Divide et Impera: Migranten als Teil der geopolitischen Strategie

Eines voran gestellt: Jeder Mensch, der aufgrund von Krieg, Sanktionen, Krisen oder ähnlichem auf der Flucht ist oder seine Heimat verlassen muss, bedarf Unterstützung und Hilfe. Jedoch sollte man dabei niemals die Ursachen für deren Flucht in den Hintergrund treten lassen, wie es heute Usus bei unseren Politdarstellern und unserer Hochleistungspresse ist. Denn kein Mensch verlässt freiwillig seine Heimat, wenn er dort Schutz, Frieden und ein Auskommen vorfindet, das ihm ein menschenwürdiges Dasein ermöglicht. Erst wenn wir die offensichtlichen Missstände von wirtschaftlicher Ausbeutung, Terror und Krieg, die zum größten Teil durch den Westen selbst initiiert, finanziert und organisiert werden, beseitigt haben, haben wir eine Chance auf eine bessere, gemeinsame Zukunft. Und dazu gehört es auch, dass wir die wahren Schuldigen benennen und sie zur Rechenschaft ziehen: Die Politiker, Industriemagnaten und die elitären Zirkel. Und uns selbst – wir, die es durch wegschauen, ignorieren und negieren zugelassen haben, dass die Welt heute so ist, wie sie ist.

US-Studie: Die größte Gefahr für den Staat und die Gesellschaft sind „souveräne Bürger“

An der University of Maryland sitzt das National Consortium for the Study of Terrorism and Responses to Terrorism (START, Nationale Konsortium zur Erforschung des Terrorismus und Reaktionen auf Terrorismus), das wiederum zum Department of Homeland Security Science and Technology Center of Excellence gehört. Die meistens dürften von dieser Einrichtung bislang noch nie etwas gehört haben – einschließlich meiner einer.

Laut der eigenen Homepage von START

[is] The National Consortium for the Study of Terrorism and Responses to Terrorism – better known as START – […] a university-based research and education center comprised of an international network of scholars committed to the scientific study of the causes and human consequences of terrorism in the United States and around the world.
([ist] Das National Consortium for the Study of Terrorism and Responses to Terrorism [Nationale Konsortium zur Erforschung des Terrorismus und Reaktionen auf Terrorismus] – besser bekannt als START – […] ein Hochschulforschungs- und Bildungszentrum, bestehend aus einem internationalen Netzwerk von Wissenschaftlern, die sich der wissenschaftlichen Erforschung der Ursachen und menschlichen Folgen des Terrorismus in den Vereinigten und auf der ganzen Welt verpflichtet fühlen.)

Währungs-/Wirtschaftskrieg: Russland und China setzen jetzt gezielt ihre Dollar-Anleihen gegen die USA ein

Im vergangenen Jahr begann Russland damit große Mengen ihrer US-Dollar-Reserven auf den Markt zu werfen. Allein in Monat Dezember 2014 verkaufte Moskau etwa 20% seiner US-Anleihen. Ein Schritt, der die Spannungen zwischen Ost und West weiter erhöhte. Etwas, das nur als Wirtschaftskrieg beschrieben werden kann.

Dann – als ob es Teil einer koordinierten Aktion ist – wurde diesen Sommer bekannt, dass China eine ähnliche Strategie umgesetzt hat, als es eine halbe Billion auf US-Dollar lautende Vermögenswerte verkaufte.

Aber das ist nur der Anfang vom Ende des US-Dollars. Inmitten einer großen Kernschmelze auf den chinesischen Aktienmärkten verkaufte die Volksrepublik in der vergangenen Woche Anlagen im Gegenwert von Milliarden von US-Dollar, was Berichten zufolge der Versuch war die eigenen kollabierenden Finanzmärkte zu stabilisieren.

Wladimir Putin – Bildquelle: Wikipedia / www.kremlin.ru

Syrien: Sendet Russland Militär zur Unterstützung und birgt das Potenzial für einen Konflikt mit der NATO?

YNet News – Bildquelle: Screenshot-Ausschnitt www.ynetnews.com

Wenn der Bericht von YNet News der Wahrheit entspricht, wurde die syrische Krise jetzt noch komplexer und gefährlicher. Der Bericht wäre eine gute Nachricht für die Assad-Regierung. Er legt nahe, dass Russland, neben der Bereitstellung von sechs neuen MIG 31-Jets und Satellitenbildern für die syrische Armee, Syrien zusätzlich ein Expeditionskorps aus russischen Soldaten zur Verfügung stellen wird.

YNet behauptet, dass die russischen Kräfte aus Jagdfliegern, Kampfhubschrauber-Piloten, Beratern, Technikern, Logistikpersonal, Lehrern und Mitgliedern der Luftschutzabteilung bestehen werden. Die Kräfte sollen in einer permanenten Basis in Syrien stationiert werden. Obwohl die Russen bereits den Hafen von Tartus unterhalten, glaubt YNet, dass die neue Operationsbasis in einem von „Assad-kontrollierten“ Gebiet in der Nähe von Damaskus liegen wird.

YNet spricht bei der angeblichen russischen Basis von einer „Forward-Operating Base“ und hat die Zahl der russischen Kräfte, die nach Syrien kommen sollen, auf mehrere „Tausend“ geschätzt.

Malaysia: Der nächste orchestrierte Umsturzversuch?

Seit mehreren Tagen gehen in der Hauptstadt Malaysias, Kuala Lumpur, mehrere Tausend Demonstranten auf die Straße. Die Regierung spricht von 35.000 Teilnehmern an der gestrigen Demonstration, die Veranstalter, die sich selbst als „Bersih4“ bezeichnen, von 300.000.

Hintergrund der Demonstrationen sind 700 Millionen US-Dollar, die von einem Entwicklungsfonds auf die Privatkonten des malayischen Regierungschefs Najib Razak geflossen sind.

Najib has been fighting for political survival after leaked documents in July showed he received some $700 million in his private accounts from entities linked to indebted state fund 1MDB. He later said the money was a donation from the Middle East and fired his critical deputy, four other Cabinet members and the attorney general investigating him.
(Najib kämpft um das politische Überleben, nachdem durchgesickerte Dokumente im Juli zeigen, dass er etwa 700 Millionen US-Dollar auf seinen privaten Konten erhalten hat, die von Unternehmen stammen, die in Verbindung mit dem verschuldeten Staatsfonds 1MDB stehen. Er sagte später, dass das Geld eine Spende aus dem Nahen Osten war und feuerte seinen kritischen Stellvertreter, vier weitere Kabinettsmitglieder und den Generalstaatsanwalt, der gegen ihn ermittelte.)

Systemfrage: Von der gewollten Spielverlängerung und den zu verabreichenden Beruhigungspillen

Zu Beginn der Großen Depression Ende der 1930er versuchten die Analysten, Ökonomen und Politiker, genauso wie heute, die Menschen angesichts sich immer mehr verschlechternden Fundamentaldaten und Entwicklungen mit profanen Plattitüden zu beruhigen:

We will not have any more crashes in our time.
(Wir werden keinen Zusammenbruch in unserer Zeit erleben.)
– John Maynard Keynes, Britischer Ökonom 1927

I cannot help but raise a dissenting voice to statements that we are living in a fool’s paradise, and that prosperity in this country must necessarily diminish and recede in the near future.
(Ich kann nicht umhin eine abweichende Stimme gegen Aussagen zu erheben, dass wir in einem Narrenparadies leben, und dass sich der Wohlstand in diesem Land notwendigerweise verringern und in der nahen Zukunft weniger werden wird.)
– H.H. Simmons, Präsident der New York Stock Exchange 12. Januar 1928