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Meinung: Eine kurze Geschichte der Waffenkontrolle und warum sie im Zuge des Großen Neustarts in den USA kommen mussLesezeit: 6 Minuten

USA - Bildquelle: Pixabay / Comfreak; Pixabay License

USA – Bildquelle: Pixabay / Comfreak; Pixabay License

Die Geschichte hat uns gelehrt, dass Diktatoren als Erstes ihre Bevölkerung entwaffnen, bevor sie beginnen, ihre Gegner zu töten. – J. William Middendorf

(History has taught us that the first thing dictators do is disarm their populations before they begin killing those who oppose them. – J. William Middendorf)

J. William Middendorf ist ehemaliger Marineminister und Autor des Buches “The Great Nightfall: How We Win the New Cold War (Die große Nachtruhe: Wie wir den neuen Kalten Krieg gewannen)”.

Alle politische Macht kommt aus dem Lauf einer Waffe. Die Kommunistische Partei muss alle Gewehre befehligen; auf diese Weise können keine Gewehre jemals benutzt werden, um die Partei zu befehligen. – Mao Zedong

(All political power comes from the barrel of a gun. The Communist Party must command all the guns; that way, no guns can ever be used to command the party. – Mao Zedong)

Dieses Zitat stammt von Mao Zedong, dem Gründer des kommunistischen Chinas. Maos erste Handlung, nachdem er 1949 die vollständige Kontrolle über China erlangt hatte, bestand darin, der Bevölkerung alle Waffen zu entziehen. Mit dieser Politik begann er 1935, als er die einzelnen ländlichen Provinzen übernahm. Jeder, der nach der Konfiszierung mit einer Waffe angetroffen wurde, wurde hingerichtet.

Schätzungsweise 65 Millionen Chinesen starben als Folge von Maos wiederholten, gnadenlosen Versuchen, ein neues “sozialistisches” China zu schaffen. Jeder, der sich ihm in den Weg stellte, wurde beseitigt – durch Hinrichtung, Inhaftierung oder erzwungene Hungersnot.

Mao tötete mehr Menschen als Stalin oder Hitler während des Zweiten Weltkriegs. Und das alles begann, nachdem er die Waffen konfisziert hatte.

Diktatoren haben in der Geschichte immer wieder ihre Bevölkerungen entwaffnet, bevor sie mit dem Massenmord begannen. Beispiele gibt es nicht nur bei Mao: Hitler nahm den Juden im November 1938 die Waffen ab, woraufhin die Kristallnacht und der Holocaust folgten; und dann waren da noch Fidel Castro in Kuba und Hugo Chavez in Venezuela, um nur zwei weitere zu nennen, auf die ich im Folgenden etwas genauer eingehen möchte.

Kuba und Waffenkontrolle

Jeder sollte eine Waffe haben, behauptete Fidel Castro – bis er 1959 die Macht in Kuba übernahm. Auf einer Kundgebung in Havanna, bevor er die Macht übernahm, erklärte er:

So funktioniert die Demokratie: Sie gibt den Bauern, den Studenten, den Frauen, den Negern, den Armen und jedem Bürger, der bereit ist, eine gerechte Sache zu verteidigen, Gewehre.

(This is how democracy works: it gives rifles to farmers, to students, to women, to Negroes, to the poor, and to every citizen who is ready to defend a just cause.)

Waffen, die von tschechischen Maschinenpistolen bis zu belgischen FN-Automatikgewehren reichten, wurden an 50.000 Soldaten, 400.000 Milizionäre, 100.000 Mitglieder der fabrikbewachenden Volksverteidigungskräfte und an viele Männer, Frauen und Kinder in Kubas 1 Million Mitglieder zählenden “Nachbarschafts-Wachkomitees” ausgegeben.

Unmittelbar nach seiner Machtübernahme im Jahr 1959 änderte Castro seine Haltung und folgte Maos Regel, dass Waffen nicht in die Hände des Volkes gehören sollten.

Drei Wochen lang, nachdem die Castro-Regierung gebildet worden war, warnte Radio Havanna:

Alle Bürger müssen ihre Kampfwaffen abgeben. Zivilisten müssen ihre Waffen zu den Polizeistationen bringen, Soldaten zum Militärhauptquartier.

(All citizens must turn in their combat weapons. Civilians must take arms to police stations, soldiers to military headquarters.)

Die Erklärung von Radio Havanna war etwas widersprüchlich: Die Waffen seien ohnehin in schlechtem Zustand und der “Kampf gegen unsere Feinde erfordert eine strenge Kontrolle aller Kampfwaffen (struggle against our enemies requires a rigorous control of all combat weapons)”.

Die neue Politik war von einer Dringlichkeit geprägt, die auf ernsthafte Besorgnis schließen ließ. Wer seine Waffen nicht bis zum 1. September 1959 abgab, so warnte Radio Havanna, würde nicht von Strafgerichten, sondern von den gefürchteten Revolutionstribunalen bestraft – jenen Standgerichten, die nach der Machtübernahme Castros Tausende von Kubanern zum Tode verurteilten.

Venezuela und Waffenkontrolle

Venezuela zahlt heute den Preis dafür, dass Hugo Chavez bei seiner Machtübernahme 2012 die Mao-Regel durchsetzen konnte.

Die Abfolge des wirtschaftlichen Zusammenbruchs, der Venezuela von einem der reichsten Länder Lateinamerikas zu einem der ärmsten Länder gemacht hat – trotz einer der weltweit größten Erdölvorkommen -, ist gut dokumentiert.

Ein Aspekt der venezolanischen Krise, über den nicht viel berichtet wird, ist das Waffenkontrollsystem des Landes. Als Chavez an die Macht kam, wurden alle Waffen verboten, und Zuwiderhandlungen wurden mit harten Strafen belegt. Die venezolanischen Streitkräfte haben die alleinige Befugnis, Schusswaffen zu kontrollieren, zu registrieren und gegebenenfalls zu konfiszieren.

Viele Bürgerinnen und Bürger bedauern heute die repressive Waffenkontrollgesetzgebung, die die venezolanische Regierung im Jahr 2012 eingeführt hat. Natürlich ist dieses Bedauern gerechtfertigt. Die venezolanische Regierung gehört zu den tyrannischsten der Welt und hat bewiesen, dass sie grundlegende bürgerliche Freiheiten wie die Redefreiheit verletzt, die Landeswährung entwertet, Privateigentum beschlagnahmt und wirtschaftliche Kontrollen eingeführt hat, die die Produktivität des Landes zerstören.

Wahlen haben sich als nutzlos erwiesen, da sie mit Korruption und dem Vorwurf der Regierungsmanipulation behaftet sind. Für viele ist der Griff zu den Waffen die einzige Möglichkeit, die dem Land bleibt, um seine tyrannische Regierung abzuschütteln. Doch die venezolanische Regierung hat einen solchen Aufstand durch ihre drakonischen Waffenkontrollen verhindert.

Hier und Jetzt

Diese Lektionen der Geschichte über Leben und Tod sind den meisten Menschen vollkommen unbekannt. Die US-Gründerväter haben den zweiten Verfassungszusatz nicht für die Entenjagd oder einfach zum Selbstschutz in der US-Verfassung verankert, in einem Land, das damals eine riesige und noch unbekannte Grenze hatte. Sie gaben ihn den US-Bürgern, damit sie ihre Nation davor schützen können, in Tyrannei zu verfallen, wie es so viele andere getan haben.

Politiker, die dieses Ideal respektieren, versuchen nicht, den zweiten Verfassungszusatz abzuschwächen oder ihn für andere Missstände in der Gesellschaft verantwortlich zu machen, die sie nicht zu lösen vermochten, sondern nehmen ihn als Teil des Vermächtnisses von Rechten an, die dazu beitragen, dass die USA frei bleibt.

Genau darin ist auch der Grund zu suchen, warum das Biden-Regime verzeifelt versucht die Waffengesetze zu beschneiden, um ihre Bevölkerung zu einer – wie in Europa – wehrlosen Verfügungsmasse zu machen. Dass ihnen die “zufälligen” Amoklaufe “gut zu Pass” kommen, ist selbstredend. Dass diese zu einem sehr, sehr, großen Teil False Flag-Operationen sind, um eben den zweiten Verfassungzusatz schleifen zu können, ist aus meiner Sicht offensichtlich. Noch können sich die US-Bürger gegen die Tyrannei weniger schützen. Doch sollten in den USA die Waffengesetze fallen, dann fällt eine – neben dem US-Dollar – der letzten Hürden auf dem Weg zum Großen Neustart. Ein Umstand, der ebenfalls den meisten Menschen vollkommen unbekannt sein dürfte.

Quellen:
J. William Middendorf
Secretary of the Navy J. William Middendorf II
2 Students Who Grew Up in Venezuela Warn About Danger of Socialism
How Socialist Policies Destroyed His Home Country of Venezuela
Press Freedom Is Dying In Venezuela
A History of Venezuelan Inflation
John Oliver is Wrong About Venezuela — It’s a Socialist Country
Price Controls Are Disastrous for Venezuela, and Everywhere Else
Venezuela’s Maduro Wins Boycotted Elections Amid Charges Of Fraud
House Committee Discusses Gun Control
Broad Gun Control Restrictions Are Not the Answer. Just Look at These Facts.

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4 Antworten

    Sie müssen angemeldet sein, um die Kommentare lesen zu können.
  1. 21. Juni 2022

    […] Maos erste Handlung, nachdem er 1949 die vollständige Kontrolle über China erlangt hatte, bestand darin, der Bevölkerung alle Waffen zu entziehen. Mit dieser Politik begann er 1935, als er die einzelnen ländlichen Provinzen übernahm. Jeder, der nach der Konfiszierung mit einer Waffe angetroffen wurde, wurde hingerichtet. — Weiterlesen http://www.konjunktion.info/2022/06/meinung-eine-kurze-geschichte-der-waffenkontrolle-und-warum-sie-im-zuge… […]

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