OPEC: Irak behauptet die Erdölförderung gedrosselt zu haben, aber die Exporte steigen trotzdem an

Bohrturm - Bildquelle: Wikipedia / Markus Stahmann, Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 nicht portiert

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Ich habe in meiner Herleitung und Begründung, warum ich glaube, dass Donald Trump der gewollte Kandidat der Internationalisten/Globalisten/Eliten (IGE) ist, geschrieben, dass die OPEC zwar nach den letzten Treffen sagen wird, dass man die Produktion von Erdöl drosseln wird, aber die globale Überversorgung spricht wie erwartet eine gänzlich andere Sprache.

Der Irak hat seine Ölförderung um 160.000 Barrel pro Tag gesenkt, was den Kürzungen entsprechen wird, die das Land im Rahmen eines OPEC-Förderabkommens vereinbart hat, sagte Ölminister Jabbar Al-Luaibi, auch wenn die Schiffsladedaten darauf hindeuteten, dass die Exporte im kommenden Monat ansteigen werden.

Der Produzent im Persischen Golf ist bereit, 3,64 Millionen Barrel Rohöl pro Tag ab Februar aus seinen Häfen in der südlichen Basra-Provinz zu liefern, so ein Ladeprogramm, das Bloomberg erhalten hat, mehr als sein Dezember-Durchschnitt von 3,51 Millionen Barrel pro Tag, was selbst ein Rekordhoch war. Der Irak hat zugesagt, seine Produktion um 210.000 Barrel pro Tag, ausgehend von der Oktober-Förderung, im Rahmen einer Vereinbarung vom 30. November innerhalb der Organisation der Erdöl exportierenden Länder zu reduzieren.

„Wenn es wirklich passiert, sollte es bald anhand niedrigerer Exporte sichtbar sein“, weil der Irak über begrenzte Speicherkapazitäten verfügt, sagte Giovanni Staunovo, ein Züricher Analyst der UBS Switzerland AG per Telefon. „Mal sehen, ob das eintritt.“

(Iraq has reduced its oil production by 160,000 barrels a day and will comply with cuts it agreed to make under an OPEC output deal, Oil Minister Jabbar Al-Luaibi said, even as ship loading data suggested that exports are set to increase next month.

The Persian Gulf producer is poised to ship 3.64 million barrels a day of crude oil in February from its ports in southern Basra province, according to a loading program obtained by Bloomberg, more than its December average of 3.51 million barrels a day, which itself was a record high. Iraq has pledged to reduce its production by 210,000 barrels a day from October levels, under a Nov. 30 agreement by the Organization of Petroleum Exporting Countries.

„If it’s really happening, it should soon be visible via lower exports“ because Iraq has limited storage capacity, Giovanni Staunovo, a Zurich-based analyst at UBS Switzerland AG, said by phone. „Let’s see if it shows up.“)

Da zudem die US-Fracking-Förderer, die nicht in der OPEC und daher auch nicht an deren Absprachen gebunden sind, ihre Förderung/Produktion nach oben gefahren haben, weil der Preis wieder über ihren rentablen 50 US-Dollar steht, glaube ich nicht, dass der von der OPEC anvisierte Preis von 60 US-Dollar all zu bald wieder erreicht wird – außer wir sehen den berühmten Schwarzen Schwan, der den US-Dollar oder den Nahen/Mittleren Osten betrifft. Auch glaube ich nicht, dass die US-Fracker allzu lange ihr hohes Förderniveau werden halten können – auch wenn sie jetzt in die offene Flanke hinein sind, die ihnen die OPEC-Drosselung aufgemacht hat, denn:

Letztlich war meine Annahme richtig, dass die OPEC-Sitzung im November nur eine reine Show-Veranstaltung war,um von der wahren Ursache des niedrigen Ölpreises abzulenken: dass die globale Nachfrage nach Öl und Energie weiter im Fallen begriffen ist, weil die Welt langsam aber sicher immer mehr verarmt.

Quellen:
Iraq Confirms Oil-Output Cut Even as Scheduled Exports Rise
Iraq’s Southern Oil Exports Hit Record Before OPEC Cuts


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2 Kommentare bei “OPEC: Irak behauptet die Erdölförderung gedrosselt zu haben, aber die Exporte steigen trotzdem an

  1. 14. Januar 2017 um 10:44

    Ach, irgendeiner schießt doch immer quer.
    Im Moment scheinen es die Iraker zu sein. Noch vor einem Jahr sträubten sich dagegen die Iraner gegen eine Reduktion der Förderquoten. Habe mal diesen Uraltartikel aus dem Jahr 2000 ausgegraben. ( http://www.zeit.de/2000/45/Ist_die_Opec_wirklich_ein_Kartell_ ) Die Zeit glaubte damals schon nicht, dass in der OPEC alle an einem Strang ziehen. Venezuela, inzwischen das Land mit den meisten Erdölreserven, noch vor Saudi Arabien, hält sich zwar im Moment an die Vereinbarungen. Aber auch wirklich nur sehr zähneknirschend. Die könnten jede Menge mehr Öl raushauen.
    Markus ( https://der-5-minuten-blog.de )

  2. 14. Januar 2017 um 20:53

    Drosselung, Erhöhung, Preise, Wirtschaftswachstum, Hunger, Elend, Tod, Krieg – die konforme Marktwirtschaft. Klar! Ich möchte wissen, wer endlich mal den Strohmann Satanismus auf dieser Welt beenden will! Mutter Natur ist unser Zuhause – jedoch Satanismus beherrscht diese Welt!

    http://www.atx-netzteile.de/strohmann.html

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