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Meinungsfreiheit: Google und sein neues Zensurwerkzeug “Fact Check Tools”Lesezeit: 8 Minuten

Google - Bildquelle: Pixabay / 377053; Pixabay License

Google – Bildquelle: Pixabay / 377053; Pixabay License

Laut LaToya Drake, Leiterin des Google News Lab, hat sich Google mit den Vereinten Nationen, der Weltgesundheitsorganisation und anderen für ein neues globales Zensurwerkzeug zusammengetan, das am vergangenen Montag eingeführt wurde.

Google News Lab ist nach eigener Darstellung “ein Team innerhalb der Google News Initiative, dessen Aufgabe es ist, mit Journalisten zusammenzuarbeiten, um Fehlinformationen zu bekämpfen (a team within the Google News Initiative whose mission is to collaborate with journalists to fight misinformation)”. Und die Google News Initiative (“GNI”) “arbeitet mit Verlegern und Journalisten zusammen, um Fehlinformationen zu bekämpfen (works with publishers and journalists to fight misinformation)”. Die GNI und ihr Labor scheinen ein und dieselbe Abteilung/Google-Arbeitsgruppe zu sein, da das Labor nur eine Seite auf der offiziellen GNI-Webseite besitzt.

Nachstehend finden Sie die Kurzbeschreibungen auf der “Über uns (About)”-Seite der GNI. Die Titel sind irreführend. Wenn man zum Beispiel dem Link “Unsere Partner (Our partners)” aufruft, der unter “Mehr erfahren (Learn more)” zu finden ist, gelangt man nicht zu einer Liste oder Übersicht der Partner. Er führt zu “Fallstudien (Case Studies)” mit einige “Geschichten” darüber, “wie Nachrichtenorganisationen auf der ganzen Welt ihre Nachrichtenberichterstattung und ihr digitales Geschäft ausbauen (how news organisations around the world are growing their news coverage and digital businesses)”. Danach wirbt Google für einige andere seiner Produkte und lädt den Leser ein, sich “für unseren Newsletter anzumelden (sign up for our newsletter)”.

Wir sind wirklich in die Ära von George Orwells Neusprech und Doppeldenk angekommen.

Google 1 - Bildquelle: Screenshot-Ausschnitt GNI

Google 1 – Bildquelle: Screenshot-Ausschnitt GNI

Googles globales Zensur-Tool

Letzte Woche twitterte der Schweizer Softwareentwickler Dejan Georgiev:

Googles neues globales Zensur-Tool wurde heute [7. August] um 9:10 Uhr über eine E-Mail-Pressemitteilung vorgestellt.

(Google’s new global censorship tool was introduced today [7 August] at 9:10 am via an email press release.)

Tweet Dejan - Bildquelle: Screenshot-Ausschnitt Twitter

Tweet Dejan – Bildquelle: Screenshot-Ausschnitt Twitter

Im Folgenden werden die von Geogiev hervorgehobenen Punkte über das neue Zensur-Tool der GNI als Grundgerüst verwendet, dem zusätzliche Informationen, um den Gesamtkontext besser herstellen zu können, hinzugefügt wurden.

GNI beschreibt sich selbst nicht als das, was es ist – eine globale Internet-Zensur – stattdessen beschreibt Google das Zensurwerkzeug als “Fact Check Tools”.

Google 2 - Bildquelle: Screenshot-Ausschnitt GNI

Google 2 – Bildquelle: Screenshot-Ausschnitt GNI

Was ist der wahre Zweck hinter GNI? Sein Zweck ist es, abweichende Meinungen zu jedem von Google gewählten Thema auszuschalten:

Die Algorithmen sind Googles letzter Versuch, das Internet zu kontrollieren, bevor die Menschen weltweit keinen Zugang mehr dazu haben. Das Ziel ist es, eine einzige Meinung zu haben. Google nennt es “Data Commons”.

(The algorithms are Google’s last-ditch attempt to control the internet before people worldwide can no longer access it. The goal is to have one point of view. Google calls it “Data Commons”.)

“Data Commons” wird von Google gehostet und fasst Daten aus einer Vielzahl von Quellen in einer einheitlichen Datenbank zusammen. Es handelt sich um eine Sammlung von Daten und Werkzeugen, die im Großen und Ganzen einen “Wissensgraphen” umfassen, der Daten aus zahlreichen offenen Quellen, unterstützende Schemata, eine API für den Zugriff auf Daten im Graphen, einen Graphen-Browser und einen Datensatz zur Überprüfung von Fakten miteinander verbindet.

Er verknüpft Verweise auf dieselben Entitäten – wie Städte, Landkreise, Organisationen usw. – über verschiedene Datensätze hinweg mit Knoten im Graphen, so dass die Nutzer auf Daten über eine bestimmte Entität zugreifen können, die aus verschiedenen Quellen stammen. Mit anderen Worten, man kann eine Person oder ein Unternehmen abfragen, und alle Informationen über diese Person oder dieses Unternehmen in der Google-Datenbank werden angezeigt.

Die “Data-Commons”-Webseite wurde im Mai 2018 mit einem ersten Datensatz gestartet, der aus “Faktenprüfungsdaten” besteht, die im ClaimReview-Format von mehreren “Faktenprüfern” des Poynter’s International Fact-Checking Network und des Duke Reporters’ Lab veröffentlicht wurden.

Im Oktober 2018 berichtete Google, dass “Data Commons” und die Veröffentlichung des Beispieldatensatzes weiteres Interesse an der Erforschung von Fehlinformationen geweckt habe und dass es

Anfragen aus dem akademischen Bereich erhalten habe, den Faktencheck-Korpus regelmäßig zu aktualisieren und es mehr Verlagen und nicht-technischen Nutzern zu ermöglichen, ClaimReview-Markups hinzuzufügen.

(received requests from academia to update the fact check corpus regularly and allow more publishers and non-technical users to add ClaimReview markups.)

Diesen Wünschen wurde durch die Einführung einer Reihe von Google-basierten Faktencheck-Tools entsprochen.

Bereits im Oktober 2020 wurde “Data Commons” in der Google-Suche zugänglich:

Wir freuen uns, mitteilen zu können, dass Data Commons über natürlichsprachliche Abfragen in der Google-Suche zugänglich ist. In einer Zeit, in der Daten unser Verständnis für so viele Themen prägen – von der öffentlichen Gesundheit und Bildung bis hin zu den sich entwickelnden Arbeitskräften und mehr – war der Zugang zu Daten noch nie so wichtig wie heute. Data Commons in der Google-Suche ist ein Schritt in diese Richtung und ermöglicht es den Nutzern, Daten zu erforschen, ohne dass sie über Fachwissen oder Programmierkenntnisse verfügen müssen.

(We are excited to share that Data Commons is accessible via natural language queries in Google search. At a time when data informs our understanding of so many issues – from public health and education to the evolving workforce and more – access to data has never been more important. Data Commons in Google search is a step in this direction, enabling users to explore data without the need for expertise or programming skills.)

In einem vor einer Woche veröffentlichten Video ermutigte LaToya Drake “Faktenprüfer” und Journalisten, die speziell für sie entwickelten digitalen Tools zu erkunden, um die “Authentizität und Genauigkeit (verify the authenticity and accuracy)” von Online-Bildern, Videos und Berichten zu überprüfen.

Weit entfernt von der edlen Absicht Googles, bei der sachlichen Überprüfung von Online-Informationen zu helfen, schrieb Geogiev, dass Googles Algorithmen darauf ausgelegt sind, kritische Webseiten aus den Suchergebnissen zu löschen, die bestimmte Themen aufgreifen wie:

  • Covid-19-Statistiken
  • Weltbank
  • Kriminalitätsstatistik des FBI
  • PharmGKB
  • Globale Eine-Welt-Regierung

Weitere Themen sind:

Alle [ansonsten angezeigten] Daten unterstützen eine globale Regierung unter dem Banner der Vereinten Nationen. Google hat das alleinige Sagen darüber, welche Nachrichten gelesen oder aus dem Internet blockiert werden.

(All data supports one global government under the United Nations banner. Google has the only say on what news gets read or blocked from the internet.)

GNI‘s Partner

Auf der Wikipedia-Seite für “Data Commons” heißt es:

Google hat mit Partnern wie dem United States Census, der Weltbank und dem US Bureau of Labor Statistics zusammengearbeitet, um das Repository zu füllen, das auch Daten von Wikipedia, der National Oceanic and Atmospheric Administration und dem Federal Bureau of Investigation enthält.

(Google has worked with partners including the United States Census, the World Bank, and US Bureau of Labor Statistics to populate the repository, which also hosts data from Wikipedia, the National Oceanic and Atmospheric Administration and the Federal Bureau of Investigation.)

Die “Data-Commons”-Webseite fügt hinzu:

Data Commons hat von vielen Kooperationen profitiert. Neben der Unterstützung des US-Handelsministeriums (insbesondere des Census Bureau) haben wir auch Hilfe von unseren zahlreichen akademischen Kooperationspartnern erhalten, darunter die UC San Francisco, die Stanford University, die UC Berkeley und Harvard.

(Data Commons has benefited greatly from many collaborations. In addition to help from the US Department of Commerce (notably the Census Bureau), we have received help from our many academic collaborations, including, UC San Francisco, Stanford University, UC Berkeley and Harvard.)

Um sich ein Bild von der Größe des GNI-Netzwerks zu machen, können Sie hier eine nicht vollständige 71-seitige Liste der mehr als 7.000 Partner einsehen. Dieses Dokument ist nicht über den Hyperlink unter “Unsere Partner (Our partners)” auf der “Über uns (About)“-Seite zugänglich, wie zuvor erwähnt, sondern auf der Seite “2021 Impact Report” der GNI:

Google 3 - Bildquelle: Screenshot-Ausschnitt GNI

Google 3 – Bildquelle: Screenshot-Ausschnitt GNI

Und wer genauer wissen möchte, wer LaToya Drake (Leiterin des Google News Lab) ist und die das neue globale Zensur-Tools von Google ankündigte, sollte sich beeilen. Denn nicht jeder außerhalb ihres Netzwerks darf z.B. ihren Twitter-Account einsehen:

Twitter - Bildquelle: Screenshot-Ausschnitt Twitter

Twitter – Bildquelle: Screenshot-Ausschnitt Twitter

Mit den Google Fact Check Tools wird eine neue Ebene der globalen Zensur gestartet. Die Internationalisten/Globalisten/Eliten (IGE) haben ihre Fehler aus der Plandemie genau analysiert und ihre Schlüsse daraus gezogen. Neben den technischen Voraussetzungen zur weltweiten Zensur, werden parallel dazu via den WHO-Pandemievertrag bzw. den Anpassungen der Internationalen Gesundheitsvorschriften auch die rechtlichen Pflöcke entsprechend eingeschlagen. Aber leider gilt auch hier, wie bei so vielen anderen Themen: die Menschen werden es ignorieren, dann ungläubig sein, wenn es sie direkt betrifft, und am langen Ende auch diesen Schritt auf dem Weg des “Großen Neustarts” akzeptieren…

Quellen:
Google introduces its new global censorship tool
Google News Lab
Tools and resources to help digital news thrive
A more informed world has always been core to Google’s mission.
Case studies
Dejan Georgiev – Webseite
New global internet censorship began today
Data commons – Webseite
What is datacommons.org?
New Source of ClaimReview Markup for Data Commons Feed
ClaimReview
Commit to transparency — sign up for the International Fact-Checking Network’s code of principles
Duke Reporter’S Lab – Webseite
Data Commons, now accessible on Google Search
How AI is powering a more helpful Google
Google tools for fact-checkers
PharmGKB – Webseite
Wikipedia – Datacommons.org
About Data Commons
GNI-Partners
Advancing the long-term sustainability of journalism and publishing

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Ein Artikel bildet zwangsweise die Meinung eines Einzelnen ab. In Zeiten der Propaganda und Gegenpropaganda ist es daher umso wichtiger sich mit allen Informationen kritisch auseinander zu setzen. Dies gilt auch für die hier aufbereiteten Artikel, die nach besten Wissen und Gewissen verfasst sind. Um die Nachvollziehbarkeit der Informationen zu gewährleisten, werden alle Quellen, die in den Artikeln verwendet werden, am Ende aufgeführt. Es ist jeder eingeladen diese zu besuchen und sich ein eigenes Bild mit anderen Schlussfolgerungen zu machen.
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3 Antworten

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  1. 16. August 2023
  2. 28. August 2023

    […] Laut LaToya Drake, Leiterin des Google News Lab, hat sich Google mit den Vereinten Nationen, der Weltgesundheitsorganisation und anderen für ein neues globales Zensurwerkzeug zusammengetan, das am vergangenen Montag eingeführt wurde. Google News Lab ist nach eigener Darstellung “ein Team innerhalb der Google News Initiative, dessen Aufgabe es ist, mit Journalisten zusammenzuarbeiten, um Fehlinformationen zu — Weiterlesen http://www.konjunktion.info/2023/08/meinungsfreiheit-google-und-sein-neues-zensurwerkzeug-fact-check-tools/… […]

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