

Rentner – Bildquelle: Pixabay /geralt; Pixabay License
Blickt man auf die vergangenen Wahlen in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern, stellt sich unweigerlich die Frage, warum linke/linksextreme Parteien gerade bei Jugendlichen so stark sind. Ein Versuch der Erklärung:
Junge Menschen machen sich keine Gedanken über das Älterwerden, und davon profitieren vor allem die Regierungen, die die jüngeren Generationen durch ihre Ausgaben und die Geldschöpfung um jegliche zukünftigen Sozialleistungen (zur Vereinfachung: im Folgenden sind immer alle Ausprägungen Pflegeversicherung, Rentenversicherung, usw. gemeint) bringen, auf die sie eines Tages vielleicht angewiesen sein könnten. Für die meisten Angehörigen der Generation Z besteht jedoch zumindest ein stillschweigendes Bewusstsein dafür, dass sie in ein System einzahlen, das ihnen im Ruhestand höchstwahrscheinlich nicht mehr zur Verfügung stehen wird. Ihr einziger Bezugspunkt sind jedoch meist die Tiraden ihrer sozialistischen Hochschulprofessoren oder eine Horde Aktivisten auf TikTok.
Daher ist die einzige Lösung, die ihnen einfällt, natürlich MEHR Macht für den Staat, mehr Steuern, mehr Sozialismus/Kommunismus und mehr Umverteilung von Wohlstand. Mit anderen Worten: dem Staat, der ihr Geld bereits verschwendet hat, noch mehr Kontrolle und noch mehr Geld zu überlassen.
Die Idee, den Reichtum anderer zu nehmen, um einer einzigen Generation auf dem schnellsten Weg Sicherheit zu verschaffen, ist nicht neu. Dieser Plan ist zum Scheitern verurteilt, da er in fast jedem sozialistischen System mit einer Bevölkerung von mehr als etwa 10 Millionen Menschen gescheitert ist.
Selbst in „marktkapitalistischen Wohlfahrtsstaaten“, die oft als „erfolgreich“ angeführt werden, wie Norwegen, Schweden, Dänemark und Finnland, ist die Fortführung der Altersvorsorge in einer Höhe, die ein existenzsicherndes Einkommen gewährleistet, nur möglich, wenn die Zahl der Rentner deutlich geringer ist als die der Erwerbstätigen.
Derzeit scheidet im gesamten Westen die große Generation der Babyboomer vollständig aus dem Erwerbsleben aus, und diese Systeme werden rasch aufgebraucht. Der demografische Druck nimmt zu, und in Deutschland oder in den USA werden diese „speziellen Altersversprechen“ nun eingelöst. Blicken wir in die USA, wo die Datenlage besser ist als in Europa, aber die Ergebnisse gelten vice versa auch für Deutschland und dem Rest Europas.
Die aktuellen US-Sozialversicherungsreserven belaufen sich auf 2,56 Billionen US-Dollar. Diese Reservefonds werden jedes Jahr durch ein Ausgaben-Defizit aufgebraucht. Das Defizit ist nicht feststehend und schwankt stark, doch der allgemeine Trend zeigt, dass es eindeutig zunimmt. Im Jahr 2025 betrug das Defizit 160 Milliarden US-Dollar (das ist der Betrag, den die US-Regierung zusätzlich einnehmen oder aufnehmen muss, um die Kosten der Sozialversicherung über die normalen Einnahmen hinaus vollständig zu decken). Dieses Defizit wird bis 2033 voraussichtlich auf 393 Milliarden US-Dollar ansteigen.
Da diese Rücklagen aufgrund der Defizite schwinden, werden die Sozialversicherungsleistungen letztendlich entsprechend gekürzt werden.
Für Einzahler, die heute zwischen 40 und 50 Jahre alt sind, werden die Sozialversicherungsleistungen um 22% gekürzt sein (unter Berücksichtigung der stetigen Inflation). Bis die Generation Z alt genug ist, um Leistungen zu beziehen, werden ihre Sozialversicherungsleistungen inflationsbereinigt um 35% geschrumpft sein. Der US-Fonds wird nicht unbedingt zusammenbrechen, aber die Leistungen werden mit der Zeit immer wertloser werden. Ein Blick nach Deutschland zeigt sogar eine noch verschärftere Lage.
Letztendlich wird sowohl der US-Fonds als auch das deutsche Rentensystem zusammenbrechen (müssen), weil sie sich nicht mehr an die Inflation anpassen können. Die Kosten werden weiter steigen, und die Sozialversicherung wird exponentiell schrumpfen. Sich im Ruhestand auf das System zu verlassen, wäre unmöglich. Dabei wird noch davon ausgegangen, dass es in Zukunft nicht zu einer Wirtschaftskrise kommt, die die staatliche Finanzierung der Sozialversicherung schon viel früher komplett zum Erliegen bringt.
Das wirft viele Fragen auf…
Ist die Sozialversicherung tatsächlich ein notwendiges Programm? In den USA gibt es derzeit 71 Millionen Sozialversicherungsempfänger, und von dieser Gruppe sind rund 14 Millionen vollständig auf Sozialversicherungszahlungen als einzige Einkommensquelle angewiesen. Ein noch größerer Teil der Bevölkerung benötigt diese Zahlungen als zusätzliches Einkommen.
Mit anderen Worten: Das Programm könnte abgeschafft werden, doch für einen großen Teil der Bevölkerung hätte dies verheerende Folgen. Ich würde argumentieren: Wenn der Staat als wirtschaftlicher Sicherheitsnetz für eine bestimmte Gruppe fungieren soll, dann sollten es die älteren Menschen sein. Jeder, der schon einmal einen älteren Angehörigen gepflegt hat, versteht, dass wir alle eines Tages an eine Altersgrenze stoßen werden, die uns daran hindert, spontan Einkommen zu erzielen. Entweder sind wir dann wohlhabend und verfügen über reichlich Ersparnisse und Vermögen, oder wir sind auf die Wohltätigkeit anderer angewiesen.
Sind die Sozialversicherungen die Lösung? Nein, nicht in ihrer derzeitigen Form. Viele Menschen glauben, dass diese wie ein Sparkonto sind, auf dem ihr Geld verwahrt wird, bis sie die Voraussetzungen für den Ruhestand erfüllen. Das ist falsch. Andere betrachten sie vielleicht als Versicherungsprogramm, aber auch das ist umstritten. Die Sozialversicherungen werden eher wie eine Subvention verwaltet als wie ein Sparkonto oder eine Versicherung. Das Geld, das Sie im Laufe Ihres Lebens in das System eingezahlt haben, ist längst weg.
In den jüngeren Generationen wächst die öffentliche Empörung, weil sie in Subventionen einzahlen müssen, von denen sie in Zukunft voraussichtlich nicht profitieren werden. Marxistische NGOs und Aktivisten nutzen diese Unzufriedenheit aus und versuchen, die Menschen davon zu überzeugen, dass ein stärkerer Staat und eine sozialistische Umverteilung des Reichtums die Lösung für all ihre Probleme sind. Dies wird zu einer Katastrophe für alle führen.
Was ist also die Lösung? Die überwiegende Mehrheit der Menschen würde es vorziehen, die Gewissheit zu haben, dass im Alter für sie gesorgt wird. Wie können wir sicherstellen, dass ältere Menschen versorgt werden, ohne die Wirtschaft ständig mit Schulden zu belasten? Gehen wir eine Liste von Lösungen durch:
Unsere Sichtweise auf das Älterwerden und die Familie grundlegend verändern
Früher gab es noch keine Sozialversicherungen – wie kamen also Menschen, die aus dem Erwerbsleben ausschieden, über die Runden? Sie waren weitgehend auf die Unterstützung ihrer Familie angewiesen. Über Jahrhunderte hinweg war dies in der westlichen Welt die Norm. Um die Jahrhundertwende lebten etwa 70% der älteren Menschen bei ihren Kindern oder anderen Familienangehörigen, doch diese Praxis ging ab den 1920er Jahren rapide zurück.
Das ist der Grund, warum das Sozialversicherungsprogramm überhaupt erst populär wurde: Viel zu viele ältere Menschen hatten kein familiäres Sicherheitsnetz mehr und stiegen daher als Reaktion darauf auf den Sozialversicherungszug auf. Das soll nicht heißen, dass Kinder „verpflichtet“ werden sollten, sich um ihre Eltern zu kümmern, aber dieses Prinzip sollte gefördert werden.
Und wenn man darüber nachdenkt, könnte dies auch dazu beitragen, bessere Erziehungspraktiken und mehr Respekt für die Kernfamilie zu fördern. Wer möchte schon ein verantwortungsloser Elternteil sein, wenn seine Kinder eines Tages die Menschen sein werden, auf die er im Alter am meisten angewiesen ist? Wer würde seine Kinder abtreiben wollen, wenn diese Kinder sein zukünftiges Sicherheitsnetz sind? Wer würde sich scheiden lassen und seine Familie zerbrechen wollen, auf die Gefahr hin, im hohen Alter mittellos zu sein?
Ja, das klingt ziemlich eigennützig, aber es ist töricht, egoistische Anreize als Mittel zur Aufrechterhaltung des Funktionierens der Zivilisation außer Acht zu lassen. Viele Menschen brauchen keine Anreize, um das Richtige zu tun, aber viele andere Menschen brauchen sie sehr wohl.
Eine Rückkehr zur alten Tradition, sich als Familie um Angehörige zu kümmern, würde dazu beitragen, massive Armut und das Leid älterer Menschen zu verhindern, sollten die Sozialversicherungen und andere Programme versagen. Das rettet die Sozialversicherungen zwar nicht, macht die Öffentlichkeit aber weniger abhängig von diesem Programm.
Arbeit von zu Hause aus für ältere Menschen
Die spontane Reaktion vieler Menschen (insbesondere der Babyboomer) auf die Idee, den Ruhestand hinauszuzögern, ist Wut und Empörung. Bis zu einem gewissen Grad stimme ich dem zu. Diese Menschen haben ihr ganzes Leben lang gearbeitet, Familien großgezogen, nationale und globale Krisen durchgestanden und es bis ans andere Ufer geschafft. Mit 63+ Jahren haben sie sich mehr als eine Pause verdient.
Allerdings ist das Leben nicht unbedingt fair, und darauf zu vertrauen, dass der Staat für einen da ist, ist nicht gerade der beste Plan. Damit ein Sicherheitsnetz für die am dringendsten Bedürftigen bestehen bleibt, müssen sich diejenigen, die bei klarem Verstand und leistungsfähig sind, möglicherweise anpassen. Außerdem gibt es viele ältere Menschen, die gerne ein Einkommen erzielen und beschäftigt bleiben würden, aber aufgrund ihres Alters aus dem regulären Arbeitsmarkt ausgeschieden sind.
Da immer mehr ältere Menschen länger im Erwerbsleben verbleiben, könnten die Defizite der Sozialversicherungen ausgeglichen werden und die Mittel noch über Jahrzehnte hinweg fließen. Zum ersten Mal in der Geschichte der Menschheit haben Senioren Zugang zu digitalen Tätigkeiten und Heimarbeit. Mit geeigneten Schulungsprogrammen (und vielleicht steuerlichen Anreizen für Unternehmen, die ältere Menschen einstellen) ist es für viele ältere Menschen möglich, in diesen Bereichen tätig zu sein.
Mir wäre es lieber, wenn ältere Menschen solche Tätigkeiten übernehmen und von zu Hause aus Geld verdienen würden, als dass Unternehmen über diverse Visaprogramme eine Vielzahl von Migranten aus der Dritten Welt ins Land holen.
Investition von Sozialversicherungsgeldern in wertsteigernde Vermögenswerte (Aktien und Rohstoffe)
Dies ist ein weiterer Vorschlag, der tiefe Gräben zwischen den Wählern aufreißt, wobei die zentrale Frage lautet: Was passiert mit der Sozialversicherung, wenn es zu einem Marktcrash kommt und die Vermögenswerte stark an Wert verlieren?
Aber betrachten Sie es einmal so: Wären die in Staatsanleihen angelegten Sozialversicherungsguthaben in den letzten zehn Jahren stattdessen in Gold und Silber investiert worden, würde der US-Fonds derzeit über zusätzliche 7 Billionen US-Dollar verfügen. Das würde die Laufzeit dieser Ersparnisse um weitere 12+ Jahre verlängern. Eine Anlage in Aktien des Dow-Jones-Index hätte zusätzliche 8 Billionen US-Dollar eingebracht. Natürlich mit dem Wissen, dass gerade die Aktienmärkte „durchmanipuliert“ sind.
Ist das ein Glücksspiel mit der Zukunft und mit Steuergeldern? Ja, in gewisser Weise. Aber die Risiken lassen sich durch eine Streuung zwischen Staatsanleihen und anderen Vermögenswerten mindern. Ich würde argumentieren, dass die Sozialversicherungen mit Sicherheit scheitern wird, wenn wir keine radikalen Maßnahmen wie diese ergreifen – was haben wir also zu verlieren?
Kürzung der Leistungen für die obersten 20 % der Verdiener
Wird hier der Erfolg bestraft? Ja. Aber der Verzicht auf Sozialversicherungsleistungen für die obersten 20% der Verdiener mit umfangreichen Ersparnissen und Vermögen würde jährlich mehrere Milliarden einsparen. Dies würde das derzeitige Defizit sowie alle zukünftigen Defizite für viele Jahre beseitigen.
Wenn jemand nach der Pensionierung ohne Sozialversicherung komfortabel leben kann, dann sollte er vielleicht auf die monatlichen Zahlungen verzichten, damit die Sozialversicherung für andere bestehen bleibt, denen es nicht so gut geht. Auch dies ist nicht fair, und ich sage nicht, dass ich dieser Maßnahme grundsätzlich zustimme, aber wenn es um das Überleben des Programms geht, ist dies eine naheliegende Strategie.
Steigerung der Geburtenraten und des Bevölkerungswachstums
Überall, nicht nur im Westen, sondern in den meisten Ländern weltweit, sinken die Geburtenraten und die Bevölkerung altert. Ohne genügend junge Menschen, die den Arbeitsmarkt auffüllen, wird die Gruppe der Älteren die verfügbare Steuerbasis bei weitem übersteigen. Mit anderen Worten: Zu viele Hände, die auf zu wenig Geld warten.
Diese sich abzeichnende Krise hat dazu geführt, dass einige skrupellose Menschen schreckliche Maßnahmen rechtfertigen. So nutzen beispielsweise multikulturelle Linke den Geburtenrückgang als Vorwand für eine Masseneinwanderung aus der Dritten Welt. Das sind doch Millionen neuer Steuerzahler, die helfen, die Rentenkassen zu stützen, oder? Nur dass diese Migranten die Sozialsysteme zerstören und die Finanzierung noch schneller zum Zusammenbruch bringen.
Andere linke Regierungen (wie Kanada) schlagen zunehmend staatlich unterstützten Suizid als Mittel vor, um die ältere Bevölkerung zu reduzieren und Probleme mit Defiziten im Sozial- (und Gesundheits-)wesen zu lösen. Das ist natürlich abscheulich und unmoralisch, aber die Angst vor einem Schuldenkollaps wird manche Menschen dazu verleiten, viele ansonsten inakzeptable Übel zu unterstützen.
Wie können wir das Bevölkerungswachstum auf natürliche Weise steigern? Der einzig sichere Weg ist die Steigerung des individuellen Wohlstands. Wie erreichen wir das? Das ist die Frage aller Fragen. Der Sozialismus ist sicherlich nicht die Antwort – kein sozialistisches System hat jemals tatsächlich den Wohlstand der Mittelschicht gesteigert, ohne auf die Mittel des freien Marktes zurückzugreifen, und selbst dann neigen solche Systeme dazu, Produktivität und Unternehmertum zu ersticken. Wenn dem Erfolg eine Obergrenze gesetzt wird, wird der individuelle Wohlstand scheitern. Das ist eine Tatsache.
Gibt es einen besseren Weg?
Viele Menschen werden sich fragen, ob es sich überhaupt lohnt, die Sozialversicherungen zu retten. Schließlich muss es doch einen besseren Weg geben. Ich sage nicht, ob es sich lohnt oder nicht – das wäre ein Thema für einen separaten Artikel. Die einzige Frage hier lautet: KÖNNEN die Sozialversicherungen gerettet werden? Die Antwort lautet „Ja“, vorausgesetzt, die oben genannten Maßnahmen werden umgesetzt und die Staatsausgaben werden gekürzt.
Die zweite Frage lautet: Haben wir noch Zeit? Nur, wenn es keine lähmende Krise gibt, die konservativere Maßnahmen verhindert. Ein Krieg, ein neues Inflationsereignis oder ein Währungscrash würde viel größere Sorgen hervorrufen als die Frage, ob die Sozialversicherungen noch ein paar Jahrzehnte lang intakt bleibt oder nicht.
Die insgesamt beste Option ist, sich gar nicht erst auf die Sozialversicherungen zu verlassen. Klug in die eigene Zukunft und die der Familie zu investieren und sich gleichzeitig auf wirtschaftliche Turbulenzen vorzubereiten, ist der einzige Weg, um sicherzustellen, dass Ihre späteren Lebensjahre nicht zu einem Elend aus Sparzwängen werden.
Quellen:
Wahl 2026: Mecklenburg-Vorpommern und Berlin
Is There Any Way To Save Social Security, Or Is It Doomed?
Yes, the Social Security Deficit Adds to the Federal Deficit
Social Security’s $5.1 Trillion Debt Contribution
Social Security – Monthly Statistical Snapshot, August 2026