Venezuela: Wenn Menschen für einen Laib Brot sterben müssen

Venezuela besitzt geschätzte Ölvorkommen in Höhe von 300 Milliarden Barrel und liegt damit noch vor der Tankstelle der Welt Saudi-Arabien. Und doch sterben Menschen in Venezuela, weil das Land am Boden liegt (so hat das Land nur noch Währungsreserven in Höhe von 10 Milliarden US-Dollar) und sich die Menschen nicht einmal mehr das Brot zum Überleben leisten können. Die Gewalt hat Ausmasse angenommen, die bislang in diesem südamerikanischen Land ohne Bespiel sind – gerade weil die Menschen immer mehr gegen die autoritäre Regierung um den Präsidenten Nicolas Maduro auf die Straße gehen:

Die Behörden in Venezuela sagen, dass 12 Menschen in der Nacht nach Plünderungen und Gewalt in der Hauptstadt des südamerikanischen Landes inmitten einer sich verschärfenden politischen Krise getötet wurden.

(Authorities in Venezuela say 12 people were killed overnight following looting and violence in the South American nation’s capital amid a spiraling political crisis.)

Die meisten Todesfälle fanden in El Valle statt, wo die Oppositionsführer berichten, dass 13 Personen aufgrund elektrischer Sicherheitsmaßnahmen tödlich verletzt wurden, während sie versuchten, eine Bäckerei zu plündern, die durch einen elektrischen Zaun geschützt ist.

(Most of the deaths took place in El Valle, where opposition leaders say 13 people were hit with an electrical current while trying to loot a bakery protected by an electric fence.)

Die Menschen in Venezuela befinden sich im Überlebenskampf. So gibt es eine Erhebung, die zeigt, dass im letzten Jahr 74% der Venezulaner durchschnittlich 20% ihres Körpergewichts verloren haben. Venezuela steht unter anderem deswegen an der Spitze des Economic Misery Index von Bloomberg.

Seit der Amtseinführung von Madura verschlechtert sich die Lage im Lande zusehends. So hat Maduro beispielsweise Ende März das Parlament geschlossen und hat die Legislative auf den Obersten Gerichtshof übertragen. Eine Trennung zwischen Legislative, Exekutive und Judikative ist daher nicht mehr gegeben.

Dass Menschen, um zu Überleben Brot, stellen, zeigt die wirtschaftliche Situation im Lande. Einer der größten Konzerne in Venezuela, der US-Autobauer General Motors, dessen Produktionseinrichtungen von lokalen Behörden übernommen wurden, hat sein gesamtes Geschäft in Venezuela eingestellt, weil kein Absatzmarkt mehr vorhanden ist. Um die Relationen zu verdeutlichen: in einem Land mit 30 Millionen Einwohnern wurden in 2016 nur 3.000 neue Fahrzeuge verkauft – und diese 3.000 Autos sind die Anzahl im ganzen Land, aller Hersteller im ganzen Jahr 2016.

Venezuela liegt de facto am Boden und niemand scheint es zu interessieren – trotz der immensen Ölvorräte, die dem Land eigentlich eine viel bessere Zukunft ermöglichen sollten.

Quellen:
Venezuela On The Verge Of Revolution: A Quick Overview
Wikipedia – Ölvorkommen
Venezuela Only Has $10 Billion Left in Reserves
How Chávez and Maduro have impoverished Venezuela
Venezuela’s Maduro decried as ‚dictator‘ after Congress annulled
These Economies Are Getting More Miserable This Year
General Motors Quits Venezuela After Officials Seize Plant


Ein Artikel bildet zwangsweise die Meinung eines Einzelnen ab. In Zeiten der Propaganda und Gegenpropaganda ist es daher umso wichtiger sich mit allen Informationen kritisch auseinander zu setzen. Dies gilt auch für die hier aufbereiteten Artikel, die nach besten Wissen und Gewissen verfasst sind. Um die Nachvollziehbarkeit der Informationen zu gewährleisten, werden alle Quellen, die in den Artikeln verwendet werden, am Ende aufgeführt. Es ist jeder eingeladen diese zu besuchen und sich ein eigenes Bild mit anderen Schlussfolgerungen zu machen.
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24 Kommentare bei “Venezuela: Wenn Menschen für einen Laib Brot sterben müssen

  1. packi
    24. April 2017 um 16:39

    Alle jammern wie schlimm die Sozialisten in Venezuela sind. Das die Menschen dort wegen DENEN Hund und Katzen essen müssen. Wie oft muß dieses immergleiche Scheißspiel noch gespielt werden damit auch der letzte Doofie dahinterkommt? ALLE sehen den fetten Gorilla im Raum und keiner wagt einen falschen Furz zu lassen: Das IMPERIUM räumt gerade mit Hilfe seiner CIA seinen Lateinamerikanischen Hinterhof auf. Und jetzt ist eben Venezuela dran. Andere werden folgen…

    • Hieronymus Huxley
      24. April 2017 um 22:19

      Ist nichts neues, das hat Tradition!
      „Uncle Sam“ ist sauer, weil ihm die Teilkontrolle übers Öl (strategische Reserve) entzogen wurde. Jetzt habens halt eine „Studenten“-Revolution bekommen, die Farbe ist noch nicht entschieden.
      Das Land wird auch brav sanktioniert und ausgeschlossen (z.B. von Brasilien -dort wurde eine ungenehme Regierung wie bekannt zuvor deinstalliert), ist natürlich wie immer aus humanitären Gründen, bzw. wegen Demokratie.
      Als nächstes kommt Equador dran, schätze ich… Außer man braucht den Julian noch für etwas.

  2. Libelle
    24. April 2017 um 18:49

    @ packi

    Zitat:
    Das IMPERIUM räumt gerade mit Hilfe seiner CIA seinen Lateinamerikanischen Hinterhof auf.
    —————————

    Genau so ist es.

    In Brasilien ist der korrupte Temer, der auf sehr unsaubere Art und Weise Dilma Rousseff aus dem Amt hat entfernen lassen um selbst Staatschef zu werden, dabei das todbringende neoliberale Konzept durch zu peitschen:

    https://amerika21.de/analyse/174233/brasilien-arbeiten-tod

    In Argentinien ist der neoliberale Macri „gewählt?“ worden.
    Eine seiner ersten Amtshandlungen war dem „Geierfond entgegen zu kommen. Die USA hat es mit Sicherheit gefreut!

    http://www.n-tv.de/wirtschaft/Argentinien-bietet-Hegdefonds-Milliarden-an-article16939856.html

    https://amerika21.de/2017/03/172839/argentinien-forscher-macri

    Auch in Chile wütet das neoliberale Konzept nach wie vor.

    https://amerika21.de/2017/03/172846/proteste-rentensystem-chile

    Und da diese Rezepte in Venezuela nicht zum Erfolg führten, wird wieder versucht eine Revolution anzuzetteln. Dabei ist der Ölpreisverfall sehr hilfreich. Hat der doch mit dazu beigetragen dass die Wirtschaft kollabiert.
    Die USA haben von Anfang an gegen Maduro konspiriert und versucht ihn zu stürzen. Steht er doch damit den neoliberalen Ausbeutungsplänen ihrer Konzerne und somit der US-Schattenregierung im Weg.

    https://amerika21.de/2017/04/174404/venezuela-proteste-19-april

    Irgendwie riecht es dort inzwischen überall nach CIA und Konsorten.

  3. 24. April 2017 um 20:55

    Oppositionsführer und Bloomberg trumpeten, cool! Haste noch mehr so Klopse?

  4. 24. April 2017 um 21:01

    „Venezuela besitzt geschätzte Ölvorkommen in Höhe von 300 Milliarden Barrel und liegt damit noch vor der Tankstelle der Welt Saudi-Arabien.“

    Meinen Quellen nach rangiert V mit seinen Reserven knapp HINTER S-A an zweiter Stelle.

    Sorry wenn ich hier ausnahmsweise auch mal heftige Kritik anbringen muss nebst all dem normal verdienten Lob, aber die Primärquelle von Acitivistpost (ich hatte den Artikel heute Nachmittag auch schon überflogen) ist hirngefickter Bullshit. Schafsmedien-Propaganda im Sinne des Wirtschaftskrieges des Hegemons im Norden wider Venezuela vom allerfeinsten!
    Guck doch nur mal diesem Depp seine Quellen an. Reuters, AP, Bloomberg, und sonst nix gscheiteres…

    Wer mal ein realistischeres Bild von den Gegebenheiten in Südamerika haben möchte, studiere vielleicht mal solcherlei:
    https://dudeweblog.wordpress.com/2017/04/02/chaos-unruhen-und-randale-in-suedamerika/
    Oder suche bei Amerika21 via Tag/Stichwort Venezuela nach den sauberen Berichten, bei denen jemand tatsächlich vor Ort war! Es gibt mehrere, ich hab nur die Links grad nicht zur Hand.

    Selbstverständlich möchte ich nicht leugnen, dass Maduro einigen Mist angerichtet hat, seit Chavez vom imperialen Hegemon im Norden ( https://dudeweblog.wordpress.com/2015/03/30/jasinna-durchleuchtet-die-kriegstreiberei-ideologien-des-imperialistischen-hegemons/ ) ermordert wurde, aber dennoch ist dieser Activistpost-Bericht Schafsmedien-Niveau vom allerfeinsten.
    Und zu Zeiten Chavez hat sich – weil dazumal auch noch nicht der Ölkrieg tobte (massive Preismanipulation nach unten!) – jedenfalls sehr vieles positiv verändert für die einfachen Menschen: https://dudeweblog.wordpress.com/2013/03/22/geld-regiert-die-welt-dreckskapitalismus-teil-i/

    • 24. April 2017 um 21:52

      Und nur mal noch so nebenbei, bezugnehmend auf „Authorities in Venezuela say 12 people were killed overnight“:
      Was glaubst ihr, wieviele Tote gibt es in Molochs wie Caracas, Mexico City, Barranquilla, Sao Paulo, Rio, Buenos Aires, Asuncion, etc. in einer Nacht, wenn mal die Polizei aufgrund der normalen Hungerlöhne, die Schnauze voll hat, und sagt; wir streiken jetzt?
      Ich sag nur so viel: 12 sind da ein lächerlicher Witz.
      12 und mehr gibt es sogar öfter pro Nacht, wenn die Poliziei nicht streikt!
      Und selbstverständlich ist es gängiger Usus, dass ein nicht kleiner Teil der tatsächlichen Toten es gar nie erst in so eine Statistik schafft!
      So viel dazu…
      Frohes Gelächter! 😉

    • Hieronymus Huxley
      24. April 2017 um 22:29

      Yes Sir!
      Da gab es doch dieses politische Treffen, das die Krebsrate der Teinehmer in die Höhe schnellen ließ…

  5. Hallo100
    24. April 2017 um 23:09

    Der Schreiberling hat null Ahnung was da wirklich los ist. Die CIA Räumt ihren Hinterhof auf.

  6. dixie cup
    25. April 2017 um 01:05

    „74% der Venezulaner haben durchschnittlich 20% ihres Körpergewichts verloren“

    das würde auch 74% der Deutschen gut tun.

    Kommunismus hat dann doch so seine Vorteile /sarc

  7. dixie cup
    25. April 2017 um 01:41

    Zum Thema Venezuela: Kolumbiens Präsident Santos (übrigens Anwärter auf den Friedens-Nobelpreis 😉 hat die NATO (!!) eingeladen, das organisierte Verbrechen in Kolumbien zu bekämpfen. Diese „Einladung“ wurde seit 2012/13 vorbereitet, um Friedensverhandlung zwischen der Santos Regierung und der FARC auf die Beine zu bringen.

    Venezuela (unter Chavez) kritisierte diesen Schritt sehr heftig.

    Man sollte die Ereignisse in Venezuela daher vor diesem (wenig publizierten) Hintergrund sehen: Ausdehnung der NATO auf Lateinamerika

    http://www.globalresearch.ca/colombia-inviting-nato-to-fight-organized-crime-a-menace-for-latin-america/5565587?utm_campaign=magnet&utm_source=article_page&utm_medium=related_articles

  8. Mike
    25. April 2017 um 11:49

    Auch Ich schätze Konjunktion.info sehr als investigatives Portal. Schade eigentlich, das so ein diletantisch recherchierter Beitrag den Platz auf eine sonst eher gründlich und investigativ recherchierte Seite findet.
    Das Südamerika-Thema an sich wäre aber interessant. Ich denke die Europäer könnten sich eine Schippe von den Cabrons dort abschneiden.
    Der Deep (Depp) State tut sich dort wesentlich schwerer, seine hinterhältigen Regimchanges durchzuführen.
    Ich denke die Südamerikaner leben noch etwas „natürlicher“ als wir Europäer.
    Sitzen nicht so viel vor der Glotze, haben ein besseres Gemeinschaftsgefühl und und…
    Ich denke das macht sie weniger anfällig für die imperiale Manipulation.

    • 25. April 2017 um 20:07

      Wieso bezeichnest du Südamerikaner als Cabrons? Du weisst ja sicher, wenn du es benutzt, was das übersetzt bedeutet! Für die Anderen mache ich das mal schnell, es gibt viele Bedeutungen, je nach Kontext, in Bezug auf Personen ist die Beleidigung aber massgebend: „Bock, Ficker, Scheisskerl, fiese Sau, Arschloch“. Es könnte auch positiv belegt sein, dann aber bezieht es sich konkret auf eine ganz bestimmte Person und ist dem Satzzusammenhang zu entnehmen, z.B. „cooler Scheisstyp“.

  9. Konjunktion
    Konjunktion
    25. April 2017 um 12:30

    @all: Mea culpa.

    Ab und an produziert man auch mal einen Rohrkrepierer ;o)

    Dass in Venezuela die CIA (und wohl auch andere) ihre Finger im Spiel hat, ist mir durchaus bewusst, das hätte ich zwingend mit aufführen müssen. Aber die Tatsache, dass Menschen für einen Laib Brot sterben, ist für mich der eigentliche Grund gewesen den Artikel zu bringen. Es zeigt nur zu gut die Doppelzüngigkeit unseres Systems und vor allem unserer „Gutbürger“, die für alles und jeden – unter tatkräftiger Unterstützung diverser NGOs – auf die Straße gehen. Aber wenn es quasi dem System nützt (sprich wenn ein Scheitern der Regierung in Venezuela im Interesse des Westens liegt), dann ist „Schweigen im Walde“.

    Man stelle sich nur einmal vor, dass die Menschen in Russland, beim Versuch an Essen zu kommen, sterben würden… was würden wir dann in der Hochleistungspresse alles zu Lesen bekommen.

    Die berechtigte Kritik nehme ich nichtsdestotrotz sehr ernst und sage nochmals Mea culpa.

    VG, Konjunktion

  10. irving
    25. April 2017 um 13:21

    packi:
    AllejammernwieschlimmdieSozialisteninVenezuelasind.DasdieMenschendortwegenDENENHundundKatzenessenmüssen.WieoftmußdiesesimmergleicheScheißspielnochgespieltwerdendamitauchderletzteDoofiedahinterkommt?ALLEsehendenfettenGorillaimRaumundkeinerwagteinenfalschenFurzzulassen:DasIMPERIUMräumtgerademitHilfeseinerCIAseinenLateinamerikanischenHinterhofauf.UndjetztistebenVenezueladran.Anderewerdenfolgen…

  11. irving
    25. April 2017 um 13:56

    Nach amerikanischer Auffassung gehören alle Bodenschätze der Welt den ihnen, sie sind zufällig auf dem Boden der anderen Ländern. Das venezolanische oder saodisches Erdöl und andere gehört den amerikanischen konzernen, das ist der Grund warum venezolaner hungern müssen. Die ganze Wirtschaft ist von Amerika abhängig, deshalb legen sie die Werke von General Motors still, um mehr arbeitslose und unzufriedene zu schaffen. Sie werden weitere wirtschaftszweige still legen bis die Regierung zusammen klappt, was sie 1952 mit Iran gemacht haben und anschliessend ein Putch veranstalltet haben,den der Bruder des Präsidenten persönlich in Keller des amerikanischen Botschaft in Tehran geführt hat. Heute zutage dal die Menschen allmählich erwacht sind ,haben sie den Schwert offen herausgezogen, wie der Pence öffentlich gegen Nordkorea proklamiert hat und bedrohen die ganze Welt. Den Raub der Bodenschätze andere Länder können sie nur mit Bomben, uranuim verseuchte Monition im Besitz nehmen wie im Falle von Lybien,Irak Jugoslawia und viele afrikanische Länder. Dabei die alten Kolonialisten Hyänen europas sind mit
    von der Party und helfen mit.

  12. Jens
    25. April 2017 um 17:16

    Ich lebe in Südamerika, und was ich hier an Kommentaren zum Artikel lesen muss, lässt mir die Galle hochkommen. Diese Schafe haben sämtlich nicht die geringste Ahnung von der hiesigen Realität.
    Klar greift der Verbrecherstaat USA via CIA tief in das politische Geschehen ein, das weiß jeder, aber die eigentlichen Gründe liegen tiefer und sind prekärer:
    Das Ausbildungsniveau in nahezu allen lateinamerikanischen Ländern ist auf einem furchteinflößend niedrigem Niveau, die „ach so entspannte“ Lebenshaltung, die einer der Kommentatoren auch noch lobend erwähnt, die ungeheure Schludrigkeit, Unzuverlässigkeit, die Wurschtigkeit, mit der hier Termine ignoriert und Schund abgeliefert werden, sind gepaart mit totalem politischen Desinteresse, mit einem Gewährenlassen jeder noch so unsinnigen, rechtswidrigen Anordnung der Machthaber, dass jede politische Entwicklung im Keime erstickt. Aufruhr hat nie politische Gründe, sondern stets und ausschließlich wirtschaftliche: Erst wenn das Essen nicht mehr gesichert ist, gibt es Protest.
    Der Grund lässt sich von jedem, der hier lebt, leicht ausmachen: Der von der Weltregierung für Europa geplante „Mensch brauner Mischrasse, intelligent genug, um zu arbeiten, aber zu dumm, um sich politisch aufzulehnen“ (Coudenhove-Kalergi) – dieser neue Menschentypus ist hier bereits realisiert. Der durchschnittliche IQ ist katastrophal niedrig: wenn man beim Einkauf in der Kassenschlange Muße hat, in die Gesichter der Kunden zu sehen, kann einem Angst und Bange werden. Und die vermeintliche Friedlichkeit der Menschen ist natürlich Kokolores: Von den 20 Ländern mit der höchsten Mordrate in der Welt liegen 17 (!) in Lateinamerika, und the winner is: Venezuela. Dass alleine die Hauptstadt Caracas mit soviel Einwohner wie Hamburg mehr Mordopfer zählt als die gesamte EU mit 450 Millionen Bewohnern, war auch schon vor Maduro der Fall.
    Und all diese Zustände, werte Kommentatoren, werden auch bald bei Euch in Deutschland Normalität werden – der Willkommenskultur der Links-Grünen sei gedankt und ebenso unserer kommunistisch (also im Sinne von Rothschild) ausgebildeten Kanzlerin.

    • Libelle
      25. April 2017 um 18:28

      @ Jens,

      vielen Dank für die Information. Leute die vor Ort sind können die Zustände natürlich besser beurteilen und einschätzen.
      Vor über 30 Jahren hatte ich eine Bekannte in Venezuela besucht (sie lebt heute wieder in Deutschland). Dort fiel damals schon die große Armut auf. Die illegal eingewanderten Kolumbianer die in Baracken hausten in Caracas zapften illegal den Strom an. Alle Häuser und alle Autos hatten Alarmanlagen. Und abends ging man besser nicht mehr auf die Straße.
      Richtig ist sicher dass wir auf dem Weg dorthin sind. Das macht sich jetzt schon bemerkbar. Ist aber mit Sicherheit erst der Anfang.
      Schöne neue Welt!!!

    • 25. April 2017 um 20:37

      @Jens, prima die Situation beschrieben, wobei es gibt schon politische gelenkte Proteste, die aber meist klein organisiert sind, mit wenigen hundert Teilnehmern. Da kommen im Vergleich z.B. auf eine Marathonveranstaltunge gleich auf mehrere zehntausend Läufer. Auch werden politische Veranstaltungen ebenfalls von der lokalen Administration schnell mit irgendeiner Fake-Gefahrenlage, die meist über die sozialen Medien verbreitet werden, um eine Art Ausnahmezustand mit Miltäreinsatz in den Strassen zu erwirken. Gerade jüngst erlebt. Und damit ist es vollkommen richtig, wie du schreibst: Aufruhr hat hier nie politische Gründe, sondern wirtschaftliche! Andere hier getätigte Kommentare sind für die Tonne.

    • Mike
      26. April 2017 um 14:53

      So gut wie alles hat wirtschaftliche Gründe, da die Politik nun mal von der Wirtschaft (oder besser vom Geld) gelenkt wird. Diese zwei Bereiche separat zu sehen ist meines Erachtens nicht möglich. Nicht hier und auch nicht in Südamerika. Die Politik ist nur der Erfüllungsgehilfe der Wirtschaft! Was die Lebenshaltung betrifft. Wenn die Menschen hier mal aufwachen und bemerken würden für was Sie eigentlich arbeiten oder besser wo sie den Grossteil ihres „Verdienstes“ abliefern, dann würde wohl auch schon bald eine andere Einstellung hier herrschen. Meinen Sie den Leuten würde es besser gehen wenn sie die in ihren Augen „negative“ Eigenschaften (was wohl ihrer subjektiven „Leistungs“- Denkweise entspringt) ablegen? Das glaube Ich nicht! Denn Mehrgewinn würden ganz einfach die dortigen Finanzoligarchen einsacken. Ist doch hier dasselbe. Die Leute werden produktiver und die Inhaber immer reicher. Wozu also mehr leisten, wenn man selbst nichts davon hat?

  13. Klaus
    25. April 2017 um 19:40

    “ Dort fiel damals schon die große Armut auf. Die illegal eingewanderten Kolumbianer die in Baracken hausten in Caracas zapften illegal den Strom an. Alle Häuser und alle Autos hatten Alarmanlagen. Und abends ging man besser nicht mehr auf die Straße.“

    Hallo Libelle, die vier Sätze beschreiben genau die Wirklichkeit, die ich hier in Südafrika erlebe. Europs und meine Heimat Deutschland? – die Entwicklung in genau dieselbe Richtung lässt mir kaum eine ruhige schöne Stunde.

    • Jens
      25. April 2017 um 22:03

      Hallo Klaus, so geht es mir auch, die Entwicklung in D treibt mir die Tränen in die Augen.
      Und deshalb bin ich in das sicherste Land Südamerikas ausgewandert: Uruguay.
      (Mein Bruder lebt übrigens in Kapstadt. Muss ihn wohl bedauern.)

  14. dixie cup
    25. April 2017 um 23:05

    @Jens: Check Your Ego, Amigo.

    Sofern Sie sich (und ihre family) aufgrund der Ortswechsel für überdurchschnittlich clever und/oder intelligent halten, um sich hier weiter bräsig und selbstgefällig als das schärfste Messer im Besteckkasten zu zelebrieren, empfehle ich Ihnen an Ihren verbalen Fähigkeiten zu feilen und bspw. nicht alle Kommentatoren als „Schafe“ zu bezeichnen.

    Da Sie uns nun unbedingt mitteilen mussten, wo Sie residieren … machen Sie doch bitte auch den letzten Schritt und klären uns endgültig auf, aus welchen Grund Sie nun wirklich ausgewandert sind?

    In Ihrem Kommentar vom 25. April 2017 um 17:16 Uhr beschreiben Sie „Lateinamerika“ als „unzuverlässig, unsicher, unterdurchschnittlich gebildet usw.“ nur um am 25. April 2017 um 22:03 Uhr zu schreiben, dass Sie „in das sicherste Land Südamerika´s ausgewandert sind“?

    Genialer Schachzug.

    Sie suchen sich einen Erdteil aus, den Sie für „dümmer, zurückgebliebener und gefährlicher“ als Europa halten und ziehen dort aber dann in jenes Land, das für Sie noch erträglich ist? Nach dieser Theorie hätten Sie auch in den Kongo ziehen können. Dort ist es auch schlechter als in Europa aber nicht ganz so gefährlich wie in Südsudan, Äthiopien und dem Tschad. Und warm ist es auch 😉

    Sie scheinen ein Verfechter der „Theory of the second best“ zu sein.

    Was machen Sie tagsüber im Ruhestandsparadies, Golf spielen, Apfelstrudel essen, die warme Seebrise genießen? Ich wünsche Ihnen, dass Sie in Punta del Este & Co wohnen und nicht im Hinterland an der Grenze zu Brasilien.

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