Finanzsystem: Deutsche Bank streicht weltweit 18.000 Stellen

Deutsche Bank Frankfurt - Bildquelle: Wikipedia / Thomas Wolf, www.foto-tw.de

Deutsche Bank Frankfurt – Bildquelle: Wikipedia / Thomas Wolf, www.foto-tw.de

Die Deutsche Bank wird weltweit 18.000 Mitarbeiter entlassen. Angesichts dieses massiven Stellenabbaus stellt sich natürlich unweigerlich die Frage – auch wenn man sich die Entwicklung des größten deutschen Bankhauses in den vergangenen Jahren anschaut -, ob die Deutsche Bank den Weg von Lehman Brothers gehen wird?

Stand heute ist diese Frage schier nicht zu beantworten. Die jetzt vorgenommen Stellenstreichungen lassen den Schluss zu, dass die Deutsche Bank kurz vor der Insolvenz stehen könnte. Und da die Deutsche Bank trotz allem (eingebrochener Aktienkurs, diverse Verurteilungen und Klagen) immer noch eine gewisse Bedeutung besitzt und vor allem aufgrund ihrer Derivatepositionen ein wankender Riese bleibt, besteht die große Gefahr einer “Ansteckung” für das gesamte europäische Bankensystem, wenn die Deutsche Bank wirklich fallen sollte (abgesehen davon, dass dann der deutsche Michel in die Haftung genommen werden wird).

Bei all dem ist es enorm wichtig die weitere Entwicklung mit Argusaugen zu verfolgen, da es für mich den Anschein hat, als würde man versuchen wollen die Bank abzuwickeln, aber dies OHNE das große mediale und öffentliche Drumherum wie bei Lehman, was wiederum bedeuten würde, dass die Effekte auf die globalen Märkte weniger stark ausfallen könnten.

Sollten zeitnah weitere “Pulverfässer in der Deutschen Bank hochgehen” oder sollte eine weitere Bank (ich denke hier vor allem an die italienischen) in größere Probleme kommen und ähnliche Schritte einleiten, dann könnte sich der aktuelle Einbruch beschleunigen.

Die Deutsche Bank hat innerhalb weniger Stunden mit dem Abbau von Tausenden von Arbeitsplätzen in der City of London und in New York begonnen.

Deutschlands größter Kreditgeber beschäftigt fast 8.000 Mitarbeiter in Großbritannien, davon 7.000 in London, einem der wichtigsten Drehkreuze für die globale Investmentbank, auf den der Großteil des Stellenabbaus fokussiert sein wird. Der Stellenabbau macht rund ein Fünftel der weltweit 91.500 Beschäftigten der Deutschen aus.

Einige Mitarbeiter in London sollen Tränen in den Augen gehabt haben, nachdem sie erfahren hatten, dass ihre Jobs weg waren. Gegen 10 Uhr morgens verließen die Arbeiter das Gebäude der Bank in der Stadt und trugen persönliche Gegenstände nach Hause. Einige sagten, dass ihnen mitgeteilt wurde, dass ihre Ausweise um 11:00 Uhr nicht mehr funktionieren würden.

Ein männlicher Vertragsarbeiter sagte auf dem Weg in das Gebäude in der Great Winchester Street: “Der Bank geht es nicht gut, deshalb müssen sie etwas tun, um wieder auf die Beine zu kommen.”

(Deutsche Bank started slashing thousands of jobs in the City of London and in New York only hours after announcing a drastic plan to reduce its global workforce by 18,000.

Germany’s biggest lender employs almost 8,000 people in the UK, with 7,000 in London, which is one of the main hubs for its global investment bank, where the bulk of the job losses will be focused. The jobs being cut make up about a fifth of Deutsche’s global workforce of 91,500.

Some staff in London were reported to be in tears after hearing their jobs had gone. Workers started leaving the bank’s building in the City at around 10am carrying bags of belongings. Some said they were told their passes would stop working at 11am.

A male contract worker on his way into the building in Great Winchester Street said: “The bank is not doing well, so they have to do something to get back up and running.”)

Quelle:
Deutsche Bank staff sent home as 18,000 job cuts begin – as it happened


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