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Pazifik: USA verstärken Druck auf ChinaLesezeit: 2 Minuten

Nach offiziellen US-Angaben wird der Kriegsnobelpreisträger Obama 800 weitere Soldaten und 40 M1A2-Panzer, sowie diverses Militärmaterial nach Süd Korea schicken. Ab dem 1. Februar werden Personal und Material von Fort Hood, Texas aus nach Süd Korea verschifft, um dort für die nächsten neun Monate zu verbleiben.

Nach den genannten neun Monaten wird das Personal ausgewechselt. Das Material verbleibt jedoch in Süd Korea und wird von nachfolgenden US-Truppen weiter benutzt, wie der Sprecher des Pentagons Steve Warren gegenüber Reuters formulierte:

This addition of forces to Korea is part of the rebalance to the Pacific. It’s been long planned and is part of our enduring commitment to security on the Korean peninsula.
This gives the commanders in Korea an additional capacity: two companies of tanks, two companies of Bradleys.
(Diese Truppenverstärkung in Korea ist Teil einer Rebalancierung im pazifischen Raum. Sie ist seit langem geplant und ist Teil unseres dauerhaften Engagements, die koreanische Halbinsel zu sichern.
Dies gibt den Kommandeuren in Korea zusätzliche Kapazitäten an die Hand: zwei Kompanien mit Panzern, zwei Kompanien mit Bradleys (ein bestimmtes Panzermodell, Anm. d. Verf.).)

Wappen USPACOM

Wappen USPACOM – Bildquelle: Wikipedia

Die USA haben derzeit bereits 28.000 Soldaten in Süd Korea stationiert.
Die Bekanntgabe dieser Truppen- und Materialaufstockung ist angesichts

  • der derzeitigen Besitzstreitigkeiten zwischen China und Japan um die Inselgruppe Senkaku/Diaoyu,
  • der von China ausgesprochenen neuen Luftsicherheitszone über dem ostchinesischen Meer und
  • des Hinweises Pekings an die USA sich nicht in die Streitigkeiten zwischen Japan und China einzumischen

nicht ohne Sprengkraft.

Insbesondere dann wenn man zusätzlich bedenkt, dass die USA 300.000 Soldaten in Japan, Süd Korea, den Philippinen und im gesamten Pazifikraum stationiert haben.

Es bleibt zu hoffen, dass die Streitigkeiten zwischen Japan und China nicht als Ventil dienen, um von den eigenen Problemen abzulenken.

Denn sowohl China (z.B. Immobilien- bzw. Kreditblase) als auch Japan (z.B. Inflation, Fukushima) und die USA (z.B. Gesamtsituation) sitzen auf einem Berg von ungelösten Problemen, die nicht oder nur noch sehr schwer zu kontrollieren sind. Und nur zu gern setzen ReGIERungen aussenpolitische Ablenkungen ein, um die eigenen inneren Probleme zu kaschieren.

Quellen:
USA entsenden weitere Soldaten und Panzer nach Südkorea
Wikipedia – United States Pacific Command

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2 Antworten

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  1. 9. Januar 2014

    […] namens China” durch die USA an, doch die Entwicklungen, wie die kürzlich bekannt gewordene Truppenverstärkung in Süd Korea oder die Inselstreitigkeiten zwischen China und dem US-Stellvertreter Japan, haben diese Hoffnung […]

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