

Technologie – Bildquelle: Pixabay / TheDigitalArtist; Pixabay License
Warum die digitale ID uns alle angeht
Digitale IDs sind das wichtigste Thema unserer Zeit. Diese Technologie ist der Grundstein eines Überwachungssystems, das alles über jeden weiß und diejenigen ausschließt, die sich nicht daran halten wollen/werden.
Was dabei fast vollkommen unter dem Radar läuft, ist die schnelle Einführung – und dies weltweit. Untersuchungen haben ergeben, dass 90% der Länder bereits über funktionierende digitale IDs verfügen oder auf dem besten Weg sind, innerhalb der nächsten drei Jahre entsprechende Programme zu entwickeln. Dabei erfolgt die Einführung nicht durch den Staat, sondern durch Stellvertreter. Das heißt, dass digitale IDs durch Unternehmen, Banken, usw. über den Hebel des privaten Sektors und durch eine Verpflichtung zur persönlichen Akzeptanz (Indien, Dänemark, Estland) verpflichtend gemacht werden, um deren Dienste und Dienstleistungen nutzen zu können. Selbst wenn Gesetze und Gerichtsurteile digitale IDs (noch) als „freiwillig“ einstufen werden, wie beispielsweise in Indien, Australien oder der EU, sind die Stellvertreter im privaten Sektor die eigentlichen Akzeptanzbeschleuniger.
Auch wenn viele denken, dass die Vielzahl an verschiedenen Technologien und/oder Standards zu Problemen führen werden, ist eine universelle Integration global erkennbar. Die technischen Standards für digitale IDs sind auf Interoperabilität ausgelegt. Eine digitale ID in einem Land kann überall auf der Welt anerkannt werden, wo derselbe Standard gilt. Die meisten Länder setzen aktuell dabei auf zwei wichtige Standards, den W3C Verifiable Credentials und der ISO 18013-5 Mobile Driving Licenses. Selbst Entwicklungsländer in Südamerika und Afrika arbeiten an interoperablen digitalen Ausweisen oder elektronischen Ausweisen.
Das Ziel ist dabei klar: Die Schaffung eines einzigen Kontrollpunkts. Sobald eine digitale ID für den Zugang zu Bankgeschäften, Gesundheitswesen, Bildung,
Arbeitsreisen und grundlegenden Versorgungsleistungen erforderlich ist, bedeutet der Verlust der Zugangsdaten den gesellschaftlichen Ausschluss oder gar die Vernichtung der eigenen Existenz.
Die Gefahren einer digitalen ID
Bei der Untersuchung von Programmen für digitale Identitäten wurden wiederholt Muster festgestellt, bei denen Nutzer aufgrund ihrer digitalen Identitäten Probleme hatten oder gefährdet waren:
Die technischen Details
Die derzeit angedachten digitalen ID-Systeme setzen auf zwei wichtige Standards, die von den Ländern entweder übernommen werden oder es werden deren eigenen proprietären Versionen verwendet:
Daneben gibt es noch OpenID Connect (OIDC). Ein föderierter Identitätsstandard, den Länder verwenden, um Bürgern zu ermöglichen, ihre Identität bei öffentlichen und privaten Online-Diensten nachzuweisen, indem sie sich nur einmal anmelden müssen.
Die Welt im digitalen ID-Überblick
| Region | Status | Bemerkenswerte Programme | Wichtige Treiber |
| Europa | Operativ (EU eIDAS 2.0) | Estland, Dänemark, EU-weit EUDI-Wallet (Frist 2026) | EU-Recht verpflichtet Unternehmen zur Akzeptanz digitaler Ausweise; freiwillig für Bürger, aber zunehmend erforderlich für Dienstleistungen. |
| Nordamerika | mDLs auf Bundesstaatenebene USA; gemischt (BC, Alberta Kanada) | USA REAL-ID, Canada BC; Services Card, US mDL-Pilotprojekte | Biometrische Registrierung für Führerscheinerneuerung; Einführung im privaten Sektor (Bank-KYC) |
| Asien | Abgeschlossen / In Betrieb | Indien Aadhaar, Singapur Singpass, China Cyberspace ID + WeChat/Alipay, Russlands Gosuslugi | Hochintegrierte „Super-Apps“ und soziale Akzeptanz digitaler Ausweise |
| Afrika & Mittlerer Osten | In Betrieb / Bestätigt (Ghana Card, UAE-Pass) | Nigeria NIN, Ghana Card, UAE-Pass, Saudi Absher | Umfangreiche Finanzierung durch die Weltbank über die Initiative ID4D |
| Südamerika | Abgeschlossen / In Betrieb / Frühphase (Brasilien GOV.br, ID Uruguay) | Mercosur Interoperabilität durch ID Uruguay, Digital ID integriert sich über mehrere Länder hinweg | Gates Foundation finanziert „50-in-5“ und ID4D-Programme der Weltbank |
Wie können wir uns wehren?
1. Vorbereiten und diversifizieren
a. Bargeld, Edelmetalle und Tauschhandel aufrechterhalten.
b. Kryptowährung beschaffen und deren Verwendung üben.
i. EigenWallet – eine Monero-Wallet mit integrierten Peer-to-Peer-BTC/XMR-Swaps
ii. RetoSwap – eine P2P-Monero-Börse
c. Vertrauensvolle Beziehungen innerhalb der Gemeinschaft aufbauen.
d. Informieren Sie andere über die Gefahren der digitalen ID.
e. Lassen Sie sich von Ihren Kontakten versichern, dass keine der beiden Seiten die Verwendung einer digitalen ID verlangt.
2. Strategisches Aussteigen
a. Kleiner ist besser; Nutzen Sie Vor-Ort-Angebot der Behörden, reisen Sie über kleinere Grenzübergänge, an denen neue Technologien wahrscheinlich nicht so schnell eingesetzt werden.
b. Vermeiden Sie die biometrische Registrierung bei der Erneuerung Ihres Führerscheins (gängige Taktik).
c. Lehnen Sie die biometrische Registrierung ab, deaktivieren Sie die Kamera für die Online-Verifizierung und verwenden Sie klassische Ausweisdokumente.
d. Suchen Sie nach Dienstleistern, die noch Papierausweise akzeptieren.
3. Gemeinschaftliches Handeln
a. Organisieren Sie lokale Informationsveranstaltungen und verteilen Sie diese Informationen an andere.
b. Nutzen Sie die Lücken bei lokalen Gesetzen und Fristen.
Und vor allem: Vermeiden Sie Technologien, die eng mit Big Tech verbunden sind, und verwenden Sie wo immer möglich Open-Source-Software auf Ihrem Smartphone und Laptop (Betriebssystem, Anwendungen, usw.).
Wenn Sie weitere Informationen zum Thema digitale ID, Stand der Entwicklung, usw. benötigen, empfehle ich nachfolgendes PDF (leider nur auf englisch verfügbar) von dem Machern der privaten Hardwarelösungen „above phone“:
Quelle:
Life Under Digital ID: A Global Analysis with Solutions