Meinung: Die gezielte Spaltung unserer Gesellschaft

Meinung - Bildquele: Pixabay / Wokandapix; CC0 Creative Commons

Meinung – Bildquele: Pixabay / Wokandapix; CC0 Creative Commons

Eine tiefe Spaltung hat unsere Gesellschaft erfasst. Gab es früher noch Schattierungen von Grau, ist heute alles Schwarz oder Weiß. Konnte man früher noch ergebnisoffen Themen diskutieren, ohne direkt in irgendwelche Ecken gestellt zu werden, werden heute Dogmen und Glaubenssätze postuliert, die keine andere Meinung mehr neben sich dulden.

Rezo, Grönemeyer und wie sie alle heißen verengen den Diskussionsraum mit ihren Ansichten immer mehr. Der eine gibt die Losung aus, dass man über bestimmte Dinge überhaupt nicht mehr zu reden braucht, weil sie eh wissenschaftlich gesetzt seien. Und der andere spricht von Demokratie und will gleichzeitig den Menschen diktieren wie und was sie zu denken haben.

Als ich im Dezember 2014 (!) den Artikel Pegida und Anti-Pegida: Wacht endlich auf! Wir werden gegeneinander ausgespielt! schrieb, hatte ich ein leises Gefühl, wohin wir uns gesellschaftlich entwickeln würden. Doch ich dachte nicht annähernd, dass es zu so einer extremen Spaltung der Gesellschaft, einer solch massiven Einengung des Meinungs- und Diskursraumes und gar zu offenen Denkverboten kommen würde.

Ich möchte aus dem eingangs erwähnten Artikel eine Stelle zitieren, die heute in ihrer Bedeutung noch gewichtiger ist als vor knapp fünf Jahren:

Solange wir nicht erkennen, dass wir hier im Spiel der Mächte gegeneinander ausgespielt werden und unsere Kräfte für vermeintlich Belangloses – das alles von sich aus gelöst werden würde, wenn das Schuldgeldsystem als Ursache angegangen wird (oder denkt jemand ernsthaft, dass ein Flüchtling sein Land verlassen würde, wenn dort kein vom Westen finanzierter und ausgelöster Krieg stattfinden würde; oder wenn wenn seine Feldarbeit ihn und seine Familie ernähren könnte und er sich nicht gegen multinationale Lebensmittelkonzerne, die ihre Überproduktion nach Afrika bringen und dort die heimische Landwirtschaft zerstören, wehren müsste) – einsetzen,…

Solange wir das nicht erkennen, wird das System gewinnen…

Wenn inzwischen selbst alternative Medien aufeinander losgehen, weil ihnen einzelne Berichte und die darin transportierten Inhalte nicht gefallen (Stichwort Rainer Rupp), dann sind auch wir auf die Mechanismen des Establishments herein gefallen. Selbst wenn ich bestimmte Meinungen und Gedanken nicht teile, so ist es doch wichtig diese zu hören, sich mit diesen zu beschäftigen und sie zu prüfen, um meinen eigenen Horizont zu erweitern und ein anderes, breiteres Verständnis zu bekommen.

Der fälschlicherweise Voltaire zugeschrieben Satz, der eigentlich von Evelyn Beatrice Hall stammt,

Ich missbillige, was Sie sagen, aber ich werde bis zum Tod Ihr Recht verteidigen, es zu sagen.

sollte uns auch heute noch oder vielleicht gerade heute als Leitlinie dienen – alles andere ist ein schleichendes Abtauchen in einen Faschismus, den niemand will. Und wir haben in vielen Bereichen bereits die Grenze dorthin längst überschritten.

Quellen:
Pegida und Anti-Pegida: Wacht endlich auf! Wir werden gegeneinander ausgespielt!
Wikiquote – Evelyn Beatrice Hall


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