Systemfrage: Wenn die veröffentlichten Daten die Realität nicht mehr abbilden – Der schleichende Prozess einer Krise

Seit Jahren werden zahlreiche Statistiken und Daten von Behörden und Regierungen „angepasst“. Soll heißen, dass man sie durch Tricks besser aussehen lässt, als sie in Wirklichkeit sind. Die Paradebeispiele hierfür sind die Inflationsrate und die Arbeitslosenquote. All diese negativen Daten waren schon vor den US-Wahlen 2016 und der Installation Donald Trumps präsent und wabern nun langsam aber sicher an die Öffentlichkeit der Mainstreammedien. So hat der kürzlich stattgefundene Sturz an den Aktienmärkten (400-Punkte-Einbruch) die Anleger überrascht, da man die Aktienmärkte seitens der Investoren als so etwas wie ein Perpetuum Mobile betrachtete, das nur einen Weg kannte: nach oben.

Die Wirtschaftsanalysten der Hochleistungspresse begannen sofort damit diesen Sturz mit Trump und den sogenannten „Comey Memos“ in Verbindung zu bringen. Diesen Zusammenhang hatte ich bereits im Artikel Donald Trump: Das Narrativ des Sündenbocks für die kommende Wirtschaftskrise wird gerade final ausgerollt aufgearbeitet, in dem ich den für mich offensichtlichen Plan der Internationalisten/Globalisten/Eliten (IGE) beschrieb, den „Stecker der Versorgung mit Fiat Geld für die Aktienmärkte“ zu ziehen, während man das Ganze dann Trump (und damit der Idee des Konservatismus) anlasten wird. Der klassische Sündenbock eben.

Das Verhalten Trumps und seine Kabinettswahl lässt eigentlich nur den Schluss zu, dass er sich dieser Agenda bewusst ist und Teil des Spiels ist. Dies vorangestellt, sei auf ein weiteres, wichtiges Thema hingewiesen, dass es in diesem Kontext zu diskutieren gilt: die helfende Teilnahme der ignorierenden Massen, damit dieses Schneeballsystem weiter aufrecht erhalten werden kann.

Es gibt diese Anekdote vom Vater von John F. Kennedy, Joe Kennedy zu Beginn der Großen Depression. Kennedy erzählt darin, dass er kurz vor dem Crash von 1929 von einem Schuhputzerjungen Aktientipps erhalten hat. In diesem Moment realisierte er, so Kennedy, dass, wenn ein Schuhputzerjunge Aktientipps gibt, der Markt zu „populär“ ist, um weiterhin erfolgreich bleiben zu können. Kennedy löste daher seine Aktienbestände auf und vermied somit Verluste aus dem Crash.

Ob diese Anekdote nun wahr ist oder nicht, zeigt sie aber doch gut die Illusion einer gutlaufenden Wirtschaft auf. Wir haben heute nicht die gleichen Bedingungen wie damals. Auch weil Algorithmen die Aktienmärkte dominieren und nicht mehr klassische Börsianer. Algorithmen, die Schlagzeilen analysieren und sich gegenseitig belauern, aber dies kann und wird uns nicht davor bewahren, dass die Aktien eine Korrektur erfahren müssen. De facto wurden mittels Unsummen an „Hilfsgeldern durch die Notenbanken“ die Börsenwerte nach oben getrieben, während alle anderen fiskalischen Indikatoren implodierten.

Aber eine solche Rally an den Aktienmärkten kann nicht für so lange Zeit erfolgreich sein, wenn nicht irgend jemand Hilfe dabei leisten würde. Sind vielleicht die „Schuhputzerjungen“ unserer Zeit die Mainstreamwirtschaftsmedien, die uns glauben machen wollen, dass die „Erholung“ seit 2009 echt ist?

Betrachtet man beispielsweise den Bloomberg Artikel Prophets Of Doom With Too Much Gloom (Propheten des Untergangs mit zu viel Düsterkeit) wird genau dieses Mem transportiert. Im Artikel wird der Fokus darauf gelegt, dass man die „großen Namen“ wie Bill Gross oder Paul Singer angreift, die letztlich damit beginnen den alternativen Analysten zuzustimmen. Bloomberg prangert die „plötzliche Welle“ von negativen Vorhersagen für den Dow Jones und andere Märkte durch Analysten, die bislang eine andere Sicht vertraten, an. Statt auf die Warnungen einzugehen und auf die aufgezeigten Beweise, Daten und Fakten zu blicken, macht Bloomberg eine „Verschwörungstheorie“ daraus, dass Broker und Hedge Fund Manager, wie eben Gross und Singer, die „einfachen Leute“ davon abhalten wollen, dass diese am „Wohlstandszuwachs“ teilnehmen können. Bloomberg reduziert die Warnungen also darauf, dass sie Gross und Singer des „Aktienerfolgneids“ bezichtigen.

Gibt es ein besseres Beispiel für einen Schuhputzerjungen unserer Tage?

Einige werden jetzt verargumentieren, dass Bloomberg sich durchaus der Tatsache bewusst ist, dass die Wirtschaft schwächelt und dass sie den „Freunden in der Fed“ nur dabei helfen, die Öffentlichkeit weiter im Dunkeln zu lassen, in dem man Falschinformationen streut. Dies mag vielleicht für Bloomberg (Stichwort: Besitzstruktur) und andere Medienschaffenden zutreffen, weil der einfache Analyst – wie auch die große Masse – die fiskalischen Daten schlicht ignoriert. Kann es sein, dass sie gar voreingenommen sind und was immer auch nötig ist verfassen, um die Geschichte des wirtschaftlichen Erfolgs fortführen zu können? Dass die kleinen Autoren bei Bloomberg und Co. den IGE unbewusst helfen, in dem sie anderen den Glauben vermitteln, dass das System stabil ist?

Für diejenigen, die bereits vor dem Crash von 2008 die Märkte verfolgt haben, sind diese Gedankengänge nichts Neues. Auch damals glänze die Hochleistungspresse mit vollkommener Ignoranz – bis zum Zeitpunkt der Implosion. Schon damals wurden diejenigen mundtot gemacht, die den Mut hatten öffentlich die Fundamentaldaten anzusprechen und darauf hinwiesen, dass das System vor einer massiven Korrektur steht. Viele Menschen glaubten auch damals, dass der wirtschaftliche Fortschritt nicht aufzuhalten ist, dass ein „neues 1929“ unmöglich ist, dass der Immobilienmarkt ein unsinkbarer Tanker ist. Und obwohl sie so voller Zuversicht waren, lagen sie alle fasch. Die meisten dieser Analysten und Medienschaffenden arbeiten auch heute noch bei der Wirtschaftspresse. Glaubt wirklich jemand ernsthaft daran, dass uns die Hochleistungspresse heute die Wahrheit sagt, wenn man sich dem hier genannten gewahr ist?

Die harten Daten sind der Meinung des Mainstreams immer vorzuziehen. Gerade weil die Analysten der Hochleistungspresse bei zahlreichen Gelegenheiten falsch lagen.

Zuerst einmal müssen wir uns daher mit der „Schlüsselkomponente“ beschäftigen. Die Fed und auch andere Notenbanken haben auf den Aktienmarkthöchstständen damit begonnen, die Versorgung mit billigem Geld zu kappen, in dem man kontinuierlich Zinserhöhungen durchführt(e). Fehlt jedoch das kostenlose Fed-Geld, um die Maschine weiter zu schmieren, dann kommt der Aktienmarkt zu einem Halt. Und jetzt tauchen erste Berichte über „tech dumps“ (also Einbrüche der Aktienwerte von Techfirmen wie Google) und den Gefahren von Korrekturen auf. Kann es vielleicht daran liegen, dass in den vergangenen Jahren eigentlich nur fünf große Firmen aus dem Techbereich für die enormen Zuwächse verantwortlich zeichneten?

Dies ist ein bemerkenswerter Richtungswechsel im Vergleich zu den Jahren davor, in denen man davon ausging, dass die Märkte sich weiter fast exponenziell entwicklen würden. Jetzt, wo die Fed ihr Quantitative Easing (QE) und ihre Zinsen nahe Null begraben hat, wird der wahre Zustand der Wirtschaft immer offensichtlicher – selbst dem Mainstream.

Laut der Atlanta Fed ist das BIP in den USA im ersten Quartal 2017 um 0,7% gefallen. Auf Werte, die man das letzte Mal im Zuge des Endes von QE gesehen hatte. Seit dem Jahr 2000 haben die USA 5 Millionen Industriejobs verloren. Ein Trend der sich insbesondere in den letzten Jahren beschleunigt hat. Nur 8,48% aller Stellen in den USA sind noch in der Industrie zu finden. Allein 102 Millionen US-Amerikaner im erwerbsfähigen Alter haben derzeit keine Arbeit. Diese Zahl beinhaltet auch die 95 Millionen, die von den US-Behörden nicht mehr gezählt werden, weil man ganz einfach annimmt, dass diese deswegen schon so lange ohne Arbeit sind, weil sie „keinen Job mehr haben wollen“.

Tausende von Einzelhandelsläden, das Rückgrat der US-Wirtschaft/-Konsum, werden bis Ende 2017 geschlossen werden. Zahlreiche Pleiten und „betriebliche Verschlankungen“ (sprich Schließung von Läden) belasten den Einzelhandel in den USA stark und auch die Internethändler können diese Lücke – trotz angekündigter Zuwächse – nicht schließen. So lag 2016 der Anteil der Onlinehändler nur bei 8,1% des Gesamtumfangs. Die Ölzwischenlager füllen sich weiterhin auf, während die US-Nachfrage nach Energie fällt. Dabei ist eine fallende Energienachfrage ein sicheres Zeichen davor, dass die Gesamtwirtschaft schwächelt. Die OPEC und andere Produzenten machen zu „hohe Fördermengen“ dafür verantwortlich. Für mich der Versuch die Aufmerksamkeit von der Realität eines gesunkenen Verbrauchs und der Tatsache, dass sich immer weniger Menschen die Energie leisten können, abzulenken.

Die Gewinnerwartungen großer Firmen sehen ebenfalls alles andere als rosig aus. Für mich belegt dies nur, dass die Aktienmärkte durch die Maßnahmen der Notenbanken gestützt waren und blinder Investorenglaube an die Notenbankinventionen vorherrscht(e). Die Maßnahmen wurden jetzt gekappt. Wie lange dauert es also, bis auch der Glaube der Investoren verloren geht?

Erwartete Gewinne - Bildquelle: www.alt-market.com

Erwartete Gewinne – Bildquelle: www.alt-market.com

Die hier aufgeführten Punkte sind nur ein Ausschnitt vieler Daten, die ein hässliches Bild des Zustandes der US-Wirtschaft zeichnen, die nun einmal als Motor und Transmissionsriemen der globalen Wirtschaft gilt. Wahrscheinlich ist der Rest der Weltwirtschaft sogar in noch schlechterer Verfassung.

Was mich zurück zur Anekdote des Schuhputzerjungens bringt.

Leider hat das Gros der Masse wenig Erfahrungen darin die Wirtschaft zu beobachten und zudem ein geringes Erinnerungsvermögen. Meistens fehlt den Menschen sogar beides. Zudem denken viele, dass eine ökonomische Krise immer ein Einzelereignis ist. Die Annahme, dass Krisen oder Zusammenbrüche „Großereignisse“ sind, dass sie plötzlich und ohne Vorwarnung eintreten, ist schlicht falsch. Tatsächlich haben Krisen immer ihre Warnzeichen weit vorab ausgesendet. Daher noch einmal, gerne zum Tausendsten Mal: ein Kollaps, eine Krise ist ein Prozess, kein einzelnes Großereignis. Leider erkennen daher viele nicht, dass wir uns inmitten dieses Prozesses bereits befinden und lehnen daher Meinungen wie die meine ab. Was natürlich ihr gutes Recht ist. Aber die Daten – wie die oben erwähnten – zeigen ein Wirtschaftssystem, dessen Fundamentaldaten sich weiter verschlechtern und eben nicht erholen. Die Aktienmärkte werden das „nächste Opfer“ sein.

Unglücklicherweise machen viele Menschen und vor allem Medienschaffenden die Stärke einer Wirtschaft an den Aktienwerten fest. Sie beschränken sich aber dadurch in ihrer Wahrnehmung und eigenen Beobachtung und sind oftmals unzugänglich, wenn es um anders geartete Beobachtungen und Daten geht. Damit helfen sie aber letztlich den IGE, in dem sie das falsche Narrativ einer gesunden Wirtschaft aufrecht erhalten – meistens unbewusst. Wenn dann das System so weit destabilisiert ist, dass auch sie es realisieren, werden sie all die vorbereiteten Sündenböcke der IGE als Schuldige heranziehen, die dann für alles verantwortlich gemacht werden .

Für mich stellt sich nicht die Frage „Wann“ wir die „erste Stufe der Krise“ betreten. Wir sind bereits mitten drin. Die eigentlich zutreffende Frage lautet: wann wird die uninformierte und dumm gehaltene Masse dies realisieren? Vielleicht ist die einzige geeignete „Schocktherapie des Erkennens“ wirklich ein Aktiencrash. Gerade weil die Masse offenbar die Aktien als einzigen Faktor betrachtet, der es wert ist, dass man ihm Aufmerksamkeit zukommen lässt. Und dieser Crash wird noch früh genug eintreten. Bis es soweit ist, wird wohl weiterhin jeder, der die echten Daten und Fakten andiskutiert und vor den kommenden Gefahren warnt, in den Augen vieler ein „Schwarzmaler und Pessimist“ sein.

Quellen:
Peak Economic Delusion Signals Coming Crisis
Donald Trump: Das Narrativ des Sündenbocks für die kommende Wirtschaftskrise wird gerade final ausgerollt
Prophets of Doom With Too Much Gloom
The Real Reasons Why The Fed Will Hike Interest Rates
Nasdaq loses more than 100 points as investors dump tech stocks
Gross Domestic Product: First Quarter 2017 (Advance Estimate)
U.S. has lost 5 million manufacturing jobs since 2000
Labor Force Statistics from the Current Population Survey
Retail alert: Ann Taylor, Dress Barn, Lane Bryant and Justice closing stores soon
Report: E-commerce accounted for 11.7% of total retail sales in 2016, up 15.6% over 2015
Oil settles at $45.72, down 5.1% at 5-week low, after big US stockpile rise


Ein Artikel bildet zwangsweise die Meinung eines Einzelnen ab. In Zeiten der Propaganda und Gegenpropaganda ist es daher umso wichtiger sich mit allen Informationen kritisch auseinander zu setzen. Dies gilt auch für die hier aufbereiteten Artikel, die nach besten Wissen und Gewissen verfasst sind. Um die Nachvollziehbarkeit der Informationen zu gewährleisten, werden alle Quellen, die in den Artikeln verwendet werden, am Ende aufgeführt. Es ist jeder eingeladen diese zu besuchen und sich ein eigenes Bild mit anderen Schlussfolgerungen zu machen.
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13 Kommentare bei “Systemfrage: Wenn die veröffentlichten Daten die Realität nicht mehr abbilden – Der schleichende Prozess einer Krise

  1. dixie cup
    16. Juni 2017 um 13:19

    Lieber konjunktion,

    auch auf die Gefahr hin, dass Sie mich langsam nicht mehr leiden können 🙂 kann ich mir einen Kommentar nicht verkneifen. Sie schreiben:

    „So hat der kürzlich stattgefundene Sturz an den Aktienmärkten (400-Punkte-Einbruch)“

    Meinen Sie die Bewegung des Dow Jones von 20.900 auf 20.500 Punkte im Mai 2017? Das sind 1,9%. Jetzt mal ehrlich. Sturz? Einbruch? Ich würde das nicht einmal als Korrektur bezeichnen. Das ist eher übliche Volatilität. Es ist richtig, dass die Katastrophen an den Aktienmärkten sich über ein oder zwei Jahre hinziehen. Sie begannen bisher jedoch IMMER mit Tagesverlusten jenseits der 10% bis 15%. Dann wieder Korrekturen nach oben, dann wieder steil abwärts usw.

    Und der Dow Jones ist heute bei 21.300 Punkten. Über den Stand von Ende Mai. Abwärtstrends, gar Stürze oder Einbrüche sehen anders aus. Bitte nicht falsch verstehen. Ich bin kein Fan dieses aufgeblasenen Märkte. Allerdings müssen wir die Fakten korrekt benennen.

    Meine Auffassung zum big picture kennen Sie. Ich hatte diese vorgestern hier dargelegt:
    https://www.konjunktion.info/2017/06/kurz-eingeworfen-reuters-erwartet-zinserhoehung-durch-die-fed-in-dieser-woche/#comment-11911

    Was mich brennend interessiert ist folgendes: Sie beschreiben TRUMP beständig als Totengräber, derjenige der alles zum Einsturz bringen soll. In o.g. Artikel schreiben Sie indes auch

    „Das Verhalten Trumps und seine Kabinettswahl lässt eigentlich nur den Schluss zu, dass er sich dieser Agenda bewusst ist und Teil des Spiels ist … damit dieses Schneeballssystem weiter aufrecht erhalten werden kann.“

    Was ist er denn nun?

    a) der Totengräber, der das Schneeballsystem – wie Sie oft anführen – zum Einbruch bringen soll?

    ODER

    b) derjenige, der dieses Schneeballsystem „weiter aufrecht erhalten soll“, also der Mittelsmann?

    Das sind zwei sich gegenseitig ausschliessende Punkte. Sie können nicht beides zugleich behaupten. Das mag sich zwar fluffig lesen, ist rein formallogisch jedoch wie eine Division durch Null. Es geht einfach nicht.

    Meine Meinung ist bekanntermaßen b). Trump ist der Mittelsmann, der alles „weiter aufrecht erhalten soll“ = Übergang zum multilateralen System mit SZR, RMB und USD und natürlich ohne größeren Rums.

    • Konjunktion
      Konjunktion
      16. Juni 2017 um 14:27

      Lieber dixie cup,

      auch auf die Gefahr hin, dass Sie mich langsam nicht mehr leiden können

      da müssen Sie sich wahrlich keine Sorgen machen. Fundierte Kommentare, Hinweise und auch Berichtigungen sind immer gerne gesehen. Niemand kann von sich behaupten fehlerfrei zu sein oder noch nie auf das „falsche Pferd“ gesetzt zu haben. Und davon nehme ich mich selbstverständlich in keinster Weise aus ;o)

      Zu Ihrem Einwurf:

      Ich halte Donald Trump für den gewünschten Sündenbock, dessen Politik (also der Konservatismus) dann als Ursache für den Zusammenbruch herhalten wird. Ich habe ihn nie als Totengräber be-/umschrieben, sondern immer nur als derjenige zu zeichnen versucht, der von den IGE ins Schaufenster gestellt wurde, um den Zorn der Massen weg von ihnen zu kanalisieren, wenn es dann zum großen Knall kommt.

      Auch kann ich einen Widerspruch zwischen „Totengräber“ und „Mittelsmann“ nicht erkennen. Denn, wenn er Teil der Kabale ist, wird er alles soweit einleiten (sprich das System mit diversen Tricks noch am Leben erhalten) bis der finale Prozessschritt eingeläutet werden kann, weil erst dann alle benötigten Positionen durch die IGE besetzt und alle Stellschrauben in die entsprechende Stellung gebracht wurden.

      Ich bin ganz ihrer Meinung, dass ein SZR-gestütztes System final „erschaffen“ werden soll. Jedoch glaube ich nicht, dass dies nicht ohne größeren Rums vonstatten gehen wird. Warum? Weil die Menschen nur in der Not Dinge mit sich machen lassen, die sie im Normalfall entrüstet ablehnen würden (Stichwort Schocktherapie).

      Ein kleiner Hinweis (als weitere Erklärung) sei mir auf meinen morgigen Artikel noch gestattet, in dem ich die Rettung der Banco Popular durch die Santander thematisiere und auch den italienischen „Bankenmarkt“ anspreche, weil sich darin sehr gut nachzeichnen lässt, dass bestimmte Mechanismen erst in Stellung gebracht werden müssen, bevor man den „Stecker“ (zuerst „Mittelsmann“, dann „Totengräber“ aka Sündenbock) final ziehen kann.

      Beste Grüße,

      Konjunktion

      Edit: Jederzeit gerne wieder einen Gastkommentar dazu, den sicherlich auch sehr viele Leser zu schätzen wüssten.

      • Giscours
        16. Juni 2017 um 19:20

        dixi- konjunktion…

        1. wir sind sicher alle irgendwie nicht ansatzweise unglücklich darüber dieses System weiter am laufen zu sehen, denn würde es nicht mehr, wäre das Leben für uns alle ein komplett anderes. Die Auswirkungen können dabei bestenfalls erahnt werden aka 1929 im Quadrat.

        2. es ist mit Sicherheit so, dass es vielen (einschließlich mir) niemals in die Gedanken gekommen wäre, wie sehr sich das System jeden Tag selbst wie Münchhausen an den eigenen Haaren aus dem Sumpf ziehen kann. Fakt ist, genau dies tut es. So perfide das man selbst nur immer wieder den Kopf schütteln kann, wie einfallsreich und erfinderisch die Macher bzw. Bewahrer des Systems jeden Tag sind. Wie sehr wir es alle schaffen uns täglichen diesen Selbstbetrug zu leben.

        Das System fördert das System und schützt das System, denn dies ist das System.

        3. bin ich mir sehr sicher und erhalte mehr und mehr faktische Hinweise (wie jeder hier der sucht) das wir im klaren Finale sind. Somit, warten wir doch noch dieses Jahr und 2018, 2019 ab…. diese Daten sind mehrfach begründe benannt UND erhalten die Tage einen weitere prominenten Namen hinzu – ich zitiere:

        „Jim Rogers: Es ist Zeit sich Sorgen zu machen, der Kollaps steht bevor

        Jim Rogers ist nicht nur eine Investmentlegende und Multimilliardär, er ist auch keiner der üblichen Marktschreier die turnusmäßig den bevor­s‍tehenden Crash ankündigen. Wir haben Jim mehrfach interviewt und ihn auch persönlich getroffen, daher ist seine Warnung unserer Ansicht nach auch ernst zu nehmen. Er spricht nicht nur von einem Börsencrash, er sieht den Kollaps der westlichen Zivilisation am Horizont und das in weniger als 12 Monaten.

        Ich habe Jim als einen eher zurückhaltenden und besonnenen Menschen kennengelernt. Er hat zwar immer betont, dass der Kollaps kommen würde, allerdings hat er sich nicht zur Festlegung auf ein derartig enges Zeitfen­s‍ter festnageln lassen. Genau das ist es was meine erhöhte Aufmerksamkeit erweckt hat.

        Die letzten zwei Jahren habe ich kein Video mehr hochgeladen, in diesem Fall finde ich es aber wichtig eine deutsche Version bereit zu stellen.

        In den unzähligen Interviews die ich mit Jim gesehen habe, war sein Ausdruck noch nie so ernst. Eigentlich neigt er eher zu fröhlichen Kommentaren auch wenn die Märkte straucheln. Diesen Interviewausschnitt sollten Sie sich ansehen.“

        Hier weiter zu iknews, der Blog von Jens:

        http://www.iknews.de/2017/06/15/jim-rogers-es-ist-zeit-sich-sorgen-zu-machen-der-kollaps-steht-bevor/

        hier direkt zum übersetzten Video:

        https://www.youtube.com/watch?v=QEsKm5E9M8k

        Fazit: Die Finanzarithmetik lässt sich nicht ewig manipulieren. Sie folgt, besser MUSS, einem implementieren Systemfehler und wir sind sehr Nahe diesem Ende.
        Die Thematik der SZR hin zu einer neuen Systemebene ist die eine Version der IGE. Ihr Wunschweg um dem eigenen Ärger am besten aus dem Weg zu gehen, bzw. um die Kontrolle bestmöglichst und friedlichst weiter zu erhalten. ABER, dies muss nicht so kommen denn mit jedem Tag haben die erschaffenen neue Schulden immer weniger proportional positive Auswirkungen auf das zum Überleben notwendige Wachstum. Man mag über Jim Rogers denken wie man will, schlussendlich ist er ebenso Teile der IGE, aber man sollte diesem Mann hier und heute wohl einfach gut zuhören.

      • fufu
        16. Juni 2017 um 22:42

        @konjunktion

        Sie hatten mal einen guten Artikel in dem beschrieben wurde was ein wahrer Konservativer ist : einer der die Souverainitaet des Individuums vor den Allmachts-Anspruch des Staates setzt.

        Nach dieser Definition ist Trump kein Konservativer. Sondern ein gefaehrlicher Vabanque-Spieler der sein bankrottes Imperium nach Muenchhausen-Art aus dem Schlamm ziehen moechte. So aehnlich hat er sich auch in seinem geschaeftlichen Leben verhalten. Ich kann mir auch kaum vorstellen, dass ihn ueberhaupt noch jemand als Konservativen bezeichnen wuerde.

        • Solist
          16. Juni 2017 um 23:46

          Die Simpsons als Propheten
          https://www.youtube.com/watch?v=eUIEQ9aWqv4

          Simpsons und real. Vergleicht und staunt.
          https://terraherz.files.wordpress.com/2017/06/230120702_258698.jpg

          The Simpsons – Bart To The Future – Trump President
          https://www.youtube.com/watch?v=Tek_llHMDsI
          It originally aired on the Fox in the United States on March 19, 2000
          Zitat: THE COUNTRY IS BROKE.

  2. André
    16. Juni 2017 um 16:27

    dixie cup, danke für Ihre Kommentare! Diese ergänzen und runden das Thema immer wieder sehr gut ab.
    Macht weiter so.
    Grüsse André

  3. 16. Juni 2017 um 17:26
  4. 18. Juni 2017 um 16:19

    Die Fallmanager bilden die Realität auch nicht mehr ab …

    Erwerbslose rennen ohne Sinn und Verstand los, um ihre eingehämmerten Vermittlungshemmnisse, die nur in der Phantasie ihres Fallmanagers existieren, zu beseitigen.

    weitersagen …

    Warum Maßnahmeträger den Maßnahmevertrag vor der Unterschrift nicht ausgeben
    https://aufgewachter.wordpress.com/2017/06/18/warum-massnahmetraeger-den-massnahmevertrag-vor-der-unterschrift-nicht-ausgeben/

  5. MFG-Hamburg
    18. Juni 2017 um 19:51

    „ein „Schwarzmaler und Pessimist“ sein.“

    wie sollen menschen dinge bewerten, die künstlich aus dem sichtfeld entfernt werden???

    zudem, die sogenannte pleite, ist nur eine digitale pleite. real haben wir vollen zugriff auf alle resourcen im überfluß. wie lange wird es dauern, bis das selbst alternative, medienkonsumenten verstehen werden??? hinzu kann noch addiert werden,daß wir eine technische revolution bereits durchlaufen haben. automatisierte robotersysteme, die teilautonom, beliebig den menschen in vielen berreichen ersetzen können. die künstliche intelligenz ist weit mehr fortgeschritten, als viele es annehmen. die fortschritte sind nicht nur enorm, sondern im horror-level, ausreichend für herzinfarkt für jene, die sich nie damit zuvor beschäftigten. wir benötigen im grunde zu 95% keine menschen mehr. zur zeit arbeitet man mit hochdruck an terminator5 für reale kampfeinsätze, die exemplare, die man uns zur schau stellt wirken zwar noch primitiv, aber das war der C64 vor wenigen jahrzenten ebenfalls. innerhalb 50 jahre wurden gigantische fortschritte erzielt……. quantensprünge und es ist kein ende in sicht in der entwicklung nach vorne. schon jetzt man künstliche intelligenz ein, die sich selbstständig weiterentwickelt und aus fehlern lernt. solche intelligenz, einmal eingebunden im technischen entwicklungsprozess, für planung und projekte, wird quantensprünge vollziehen. was auch immer zuvor jahrzente dauerte, wird dann nur noch wenige monate benötigen.

    sorry, daß schoß zwar etwas über das thema hinaus, aber mir scheint, viele kommen mit den aktuellen entwicklungen nicht mehr hinterher…..und die habens in sich.

  6. MFG-Hamburg
    18. Juni 2017 um 20:08

    ach ja, vergaß, mein kommentar bezieht sich im zusammenhang auf die wirtschaft, auf die wir angeblich angewiesen wären, bzw. ohne arbeit kein geld, ohne geld, kein leben. technisch haben wir diese zwänge hinter uns gelassen, einzig der digitale geldzwang, hält alle an den ketten. eine fantasie-gebilde wurde der realwirtschaft aufgezwungen……kaum zu glauben, aber wahr. je eher wir die ketten lösen, je eher werden wir in eine freiheit entlassen, von ungeahnten möglichkeiten.

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