leider könnte ein solches Szenario bald in bedürftigen Haushalten auf der ganzen Welt Realität werden. Auch ich habe bereits mehrfach darüber berichtet, dass die gewollte, globale Energiekrise und die gewollte, globale Düngemittelkrise enorme Auswirkungen auf die Nahrungsmittelproduktion haben werden.
Inzwischen ist die Erntezeit angebrochen, und die Folgen werden allmählich deutlich. Der folgende Auszug stammt aus einem Artikel des Wall Street Journal mit dem Titel „Hormuz Gridlock Risks Global Food Crisis, International Chamber of Commerce Chief Says (Hormuz-Blockade birgt Risiko einer globalen Nahrungsmittelkrise, sagt der Chef der Internationalen Handelskammer)“:
Störungen auf einer wichtigen Schifffahrtsroute im Nahen Osten haben einen Energieschock ausgelöst. Nun bahnt sich eine globale Krise der Ernährungssicherheit an, warnt der Generalsekretär der Internationalen Handelskammer.
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(Disruptions to a vital shipping route in the Middle East have created an energy shock. Now, a global food security crisis is brewing, warns the secretary-general of the International Chamber of Commerce.)
Der Generalsekretär der Internationalen Handelskammer ist ein Mann namens John Denton. Er ist Rechtsexperte für internationalen Handel und Investitionen und geht davon aus, dass die weltweiten Getreidepreise möglicherweise um bis zu 80 Prozent steigen könnten:
Der seit Monaten andauernde Konflikt zwischen dem Iran und den USA hat den Warenfluss durch die Straße von Hormus eingeschränkt, eine Wasserstraße, auf die viele Länder für den Import wichtiger Güter wie Düngemittel und Erdgas angewiesen sind.
Laut Denton könnten die Getreidepreise um bis zu 80% steigen, sollte die Meerenge nicht wieder geöffnet werden, was die Volkswirtschaften importabhängiger Länder besonders hart treffen würde. Er fügte hinzu, dass die Situation in der Straße von Hormus zu einem Mangel von etwa 2,7 Millionen Tonnen Düngemitteln auf dem Weltmarkt geführt habe.
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(The monthslong conflict between Iran and the US has curbed the flow of goods through the Strait of Hormuz, a waterway many countries rely on for imports of critical inputs like fertilizers and natural gas.According to Denton, if the strait is not reopened, grain prices could rise by up to 80%, which would be particularly hard on the economies of import-dependent countries. He added that the situation in the Strait of Hormuz has caused a shortage of about 2.7 million tons of fertilizer on the world market.)
Weniger Dünger bedeutet weniger Nahrungsmittel. Weniger Nahrungsmittel bedeutet mehr an Hunger leidende Menschen. Mehr an Hunger leidende Menschen bedeutet mehr Hungertote. Das ist keine Raketenwissenschaft. Das ist Logik.
Sollte es tatsächlich zu einem solchen sprunghaften Anstieg der weltweiten Getreidepreise kommen (die ohnehin bereits steigen), könnten laut einer von der ICC in Auftrag gegebenen Modellrechnung die weltweiten Lebensmittelpreise insgesamt um fast 70 Prozent steigen:
Eine anhaltende Störung der Düngemittel- und Energiemärkte im Zusammenhang mit der Sperrung der Straße von Hormus könnte die weltweiten Getreidepreise stark in die Höhe treiben, was laut einer neuen, von der Internationalen Handelskammer (ICC) in Auftrag gegebenen Modellstudie potenziell schwerwiegende Folgen für die Ernährungssicherheit und die öffentliche Gesundheit hätte.
Im schlimmsten Szenario der Studie steigen die weltweiten Getreidepreise um bis zu 81% gegenüber dem Niveau von 2020. Der Schock wirkt sich auch stark auf die Haushalte aus, wobei die Verbraucherpreise für Lebensmittel in Ostasien, im Pazifikraum und in Subsahara-Afrika um fast 70% über das Niveau von 2020 steigen.
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(A prolonged disruption to fertiliser and energy markets linked to the closure of the Strait of Hormuz could push global cereal prices sharply higher, with potentially severe consequences for food security and public health, according to new modelling commissioned by the International Chamber of Commerce (ICC).In the study’s most severe scenario, global cereal prices rise by as much as 81% above 2020 levels. The shock also feeds through sharply to households, with consumer food prices in East Asia, the Pacific and Sub-Saharan Africa rising close to 70% above a 2020 baseline.)
In den letzten Jahren war die Welt nicht immer in der Lage, genügend Nahrungsmittel für alle zu produzieren. Jetzt werden die weltweiten Nahrungsmittelvorräte deutlich knapper werden. Infolgedessen wird es zu einem extremen Kampf um alles geben, was verfügbar ist, und dies wird die Preise erheblich in die Höhe treiben. Letztendlich werden viel mehr Menschen unterernährt sein und viel mehr Menschen an Hunger sterben:
Die von Forschern der Universität Edinburgh, der Universität Aberdeen und des Scotland’s Rural College durchgeführte Modellierung zeigt, wie sich dieser Schock auf das globale Nahrungsmittelsystem auswirken würde. Höhere Düngemittel- und Energiekosten führen zu einem Rückgang des Stickstoffdüngereinsatzes um etwa 37% und der Getreideerträge um bis zu 10%, was das Angebot verknappt und die Preise für die Verbraucher in die Höhe treibt.
Für ärmere Haushalte bedeuten diese Preissteigerungen eine geringere Kalorienaufnahme, eine weniger abwechslungsreiche Ernährung und höhere Untergewichtsraten. Unter demselben schwerwiegenden und anhaltenden Szenario deutet die Modellierung darauf hin, dass der Schock im Jahr 2030 zu etwa einer Million zusätzlichen ernährungsbedingten Todesfällen beitragen und 67 Millionen Menschen mehr untergewichtig machen könnte.
Die Belastung würde überwiegend auf Regionen mit niedrigerem Einkommen entfallen. Auf Südasien, Subsahara-Afrika sowie Ostasien und den Pazifikraum würden rund 80% der zusätzlichen Sterblichkeit und mehr als 90% der zusätzlichen Belastung durch Untergewicht entfallen. In Regionen mit höherem Einkommen würden sich die modellierten gesundheitlichen Folgen kaum verändern.
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(Conducted by researchers at the University of Edinburgh, the University of Aberdeen and Scotland’s Rural College, the modelling shows how the shock would work its way through the global food system. Higher fertiliser and energy costs reduce nitrogen fertiliser use by approximately 37% and cereal productivity by up to 10%, tightening supply and raising prices for consumers.For poorer households, these price increases translate into lower calorie consumption, less diverse diets and higher rates of underweight. Under the same severe and sustained scenario, the modelling suggests that the shock could contribute to approximately one million additional dietary health-related deaths in 2030 and leave 67 million more people underweight.
The burden would fall overwhelmingly on lower-income regions. South Asia, Sub-Saharan Africa and East Asia and the Pacific would account for around 80% of the additional mortality and more than 90% of the additional underweight burden. Modelled health outcomes would change little in higher-income regions.)
Die ärmsten Länder werden am stärksten getroffen. Aber wir alle werden davon betroffen sein. Was würde aber konkret passieren, wenn sich das vom IStGH vorgestellte Szenario tatsächlich bewahrheiten würde?
- Massive Lebensmittelinflation: Die Einzelhandelspreise für Brot, Getreideprodukte und verpackte Waren würden weltweit in die Höhe schnellen.
- Steigende Fleischpreise: Die Kosten für Viehfutter würden in die Höhe schnellen, was Viehzüchter dazu zwingen würde, Herden zu schlachten, und die Preise für Rind-, Schweine- und Geflügelfleisch in die Höhe treiben.
- Schwere humanitäre Krise: Länder mit niedrigem Einkommen, die stark auf Getreideimporte angewiesen sind, würden mit sofortiger, weit verbreiteter Ernährungsunsicherheit und einer möglichen Hungersnot konfrontiert sein.
- Geopolitische Instabilität: In der Vergangenheit haben drastische Preisanstiege bei Lebensmitteln zu Unruhen, Protesten und politischen Revolutionen geführt (ähnlich wie beim Arabischen Frühling 2011).
- Protektionistische Handelspolitik: Große Getreideexportländer würden wahrscheinlich Exporte verbieten oder einschränken, um ihre heimische Nahrungsmittelversorgung zu sichern, was die weltweite Knappheit noch verschärfen würde.
Solange der Handelsverkehr durch die Straße von Hormus eingeschränkt bleibt, werden sich sowohl die weltweite Düngemittelkrise als auch die globale Energiekrise weiter verschärfen. Der von den USA und Israel vom Zaun gebrochene und bewusst durchgeführte Krieg gegen den Iran hat zu einer im Voraus bekannten und zu erwartenden Situation geführt, dass Teheran Handelsschiffe angreifen wird, die die Straße von Hormus durchqueren, bis die Vereinigten Staaten ihrer gesamten Liste von Forderungen zustimmen:
Die Straße von Hormus werde so lange geschlossen bleiben, bis die Vereinigten Staaten Teherans Sieben-Tage-Plan zur Wiederöffnung der Wasserstraße akzeptierten, erklärte der oberste iranische Unterhändler und Parlamentspräsident.
Die staatlich nahestehende iranische Nachrichtenagentur Nournews berichtete am Sonntag unter Berufung auf Mohammad Bagher Ghalibaf, dass Washington „über einen Vermittler einige Vorschläge unterbreitet“ habe, wenige Tage nachdem die USA auf den diplomatischen Vorschlag des Iran geantwortet hatten.
Die USA sollten wissen, „dass die Zeit des Zeitverschwendens und des Diktierens einseitiger Forderungen vorbei ist“, sagte Ghalibaf und fügte hinzu, dass die Position des Iran „klar und eindeutig“ bleibe.
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(The Strait of Hormuz is going to remain closed until the United States accepts Tehran’s seven-day plan to reopen the waterway, Iran’s top negotiator and parliament speaker has said.Iranian state-linked news agency Nournews, quoting Mohammad Bagher Ghalibaf, reported on Sunday that Washington made „some proposals through a mediator“ days after the US replied to Iran’s diplomatic proposal.
The US should know „that the era of wasting time and dictating unilateral demands is over“, Ghalibaf said, adding Iran’s position remains „clear and definite“.)
Es ist völlig ausgeschlossen, dass die von den Internationalisten/Globalisten/Eliten (IGE) gesteuerte Trump-Regierung jemals allen Forderungen des Iran zustimmen wird. Sie ist nur das Werkzeug zur gewollten weiteren Eskalation der Gesamtlage. Und es wird leider auch weitergehen. Die Lebensmittelpreise sind massiv in den letzten Monaten gestiegen, aber sie werden noch weiter steigen. Wir sollten sehr dankbar sein, solange wir genug zu essen haben – denn auf der anderen Seite des Planeten gibt es viele Menschen, die gerade jetzt verzweifelt sind und bereits hungern. Es wird mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit 2027 zu Nahrungsmittelengpässen kommen. Derzeit dreht sich nur noch die Debatte darum, wie gravierend diese ausfallen werden. Und je höher die Lebensmittelpreise steigen, desto schlimmer wird es werden.
Quellen:
Food Shortages In 2027? The ICC Warns That Global Food Prices Could Rise By Close To 70%
The Steady Erosion Of The Middle Class In America Resembles A Very Twisted Game Of Musical Chairs
Hormuz Gridlock Risks Global Food Crisis, International Chamber of Commerce Chief Says
Wall Street Journal: Hormuz strait situation could cause global food crisis
Prolonged Hormuz shock could push cereal prices up by more than 80%
Iran says Hormuz to remain closed until US meets conditions
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