Brasilien: Welches Ziel verfolgen die USA beim Amtsenthebungsverfahren gegen Rousseff? Einen Regime Change?

Während die Welt nach Syrien, in die Ukraine und nach Armenien blickt, bahnt sich in einem anderen Land ein weiterer Regime Change an. Auch dort soll ein demokratisch gewähltes Staatsoberhaupt durch eine andere Gruppe korrupter Politiker ersetzt werden. Und diese Politiker – welch Zufall – geniessen das Wohlwollen Washingtons. Das Land und das Staatsoberhaupt von dem ich spreche ist Brasilien mit Dilma Rousseff als Präsidentin.

Dilma Rousseff – Bildquelle: Wikipedia / Agência Brasil

Natürlich ist Rousseff eine korrupte Politikerin, jedoch hat sie sich schon mehrfach gegen die USA gestellt und ist zudem eine wichtige treibende Kraft im Staatenverbund der BRICS. Beides dürfte nicht im Sinne der Washingtoner Planer sein und rückt die Geschehnisse, die derzeit in Brasilien rund um die erste weibliche Präsidentin dieses Landes, die zudem vor 18 Monaten von 54 Millionen Brasilianern in ihrem Amt bestätigt wurde, in eine andere Perspektive.

Armenien: Steht die nächste gegen Russland gerichtete US-gesteuerte Farbenrevolution an?

Will man unseren Medienschaffenden glauben, finden in Armenien derzeit Proteste statt, die sich gegen die russische Politik und gegen Putin richten. Ein Blick hinter die Kulissen zeigt, dass wieder einmal die gleichen US-gestützten Organisationen dahinter stecken, wie sie es auch Mitte 2015 getan haben, als damit auch die bestehende Regierung gestürzt und durch ein dem Westen genehmes Regime ersetzt werden sollte.

In einem Artikel der International Business Times mit dem Titel Armenia-Russia Ties Under Question Amid Fighting, Anti-Moscow Protests lesen wir:

Politik der Spannung: USA schicken weiteres Militärpersonal nach Syrien

CNN – Barack Obama – Bildquelle: Screenshot-Ausschnitt www.cnn.com

US-Präsident, Kriegsnobelpreisträger und Drohnenmörder Barack Obama gab am gestrigen Montag in Hannover bekannt, dass die USA weitere 250 Soldaten nach Syrien entsenden wollen. Grund: der Kampf gegen den selbst geschaffenen Daesh.

„So wie ich zusätzliche Unterstützung für die irakischen Streitkräfte gegen ISIS  genehmigte, habe ich beschlossen die US-Unterstützung für lokale Kräfte in Syrien zu erhöhen, eine geringe Anzahl von Spezialkräften ist bereits auf dem Boden in Syrien und ihr Know-how hat sich im Kampf gegen ISIS als entscheidend erwiesen als lokale Kräfte ISIS aus wichtigen Gebieten vertrieben haben.
Aufgrund ihres Erfolgs habe ich den Einsatz von bis zu 250 zusätzlichen US-Kräften in Syrien, einschließlich Spezialkräften, genehmigt, um diese Dynamik zu erhalten.“
Obama betonte einen Punkt, dass die Truppen nicht „den Kampf am Boden anführen“ werden, sondern dass sie „Training“ und „Hilfe“ den lokalen Kräften bereitstellen werden.

(„Just as I approved additional support for Iraqi forces against ISIL, I’ve decided to increase U.S. support for local forces fighting ISIL in Syria, a small number of special operations forces are already on the ground in Syria and their expertise has been critical as local forces have driven ISIL out of key areas.
So given their success I’ve approved the deployment of up to 250 additional U.S. personnel in Syria including special forces to keep up this momentum.“
Obama made a point to state that the troops will not be „leading the fight on the ground“ but will be engaged in “training” and providing „assistance“ to local forces.)

Reporter ohne Grenzen: „Eine neue Ära der Propaganda“ – 2016 World Press Freedom Index

Reporter ohne Grenzen – Bildquelle: Screenshot-Ausschnitt rsf.org

Die 2016er Ausgabe des World Press Freedom Index […] zeigt, dass es einen tiefen und beunruhigenden Rückgang bei der Medienfreiheit im Bezug auf globaler und regionaler Ebene gibt. Seit dem 2013er-Index haben die Reporter ohne Grenzen Indikatoren für die Gesamthöhe der Verletzung der Medienfreiheit in jeder Region der Welt sowie weltweit berechnet. Je höher die Zahl, desto schlechter ist die Situation. Der globale Indikator hat sich von 3.719 Punkten im vergangenen Jahr auf 3.857 Punkte in diesem Jahr bewegt, eine 3,71%-ige Verschlechterung. Der Rückgang seit 2013 beträgt 13,6%.

(The 2016 edition of the World Press Freedom Index […] shows that there has been a deep and disturbing decline in respect for media freedom at both the global and regional levels. Ever since the 2013 index, Reporters Without Borders has been calculating indicators of the overall level of media freedom violations in each of the world’s regions and worldwide. The higher the figure, the worse the situation. The global indicator has gone from 3719 points last year to 3857 points this year, a 3.71% deterioration. The decline since 2013 is 13.6%.)

Daesh: USA schicken ihre Söldner zurück aus Syrien nach Libyen – Kommt eine neue Flüchtlingswelle auf Europa zu?

Libyen 2007-2011 – Bildquelle: www.thedailysheeple.com

Libyen. Failed State. Ein Opfer des Westens. 2011 wurde Libyen in die Steinzeit zurückgebombt. Angeführt durch die NATO/USA wurde der vom Westen initiierte Arabische Frühling genutzt, um eine Destabilisierung des wohl fortschrittlichsten nordafrikanischen Staates zu erreichen. Gaddafi als Schurke musste fallen. Und neben Libyen nutzte der Westen die Gunst der Stunde, um auch in anderen Ländern wie Mali und der Elfenbeinküste seine Interessen militärisch zu verfolgen.

Libyen war zudem der indirekte Ausgangspunkt für den Bürgerkrieg in Syrien. Stichwort: Benghazi.

Bereits 2011 war den geopolitischen Analysten klar, dass die militärische Intervention in Libyen nur ein Ziel verfolgte: Die Zerstörung und Teilung des Landes. Dadurch sicherten sich die USA und ihre Vasallen eine Operationsbasis von der sie aus den Mittleren Osten und Nordafrika (MENA) in ihrem Sinne neu gestalten konnten. Fast zeitgleich als die von der NATO geführten Luftangriffe in Koordination mit den Terroristen vor Ort erfolgreich die libysche Regierung stürzten, gelangen auch Waffen und Kämpfer über das NATO-Mitgliedsland Türkei nach Syrien. So durften wir 2012 im CNN-Artikel Libysche Rebellen ziehen weiter auf das syrische Schlachtfeld (Libya rebels move onto Syrian battlefield) folgendes lesen:

Deutsche Bank: Außergerichtliche Einigung wegen Manipulation beim Gold- bzw. Silber-Fixing und die möglichen Folgen

Als vor ca. zwei Wochen die Deutsche Bank in die Schlagzeilen geriet, ging es um große Verluste und massive Belastungen durch ihr riskantes Derivategeschäft. Das letzte Mal, dass die Aktien des größten deutschen Bankhauses so billig gehandelt wurden, war inmitten der 2008er Finanzkrise.

Über diese Verluste und Belastungen konnten wir auch in der deutschen Hochleistungspresse lesen. Im Gegensatz zur außergerichtlichen Einigung der Deutschen Bank mit einer Gruppe an Investoren, die die Deutsche Bank wegen Manipulation des Gold- und Silber-Fixings verklagten. Darüber schwieg sich unsere Hochleistungspresse lieber (fast geschlossen) aus. Wer mehr dazu lesen will, bitte hier entlang.

Deutsche Bank Frankfurt – Bildquelle: Wikipedia / Thomas Wolf, www.foto-tw.de

Neben einer derzeit in der Höhe unbekannten Schadensersatzzahlung will die Deutsche Bank zudem Beweise liefern, um die Kläger bei Klagen gegen Konkurrenten wie die Bank of Nova Scotia, Barclays, HSBC und SocGen zu unterstützen. Dies sollte mit Hilfe von Chatprotokollen und Nachweisen anderer elektronischer Kommunikation erfolgen, was die Deutsche Bank auch gegenüber der Richterin am US District Court, Valerie Caproni, bestätigte.