Finanzwirtschaft: Massiver Aktienabverkauf – Was wissen die Insider?

Börsenchart – Bildquelle: Pixabay / PIX1861; Pixabay License

Warum verkaufen aktuell Vorstandsvorsitzende und Unternehmensinsider ihre Aktien in einem Tempo wie noch nie zuvor? Wissen sie etwas, was der Rest von uns nicht weiß? Wenn die Aktienkurse weiter ansteigen, wie viele in der Hochleistungspresse vermuten, werden diese Insider, die ihre Aktien abstoßen, als gäbe es kein Morgen mehr, enorme Gewinne verpassen. Aber wenn 2022 ein kolossaler Börsencrash bevorsteht, wäre dann nicht 2021 der perfekte Zeitpunkt, um aus dem Spielcasino auszusteigen? Man kann am Aktienmarkt nur dann Geld verdienen, wenn man rechtzeitig aussteigt. Könnte es sein, dass viele der reichsten Menschen der Welt gerade den für sie perfekten Zeitpunkt sehen, um Profite zu realisieren?

Nach Angaben von CNBC haben Vorstandsvorsitzende und Unternehmensinsider in diesem Jahr bereits Aktien im Wert von 69 Milliarden US-Dollar verkauft. Das ist ein neuer Rekord und liegt um satte 30 Prozent höher als im letzten Jahr:

Vorstandsvorsitzende und Unternehmensinsider haben im Jahr 2021 Aktien im Wert von 69 Milliarden Dollar verkauft, da drohende Steuererhöhungen und hohe Aktienkurse viele zu Gewinnmitnahmen ermutigen.

Von Satya Nadella bei Microsoft bis hin zu Jeff Bezos und Elon Musk haben Vorstandsvorsitzende, Gründer und Insider ihre Aktien so schnell wie nie zuvor verkauft. Bis Montag stiegen die Verkäufe von Insidern im Vergleich zu 2020 um 30% auf 69 Mrd. US-Dollar und im Vergleich zum 10-Jahres-Durchschnitt um 79%, so InsiderScore/Verity, wobei Verkäufe von großen institutionellen Inhabern nicht berücksichtigt werden.

(CEOs and corporate insiders have sold a record $69 billion in stock in 2021, as looming tax hikes and lofty share prices encourage many to take profits.

From Satya Nadella at Microsoft to Jeff Bezos and Elon Musk, CEOs, founders and insiders have been cashing in their stock at the highest pace on record. As of Monday, sales by insiders are up 30% from 2020 to $69 billion, and up 79% versus a 10-year average, according to InsiderScore/Verity, which excludes sales by large institutional holders.)

Interessanterweise hat dieser Ausverkauf gerade dann seinen Höhepunkt erreicht, als die US-Wirtschaft an einem kritischen Wendepunkt angelangt ist. Die Welt befindet sich mitten in der schlimmsten Lieferkettenkrise der Geschichte, die Inflation hat ein Niveau erreicht, wie sie seit den 1970er Jahren nicht mehr gesehen wurde, und die zunehmende Gewalt in den USA drückt die Wirtschaftstätigkeit der nach wie vor größten Wirtschaftsmacht der Welt. In den vergangenen zwei Jahren hat das US-Regime Billionen von US-Dollar aufgenommen und ausgegeben, die sich die USA gar nicht leisten konnten. Im gleichen Zeitraum hat die US-Notenbank Billionen über Billionen neuer US-Dollar in das Finanzsystem gepumpt. Sie haben diese Maßnahmen in einem verzweifelten Versuch ergriffen, die Wirtschaft wieder anzukurbeln. Daher ist davon auszugehen, dass wir noch eine kurze Zeit eine Art “Zuckerhoch an den Aktienmärkten” erleben werden.

Aber derzeit sehen wir alle möglichen Anzeichen dafür, dass sich die Wirtschaft wieder abkühlt. So sind beispielsweise die Umsätze in den USA am so wichtigen “Black Friday” im Vergleich zu 2019 um 28,3 Prozent zurückgegangen:

Laut vorläufigen Daten von Sensormatic Solutions ging der Umsatz in Einzelhandelsgeschäften am Black Friday im Vergleich zu 2019 um 28,3% zurück, da die Amerikaner ihre Ausgaben verstärkt ins Internet verlagert und ihre Einkäufe früher im Jahr begonnen haben.

(Traffic at retail stores on Black Friday dropped 28.3% compared with 2019 levels, as Americans shifted more of their spending online and kicked off their shopping earlier in the year, according to preliminary data from Sensormatic Solutions.)

Die Apologeten in der Hochleistungspresse wollen uns glauben machen, dass die Einzelhandelsumsätze rückläufig sind, weil der Online-Verkauf boomt. Aber das entspricht nicht der Realität. Tatsächlich waren die Umsätze am “Cyber Monday” zum ersten Mal überhaupt rückläufig:

Laut den am Dienstag von Adobe Analytics veröffentlichten Daten gaben die Verbraucher am Montag online 10,7 Milliarden Dollar aus, was einem Rückgang von 1,4% gegenüber dem Vorjahr entspricht.

Es ist das erste Mal in diesem Jahr, dass Adobe eine Verlangsamung der Ausgaben an wichtigen Einkaufstagen feststellt. Das Unternehmen begann 2012 mit der Berichterstattung über den elektronischen Handel und analysiert mehr als 1 Billion Besuche auf den Websites der Einzelhändler.

(Consumers logged online Monday and spent $10.7 billion, marking a 1.4% decrease from year-ago levels, according to data released Tuesday by Adobe Analytics.

This year’s tally marks the first time that Adobe has tracked a slowdown in spending on major shopping days. The firm first began reporting on e-commerce in 2012, and it analyzes more than 1 trillion visits to retailers’ websites.)

Erstaunlich. Sowohl der “Black Friday” als auch der “Cyber Monday” waren rückläufig, obwohl die US-Politiker Billionen und Billionen von US-Dollars ins System gegeben haben. Auch die jüngsten Zahlen des verarbeitenden Gewerbes sind eine Enttäuschung, und die Analysten machen dafür die anhaltende Lieferkettenkrise verantwortlich:

Weite Teile des verarbeitenden Gewerbes in den USA leiden nach wie vor unter Engpässen in der Lieferkette und Schwierigkeiten bei der Besetzung freier Stellen. Zwar gab es im November Anzeichen dafür, dass sich die Probleme in der Versorgungskette leicht abschwächten und auf den niedrigsten Stand seit sechs Monaten sanken, doch bedeutete die weit verbreitete Verknappung von Betriebsmitteln, dass das Produktionswachstum erneut stark eingeschränkt wurde, so dass die Umfrage bisher darauf hindeutet, dass das Verarbeitende Gewerbe im vierten Quartal die Wirtschaft belastet hat.

(Broad swathes of US manufacturing remain hamstrung by supply chain bottlenecks and difficulties filling staff vacancies. Although November brought some signs of supply chain problems easing slightly to the lowest recorded for six months, widespread shortages of inputs meant production growth was again severely constrained to the extent that the survey is so far consistent with manufacturing acting as a drag on the economy during the fourth quarter.)

Natürlich versucht die Hochleistungspresse weiterhin, die derzeitige wirtschaftliche Misere positiv darzustellen. CNN hat zum Beispiel gerade einen Artikel mit dem Titel “Warum Inflation gut für den Durchschnittsamerikaner und schlecht für die Reichen sein kann (Why inflation can actually be good for everyday Americans and bad for rich people)” veröffentlicht.

Wenn dem so wäre, warum treiben wir die Inflation dann nicht auf die Spitze? Lassen wir jedes Haus mindestens eine Million Euro oder US-Dollar kosten, lassen wir einen Laib Brot 20 Euro kosten und machen wir Benzin so teuer, dass einem die Augen bluten, wenn man die Preise an der örtlichen Tankstelle sieht. Wäre das nicht großartig für die hart arbeitenden Menschen – weltweit?

Natürlich zerstört die Inflation unser aller Lebensstandards, und mit jedem Tag fallen mehr Menschen aus der Mittelschicht heraus. Zeitlich “passend” für das Establishment dazu, ist nun auch noch “Omicron” in Europa und in den Vereinigten Staaten angekommen:

Der erste bestätigte Fall des Omicron-Coronavirus in den Vereinigten Staaten wurde in Kalifornien festgestellt.

In einer Pressekonferenz des Weißen Hauses sagte Dr. Anthony Fauci, Direktor des National Institute of Allergy and Infectious Diseases, dass der Fall bei einer Person auftrat, die am 22. November aus Südafrika einreiste und am 29. November positiv auf Covid-19 getestet wurde.

(The United States’ first confirmed case of the Omicron coronavirus variant has been identified in California.

In a White House news briefing, Dr. Anthony Fauci, director of the National Institute of Allergy and Infectious Diseases, said the case was in an individual who traveled from South Africa on November 22 and tested positive for Covid-19 on November 29.)

Wie ich bereits geschrieben habe, ist “Omicron” ein weiteres Werkzeug der Angst- und Panikinduktion. Es gibt absolut keinen Grund für die medial geschürte Hysterie, die wir derzeit erleben. Aber das wird die führenden Politiker der Welt nicht davon abhalten, der Weltwirtschaft mit dieser Variante eines nicht isolierten “Virus” noch mehr Schaden zuzufügen.

Bereits jetzt wird “Omicron” als Begründung für erneute (Teil-)Lockdowns, für eine “Impf”pflicht, für Reisebeschränkungen und andere Verordnungen genutzt, obwohl es bis dato keinen einzigen bestätigten Fall gibt, in dem jemand selbst nach offiziellem Narrativ an “Omicron” gestorben ist.

Ich denke, dass die nächsten Wochen sehr “erhellend” werden. Nicht nur im Bezug auf die komplett hirnbefreite Politik der Regierungen (ich erwarte weitere massive Verschärfungen), sondern auch im Kontext des gesellschaftlichen Zusammenhalts oder ggf. Scheiterns.

Quellen:
What Do They Know? Insiders Are Dumping Stocks At A Pace Never Seen Before In All Of U.S. History
CEOs and insiders sell a record $69 billion of their stock, and the year isn’t over yet
Black Friday shopping in stores drops 28% from pre-pandemic levels as shoppers spread spending throughout the season
Cyber Monday online sales drop 1.4% from last year to $10.7 billion, falling for the first time ever
US Manufacturing Slumps To Weakest Since 2020 As Cost Inflation Hits Record High
Why inflation can actually be good for everyday Americans and bad for rich people
First confirmed US case of Omicron coronavirus variant detected in California
Why Are The Global Elite Creating So Much Hysteria About The Omicron Variant?

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