Déjà-vu: Wie 2008 – Intensivierung der Manipulationen am Papiergoldmarkt

Die Handelsbewegungen am Papiergoldmarkt in London und New York in dieser Woche lassen den Schluss zu, dass der Preis für Gold durch die westlichen Zentralbanken nach unten gedrückt wird. Analog zu der Preisentwicklung 2008. Das Motiv ist aus meiner Sicht, einen steigenden Goldpreis zu verhindern. Denn ein solcher Anstieg, ein solches Signal würde den Märkten ein größeres Problem in der Weltwirtschaft und im Bankensystem signalisieren.

So finden wir in dieser Woche immer wieder das gleiche Bild, dass bei der Preisfeststellung von Gold an der Londoner Börse der Kurs nach unten geht und auch bei der Eröffnung des Comex Gold Pit in New York:

Comex-Chart - Bildquelle: www.activistpost.com

Comex-Chart – Bildquelle: www.activistpost.com

Dieses wiederkehrende Muster kann man seit gut zwei Monaten beobachten. Dies hat meiner Meinung nach nichts damit zu tun, dass Gold an den Preis der Sonderziehungsrechte (SZR) hängt oder an einer angeblichen Bindung des Yuan an Gold, so wie manche Analysten glauben. Es liegt allein daran, dass die Zentralbanken derzeit versuchen, den US-Dollar noch am Leben zu erhalten, weil der Zeitpunkt des Platzens der Schulden- und Aktienblase sowie der nachgelagerten Derivate noch nicht gegeben ist.

Die Sonderziehungsrechte des IWF bestehen aktuell aus einem 58%-igen US-Dollar-Anteil, was die SZR (für mich in einer Blockchain-basierenden Abwandlung) zum besten Ersatz für den US-Dollar machen. Denn die Internationalisten/Globalisten/Eliten (IGE) wissen, dass die Lebenszeit des US-Dollars ausläuft, aber die “US-Dollar-SZR” würden sie weiterhin in die Lage versetzen, ihre globale Hegemonie und ihre Vorstellungen der vollständigen Zentralisation zu verwirklichen.

Aktuell wird Gold in einer Umkehrung einer fast perfekten Korrelation zum US-Dollar gehandelt. Der US-Dollar ist gleichzeitig im Sinkflug gegenüber fast allen Fiat-Geld-Währungen begriffen. Das heißt, es macht gerade den Eindruck, dass der Handel von Gold und Yuan (oder gerne auch Gold und Yen) in enger Korrelation zueinander stehen. Aber im Grunde genommen dreht es sich auch hierbei nur um den US-Dollar und um den Versuch den US-Dollar noch vor dem gewünschten und auch geplanten Absturz zu bewahren. Es scheint so zu sein, dass das Timing für einen US-Dollar-Crash seitens der IGE noch nicht gekommen ist.

Betrachtet man die Aktienpreise einiger “systemrelevanten Banken”, beispielsweise den der Deutschen Bank, mit dem Goldpreis, dann erkennt man, dass die Fed, die EZB, die Bank Of England, usw. bereits im Februar damit begonnen haben, den Goldpreis zu drücken, als es offensichtlich wurde, dass eine der größten Banken im Weltfinanzsystem massive Probleme hat:

Deutsche Bank-Chart - Bildquelle: www.activistpost.com

Deutsche Bank-Chart – Bildquelle: www.activistpost.com

Schaut man sich zudem die sogenannten Gold bzw. Silver Lease Rates an, sieht man, dass beide Kurven an der Londoner Börse auf den Kopf gestellt sind. Die meisten Analysten sprechen bei einem solchen Bild davon, dass es einen “akuten und erwarteten Mangel an physischem Gold und Silber, das für eine Lieferung verfügbar ist, gibt”. Wobei Lieferung hier bedeutet, dass das Edelmetall aus den Tresoren in London direkt an die entsprechenden Käufer in physischer Form geht. So benötigte es am vergangenen Dienstag beim Londoner Gold Fix 11 (!) Wiederholungen, um die enorme Nachfrage nach physischem Gold ausgleichen zu können. Typischerweise werden hier nur ein bis zwei Iterationen benötigt. Ergo, physisches Gold ist in London knapp.

Insgesamt gilt es festzuhalten, dass der Papiergoldpreis aktuell (besser wäre eigentlich: wie immer) nicht das ausdrückt, was am Markt an Nachfrage wirklich stattfindet. Wir sollten daher genau die Bewegungen betrachten, die der Papiergoldpreis macht. Er dürfte in den nächsten Wochen der bessere Indikator als der echte physische Goldpreis sein, um abzuleiten, was die nähere Zukunft bringt.

Quellen:
Prelude To A 2008 Event: Paper Gold Manipulation Intensifies
Wikipedia – Sonderziehungsrechte
LBMA LEASE RATES VS GOLD CHARTS R US LEASE RATES
Onvista – Goldpreis
Onvista – Silberpreis


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