Morgan Stanley als Lehman Brothers 2.0?

Morgan Stanley

Screenshot-Ausschnitt von www.morganstanley.com/

Nach einer Agenturmeldung von Reuters sollen 40 Top-Manager des Wall Street-Schwergewichts Morgan Stanley die Bank verlassen. Offiziell wegen Problemen mit der Technik und der daraus geschuldeten Tatsache, dass ein Arbeiten deswegen zu schwierig geworden ist.

Zusätzlich haben am Freitag, den 31.8.2012 die beiden Chefs der Moskauer Niederlassung von Morgan Stanley das Handtuch geworfen. 

Bahnt sich hier so etwas wie das zweite Lehman Brothers an? Die Deutschen Wirtschaftsnachrichten schreiben dazu:

Angeblich, so schreiben die Analysten in ihren Newslettern, habe Morgan Stanley ein gefährliches Zins Swap Geschäft laufen – welches die Bank in Existenzgefahr bringen könnte. Morgan Stanley soll im Frühjahr 2011 auf sinkende Zinssätze für US-Treasuries gewettet haben. Die Summe könnte sich auf etwa 7 Billionen US-Dollar belaufen. Dank dieser Derivate sei der im Januar 2011 ansteigende Zinssatz für US-Staatsanleihen innerhalb weniger Monate gedrückt worden, allerdings ohne, dass es tatsächlich reale Kapitalzuflüsse gegeben habe. Nun, da die US vor der Refinanzierung von Billionen an Schulden stehen, könnte die Blase platzen und Morgan Stanley in den Abgrund reißen. Betroffen wären etwa 300.000 private Depots.

Die Analysten glauben, dass eine Implosion von Morgan Stanley auch die Deutsche Bank und die französische Credit Agricole gefährden könnte, weil diese drei Banken besonders vernetzt sind.

Dazu passend sollen nach Aussagen von Jim Willie auch die “alten Hasen” von Morgan Stanley ihre Aktien verkaufen:

Willie states that Morgan Stanley faces IMMINENT FAILURE & RUIN, that The older employees are selling all of their stock, and that Many workers are making contingency plans for their next positions in another firm.

Wenn diese Informationen richtig sein sollten, dürften wir in den nächsten Tagen – vielleicht auch wenige Wochen – hilflose Versuche der westlichen Regierungen sehen, dass Kasino namens Finanzsystem noch zu retten und den finanziellen Kollaps abzuwenden. Auch wenn die Börsen am Freitag noch Ben Bernankes Jackson Hole Auftritt feierten, wird damit ab dem morgigen Montag Schluss sein und die Welt der Regierenden wird einmal mehr überraschte Augen machen.


Ein Artikel bildet zwangsweise die Meinung eines Einzelnen ab. In Zeiten der Propaganda und Gegenpropaganda ist es daher umso wichtiger sich mit allen Informationen kritisch auseinander zu setzen. Dies gilt auch für die hier aufbereiteten Artikel, die nach besten Wissen und Gewissen verfasst sind. Um die Nachvollziehbarkeit der Informationen zu gewährleisten, werden alle Quellen, die in den Artikeln verwendet werden, am Ende aufgeführt. Es ist jeder eingeladen diese zu besuchen und sich ein eigenes Bild mit anderen Schlussfolgerungen zu machen.
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