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Fed-Politik: Zwischen gewünschter Wahrnehmung und zu erwartender RealitätLesezeit: 3 Minuten

Dass die Federal Reserve ein Manipulator erster Güte ist, zeigen nicht nur die Aktienkurse der letzten Jahre (Quantitative Easing, Anleihenankäufe, usw.), sondern auch die Interpretation der sogenannten Fed Minutes, den kurz gehaltenen Stellungnahmen der US-Notenbank zur aktuellen Einschätzung der ökonomischen Gesamtlage.

Jerome Powell - Bildquelle: Wikipedia / Federalreserve; Public Domain

Jerome Powell – Bildquelle: Wikipedia / Federalreserve; Public Domain

So auch bei der neuesten “Ausgabe”, in der wir eindeutig die geführte Hand der Propaganda erkennen können, die die aus meiner Sicht gesetzte Straffungspolitik der Fed nach Wünschen der Internationalisten/Globalisten/Eliten (IGE) transportiert. Die Fed und die Hochleistungspresse wollen, dass alle Marktteilnehmer daran glauben, dass die Straffungspolitik ein Ende findet, obwohl ein solches Ende nicht zeitnah eintreten wird.

Denn die Erklärung der Fed besagt, dass die US-Notenbank bis Ende des Jahres einen PLAN zur Beendigung der Politik der Bilanzreduzierung erarbeiten will – NICHT jedoch, dass sie diese Politik bis Ende des Jahres beenden wird. Ein kleiner, aber feiner Unterschied, den man nur bei genauem Lesen erkennt. Die Fedsche Maßnahmenkatalog führt zudem IMMER NOCH zwei weitere Zinserhöhungen in diesem Jahr auf. Warum schreiben die Mainstreamanalysten daher weiter von einem Ende der Straffungspolitik (Stichwort “dovish”), obwohl die Fed die Wirtschaft in den USA immer noch als “stark” (trotz anders lautender Fundamentaldaten) bezeichnet?

Ich gehe nach wie vor davon aus, dass es zu einem Schock an den Aktienmärkten kommen wird, sobald dort realisiert wird, dass die Fed in diesem Jahr nicht “kapitulieren” wird. Es wird zu keiner Umkehr bei den Zinserhöhungen kommen und die Bilanzreduktion wird seitens der Fed fortgesetzt werden.

Die Entscheidungsträger der US-Notenbank gaben am Mittwoch kaum einen Einblick in ihre Gemütszustand, wie lange ihre “geduldige” Haltung gegenüber der US-Zinspolitik andauern würde, und sie versprachen zwar “in nicht allzu ferner Zukunft” einen Plan bzgl. ihrer Bilanz von 4 Billionen US-Dollar vorzulegen, ließen jedoch im Unklaren, was dieser Plan bedeuten würde.

Derzeit sehen die politischen Entscheidungsträger kaum ein Risiko bei den Zinssätzen, um die Auswirkungen einer globalen Abschwächung und der bisherigen Zinserhöhungen der Fed zu bewerten, so das Protokoll der Fed vom 29. bis 30. Januar, das am Mittwoch veröffentlicht wurde.

“Viele Teilnehmer meinten, es sei noch nicht klar, welche Anpassungen der Zielspanne für den Leitzins des Bundes in diesem Jahr angebracht sein könnten”, sagte das Protokoll.

Obwohl “mehrere” Teilnehmer glaubten, dass eine Zinserhöhung nur dann erforderlich wäre, wenn die Inflation unerwartet stark ansteigen würde, “gaben mehrere andere Teilnehmer an, sie würden es für angemessen halten, die Zielspanne für den Leitzins des Bundes anzuheben, wenn sich die Wirtschaft wie erwartet im Laufe des Jahres entwickelt.”

(Federal Reserve policymakers on Wednesday gave little sense of how long their “patient” stance on U.S. interest rate policy would last, and while promising “before too long” a plan for their $4 trillion balance sheet, left unclear what that plan would entail.

For now, policymakers see little risk to leaving rates alone to assess the impact of a global slowdown and the Fed’s rate hikes to date, according to the Fed’s minutes from their Jan. 29-30 meeting, released on Wednesday.

“Many participants suggested that it was not yet clear what adjustments to the target range for the federal funds rate may be appropriate later this year,” the minutes said.

But though “several” participants thought a rate increase would be necessary only if inflation unexpectedly surged, “several other participants indicated that, if the economy evolved as they expected, they would view it as appropriate to raise the target range for the federal funds rate later this year.”)

Quelle:
Fed flags end to balance sheet runoff, patience on rates

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