Schuldgeldsystem: Wenn am Ende jeder für jeden haftet

Schulden - Bildquelle: Pixabay / stevepb; Pixabay License

Schulden – Bildquelle: Pixabay / stevepb; Pixabay License

Der Debitismus zeichnet sich als Wirtschaftstheorie dadurch aus, dass Geld anstatt als Tauschmittelgut als übertragbares Schuldverhältnis (aka Kredit) und damit als Verpflichtung definiert ist. Dabei unterscheidet sein Begründer Paul C. Martin verschiedene Schuldverhältnisse:

  • Urschuld
  • religiöses Schuldverhältnis
  • Kontraktschuld
  • Abgabeschuld

All diese Schuldverhältnisse laufen am Ende jedoch nach Meinung Martins darauf hinaus, dass jeder für jeden haftet.

Der “Erfolg des Kapitalismus” beruht genau auf diesem System der dauerhaften Verschuldung von Jedermann. Wachstum benötigt in unserem System immer eine Aufschuldung. Das heißt es muss sich immer wieder jemand finden, der die nächste “Kredittranche” aufnimmt. Schulden sind im übertragenen Sinne das Schmiermittel der Wirtschaft und damit des Systems. Ohne ständig anwachsende Verschuldung kann das System nicht überleben oder auch nur den Anschein von Stabilität bewahren.

Daher stehen wir heute vor massiven Schuldenbergen. Seien es die Regierungen, die Privathaushalte, die Unternehmen und auch andere Bereiche wie die Landwirte. Aktuell sieht die US-Landwirtschaft nie gekannte Schuldenhöchststände. Im Laufe der Zeit erzeugen diese Schulden in jedem Sektor der Ökonomie eine Gravitationskraft, die durch keinen Stimulus irgendeiner Zentralbank mehr aufgehoben werden kann. Letztlich bedeutet das, dass die Inflation durch die Notenbanken dazu führt, dass die Erträge sinken. Es werden immer mehr Schulden erforderlich, bei gleichzeitig sinkenden positiven Ergebnissen (Stichwort Grenznutzen).

Vielleicht liegt genau darin der Grund, warum die Fed beschlossen hat, an ihrer Straffungspolitik in diesem Jahr festzuhalten. Die Fed weiß, dass es zu einem Crash – unabhängig davon, was sie tut – kommen wird. Und daher ist es nur logisch, dass sie einen solchen Zusammenbruch gezielt zulasst, solange es noch Sündenböcke gibt, denen man die Schuld für einen solchen Kollaps zuschieben kann, und solange man diesen noch “einigermaßen im Sinne der Internationalisten/Globalisten/Eliten (IGE) moderieren und steuern kann”.

Die Schulden der amerikanischen Landwirte stiegen von 385 Milliarden US-Dollar im letzten Jahr rasch auf 409 Milliarden US-Dollar an. Die Kreditnachfrage blieb “historisch hoch”, sagte der US-Landwirtschaftsminister Sonny Perdue am Mittwoch.

Die Zahlen spiegeln eine Belastung der US-amerikanischen Landwirtschaftszone wider, die mit der Agrarkrise von vor drei Jahrzehnten vergleichbar ist. Diesmal wurde die anhaltende Schwäche der Rohstoffpreise, Stürme, die Ernten schädigen, und der Verlust wichtiger Exportmärkte wie China aufgrund von Präsident Donald Trumps Handelsstreitigkeiten ausgelöst.

“Die Verschuldung der Landwirte ist in den letzten fünf Jahren schneller gestiegen und stieg seit 2013 um 30 Prozent – von USD 315 Milliarden auf USD 409 Milliarden nach USDA-Daten und von USD 385 Milliarden im letzten Jahr – auf das Niveau der 80er Jahre”, sagte Perdue in seiner Aussage vor dem Landwirtschaftsausschuss des Senats.

Er fügte jedoch hinzu: “Relativ feste Bodenpreise haben die Schuldenlast der Landwirte im historischen Vergleich bei 13,5 Prozent niedrig gehalten, und die anhaltend niedrigen Zinssätze haben die Kreditkosten relativ günstig gehalten.”

“Aber diese Durchschnittswerte verdecken Bereiche mit größerer Verwundbarkeit”, sagte er.

(The amount of debt held by America’s farmers has risen rapidly to 1980s-levels at $409 billion from $385 billion last year, with loan demand remaining “historically high,” U.S. Agriculture Secretary Sonny Perdue said on Wednesday.

The figures reflect a level of strain on the U.S. farm belt that is comparable to the agricultural crisis of three decades ago, this time driven by lingering weakness in commodity prices, storms damaging crops and loss of key export markets such as China due to President Donald Trump’s trade disputes.

“Farm debt has been rising more rapidly over the last five years, increasing by 30 percent since 2013 – up from $315 billion to $409 billion, according to USDA data, and up from $385 billion in just the last year – to levels seen in the 1980s,” Perdue said in his testimony to the House Agriculture Committee.

But he added: “Relatively firm land values have kept farmer debt-to-asset levels low by historical standards at 13.5 percent, and continued low interest rates have kept the cost of borrowing relatively affordable.”

“But those average values mask areas of greater vulnerability,” he said.)

Quellen:
Wikipedia – Debitimus
U.S. farm debt soars to levels seen during 1980s farm crisis: Agriculture secretary


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