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Altersverifikation und Zensur: Das digitale Gefängnis klopft an unsere Tür

Zensur - Bildquelle: Pixabay / dimitrisvetsikas1969; CC0 Creative Commons

Zensur – Bildquelle: Pixabay / dimitrisvetsikas1969; CC0 Creative Commons

Es gibt immer noch Menschen, die glauben, dass es den Institutionen wie die EU um den Menschen, um deren Sicherheit und Wohlbefinden geht. Nichts könnte weiter von der Realität entfernt sein als dieser Glaubenssatz. Macht, Machterhalt, Kontrolle und Profit sind die Treiber, die die Politkaste und die Hochleistungspresse im Auftrag ihrer Hintergundmächte anstreben – nichts anderes. Und hier ist die digitale ID das entscheidende Instrument der nahen Zukunft, dass es gilt zu verhindern. Aktuell erleben wir – über die Hintertür eines angeblichen Kindesschutzes – den Versuch eine Altersverifikation einzuführen. Australien war der Testballon und wir sehen globale Bestrebungen dieses Model auf alle umzulegen. Dass eine Verifikation des Alters des Nutzers von z.B. sozialen Medien immer ALLE betreffen wird und dass dies NUR mittels einer wie auch immer gearteten digitalen ID umsetzbar ist, scheinen die meisten nicht verstehen zu wollen (oder zu können). Und blickt man in die Schlagzeilen der Hochleistungspresse ist der Fahrplan klar erkennbar.

Webseitenbetreiber und soziale Plattformen realisieren langsam, was auf sie zukommt. Selbst Softwareentwickler verstehen allmählich, dass die Kontrolle und Überwachung durch sie SELBST implementiert werden soll, wenn „Gesetzgeber“ „Gesetze“ erlassen, die ein Altersverifizierungssystem auf Betriebssystemebene vorsieht. Nicht nur die Regulierungsbehörden in der EU, sondern auch in den USA bauen kräftig am digitalen Gefängnisse für ALLE. Nur zwei aktuelle Beispiele: Die Europäische Kommission will gegen Anbieter von Erwachseneninhalten wegen Verstößen gegen das Gesetz über digitale Dienste (DSA) vorgehen und eine neue Untersuchung gegen Snapchat wegen „Bedenken hinsichtlich der Online-Sicherheit“ einleiten. Dabei geht die Erfüllungsgehilfenkaste der Internationalisten/Globalisten/Eliten (IGE) sehr geschickt vor – denn wer will nicht Kinder schützen, wer will keine Übergriffe im Netz eindämmen?

So legen zwei Mitteilungen der Kommission „die Vorwürfe“ detailliert dar.:

Die Europäische Kommission hat vorläufig festgestellt, dass Pornhub, Stripchat, XNXX und XVideos gegen den Digital Services Act verstoßen haben, da sie Minderjährige nicht davor geschützt haben, über ihre Dienste mit pornografischen Inhalten konfrontiert zu werden.

(The European Commission preliminarily found Pornhub, Stripchat, XNXX and XVideos in breach of the Digital Services Act for failing to protect minors from being exposed to pornographic content on their services)

Und weiter:

Obwohl in ihren Nutzungsbedingungen angegeben ist, dass ihre Dienste nur für Erwachsene bestimmt sind, ermöglichen alle vier Plattformen Minderjährigen den Zugang zu ihren Plattformen durch einen einfachen Klick, mit dem sie bestätigen, dass sie über 18 Jahre alt sind.

(Despite stating in their Terms of Services that their services are for adults only, all four platforms allow minors to access their platforms by a simple click confirming they are over 18.)

Die vorläufigen Feststellungen basieren auf einer „eingehenden Untersuchung“, die eine Analyse der von Pornhub, Stripchat, XNXX und XVideos vorgelegten Risikobewertungsberichte sowie interner Daten und Dokumente umfasste.

Zum gegenwärtigen Zeitpunkt ist die Kommission der Ansicht, dass Pornhub, Stripchat, XNXX und XVideos Maßnahmen zur Altersüberprüfung unter Wahrung der Privatsphäre umsetzen müssen, um Kinder vor schädlichen Inhalten zu schützen.

(At this stage, the Commission considers that Pornhub, Stripchat, XNXX and XVideos need to implement privacy preserving age verification measures to protect children from harmful content.)

Den Plattformen wird zudem vorgeworfen, keine angemessene Risikobewertung durchgeführt zu haben:

So wurden bei der Bewertung beispielsweise geschäftsbezogene Bedenken wie Reputationsschäden unverhältnismäßig stark gewichtet, anstatt den Schwerpunkt auf die gesellschaftlichen Risiken für Minderjährige zu legen, wie es der DSA vorschreibt.

(For example, the assessment disproportionately emphasised business-centric concerns, such as reputational damage, rather than focusing on the societal risks to minors, as required under the DSA.)

Zudem „wird parallel dazu eine koordinierte Maßnahme gegen nicht konforme kleinere pornografische Plattformen von den nationalen Koordinatoren für digitale Dienste durchgeführt, die für deren Überwachung zuständig sind. Diese koordinierte Maßnahme zielt darauf ab, sicherzustellen, dass der DSA auf allen Online-Plattformen jeder Größe in der EU einheitlich durchgesetzt wird. (in parallel, a coordinated action against non-compliant smaller pornographic platforms is being carried out by the national Digital Services Coordinators who are responsible for supervising them. This coordinated action aims to ensure that the DSA is enforced consistently across online platforms of all sizes in the EU).“

Snapchat sieht sich einer gründlichen Untersuchung wegen Grooming und Vape-Verkäufen ausgesetzt

Die zweite Ankündigung, die Snapchat betrifft, besagt, dass die beliebte soziale Plattform „möglicherweise gegen den DSA verstoßen hat, indem sie Minderjährige Grooming-Versuchen und der Anwerbung für kriminelle Zwecke sowie Informationen über den Verkauf illegaler Waren wie Drogen oder altersbeschränkter Produkte wie E-Zigaretten und Alkohol ausgesetzt hat (may have breached the DSA by exposing minors to grooming attempts and recruitment for criminal purposes, as well as to information about the sale of illegal goods, like drugs, or age-restricted products, such as vapes and alcohol)“.

Also jenes Grooming, dass in Großbritannien seltsamerweise kein Parlament interessiert, wenn es echte, nachweisbare Fälle durch Migrantengangs gibt.

Die EU-Kommission wird die Bedenken hinsichtlich Grooming sowie unzureichende Standard-Kontoeinstellungen, die Verbreitung von Informationen über den Verkauf verbotener Produkte, Meldeverfahren für eingeschränkte Inhalte und die Altersüberprüfung untersuchen.

„Gemäß den eigenen Nutzungsbedingungen von Snapchat müssen Nutzer mindestens 13 Jahre alt sein, um die Plattform nutzen zu dürfen (According to Snapchat’s own Terms and conditions, users must be at least 13 years old to use the platform)“, stellt die Europäische Kommission fest.

Die Kommission vermutet, dass Snapchats Verlassen auf Selbsterklärungen als Maßnahme zur Altersüberprüfung unzureichend ist. Sie verhindert weder, dass Kinder unter 13 Jahren auf den Dienst zugreifen, noch wird angemessen geprüft, ob Nutzer jünger als 17 Jahre sind, was notwendig ist, um ein altersgerechtes Erlebnis zu gewährleisten. Darüber hinaus vermutet die Kommission, dass das Tool, mit dem Nutzer Snapchat das Vorhandensein von Minderjährigen unter 13 Jahren auf dem Dienst melden können, den Nutzern in der App nicht zur Verfügung steht.

(The Commission suspects that Snapchat’s reliance on self-declaration as an age assurance measure is insufficient. It neither prevents children under the age of 13 from accessing the service, nor adequately assesses whether users are younger than 17 years old, which is necessary to ensure an age-appropriate experience. Moreover, the Commission suspects that the tool for users to report to Snapchat the presence of minors under the age of 13 on its service is not available to users on the app.)

Die Kommission wird nun eine eingehende Untersuchung durchführen, die „die Sammlung weiterer Beweise umfasst, beispielsweise durch die Übermittlung von Auskunftsersuchen an Snapchat sowie die Durchführung von Befragungen oder Inspektionen (gathering further evidence, for example by sending requests for information to Snapchat and conducting interviews or inspections)“.

EU schließt sich Großbritannien bei der aktiven Durchsetzung von Gesetzen zur Online-Sicherheit an

Die Durchsetzungsmaßnahmen der Kommission folgen auf Strafen, die von britischen Regulierungsbehörden wegen Nichteinhaltung des Online Services Act (OSA) verhängt wurden. Im Februar verhängte das Information Commissioner’s Office (ICO) gegen Reddit eine Geldstrafe in Höhe von 14,5 Millionen Pfund (etwa 19,5 Millionen Euro), weil das Unternehmen keine zuverlässige Altersüberprüfung implementiert hatte. Es hat auch Geldstrafen gegen Imgur verhängt.

Die ICO hat Social-Media- und Videoplattformen aufgefordert, ihre Systeme zur Altersüberprüfung deutlich zu verbessern, und sich direkt an TikTok, Snapchat, Facebook, Instagram, YouTube und X gewandt, um Informationen darüber einzuholen, wie sie dies beabsichtigen.

Auch die Europäische Kommission scheint nun zu „härteren Maßnahmen zu neigen“.

„In der EU tragen Online-Plattformen eine Verantwortung (In the EU, online platforms have a responsibility)“, sagt Henna Virkkunen, die Exekutiv-Vizepräsidentin der Kommission für technologische Souveränität, Sicherheit und Demokratie.

Kinder greifen in immer jüngerem Alter auf Inhalte für Erwachsene zu, und diese Plattformen müssen robuste, datenschutzkonforme und wirksame Maßnahmen ergreifen, um Minderjährige von ihren Diensten fernzuhalten. Heute ergreifen wir eine weitere Maßnahme zur Durchsetzung des DSA – um sicherzustellen, dass Kinder online angemessen geschützt werden, wie es ihr Recht ist.

(Children are accessing adult content at increasingly younger ages and these platforms must put in place robust, privacy-preserving and effective measures to keep minors off their services. Today, we are taking another action to enforce the DSA – ensuring that children are properly protected online, as they have the right to be.)

Den Ankündigungen zufolge haben die Pornoanbieter nun die Möglichkeit, auf die Feststellungen der Kommission zu reagieren und diese davon zu überzeugen, keine Geldbußen zu verhängen.

Im Rahmen der Ausübung ihres Rechts auf Verteidigung haben XVideos, XNXX, PornHub und Stripchat nun die Möglichkeit, die Unterlagen in den Ermittlungsakten der Kommission einzusehen und schriftlich auf die vorläufigen Feststellungen der Kommission zu antworten. Die Plattformen können Maßnahmen ergreifen, um die Verstöße zu beheben.

(In exercising their right of defence, XVideos, XNXX, PornHub and Stripchat now have the possibility to examine the documents in the Commission’s investigation files and reply in writing to the Commission’s preliminary findings. The platforms can take measures to remedy the breaches.)

Und dreimal darf geraten werden, wie diese Maßnahmen nun aussehen werden. Wer nun denkt, das interessiert mich nicht, weil ich keine Internetpornoseiten besuche oder Nutzer von z.B. Snapchat bin: Dies ist der Anfang und wenn diese Techniken erst einmal implementiert sind (wie auch die Altersverifikation in Betriebssystemen) ist es nur eine Farge der Zeit, bis diese „Lösungen“ auf ALLES und JEDEN angewendet werden. Alles zum angeblichen „Schutz“ der Kinder oder anderen Randgruppen, während man weiterhin das Epstein-Klientel schützt und den Epstein-Komplex verharmlost.

Quellen:
2025 Online Biometric Age Assurance Market Report & Buyers Guide
Two months in, Snapchat is still not a fan of Australia’s social media law
Age assurance gets boost from $6M judgement against Meta, YouTube
ICO hits Reddit with £14.5M fine for not implementing robust age assurance
ICO hits Imgur owner with £250K fine for mishandling children’s data
Movement to get kids off social media gains momentum in EU
UK ICO wants platforms to go further on age assurance
Commission preliminarily finds PornHub, Stripchat, XNXX and XVideos in breach of the Digital Services Act for allowing minors to access their services

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