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Greenpeace-Bericht: Mutationen in den Wäldern von Fukushima

Fukushima I - Bildquelle: Wikipedia / Digital Globe

Fukushima I – Bildquelle: Wikipedia / Digital Globe

Fukushima, die vergessene Katastrophe.

Vor fast fünf Jahren traf Japan ein Tsunami, ausgelöst durch ein Erdbeben. Ein Tsunami, der auch die Atomkraftwerke in Fukushima zerstörte. Seitdem ist diese Region radioaktiv verseucht – obwohl die japanische Regierung nach wie vor versucht die Welt und die japanische Öffentlichkeit davon zu überzeugen, dass nur noch ein begrenzter Bereich in der Nähe der Atomkraftruinen “gefährlich” sei.

Tokyo versucht seit Anbeginn der Atomkatastrophe die Präfektur Fukushima auf der japanischen Hauptinsel Honshū zu dekontaminieren, damit sie baldmöglichst die Evakuierungserlasse für diese Region vollständig aufheben kann. Doch die Realität sieht anders aus, wie ein Bericht von Greenpeace zu den Wäldern in und um Fukushima belegt. Diese Wälder beginnen Zeichen von Mutationen, die durch Radioaktivität ausgelöst werden, zu zeigen. Denn während urbane Gebiete durch den Regen “leichter und schneller sauber gewaschen” werden, sind Wälder wahre “Strahlungslager”. So fand Greenpeace

offenkundige Mutationen bei Tannen bzgl. des Wachstumsverlaufs […] vererbbare Mutationen bei hellblauen Gras-Schmetterlingspopulationen und DNA-geschädigte Würmer in stark belasteten Gebieten.

(apparent increases in growth mutations of fir trees […] heritable mutations in pale blue grass butterfly populations and DNA-damaged worms in highly contaminated areas.)

Zudem fügte der Autor des Berichts hinzu, dass

Im Interesse der Menschenrechte  – vor allem für die Opfer der Katastrophe – ist es immer dringlicher, dass sichergestellt ist, dass genaue und vollständige Informationen öffentlich zugänglich sind und die irreführende Rhetorik dieser Behörden herausgefordert wird.

(In the interest of human rights — especially for victims of the disaster — it is ever more urgent to ensure accurate and complete information is publicly available and the misleading rhetoric of these entities challenged.)

Trotz dieser Beweise warnen Forscher davor voreilige Schlüsse zu ziehen. Weitere Forschung sei bzgl. der Langzeitfolgen von Radioaktivität in diesem Gebiet auf Flora, Fauna und die Bevölkerung nötig. Als würde es diese “Forschung” wirklich brauchen…

Quellen:
Mutations, DNA damage seen in Fukushima forests: Greenpeace
Forest Near Fukushima Is Now Riddled With Mutations

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Ein Artikel bildet zwangsweise die Meinung eines Einzelnen ab. In Zeiten der Propaganda und Gegenpropaganda ist es daher umso wichtiger sich mit allen Informationen kritisch auseinander zu setzen. Dies gilt auch für die hier aufbereiteten Artikel, die nach besten Wissen und Gewissen verfasst sind. Um die Nachvollziehbarkeit der Informationen zu gewährleisten, werden alle Quellen, die in den Artikeln verwendet werden, am Ende aufgeführt. Es ist jeder eingeladen diese zu besuchen und sich ein eigenes Bild mit anderen Schlussfolgerungen zu machen.
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8 Antworten

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  1. 7. März 2016

    […] Greenpeace-Bericht: Mutationen in den Wäldern von Fukushima Vor fast fünf Jahren traf Japan ein Tsunami, ausgelöst durch ein Erdbeben. Ein Tsunami, der auch die Atomkraftwerke in Fukushima zerstörte. Seitdem ist diese Region radioaktiv verseucht – obwohl die japanische Regierung nach wie vor versucht die Welt und die japanische Öffentlichkeit davon zu überzeugen, dass nur noch ein begrenzter Bereich in der Nähe der Atomkraftruinen „gefährlich“ sei. hier weiter […]

  2. 16. März 2016

    […] Quelle: Greenpeace-Bericht: Mutationen in den Wäldern von Fukushima | http://www.konjunktion.info […]

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