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Brasilien: Verpflichtende biometrische Boardingsysteme für Häfen und Flughäfen in Planung

Kontrolle - Bildquelle: Pixabay / PublicDomainPictures; CC0 Creative Commons

Kontrolle – Bildquelle: Pixabay / PublicDomainPictures; CC0 Creative Commons

Weil einige immer noch denken, dass die BRICS-Staaten, China oder Russland ein Gegenpol zum bestehenden, vornehmlich westlich orientierten Systems wären, mag sich nachfolgende Information zu Gemüte führen. Es zeigt aus meiner Sicht sehr gut, dass es zwar „Grabenkämpfe“ über den Weg zwischen den Internationalisten/Globalisten/Eliten (IGE) geben mag, aber der Weg, der bestritten werden soll, ist identisch – es wird an einem Strang gezogen.

So hat die brasilianische Regierung Fortschritte bei ihrem Plan gemacht, ein biometrisches Boarding-System einzuführen, das letztendlich für alle Flughäfen und Seehäfen des Landes VERBINDLICH werden soll.

Am 21. Januar startete das Ministerium für Häfen und Flughäfen (mPor) eine öffentliche Konsultation zum Entwurf der Nationalen Biometrischen Identifikationspolitik, die darauf abzielt, standardisierte Verfahren für das biometrische Boarding einzuführen. Das Land startet außerdem die ersten Tests für sein auf Gesichtserkennung basierendes Boarding-System im größten Passagierterminal eines Seehafens in Lateinamerika.

„Wir werden durch den Einsatz biometrischer Identifizierung, insbesondere der Gesichtserkennung, bei den Zugangsverfahren zu sensiblen Bereichen von Flughäfen, Häfen und Wasserstraßenterminals einen erheblichen Effizienzgewinn erzielen, das Passagiererlebnis verbessern und die Betriebsrisiken verringern (We will have a significant gain in efficiency, improving the passenger experience and reducing operational risks by using biometric identification, especially facial recognition, in access procedures to sensitive areas of airports and port and waterway terminals)“, sagt der Minister für Häfen und Flughäfen, Silvio Costa Filho.

Neben angeblich „kürzeren Warteschlangen für Passagiere“ soll das biometrische Boarding durch den Abgleich mit offiziellen Daten in Echtzeit für „mehr Sicherheit sorgen“. Zu den Hauptvorteilen zählen laut mPor die Digitalisierung und die Verringerung von Dokumentenfälschungen. Die Regierung rechnet außerdem mit einer Senkung der Verwaltungs- und Betriebskosten um 25 bis 30 Prozent in der Anfangsphase.

Der Richtlinienentwurf wird dazu beitragen, bestehende Projekte wie Embarque + Seguro, ein biometrisches Boarding-Programm für Flugreisende, und Porto Sem Papel (PSP), ein Regierungsprogramm zur Reduzierung der Bürokratie im Hafenbetrieb, zu integrieren.

Konsultationen zum Entwurf sind bis zum 20. Februar möglich. Die Verordnung wird voraussichtlich Ende März veröffentlicht.

Erster Pilotversuche beginnen

Während die Regierung die dem Projekt zugrunde liegenden Vorschriften ausarbeitet, bereitet sich MPor darauf vor, sein Gesichtserkennungs-Identifizierungssystem im Seepassagierterminal Giusfredo Santini im Hafen von Santos zu testen.

Das von Concais betriebene Terminal wird Geräte testen, mit denen Passagiere, Besatzungsmitglieder und andere Mitarbeiter identifiziert werden können. Concais macht etwa 60 Prozent des Touristenverkehrs auf Kreuzfahrtschiffen im Land aus. Allein im Februar werden mehr als 127.500 Kreuzfahrtpassagiere den Seepassagierterminal Giusfredo Santini passieren.

Das Projekt befindet sich seit September letzten Jahres in der Entwicklung. Laut der Zeitung A Tribuna sind noch einige Fragen offen, darunter auch solche zur Finanzierung des Projekts.

Ein weiterer Punkt ist die Frage der Einwilligung der Nutzer und der Einhaltung des brasilianischen Datenschutzgesetzes (LGPD). Gemäß dem Plan werden die biometrischen Datenbanken von Serpro (Serviço Federal de Processamento de Dados) betrieben, das zuvor bereits am Programm Embarque + Seguro beteiligt war.

Mpor erklärt, dass die Zentralisierung der biometrischen Datenbanken bei Serpro darauf abzielt, „hohe Standards in Bezug auf Governance, Rückverfolgbarkeit und Betrugsprävention zu gewährleisten, wodurch die Zustimmung der Nutzer entfällt, da es sich um die Umsetzung der öffentlichen Sicherheitspolitik und kritischer Infrastruktur handelt, wie in der LGPD vorgesehen (high standards of governance, traceability, and fraud prevention, eliminating the need for user consent as it involves the implementation of public security policy and critical infrastructure, as provided for in the LGPD)“.

Die Umsetzung wird von einem interinstitutionellen technischen Ausschuss koordiniert, dem Vertreter von MPor, der Nationalen Zivilluftfahrtbehörde (ANAC), der Nationalen Wasserstraßenverkehrsbehörde (ANTAQ) und anderen Stellen angehören. Das Projekt soll den Richtlinien der Internationalen Zivilluftfahrt-Organisation (ICAO) und der Internationalen Seeschifffahrtsorganisation (IMO) folgen.

Conclusion

Wir sehen, die Einführung biometrischer/digitaler IDs wird weltweit weiter vorangetrieben. Unabhängig von angeblichen „politischen Ausrichtungen“ oder „Ideologien“. Seit Jahren schreibe ich darüber, dass wir einem „falschen OSt-West-Paradigma“ durch die IGE aufgesessen sind. Solche Informationen wie oben belegen genau das. Es ist eine Stoßrichtung – nur einmal von rechts oder einmal von links kommend.

Quellen:
Deal sealed for face biometric boarding at two Brazilian airports
Proposta de Portaria Ministerial que institui a Política Nacional de Identificação Biométrica em aeroportos, portos, instalações portuárias e hidrovias.
Concais projects circulation of 127,500 cruise passengers in February
Serpro to create biometric platform for Brazil’s cruise industry
Passengers terminal at the Port of Santos will be the first in Brazil to adopt facial biometrics

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