Handelskrieg: Neue Studie belegt, am Ende zahlen die USA die Zeche

Landwirtschaft - Bildquelle: Pixabay / PublicDomainPictures; Pixabay License

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Eine neue Studie der Federal Reserve hat bestätigt, dass die USA der eigentliche Verlierer im Handelskrieg mit China sind. Letztlich zahlt also der kleine US-Bürger und der Mittelstand für die Strafzölle Donald Trumps.

“China zahlt enorm an uns – und sie zahlen dafür”, sagte Trump bei einer Kabinettssitzung in der vergangenen Woche. “Diese Zölle werden von uns nicht bezahlt. Diese Zölle werden gezahlt, weil sie ihre Währung abgewertet und Geld in ihre Wirtschaft fließen lassen.”

(“China is paying us tremendous — and they’re paying for it,” Trump said at a Cabinet meeting last week. “Those tariffs are not paid by us. Those tariffs are paid because they’re devaluing their currency and pouring cash into their economy.”)

Donald Trump dürfte diese Meinung inzwischen exklusiv haben, obwohl in zahlreichen Studien belegt wurde, dass dies nicht den Tatsachen entspricht. Laut dem Business Insider zeichnen Studien aus Princeton, Yale und der University of Chicago ein gänzlich anderes Bild.

Die Zentralbank stellte in einer neuen Studie fest, dass chinesische Unternehmen die Preise für Exporte in die USA als Reaktion auf den Anfang 2018 beginnenden Handelsstreit nicht wesentlich gesenkt haben. Dies signalisierte, dass die Amerikaner stattdessen zusätzliche von der Trump-Regierung erhobene Importsteuern auf sich nehmen mussten, geschätzt etwa 40 Milliarden US-Dollar pro Jahr.

“Die anhaltende Stabilität der Importpreise für Waren aus China bedeutet, dass US-amerikanische Firmen und Verbraucher die Zollsteuer zahlen müssen”, schrieben die Fed-Ökonomen Matthew Higgins, Thomas Klitgaard und Michael Nattinger in der Studie.

(The central bank found in a new study that Chinese businesses have not significantly lowered prices on exports to the US in response to the trade dispute that began in early 2018. That signaled that Americans have instead had to absorb additional import taxes levied by the Trump administration, estimated at around $40 billion annually.

“The continued stability of import prices for goods from China means US firms and consumers have to pay the tariff tax,” Fed economists Matthew Higgins, Thomas Klitgaard, and Michael Nattinger wrote in the study.)

Chinas Unternehmen werden – so die Fed – auch nicht auf sinkende Wechselkurse setzen, um den Wettbewerbsnachteil durch die Zölle auszugleichen:

Die US-Notenbank in New York gab jedoch bekannt, dass chinesische Unternehmen nach ihren Erkenntnissen keine Wechselkurse verwendet haben, um ihre Wettbewerbsfähigkeit durch niedrigere Preise aufrechtzuerhalten.

“Stattdessen haben sie den Verlust an Wettbewerbsfähigkeit auf dem US-Markt in Kauf genommen und die schwächere Währung verwendet, um Gewinne für jede Verkaufseinheit zu erzielen”, schrieben Higgins, Klitgaard und Nattinger.

(But the New York Fed said its findings suggested Chinese firms have not used exchange rates to maintain competitiveness through lower prices.

“Instead, they’ve accepted the loss in competitiveness in the US market and have used the weaker currency to pad profits on each unit of sales,” Higgins, Klitgaard, and Nattinger wrote.)

Es dürfte damit klar sein, dass die einfachen US-Bürger in Form von höheren Preisen, Arbeitsplatzverlusten und die mittelständischen Unternehmen mit geringeren Einnahmen und Erträgen die Zeche für die Politik Trumps zahlen müssen. Ein Fakt, der den Trump-Fanboys sicherlich nicht schmecken wird.

Quellen:
INDEPENDENT STUDY CONFIRMS: AMERICANS ARE PAYING FOR THE TRADE WAR, NOT THE CHINESE
Yet another independent study just found Americans have been stuck paying Trump’s tariffs
Who Pays the Tax on Imports from China?


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