Systemfrage: Die absolute Unmöglichkeit, dass Wegducken oder Massenprotest eine Lösung gegen die Tyrannei darstellt

Tyrannei – Bildquelle: Pixabays / sammisreachers; Pixabay License
Niemand herrscht, wenn niemand gehorcht. – David Icke
Wäre ich schwach, würde ich um Vergebung für meine brutale und anklagende Offenheit bitten, aber ich brauche keine Vergebung und wünsche mir auch keine. Ich gehe davon aus, dass es buchstäblich immer meine einzige Absicht ist, die Wahrheit zu sagen, ungeachtet jeglicher Feindseligkeit oder verletzter Gefühle, die dadurch hervorgerufen werden mögen. Ich werde niemals Kompromisse eingehen oder die Wahrheit abschwächen, um Schwäche, Feigheit oder erbärmliche Opferhaltungen zu beschönigen. Wie jeder weiß, der diesen Blog liest und dessen Inhalte versteht, bin ich weder ein Weltuntergangsprophet noch zynisch; ich versuche ausschließlich die Wahrheit zu benennen, ganz gleich, wie unangenehm das für diejenigen sein mag, die sich verstecken wollen und nichts tun, um sich selbst zu belügen oder sich vor diesem abscheulichen Staat zu retten, der die Gedanken dieser gehorsamen Masse vereinnahmt und unter seine Kontrolle gebracht hat. Ich werde mich nicht mit dem idiotischen Begriff „Black Pill“ abstempeln lassen, da dies absichtlich ein Ad Hominem-Argument ist und daher billig und beleidigend für jeden ehrlich denkenden Menschen wirkt.
Das Schicksal, das die meisten Menschen freiwillig akzeptiert haben, ist das eines Sklaven, was bedeutet, dass die Schuld bei allen und jedem liegt, die bereitwillig zugelassen haben, dass dieses Herrschaftssystem in jeglicher Form existiert – mit der wahnwitzigen Vorstellung, dass die „Wahl“ eines Herrn, der über uns herrscht, irgendwie in unserem besten Interesse sei. In diesem Fall spielt die Regierung – jede Regierung und jeder, der ihr angehört – die Rolle des Herrn; daher haftet das gesamte Blut an den Händen, der diese Regierungen vollumfänglich, kritiklos akzeptiert, sie bzgl. ihrer mörderischen Kriege und ihres Militärs unterstützt und es versäumt, die eigene Freiheit zu sichern. Ohne diese Unterstützung, diesen Gehorsam und diese Unterwerfung unter diese falsche „Autorität“ würde sie nicht existieren, und somit wären wir frei. Das lange Zitat von Étienne de La Boétie aus „Die Politik des Gehorsams: Der Diskurs über die freiwillige Knechtschaft“ erklärt im Folgenden ausführlich und präzise, warum die Menschen in diesem Land sich selbst in ewige Knechtschaft begeben haben:
Arme, elende und dumme Völker, Nationen, die auf euer eigenes Unglück aus sind und blind für euer eigenes Wohl! Ihr lasst zu, dass euch vor euren eigenen Augen der beste Teil eurer Einkünfte entzogen wird; eure Felder werden geplündert, eure Häuser ausgeraubt, eure Familienerbstücke weggenommen. Ihr lebt so, dass ihr nichts als euer Eigentum beanspruchen könnt; und es scheint, als haltet ihr euch schon für glücklich, wenn euch euer Besitz, eure Familien und euer Leben selbst nur als Leihgabe gewährt werden. All dieses Chaos, dieses Unglück, dieser Untergang kommt nicht von fremden Feinden über euch, sondern von jenem einzigen Feind, den ihr selbst so mächtig macht, wie er ist, für den ihr tapfer in den Krieg zieht, für dessen Größe ihr nicht zögert, eure eigenen Körper dem Tod zu opfern. … Woher hat er genug Augen, um euch auszuspionieren, wenn ihr sie ihm nicht selbst zur Verfügung stellt? Wie kann er so viele Arme haben, mit denen er euch schlägt, wenn er sie sich nicht von euch leiht? Die Füße, die eure Städte zertrampeln – woher nimmt er sie, wenn es nicht eure eigenen sind? Wie könnte er irgendeine Macht über euch haben, außer durch euch selbst? Wie würde er es wagen, euch anzugreifen, wenn er keine Mithilfe von euch hätte? Was könnte er euch antun, wenn ihr nicht selbst mit dem Dieb unter einer Decke stecken würdet, der euch ausplündert, wenn ihr nicht Komplizen des Mörders wärt, der euch tötet, wenn ihr nicht Verräter an euch selbst wärt?
Ihr sät Getreide, damit er es verwüsten kann; ihr baut eure Häuser und richtet sie ein, um ihm Beute zu bieten; ihr zieht eure Töchter groß, damit er seine Begierde befriedigen kann; ihr erzieht eure Kinder, damit er ihnen das größte Privileg gewähren kann, das er kennt – in seine Schlachten geführt zu werden, dem Gemetzel ausgeliefert zu werden, zu Dienern seiner Gier und zu Werkzeugen seiner Rache gemacht zu werden; ihr unterwerft eure Körper harter Arbeit, damit er sich seinen Freuden hingeben und in seinen schmutzigen Vergnügungen schwelgen kann; ihr schwächt euch selbst, um ihn stärker und mächtiger zu machen, damit er euch in Schach halten kann. Von all diesen Demütigungen, die selbst die Tiere auf dem Feld nicht ertragen würden, könnt ihr euch befreien, wenn ihr es versucht – nicht durch Handeln, sondern bloß durch den Willen, frei zu sein. Beschließt, nicht mehr zu dienen, und ihr seid augenblicklich befreit. Ich verlange nicht, dass ihr Hand an den Tyrannen legt, um ihn zu stürzen, sondern lediglich, dass ihr ihn nicht länger unterstützt; dann werdet ihr sehen, wie er, wie ein großer Koloss, dessen Sockel weggezogen wurde, unter seinem eigenen Gewicht zusammenbricht und in Stücke zerfällt.
Halten wir einen Moment inne und denken wir über diese weisen Worte nach. Die herrschende Klasse und ihre staatlichen Handlanger in den Regierungen können nicht existieren, können den Reichtum nicht rauben, können Kinder nicht als Kanonenfutter für ihre mörderischen Kriege missbrauchen und töten, können nicht jeden unserer Schritte überwachen, können uns unser Land und Besitz nicht wegnehmen, können unsere Familie nicht zerstören, können uns nicht in unsere eigenen Häusern einsperren und können uns nicht kontrollieren, es sei denn, wir lassen das bereitwillig zu. Wie einfach ist die Lösung also, wenn alles, was wir einzeln und gemeinsam tun müssten, darin besteht, dieses System nicht länger zu unterstützen. Die wahren Herrscher, die sogenannten Vertreter des „Tiefen Staates“, können nur überleben und uns kontrollieren, wenn ein akzeptierter staatlicher Mittelsmann vorhanden ist, der Befehle erteilt und die Herrschaft über unser Leben ausübt. Ohne diesen Kanal vermeintlicher „Autorität“ könnte die Macht der herrschenden Klasse gebrochen und Regierungen handlungsunfähig gemacht werden.
Das wird niemals durch Petitionen oder kollektive Proteste gegen die Regierungen geschehen. Ein Sklave bittet seinen Herrn nicht darum, nicht mehr sein Herr zu sein. Sobald ein Volk unter der gewaltsamen Herrschaft der Regierung steht, steht jede Petition an eben diese Regierung in direktem Widerspruch zur Vernunft. Herrscher geben ihre Macht nicht aufgrund von Bitten oder Wahlen an diejenigen ab, die sie kontrollieren. Politischer Protest, insbesondere gewalttätiger Protest, erreicht nichts, sondern stärkt den Staat sogar und führt zu abscheulicher Gegengewalt, verstärkter Überwachung, neuen Schein-„Gesetzen“ und deren Durchsetzung, und staatliche Gewalt gegen das Volk wird von der übrigen ängstlichen Masse zunehmend akzeptiert. Das Hochhalten von Protestschildern, das Skandieren, das Rufen von Parolen, das Marschieren sowie die Beschädigung von Privateigentum und die Beeinträchtigung der Freiheit anderer können und werden keine Erleichterung von der Tyrannei bringen, sondern werden diese sicherlich noch verstärken, wie es seit Generationen offensichtlich ist. Wenn sich Menschenmengen versammeln, wenn kollektivistische Schwärme anwesend sind, hört jegliches kritische Denken auf zu existieren. Nur Einzelpersonen behalten Verstand und Selbstbeherrschung, während die Masse mitläuft und versucht, individuellen Widerspruch und soziale Verurteilung zu vermeiden, indem sie in der Menge bleibt – LeBon lässt grüßen…
Alles, was in Bezug auf die Freiheit des Einzelnen von Bedeutung ist, basiert auf dem Konzept der Selbstbestimmung. „Nur du bist Herr über dein eigenes Leben!“ – das ist der Kern der natürlichen Menschenrechte. Diese persönliche Selbstbestimmung aufzugeben bedeutet, zu akzeptieren, dass „eine andere Person einen höheren Anspruch auf dein Leben hat als du selbst“. Dein Leben gehört dir und nur dir allein; wenn du also zulässt, dass eine Person oder eine „regierende“ Instanz einen Anspruch auf dich erhebt, bedeutet dies, dass dein Leben nicht dir gehört. Dein Leben ist allein dein Eigentum, dein Eigentum gehört daher allein dir. Niemand hat ein Recht auf dein Leben, und du hast kein Recht auf das Leben eines anderen; das bedeutet, dass niemand das Recht delegieren kann, über dich zu herrschen, da niemand das Recht hat, über einen anderen zu herrschen. Allein diese Tatsache bedeutet, dass keine Regierung, die irgendein Recht auf einen Einzelnen beansprucht, legitim ist, sondern vielmehr kriminell handelt.
Da du Herr über deines eigenes Leben bist, ist es deine Pflicht und dein Recht, dein Leben gegen jeden zu verteidigen, der dich in irgendeiner Weise angreifen würde. Die Anwendung von Gewalt zur Selbstverteidigung ist in diesem Fall legitim, da kein Mensch und keine Regierung das Recht hat, in irgendeiner Weise Anspruch auf dich oder dein Eigentum zu erheben. Aus diesem Grund ist jeder voll und ganz für sich selbst verantwortlich und hat keinen Anspruch auf das Eigentum anderer. Wenn du Freiheit willst, beanspruche das Eigentumsrecht an deinem eigenen Leben und unterlasse jegliche Einmischung in das Leben anderer, es sei denn, alles geschieht auf gegenseitiger Freiwilligkeit und ohne Aggression.
Die Wahrheit ist: Wer Freiheit dadurch zu erlangen sucht, dass er die Machthaber darum bittet, sie ihm zu gewähren, hat bereits versagt, unabhängig von der Antwort. Um den Segen der „Autorität“ zu betteln bedeutet, zu akzeptieren, dass die Entscheidung allein dem Herrn zusteht, was bedeutet, dass die Person per Definition bereits ein Sklave ist. – Larken Rose
Quellen:
David Icke > Quotes
The politics of obedience : the discourse of voluntary servitude, La Boétie, Estienne de, 1530-1563
Larken Rose > Quotes
Ein Artikel bildet zwangsweise die Meinung eines Einzelnen ab. In Zeiten der Propaganda und Gegenpropaganda ist es daher umso wichtiger sich mit allen Informationen kritisch auseinander zu setzen. Dies gilt auch für die hier aufbereiteten Artikel, die nach besten Wissen und Gewissen verfasst sind. Um die Nachvollziehbarkeit der Informationen zu gewährleisten, werden alle Quellen, die in den Artikeln verwendet werden, am Ende aufgeführt. Es ist jeder eingeladen diese zu besuchen und sich ein eigenes Bild mit anderen Schlussfolgerungen zu machen.
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[…] Wäre ich schwach, würde ich um Vergebung für meine brutale und anklagende Offenheit bitten, aber ich brauche keine Vergebung und wünsche mir auch keine. Ich gehe davon aus, dass es buchstäblich immer meine einzige Absicht ist, die Wahrheit zu sagen, ungeachtet jeglicher Feindseligkeit oder verletzter Gefühle, die dadurch hervorgerufen werden mögen. Ich werde niemals Kompromisse eingehen oder die Wahrheit abschwächen, um Schwäche, Feigheit oder erbärmliche Opferhaltungen zu beschönigen. — Weiterlesen http://www.konjunktion.info/2026/09/systemfrage-die-absolute-unmoeglichkeit-dass-wegducken-oder-massenprote… […]