

Spirale – Bildquelle: Pixabay / makamuki0; Pixabay License
Alteingesessene Leser meines Blogs wissen, dass ich zwei geopolitische/gesellschaftliche Denkmuster als „falsche Paradigmen“ bezeichne. Einmal das „falsche Ost-West-Paradigma“ und dann noch das „falsche Links-Rechts-Paradigma“. Letzteres behandelt den falschen Glaubenssatz, dass es ein politisches rechts gegen links gibt, dass es unterschiedliche politische Richtungen gibt, die konträr zueinander in Kokurrenz stehen. Dies mag auf gesellschaftlicher Ebene (siehe z.B. die instrumentalisierten „Omas gegen Rechts“) tatsächlich so sein, aber auf politischer Ebene ist es das nicht – beide verfolgen das gleiche Endziel: die Unterwerfung der Menschen unter das gleiche Systeme des Zwangs, der Überwachung und der Kontrolle. Die einen von links kommend, die anderen von rechts.
Einen ähnlichen falschen Glaubenssatz gibt es aus meiner Sicht auch beim „falschen Ost-West-Paradigma“. Auch hier gilt, dass es zwei bewusst geschaffene Pole im geo-/politischen Spektrum gibt, die insgeheim die gleichen Ziele wie beim „falschen Links-Rechts-Paradigma“ verfolgen. Die erneute Eskalation im Nahen Osten ist für mich der beste Beleg dafür, wo auf der einen Seite der Iran die Lage eskalieren lässt und im gleichen Masse auf der anderen Seite USA/Israel – in Absprache und in einem perfekt ausgeleuchteten Kabuki-Theater.
Von jetzt auf gleich wurde ein angeblicher Waffenstillstand beerdigt, der Ölpreis schießt wieder in die Höhe und die Aktienkurse stürzen ab. Letztlich muss die Frage gestellt werden, ob wir vor dem Szenario eines totalen Krieges im Nahen Osten stehen? Die Ereignisse könnten jetzt sehr schnell außer Kontrolle geraten – ganz so wie in einem vorab besprochenen Drehbuch vorgesehen.
Warum haben die Iraner wieder damit begonnen Handelsschiffe in der Straße von Hormus anzugreifen? Wollte man tatsächlich Frieden, eine äußerst törichte Entscheidung, da jeder wusste, dass dies eine sehr starke Reaktion der Vereinigten Staaten hervorrufen würde – und genau das ist auch geschehen.
Nachdem das US-Militär mehr als 80 Ziele im Iran angegriffen hatte, schlugen die Iraner zurück und griffen ihrerseits US-Einrichtungen in Bahrain und Kuwait an:
Das US-Zentralkommando gab bekannt, dass es über 80 Ziele als „Vergeltung“ für den Beschuss von drei Tankern durch das Regime angegriffen habe. Der Iran reagierte mit Angriffen auf Bahrain und Kuwait.
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(US Central Command said they struck over 80 targets as „punishment“ for three tankers coming under fire from the regime. Iran responded with strikes targeting Bahrain and Kuwait.)
Und ganz im Sinne einer gewollten Eskalationsspirale hat der US-Präsident Trump öffentlich erklärt, dass der Waffenstillstand mit dem Iran beendet sei:
Trump, der von Reportern zum Waffenstillstand befragt wurde, hatte gesagt: „Was mich betrifft, denke ich, dass es vorbei ist.“
Er fügte dann hinzu: „Es ist reine Zeitverschwendung, sich mit ihnen auseinanderzusetzen.“ Neben seinen Äußerungen zum Iran wiederholte Trump seine bereits zuvor auf dem NATO-Gipfel geäußerten Vorwürfe, die NATO habe den USA im Iran-Krieg nicht geholfen.
Trump warf Teheran zudem vor, die jüngste Zeit der Trauerfeierlichkeiten und der Trauer um den verstorbenen Obersten Führer Ali Khamenei, der am 28. Februar bei von den USA geführten Luftangriffen getötet wurde, missbraucht zu haben.
„Sie baten um eine Auszeit, sie wollten zur Beerdigung von Khamenei gehen, und ich sagte, gebt sie ihnen, und dann fingen sie an, Raketen abzufeuern“, sagte Trump.
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(Trump, asked by reporters about the ceasefire, had said „for me, I think it’s over.“He then added: „It’s just a waste of time dealing with them.“ Along with his comments about Iran, Trump repeated his complaints he had made previously about NATO at the alliance summit for not helping the U.S. in the Iran war.
Trump also accused Tehran of misusing the recent period of funeral ceremonies and mourning for the late Supreme Leader Ali Khameini, who was killed in U.S.-led strikes on February 28.
„They asked for a timeout, they wanted to go to the funeral of Khamenei and I said give it to them, and they start shooting missiles,“ Trump said.)
Und weiter:
Bei einem NATO-Gipfel in der Türkei sagte Präsident Trump im Gespräch mit Reportern an der Seite des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, die USA würden den Iran am Mittwochabend wahrscheinlich erneut mit einer Flut von Angriffen treffen.
„Sie benehmen sich sehr schlecht, so wie sie es seit 47 Jahren tun“, sagte er und fügte hinzu, dass die USA den Iran „gestern Abend hart“ getroffen hätten, nachdem der Iran „ein paar Drohnen und eine Rakete“ auf Schiffe in der Straße von Hormus abgefeuert hatte.
„Und deshalb haben wir sie gestern Abend sehr hart getroffen“, sagte er. „Sehr, sehr hart. Wahrscheinlich werden wir sie heute Abend erneut hart treffen. Ich werde ihnen eine kleine Warnung geben: Wir werden sie heute Abend erneut hart treffen.“
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(Speaking to reporters at a NATO summit in Turkey, alongside Ukrainian President Volodymyr Zelenskyy, President Trump said the U.S. would probably hit Iran with a deluge of strikes again Wednesday evening.„They are behaving very badly, as they have for 47 years,“ he said, adding that the U.S. hit Iran „hard last night“ after Iran launched „a couple of drones and one rocket“ at ships in the Strait of Hormuz.
„And so we hit them very hard last night,“ he said. „Very, very hard. Probably hit them hard again tonight. I’ll give them a little warning, we’re going to hit them hard again tonight.“)
Damit ist der gewollte Krieg wieder entbrannt, und ich gehe fest davon aus, dass er auf eine völlig neue Ebene eskalieren wird. Als Reaktion auf Trumps Äußerungen haben die Iraner erklärt, dass das nie auf Dauer ausgerichtete und zur kurzfristigen „Beruhigung der Massen“ ausgerichtete „Memorandum of Understanding“ hinfällig sei:
MoM Dead – Bildquelle. Screenshot Ausschnitt X
Parallel dazu spielt Teheran seine ihm zugedachte Rolle und der Iran droht damit, den gesamten Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus unverzüglich zu blockieren, sollten die USA weitere Angriffe durchführen:
Der Iran werde die Straße von Hormus „unverzüglich“ für den gesamten Schiffsverkehr sperren, sollte das Land erneut angegriffen werden, berichtete der staatliche Fernsehsender Press TV am Mittwoch unter Berufung auf eine ungenannte Quelle aus dem Regime. Dem Bericht zufolge werde der Iran auf etwaige US-Angriffe mit einem Vergeltungsschlag reagieren, bei dem doppelt so viele Ziele angegriffen würden.
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(Iran will „immediately“ close the Strait of Hormuz to all traffic if the country is attacked again, the state-owned Press TV network said Wednesday, quoting an unnamed regime source. The report said Iran would retaliate for any U.S. strikes by attacking twice as many targets.)
Weiterhin hat ein Sprecher der IRGC in bedrohlichem Ton gewarnt, dass „der nächste Schritt jegliche roten Linien außer Acht lassen wird (the next move will disregard any red lines)“:
Tweet IRGC – Bildquelle: Screenshot-Ausschnitt X
Das Ziel des Irans dürfte klar sein: wichtige Energieproduktionsanlagen und/oder Entsalzungsanlagen in der gesamten Region des Persischen Golfs. Mit immensen weltpolitischen/wirtschaftlichen Folgen – ganz im Sinne der Internationalisten/Globalisten/Eliten (IGE), die ihre „Krise(n)“ benötigen, um ihre Agenden durchsetzen zu können, da eine geschwächte Bevölkerung viele Dinge akzeptieren wird, was sie ansonsten in Friedenszeiten niemals tun würde.
Der vollständige Wiederaufbau und die Instandsetzung der Anlagen, die der Iran bereits zu Beginn des Jahres angegriffen hat, werden Jahre dauern, doch die meisten Öl- und Erdgasanlagen in der Region sind nach wie vor in Betrieb. Sollte es dem Iran gelingen, einen erheblichen Teil der noch in Betrieb befindlichen Öl- und Erdgasanlagen außer Gefecht zu setzen, würde dies die Welt auf absehbare Zeit in eine albtraumhafte Energiekrise stürzen. Die Investoren wissen das, und dies ist nur einer der Gründe, warum der Ölpreis heute plötzlich in die Höhe geschossen ist. Unterdessen sind die Aktienkurse stark gefallen.
Für die Weltwirtschaft rückt tatsächlich der Moment der Abrechnung näher, denn die Ölvorräte sind extrem knapp geworden:
Sollte der Ölfluss aus dieser Quelle versiegen, könnte dies erhebliche Probleme für den amerikanischen Ölmarkt mit sich bringen.
Die Strategic Petroleum Reserve (SPR), Amerikas strategische Ölreserve, wurde seit Ausbruch des Krieges erheblich abgebaut, um all die in der Meerenge verlorenen Ölbarrel zu ersetzen. Die SPR liegt nun bei 319,5 Millionen Barrel, was einem Rückgang von 23 % gegenüber dem Vorkriegsniveau entspricht und den tiefsten Stand seit Beginn der Auffüllung durch die Reagan-Regierung im Jahr 1983 darstellt.
Das bringt die Vereinigten Staaten in eine prekäre Lage, sollten sie mit Unwettern oder einer erneuten vollständigen Sperrung der Straße von Hormus konfrontiert werden.
Vielleicht noch entscheidender ist, dass die kommerziellen Vorräte weiterhin auf einem kritischen Niveau liegen. Die Lagerbestände in Cushing, Oklahoma, dem Pipeline-Knotenpunkt der USA, bleiben unterhalb der für den Betrieb erforderlichen Mindestmengen.
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(If that crude stops flowing, that could create significant problems for America’s oil market.The Strategic Petroleum Reserve, America’s emergency stockpile of oil, has been drawn down significantly since the war broke out to help replace all those barrels of oil lost in the strait. The SPR is now at 319.5 million barrels, down 23% from its pre-war level and at its lowest point since the Reagan administration started filling it in 1983.
That puts the United States in a precarious position if it faces severe weather or another full closure of the Strait of Hormuz.
Perhaps more crucially, commercial stockpiles remain at critical levels. Inventories in Cushing, Oklahoma, the pipeline crossroads of America, remain below operational stress levels.)
Wer bislang die Hoffnung hatte, dass flächendeckende Versorgungsengpässe und Rationierungen vermieden werden könnten, hat nicht verstanden, dass genau dies eines der Ziele des Krieges von Anfang an war, um eben eine Gemengelage zu erzeugen, die es den IGE ermöglicht ihren Großen Neustart weiter voranzutreiben bzw. zu finalisieren.
Ein Teil des Handelsverkehrs gelangte noch durch die Straße von Hormus, und viele waren naiv optimistisch, dass die USA und der Iran bald ein dauerhaftes Abkommen zur Beendigung des Krieges unterzeichnen würden. Aber dieser Optimismus hat nicht verstanden, welche Agenda tatsächlich verfolgt wird.
Parallel dazu sieht sich auch Russland mit einer historischen Energiekrise konfrontiert, da die Ukraine immer wieder russische Öl- und Erdgasanlagen angreift:
In Russland wächst die Wut über die langen Warteschlangen an Tankstellen im ganzen Land, und Wladimir Putin sah sich gezwungen, in einem seltenen öffentlichen Eingeständnis seiner Schwäche eine Kraftstoffkrise anzuerkennen.
Mehr als vier Jahre nach dem Einmarsch des russischen Präsidenten in die Ukraine sind die unerbittlichen Angriffe Kiews auf Putins Ölraffinerien im ganzen Land zu spüren. Russland, einer der weltweit größten Ölproduzenten, hat Schwierigkeiten, genügend Kraftstoff zu produzieren, um den heimischen Bedarf zu decken. Unterdessen sind die Großhandelspreise für Kraftstoff gestiegen, und in mehreren Regionen wurden Rationierungen eingeführt.
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(Anger is growing in Russia over lengthy lines at gas stations nationwide, with Vladimir Putin forced to acknowledge a fuel crisis in a rare public admission of weakness.More than four years into the Russian president’s invasion of Ukraine, Kyiv’s relentless attacks on Putin’s oil refineries are being felt across the country. Russia, one of the world’s largest oil producers, has struggled to produce enough fuel to meet domestic demand. Meanwhile, wholesale fuel prices have risen, and rationing has been introduced in several regions.)
Russland exportiert normalerweise große Mengen Öl für den Weltmarkt, aber nun ist Moskau dazu gezwungen, Öl bzw. Erdölprodukte zu importieren. Aus meiner Sicht kein zufälliges Ereignis, sondern gewolltes Chaos. Denn wenn die Straße von Hormus für längere Zeit gesperrt bleibt und parellel einer der größten Ölexporteure ausfällt, kann die Weltwirtschaft nicht normal funktionieren.
Die USA waren in den letzten Monaten der „Lieferant der letzten Instanz“, und infolgedessen haben sie ihre Reserven rasch aufgebraucht. Und es sieht so aus, als stünden die USA nur noch wenige Wochen vor einer massiven Versorgungskrise, die sich dann weltweit durchschlagen wird.
Viele der Szenarien, vor denen ich seit Jahren ausdrücklich gewarnt habe, beginnen sich nun direkt vor unseren Augen zu entfalten. Sobald wir erst einmal über den Abgrund gestürzt sind, gibt es kein Zurück mehr.
Der Juli 2026 wird in der Geschichte eine entscheidende Wende einnehmen, doch die meisten Menschen in der breiten Bevölkerung scheinen immer noch nicht zu begreifen, was gerade geschieht. Sondern kleben vor den Bildschirmen (Fußball-Weltmeisterschaft), ignorieren die Gesamtzusammenhänge und denken immer noch dass es ein „Rechts gegen Links“ bzw. ein „Ost gegen West“ gibt. Nichts könnte falscher sein… es gibt nur ein „Die da oben gegen uns da unten!“
Quellen:
Trump declares deal with Iran is DEAD
President Donald Trump has shared a series of videos and images that appear to show the new US strikes on Iran
Live Updates: U.S., Iran trade more strikes after Trump says ceasefire is „over“
X – The Hormuz Letter
X – Ibrahim_alFiqar
Trump is playing with economic fire by calling the peace deal with Iran ‘over’
Fuel shortages spread across Russia as Ukraine targets oil refineries