Börsianer: Wie die Henne vor der Schlange

Helicopter Ben

Helicopter Ben – Bildquelle: unbekannt

Morgen ist es mal wieder soweit. FED-Chef Ben Bernanke hält Hof und die Börsenwelt hängt an seinen Lippen und lauscht gespannt, ob das Qantitative Easing und/oder der Ankauf von US-Staatsanleihen auch in den nächsten Monaten fortgesetzt wird.

Die Null-Produktivitätsjunkies der Wall Street (und der weltweiten Pendants) sind sich derzeit noch uneins, ob Helikopter-Ben weiterhin den Fuss auf dem Gaspedal behält oder doch die geldpolitische Wende einläutet:

Die Meinungen darüber gehen total auseinander, deshalb lehnt sich auch niemand mehr aus dem Fenster.

so ein befragter Börsianer.

Den wertschöpfenden, hart arbeitenden Brokern kann geholfen werden. Ben B. wird auch weiterhin monatlich 85 Milliarden US-Dollar Blatt Klopapier in die Märkte pumpen, um damit Anleihen und Immobilienpapiere aufzukaufen. Denn auch Heli-Ben ist bekannt, dass die als robust gemeldeten Konjunkturdaten der USA alles andere als robust sind.

Auch Bernanke weiß, dass die echte Inflationsrate bei annähernd 9% liegt. Er weiß, dass die echte Arbeitslosenquote bei ca. 24% liegt. Er weiß, dass im Jahr 2013 durchgehend annähernd 48 Millionen US-Amerikaner auf Lebensmittelmarken (SNAP-Programm) angewiesen waren. Er weiß, dass das Leistungsbilanzdefizit auch weiterhin bei über 100 Mrd. US-Dollar Blatt Klopapier pro Quartal liegen wird. Er weiß, dass das echte BIP bei etwa -1,8% liegt. Er weiß, dass der Wert des US-Dollars Blatt Klopapiers durch die Ausweitung der echten Geldmenge M3 um jährlich knapp 5% weiterhin fallen wird.

Und vor allem weiß er, dass die USA einen offiziellen Schuldenberg von 17,5 Billionen US-Dollar Blatt Klopapier und einen inoffiziellen von 70 Billionen aufgehäuft hat.

All das weiß Bernie B. und deswegen wird er weder QE, noch den Ankauf in naher Zukunft beenden oder herunterfahren. Schlicht weil er es aufgrund der selbst geschaffenen Schuldenfalle nicht kann. Eine Änderung des eingeschlagenen Wegs würde bedeuten, dass die Schuldzinsen ansteigen. Ein Ansteigen, dass sich weder die USA (FED), noch Europa (EZB) oder Japan (BoJ) leisten können. Deswegen werden wir auch weiterhin Unterstützungsmaßnahmen für das marode Finanzsystem in utopischen Höhen sehen. Denn nur niedrige Zinsen halten das System noch etwas länger am Laufen. Durch billigere Kredite bzw. Schuldzinsen und durch die schleichende Enteignung des Spargroschens der Menschen.

Quellen:
US-Börsen treten auf der Stelle- Anleger im Bann der Fed
Alternate Inflation Charts
Alternate Unemployment Charts
SUPPLEMENTAL NUTRITION ASSISTANCE PROGRAM
USA: Leistungsbilanz für das 3. Quartal
Alternate Gross Domestic Product Chart
Money Supply Charts
USA: Staatsverschuldung von 2003 bis 2013 (in Milliarden US-Dollar)
California economist says real US debt $70 trillion
Should You Buy Bond ETFs Before The Fed Decision?


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