“Smartphone-Sucht”: Grund für steigende Krebsraten?

Smartphones sind für einen Großteil der Menschen zu einer klassischen Sucht geworden. Einem Süchtigen gleich wird nach dem “elektronischen Helferlein” gegriffen, wenn sich dieses mit einem Vibrieren, einem Ton oder einem Aufblinken meldet. Manche Menschen bekommen regelrechte Angstattacken, wenn sie ihr Smartphone verlegt haben und nicht gleich finden können. Andere wieder starren wie gebannt auf ihre Geräte, um ja nicht den neuesten Post von irgendeinem ihrer Pseudofreunde in Facebook oder WhatsApp zu verpassen.

George Orwell hätte es sich in seiner Dystopie 1984 wahrlich nicht besser ausdenken können.

Laut eines am 30. November 2017 veröffentlichten Artikels mit dem Titel Smartphone addiction creates imbalance in brain study suggests (Studie ermittelt: Smartphone-Sucht schafft Ungleichgewicht im Gehirn), der sich mit einer Studie der Radiological Society of North America beschäftigt, können Smartphones ein nichtstoffliches Suchtverhalten auslösen:

Forscher haben ein Ungleichgewicht in der Gehirnchemie von jungen Menschen gefunden, die süchtig nach Smartphones und dem Internet sind.

Weitere Studien sind notwendig, um die klinischen Implikationen der Ergebnisse zu verstehen, aber Dr. Seo glaubt, dass eine erhöhte GABA im anterioren cingulären Gyrus bei der Internet- und Smartphone-Abhängigkeit mit dem funktionellen Verlust der Integration und Regulation der Verarbeitung im kognitiven und emotionalen Nervensystem zusammenhängen könnte.

Die gute Nachricht ist, dass die Verhältnisse von GABA zu Glx bei der süchtigen Jugend nach einer kognitiven Verhaltenstherapie signifikant verringert oder normalisiert sind.

“Die erhöhten GABA-Spiegel und das gestörte Gleichgewicht zwischen GABA und Glutamat im anterioren cingulären Cortex könnten zu unserem Verständnis der Pathophysiologie und Behandlung von Süchten beitragen”, sagte Dr. Seo.

(Researchers have found an imbalance in the brain chemistry of young people addicted to smartphones and the internet.

More study is needed to understand the clinical implications of the findings, but Dr. Seo believes that increased GABA in the anterior cingulate gyrus in internet and smartphone addiction may be related to the functional loss of integration and regulation of processing in the cognitive and emotional neural network.

The good news is GABA to Glx ratios in the addicted youth significantly decreased or normalized after cognitive behavioral therapy.

“The increased GABA levels and disrupted balance between GABA and glutamate in the anterior cingulate cortex may contribute to our understanding the pathophysiology of and treatment for addictions,” Dr. Seo said.)

Neben diesem Suchtpotenzial können Smartphones bzw. die benötigten Funksysteme weitere Krankheiten wie Krebs auslösen. Ein schwedischer Bericht bestätigt, dass bestimmte Krebserkrankungen der Schilddrüse, im Mund, der Hirnanhangdrüse und Gehirngliomen im Land von IKEA und Volvo dramatisch auf dem Vormarsch sind.

Die schwedische Organisation Stralskyddsstiftelse schreibt dazu:

Krebserkrankungen im Kopf und am Hals nehmen in Schweden nach den neuesten Krebsinzidenzdaten aus dem schwedischen Krebsregister zu. Krebserkrankungen in der Schilddrüse und im Mund gehören zu den Krebserkrankungen, die im letzten Jahrzehnt am stärksten zugenommen haben, aber auch der Trend zu Hypophysenkrebs nimmt zu. Bei Männern im Alter von 50 bis 79 Jahren nehmen bösartige Gehirntumore, Grad 3-4, ebenfalls sichtbar zu. Die Zunahme dieser Krebsarten fiel mit der zunehmenden Nutzung von Mobiltelefonen im gleichen Zeitraum zusammen, während der zunehmende Trend bösartiger Hirntumore, Gliome, ein Effekt der langfristigen Nutzung von Mobiltelefonen sein könnte.

(Cancers in the head and the neck are increasing in Sweden according to the latest cancer incidence data from the Swedish Cancer Registry. Cancers in the thyroid and the mouth are among the cancers that have seen the sharpest rise during the last decade but also the trend for cancers of the pituitary are on the rise. Among men aged 50 -79 years malignant brain tumours, grade 3-4 are also increasing visibly. The increase of these cancers has coincided with increasing use of mobile phones during the same time period while the increasing trend of malignant brain tumours, gliomas, might be an effect of long term use of mobile phones.)

Stralskyddsstiftelse warnt die Öffentlichkeit vor den Folgen der Handy-Strahlungen und die zunehmenden Krebserkrankungen, und fordert eine bessere Aufklärung über die Gefahren von Smartphones und Co. Bereits 1996 fanden Forscher an der University of Utah heraus, dass Mobilfunkstrahlung gerade von Kleinkindern und Kindern verstärkt absorbiert wird:

Mobilfunkstrahlung - Bildquelle: https://articles.mercola.com

Mobilfunkstrahlung – Bildquelle: https://articles.mercola.com

Zudem widerspricht Stralskyddsstiftelse den offiziellen schwedischen Behörden, die die Zunahme der Krebserkrankungen nicht im Zusammenhang mit der Nutzung von Smartphones sehen:

Die Schwedische Strahlenschutzbehörde und einige Experten mit Bezug zur Industrie haben in den letzten Jahren argumentiert, dass es keine Gesundheitsrisiken durch die Verwendung von Mobiltelefonen gibt, da es keine erhöhte Inzidenz von Gehirntumoren in schwedischen und anderen Krebsregistern gibt. Diese neuen Daten zeigen, dass das Argument nicht nur aus ethischen Gesichtspunkten falsch ist, es stimmt auch nicht mit den Daten überein.

(The Swedish Radiation Safety Authority and some experts with ties to industry have argued during the last years that there are no health risks from mobile phone use since there are no increased incidence in brain tumours in Swedish and other cancer registries. These new data shows [sic] that the argument is not only wrong from an ethical point, it is also not in line with the data.)

Leider wollen die meisten Menschen und Nutzer von “smarten Geräten”, WLAN usw. nicht realisieren, dass jedes Gerät, das Daten sendet und empfängt, Mikrowellentechnologien einsetzt, um dies zu tun, die wiederum Einfluss auf unsere Gesundheit nehmen. Und leider sind immer mehr Menschen bereit sich sogar irgendwelche “Wearables” an den Körper zu heften, die sicherlich auch nicht gesundheitsfördernd sind. Die logische Konsequenz: weiter zunehmende Krebsraten…

Quellen:
Is Cell Phone “Addiction” Increasing Cancer Rates In Sweden?
Smartphone addiction creates imbalance in brain, study suggests
Cancers in the head and neck are increasing in Sweden
NEW Urgent Warning to All Cell Phone Users


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